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Dienstag, 22 September 2015 07:06

Hörerpostsendung am 20. September 2015

Hörerpostsendung am 20. September 2015
Bismillaher rahmaner rahim   -   Willkommen zu einer weiteren Hörerpostsendung, die heute schon von einer gewissen Melancholie des Sommerausklangs überlagert ist.

Der langersehnte Sommerurlaub ist für die meisten von Ihnen ja schon vorbei und die Sommerferien sind es auch.

Unser Hörerfreund Lutz Winkler aus dem Taunus weilt derzeit aber sicher noch in seinem Urlaubsdomizil, denn am 5. September schrieb er zu seinem Empfangsbericht:

"Im September bin ich im Urlaub, dieses Mal in Oberhof im Thüringer Wald. Kultur, Wandern und Ruhe - das ist das, was ich an diesem Urlaubsort mag. Mit freundlichen Grüßen ! Lutz Winkler"

Das seinem Bericht angehängte Bild vom Urlaubsort zeigt die Landschaft, in der sich Herr Winkler die erwarteten Urlaubsziele erhofft. Wir wünschen ihm von hier aus, dass sie sich erfüllen.

Für unseren Hörerfreund Werner Schubert aus Grafing sah es Ende August noch vage aus mit dem Urlaub, er schrieb uns: "Ich werde heute abend auch wieder bei der Hörerpost reinhören. Unter der Woche komme ich praktisch nicht mehr zum Hobby. Aber vielleicht komme ich Ende Sepember doch noch zu einer Woche Urlaub."

Na wir sind gespannt auf die nächste Post von Herrn Schubert, denn sicher wird er seinen Urlaub, wenns denn damit klappt, auch für ein paar Zeilen an IRIB nutzen.

 

Heute will sich das Team von der Hörerpostredaktion aber an erster Stelle einmal wieder ganz herzlich für alle Empfangsberichte bedanken, die in den letzten Wochen bei uns eingegangen sind. Sie kamen von Martina Pohl, Joachim Thiel, Dieter Buchholz, Alfred Albrecht, Andreas Pawelczyk, Johann Ruff, Matthias Martin, Dieter Leupold und Peter Möller.

Herr Albrecht aus Emmendingen hat aber nicht nur zahlreiche Empfangsberichte geschrieben, sondern ist auch noch auf aktuelle Ereignisse eingegangen, nämlich den Besuch des baden-württembergischen Wirtschaftsministers in Iran, Mitte September:

"Liebe Redaktion,
ich schicke Ihnen zwei Berichte unserer Badischen Zeitung zu. Es ist ja schön, dass die Beziehungen zwischen Isfahan und Freiburg wieder aufleben können. Freiburg liegt 16 km südlich von Emmendingen."


Der erste Zeitungsbericht trägt den Titel:
Nils Schmid besucht Freiburgs Partnerstadt Isfahan - Landeswirtschaftsminister würdigt die Verbindung zwischen Freiburg und Isfahan.
Im November 2014 hatte der Freiburger Oberbürgermeister Dieter Salomon (Grüne) mit einer Delegation des Gemeinderats die iranische Partnerstadt Isfahan besucht, um die offiziellen Kontakte aufleben zu lassen. Diese waren zuvor teils auf Eis gelegt gewesen. Auf privater Ebene aber ist der Austausch auch in den Jahren, in denen der iranische Staat wegen seiner aggressiven Haltung gegenüber Israel wie wegen seiner Atompolitik politisch weitgehend isoliert war, nie abgebrochen. "Es war wichtig, dass es auch in schwieriger Zeit Kontakte gab", sagte Baden-Württembergs Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid (SPD) am Dienstag am Rande eines Besuchs einer baden-württembergischen Wirtschafts-delegation in Isfahan der Badischen Zeitung. Damit habe die Städtepartnerschaft nach dem internationalen Durchbruch bei den Atomgesprächen und dem erwarteten Ende der Sanktionen eine wichtige Brückenfunktion – und erleichtere nun "das Entree" für Mittelständler aus dem deutschen Südwesten in der wirtschaftsstarken Provinz Isfahan und deren gleichnamiger Hauptstadt.


"Wir freuen uns über die Städtepartnerschaft mit Freiburg", sagte der Gouverneur der Provinz Isfahan, Rasoul Zargarpor, bei einem Treffen mit Schmid. Dass eine der schönsten Straßen der Provinzhauptstadt den Namen der südbadischen Partnerstadt trage, sei ein Zeichen für die guten Beziehungen zu Baden-Württemberg. Der Bürgermeister von Isfahan, Mehdi Jamali Nejad, sagte bei einem separaten Treffen, man wolle die Verbindungen mit Freiburg mit dem Ende der Sanktionen wieder stärken.
Der Gouverneur wie der Bürgermeister nannten die Bereiche Umwelttechnologie und Tourismus als mögliche Bereiche verstärkter Zusammenarbeit.Schmid übergab beiden Politikern einen Brief von Freiburgs Oberbürgermeister Dieter Salomon, in dem dieser seine Wertschätzung der Städtepartnerschaft mit Isfahan betont und ebenfalls das Angebot zur vertieften Kooperation unterstreicht. Schmid sagte, er sei überzeugt, dass sich die Partnerschaften zwischen den Städten Freiburg und Isfahan einerseits und zwischen Baden-Württemberg und der Region Isfahan andererseits stärken können. Die Delegation unter Leitung von Minister Schmid erkundet auf einer sechstägigen Reise nach Teheran und Isfahan Möglichkeiten eines verstärkten wirtschaftlichen Engagements nach dem Ende der Sanktionen. Eine für November geplante Anschlussreise mit einer baden-württembergischen Wissenschaftsdelegation soll ebenfalls in der iranischen Hauptstadt sowie in Freiburgs Partnerstadt Station machen.

 

Herr Albrecht hat wie schon erwähnt auch noch einen zweiten Zeitungsartikel beigelegt, der trägt den Titel:

Dejagah droht im Iran Ärger wegen Tätowierung
Dem iranischen Fußball-Nationalspieler Ashkan Dejagah droht in der Heimat Ärger wegen seiner Tätowierungen. Die Ethik-Kommission des Iranischen Fußballverbandes (FFI) will den 29 Jahre alten Deutsch-Iraner nach dem WM-Qualifikationsspiel gegen Indien am 8. September vorladen.
Dejagah und sein ebenfalls tätowierter Mannschaftskollege Sardar Asmun müssen mit einer Sperre oder einer empfindlichen Geldstrafe rechnen.
Außerdem dürften beide Spieler wegen der Tätowierungen künftig nur noch mit langärmligen Trikots spielen, sagte Kommissionschef Ali Akbar Mohammedsadeh laut Medienberichten.
Die FFI-Ethikkommission ist strikt gegen Tätowierungen der Nationalspieler, ebenso gegen auffällige Frisuren. Diese seien «westliche kulturelle Invasion» und würden die islamischen Werte gefährden. Besonders Nationalspieler sollten alsVorbilder für die Jugendderartige westliche Symbole vermeiden.
Die Vorladung der beiden etablierten Nationalspieler sorgte in der Sportpresse für Aufregung und Kritik. Für den portugiesischen Coach Carlos Queiroz spielt Dejagah eine Schlüsselrolle in der iranischen Nationalmannschaft, vor allem in der WM-Qualifikation für 2018.
Herzliche Grüße Alfred Albrecht"

 

Ob Sie liebe Hörerfreunde, die Sie durch unsere Sendungen mehr vertraut sind mit den islamischen Werten und ethischen Vorstellungen der Muslime, sowie den Zielen der islamischen Staatsordnung in Iran, wohl mehr Verständnis aufbringen können für die Kritik der Ethikkommission des iranischen Fußballverbandes? Warum iranische Nationalspieler derartige Regeln mißachten entzieht sich unseren Kenntnissen.

 

Auch Hörer Johann Ruff aus Mühlheim hat seinen Empfangsberichten am 24. August einige Zeilen und einige Fragen zum Sport in Iran beigefügt:

"Hallo, kurz zum Empfang der Kurzwelle. Zur Zeit ganz gut hörbar. Hier im TV-Programm gab es auch ab und zu einmal eine Sendung über den Iran, z.B. einen Bericht über die Rosenblätter Ernte und Herstellung von Rosenwasser, und einen Beitrag über iranische junge Frauen, die Rugby-Spiele in Mannschaften gegeneinander  austragen.

Frage:  Was für Sportarten sind im Iran für Frauen erlaubt und verboten? Bekleidungsvorschriften, Stadionverbot bei Männersportarten ? Warum ist Radfahren für Frauen verboten ? Gibt es da eine Koranstelle ?

Mit freundlichen Grüßen Johann Ruff"

Lieber Herr Ruff vielen Dank für Ihre Empfangsberichte und die Fragen, auf die wir an dieser Stelle näher eingehen möchten. Zunächst möchten wir daran erinnern, dass unsere Hörerfreunde in der "grünen Brieftaube" vom August 2007 eine Menge an Informationen über den Sport in Iran allgemein und insbesondere auch über den Frauensport finden.

Sport ist den Frauen in Iran oder in der islamischen Welt nicht untersagt. Frauen können allerdings in der Öffentlichkeit ihre Sportarten nur mit entsprechender Bekleidung ausführen. Auch das Radfahren ist den Frauen nicht verboten, es ist hier aber keine verbreitete Sportart und auch noch kein verbreitetes Fortbewegungsmittel. Die traditionelle islamische Bekleidung, der Tschador, erschwert natürlich das Radfahren und Musliminnen, denen das Tschador-Tragen wichtig ist, messen dem Radfahren sicherlich keine große Bedeutung bei. Weniger traditionelle und vor allem jüngere Frauen können aber mit entsprechender Kleidung Fahrrad fahren und in vielen Parks und Freizeitzentren werden sowohl für Männer als auch Frauen Fahrräder zum Ausleihen angeboten.

Im Nachrichtenkanal von IRIB gibt es vormittags von 10.30 Uhr bis 10:45 Uhr immer die neuesten Nachrichten vom iranischen und internationalen Frauensport.

Die Islamische Föderation für Frauensport (IFWS) in Iran hat in den Jahren 1993, 1997, 2001 und 2005 Internationale Sportspiele für Musliminnen durchgeführt. In den beiden ersten Jahren für Frauen aus islamischen Ländern, in den beiden nächsten Jahren für muslimische Frauen aus allen Ländern. Im ersten Jahr kamen Teilnehmerinnen aus 10 Ländern, im Jahr 2005 kamen Musliminnen schon aus 44 Ländern. Die Gründe dafür, dass es nicht zu einer Fortsetzung dieser internationalen Frauenspiele gekommen ist, liegen uns nicht vor.

Grundsätzlich sind iranische Frauen in verschiedenen Kampfsportarten wie Taekwondo, Judo, Karate, im Volleyball, Rugby, Fußball, Hallenfußball, Bogenschießen, Schießsport, Schwimmen, Rudern, Bergsteigen, Skifahren, Gymnastik, Tennis und vielen anderen Sportarten aktiv. Die islamischen Regeln und Verbote sind für Musliminnen nicht nur, wie es die westliche Welt interpretiert, ein Hindernis, sondern dienen auch ihrem Schutz. Aber über solche Aspekte macht man sich in der westlichen Welt nicht gerne Gedanken. Alles, was den dortigen Gepflogenheiten widerspricht kann nur schlecht sein.

Im Islam werden Mann und Frau aufgrund ihrer biologischen und körperlichen Unterschiede auch unterschiedlich behandelt, was aber nicht bedeutet, dass Frauen dadurch abgewertet werden. Wie gesagt gelten viele islamische Gebote dem Schutz der Frau. Die zumeist angeprangerte Abwertung der Frauen durch den Islam hat ihre Wurzeln vielmehr in den jeweiligen Gesellschaften, in die der Islam Einzug gehalten hat.

Im Koran gibt es grundsätzlich keine Verbote für Sport, da man zu dieser Zeit sicher andere Probleme hatte, und der geehrte Prophet Mohammad – s.a. – hat empfohlen, den Kindern Reiten und Schwimmen sowie Bogenschießen zu lernen.

Kommen wir nun zum heutigen Musikstück - gute Unterhaltung

 

Am 27. Juli hat sich ein lieber Mensch in Thüringen wieder einmal Zeit genommen an IRIB zu schreiben. Es war genau zu der Zeit, in der wir begannen die Post von ihm zu vermissen. Da er unsere Sendungen nicht mehr wie einst hört, ist es besonders erfreulich, dass es wieder einmal geklappt hat mit einem Brief, denn seine Meinung und seine Beiträge waren immer schon eine Bereicherung für unsere Hörerpostsendung. Hier ist also nun der Brief von Helmut Lesser aus Gebesee, den er eigenhändig zu Papier gebracht hat:

"Sehr geehrte deutschsprachige Redaktion von IRIB – liebe Freunde!

Da ich keine KW-Sender mehr höre und nicht viel vom Internet halte, bekam ich von unserem gemeinsamen Freund Bernd Seiser eine bespielte Tonbandkasette geschickt per Post mit Eurer Antwort im Hörerbriefkasten von IRIB!

So konnte ich mir Eure netten Worte anhören, gemeinsam mit Mutter und möchte mich ganz herzlich dafür bedanken, ebenso für die Post nochmals im Nachhinein.

Bernd scheint halt eben immer auf Draht zu sein und am Ball zu bleiben – immer aktuell und informativ beim Thema Rundfunk-empfang weltweit. Obwohl er doch auch viel um die Ohren hat – muß nicht immer leicht sein den ganzen Spagat unter einen Hut zu bringen – Beruf, Haus, Hof und Garten, Mutter besuchen und das geliebte Hobby Radio. Ich bewundere ihn dafür, da mir nur wenig Zeit bleibt.

Nun, heute ist mal wieder ein bewölkter, graudüsterer, windiger und regnerischer Tag mit circa 16° Celsius, da komme ich mal zum Schreiben!

Die Kinder bei uns in Deutschland lernen schon sehr früh mit Digitaltechnick umzugehen für den späteren Beruf, aber verlernen immer mehr das Kopfrechnen, Lesen und Schreiben, bzw. die Kommunikation zwischenmenschlicher Beziehungen bleibt auf der Strecke!

Man unterhält sich nicht mehr, führt keine Gespräche und igelt sich ein in der digitalen Scheinwelt der Technik.

Viele wissen schon gar nicht mehr, wie welche Pflanzen und Tiere heißen und wo ihre Lebensräume sind, wo die Nahrungsmittel genau herkommen – wie gekocht und gebacken wird und vieles mehr – es ist eine traurig-erschütternde Entwicklung in Gang gekommen.

Das Handwerk und die Agrarwirtschaft leiden stark darunter – Alle sind in einer Abhängigkeit von ihren PCs, Tablets, Smartphones, Apps und was weiß ich noch alles.

Die menschliche Gesellschaft degeneriert und verkommt! Unaufhaltsam.

Sinnloser Rohstoffraubbau, Verschwendung von Material und Natur, Umweltverschmutzung rund um die Uhr und den Globus, Konsumrausch – wohin das wohl noch führt – ob Geld alles zusammenhält oder?

Nun noch diese sinnlose weltweite Völkerwanderung gen Westen – selbstverursacht vom Westen.

Na wir werden ja sehen, wohin das Narrenschiff segelt ... !!

In diesem Sinne Ihnen alles Gute auch weiterhin und noch viele wunderbare Sendungen bei IRIB!

Mit den herzlichsten Grüßen aus Thüringen Mutter und Helmut

P.S.: Grüße auch an Bernd Seiser in Ottenau!"

Helmut Lesser hat uns entsprechend seinem wohl bekannten Humor noch eine Bildkarte dazu gelegt, auf der auf einem symbolischen Baum fünf Etagen mit Vögeln abgebildet sind, dazu heißt es:

Je weiter Du unten sitzt, desto mehr wirst Du von oben bekleckert.

Auf der Rückseite kommentiert Helmut: Zur Moral der Gesellschaft, zu den Wertvorstellungen von Menschenrechten, zum Existenzkampf in Job und Lebensphilosophie und zur Demokratie nach westlichem Muster!

Die Demokratio kommt aus dem Griechischen, sie ist eine H... und macht für Geld alles! In diesem Sinne alles Gute!

Soweit die Ansichten von unserem guten Helmut Lesser. Wir hoffen, dass er diese Sendung mit seinem Beitrag auch wieder zu Ohren bekommt, und danken unserem lieben Bernd Seiser schon im Voraus, wenn er diese Aufgabe wieder übernimmt. Wir hatten ja schon in der letzten Woche ein anschauliches Beispiel, was die Freundschaft unter den Hobbykollegen so alles bedeuten kann und wir sind stolz darauf, dass wir so tolle Leute in unserer Hörerschaft haben.

An dieser Stelle erinnern wir auch gerne wieder einmal an die ehemalige Postmeisterin Ursula Zangeneh, die in unermüdlichem Einsatz das Ihrige zum Zusammenhalt unserer Hörerschaft beigetragen hat. Sie lebe hoch, dreimal hoch!

Abschließend erinnern wir heute auch noch an unseren ehemaligen Hörerfreund Manfred Soukup aus Berlin, der am 16. September vor vier Jahren verstorben ist, am 18. September wäre sein Geburtstag gewesen. Mögen er und alle unsere inzwischen schon verstorbenen geehrten Hörerfreunde in Gottes Segen ruhen.

Allen unseren Hörerfreunden in der heutigen Runde und auch denen, die aus welchem Grund auch immer, nicht am Empfänger sitzen konnten, wünschen wir eine gesunde und vitale Zeit. Bis zum nächsten Mal.

Choda hafez – Gott schütze Sie!

 

 

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