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Freitag, 04 September 2015 10:00

Hörerpostsendung am 30. August 2015

Hörerpostsendung am 30. August 2015
Bismillaher rahmaner rahim  -   Das letzte Wochenende und somit die letzte Hörerpostsendung im August – dazu ein herzliches Willkommen liebe Freunde in der Hörerrunde. "Sich nicht aus den Augen verlieren", das ist das Wichtigste für uns im Kontakt mit den Hörerfreunden, wenn auch mal die Abstände der Korrespondenzen größer geraten.

Hin und wieder ein Lebenszeichen, dafür sind wir dankbar! In unserer Hörer-Sender-Freundschaft mit Helmut Dieterle geht es diesbezüglich aber etwas sehr holperig daher.

Eine ganze Reihe seiner Empfangsberichte, die aber noch vom Januar, Februar, März und April dieses Jahres stammen, wurden uns jetzt aus Berlin zugescannt. Daneben gab es noch einen aktuelleren Brief vom 20. August und darin heißt es:

"Liebe Freunde von IRIB,

weil es mir gesundheitlich nicht gut geht, kann ich erst heute etwas schreiben.

Da ich mich um 19:30 Uhr jetziger Sommerzeit schon hinlegen muß, kann ich Sie so spät abends, etwa 22 Uhr nicht mehr verfolgen und die Morgenfrequenzen sind trotz meines neuen Radios (es hat mich 250,-Euro gekostet) kaum oder gar nicht zu empfangen. Also muß ich leider darauf verzichten, mich hinlegen, auch tagsüber, und mich schonen.

Einiges an Akten, die ich aus meiner Schweizer Zeit noch fand, und zweimal die "UN"-Nachrichten sind beigefügt.

Ich wünsche Euch in Berlin wie in Teheran viel Erfolg, Glück und brauchbare Wege des Gehens in einigen Schritten.

Mit herzlichen Grüßen Euer alter Hörer Helmut Dieterle"

Herr Dieterle machte noch eine handschriftliche Notiz zu diesem Brief:

"bin nun 65 Jahre und 2 Monate alt und fast nicht mehr!"

Wir finden es sehr bedauerlich, dass Herrn Dieterles gesundheitlicher Zustand so stark nachgelassen hat und wünschen ihm gute Besserung. Hoffentlich kann er uns doch noch ab und an mal hören, denn so eine alte Hörer-Sender-Freundschaft wird ja nicht so einfach aufgegeben. Enttäuschend ist aber auch, dass trotz seines neuen Empfangsgerätes keine Verbesserung eingetreten ist. Seit Mai haben wir auch keine Mail mehr von ihm erhalten. Im Juni hatten wir ihm noch einen Tipp von einem Hobbykollegen per Mail mitgeteilt, aber es gab keine Reaktion darauf.

Über den Empfang unserer Sendungen, und insbesondere den schlechten Morgenempfang haben wir auch noch andere Zuschriften zum Vorlesen, wie zum Beispiel diese Mail:

"Hallo werte Hörerpostredaktion
Heute am Sonntag den 23-08-2015 war der Kurzwellenempfang noch am besten mit SINPO 44344 auf der 7200 Khz, dafür sehr schwach auf 9900 Khz. Habe die heutige Hörerpostsendung im Auto gehört mit Langdraht.
Der Morgenempfang ist derzeit nicht so gut. Morgen werde ich im Internet nachhören.
Mit freundlichen Grüssen aus Leipzig Dieter Leupold"

Auch aus den regelmäßigen Empfangsberichte von Martina Pohl erfahren wir immer wieder, dass die Morgenfrequenzen nicht besonders sind und bei ihr nur SINPO-Werte von 2 und 3 zustande kommen.

 Und bei Alfred Albrecht aus Emmendingen, heißt es diesbezüglich:

"Liebe Redaktion,
vielen Dank für die QSL-Karte, die Ansichtskarte und das kleine Buch. Ich habe mich sehr gefreut.
Ihr Programm war am 23. August 2015 morgens um 07.30 Uhr UTC auf 15.500 kHz überhaupt nicht und auf der 17.570 kHz nur ganz schwach zu hören.
Es ist gut für die Natur, dass die Hitzewelle eine Pause gemacht und uns etwas Regen beschert hat. Gegen Ende der Woche sollen die Temperaturen zwar nochmals bis zu 33°C steigen, die folgenden Tage aber wieder erträglich werden.
Ich wünsche Ihnen eine gute Woche.
Viele Grüße Alfred Albrecht"

Am Abend hat es bei Herrn Albrecht dann aber mit dem Empfang geklappt, denn wie sein Empfangsbericht bestätigt, konnte er die Hörerpostsendung über die 7200 kHz mit SINPO-Werten von 4 sehr gut empfangen.

Dass die zum Leidwesen der Amateurfunker von IRIB gewählte 41-Meter-Band Frequenz 7200 kHz sehr gute Empfangswerte bringt, bestätigte uns auch die folgende Mail mit einem Empfangsbericht vom 23. August:
"Liebe Redaktion, gerne möchte ich ihnen mal wieder einen Empfangsbericht übermitteln und bitte freundlichst um eine QSL-Karte.
Auch wenn es nicht mehr ganz so heiß ist, haben wir ja noch Sommer und ich sitze auf meiner Terrasse und genieße IRIB. Bewaffnet bin ich nur mit meinem Tecsun S 2000 und Teleskopantenne und der Empfang ist gut! SINPO 4-4-4-4-4. Ihre Techniker machen also auch einen guten Job.
Beste Grüße
Dietmar Wolf, Hammelburg"

 

Das Lob für die IRIB-Techniker von Herrn Wolf geben wir aber lieber nicht weiter, denn nach den vielen Protesten, die wir aus dem Amateurfunkerkreis wegen der 7200 kHz an sie weiterleiten mussten, wäre das dann sicher sehr grotesk.

Das Thema Frequenzen und die Schlußfolgerung zu allen dies-bezüglichen Mängeln und Querelen findet sich in den aktuellen Mails von OM Bernd Seiser:

"Liebes Team der deutschen Redaktion,
anbei meine Empfangsberichte aus dem Zeitraum vom 8. Juni bis 6. August. Oft waren die Sendungen nur sehr schwach zu empfangen, so dass auch ich gelegentlich auf das Internet ausweichen musste.

Ich hoffe sehr auf eine gelungene Frequenzwahl zur Winterzeit-umstellung und bitte um frühzeitige Bekanntgabe der neuen Winterfrequenzen.
Herzliche Grüße aus dem sommerlich heissen und schwülen Ottenau, Bernd"

Und weiter heißt es in der nächsten Mail von Herrn Seiser: "Derzeit findet ja die Konferenz für die Winterfrequenzen statt, da sollte es doch möglich sein, rechtzeitig die Angaben zu erhalten, oder ?
Prof. Dr. Hansjoerg Biener informierte in der Augustausgabe des ADDX Radiokuriers:
Vom 24. bis 26. August 2015 findet in Brisbane die Abstimmung der Wintersendepläne 2015/16 statt. Ziel ist die Minimierung von Interferenzen zwischen den internationalen Kurzwellenstationen.

Es wäre wünschenswert, wenn die auf der analogen Kurzwelle verbliebenen Stationen dann auch ihre neuen Winterfrequenzen frühzeitig bekanntgeben würden."

Soweit die Wünsche von Bernd Seiser.

 

"Sich nicht aus den Augen verlieren", das ist sicher auch das Motto von Hörerfreund Frank Unglaube aus Hamburg, von dem nach Jahr und Tag mal wieder ein Lebenszeichen kam. Und zwar ist sein Brief vom 25. August in Berlin eingetroffen:

"Hallo und guten Tag!                                                               
Habe ich es doch glatt vergessen  Ihnen meinen Empfangsbericht zu senden. Dürfte ich Sie trotzdem um eine schöne QSL-Karte bitten?
Zu Ihren Sendungen bleibt mir nur zu sagen, daß ich diese sehr interessant und kurzweilig finde. Besonders haben es mir die Sendungen über Land und Leute im damaligen und heutigen Iran angetan. Ihre Hörerpostsendung verfolge ich natürlich auch, sowie den Wetterbericht und die Koransuren.

Gerne würde ich einmal den Iran besuchen. Könnte ich dann evtl. auch bei Ihnen vorbei schauen?

Ihnen für die Zukunft alles erdenklich Gute und machen Sie weiter so mit Ihren schönen Sendungen !!!

Herzlichst Ihr Frank Unglaube"

Vielen Dank Herr Unglaube, auch für den Empfangsbericht vom 6. Juli, es macht nichts, dass Sie ihn später geschickt haben, wir werden Ihnen sicher dafür eine QSL-Karte ausstellen.

Nun aber zu Ihrer Frage bezüglich eines Besuches bei uns, es ist ja nicht zum ersten Mal, dass Sie diese Frage stellen. Wir haben es herausgefunden, schon am 1. Februar 2010 hatten Sie geschrieben: "Leider habe ich Ihr Land noch nicht besucht, habe dies aber vor. Könnte ich dabei eigentlich auch Ihre Redaktionsräume – mit vorheriger Anmeldung natürlich – besuchen?"

Aber natürlich Herr Unglaube, Hauptsache Sie können Ihre Iranreise bald einmal verwirklichen, dann wird auch einem Besuch in unserer Redaktion hoffentlich nichts im Wege stehen.

Also "denn man tau" wie der Norddeutsche so sagt. Der Erste sind Sie nicht Herr Unglaube, und werden hoffentlich auch nicht der Letzte sein, wenn Sie IRIB besuchen.

Was das Wissen der aktuellen Hörerpostredaktion angeht, ist sie aber nicht besonders lang die Hörerfreunde-Besucherliste. Soweit wir wissen, war der erste, der die Räume und Studios der IRIB-Auslandssender, und vorrangig die deutsche Redaktion in Teheran besucht hat, unser langjähriger Hörerfreund Volker Willschrey aus dem Saarland. Die Gebrüder Pütz vom Niederrhein waren sogar schon mehrfach bei uns. Und nicht zu vergessen die Grüters aus Nordfriesland, die Iran schon vielfach und unsere Redaktion auch schon einmal besucht haben.

Leider konnte Hörerfreund Uwe Riemschneider aus der Nähe von Jena seine Besuchspläne bei IRIB im letzten Jahr nicht verwirklichen, denn das vollgepackte Programm seiner Reisegesellschaft lies einen Abstecher zu uns nicht zu. Ein Besuch der Kabisch's aus Malschwitz bei uns während ihrer Iranreise, ebenfalls im letzten Jahr, wurde bedauerlicherweise durch ein Missverständnis verhindert, worüber wir heute noch traurig sind. Und Frau Helga Hübl aus Österreich hatte auf ihrer Studienreise, die sie zum Jahreswechsel 2013/2014 mit ihrem Ehemann nach Iran unternahm, wohl auch keine Zeit bei uns vorbei zu schauen.

Wir freuen uns über jeden Besuch aus dem Kreise der Hörerfreunde und sind schon gespannt, wer dann wohl einmal der nächste von Ihnen sein wird, der uns besucht.

Natürlich ist alles nicht nur eine Frage der Zeit, sondern auch eine Frage des Geldes. Unsere Hörerfreundin Martina Pohl hat da schon mal vor Kurzem in einer Mail auf die finanzielle Seite von Iranreisen hingewiesen:

"Liebe Redaktion in Teheran,
neuerdings liegen bei einem Buchladen vor Ort wieder Reiseführer über Iran  aus. Geführte Reisen in Ihr Land werden nun auch in diversen Tageszeitungen angeboten. Diese sind nicht gerade billig. Das nötige Kleingeld muss schon vorhanden sein."

Reisepläne und Geld hin oder her, jetzt spielen wir erst einmal für alle unser heutiges Musikstück. 

Sicher nicht umsonst, aber preisgünstiger als eine Iranreise war der diesjährige Sommerurlaub von unserem treuen Hörerfreund Michael Lindner. Er hat wieder viele interessante Informationen in einem Bericht über diese  Reise mit seiner Frau Ute auf die Insel Usedom zusammengefaßt, und wir wollen Sie Ihnen liebes Publikum nicht vorenthalten. Natürlich können wir nur einige Ausschnitte über all die Unternehmungen der Linders vorlesen und auch die besondere Überraschung zum Ende ihres Urlaubes, die in direkter Verbindung mit "Uns und unseren Hörern" steht, soll dabei nicht fehlen.

"Meine lieben Freunde in der deutschen Redaktion!

Wieder können wir Ihnen einen kleinen Urlaubsbericht in die deutsche Redaktion schicken, in der Hoffnung, dass wir Sie an unseren diesjährigen Erlebnissen ein wenig teilhaben lassen können.

Getreu nach dem Motto „Warum in die Ferne schweifen, wenn das Schöne liegt so nah“, wählten wir für unsere langersehnten Urlaubstage die Insel Usedom im Norden Deutschlands aus. Usedom ist die östlichste Ostseeinsel Deutschlands mit über 440 km². Die wohl bekanntesten Orte sind im Osten der Insel, beginnend mit Zinnowitz, Ückermünde, Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck.

Weiter östlich erreicht man den größten Ort der Insel Usedom, dass in Polen befindliche Swinemünde, und am westlichsten Punkt liegt die Ortschaft Peenemünde, die ja wegen ihrer traurigen Geschichte weltbekannt sein dürfte. In Peenemünde befand sich zur Nazizeit die sogenannte Heeresversuchsanstalt, wo bereits 1942 der erste Start einer Rakete ins All gelang. Die von Werner Braun entwickelte Rakete A4 gilt als Vorläufer aller Trägerraketen und wurde als „Vergeltungswaffe 2“ bekannt.

Zu DDR Zeiten waren die Orte Karlshagen und Peenemünde für die Zivilbevölkerung absolut gesperrt, da hier die Nationale Volksarmee verschiedene Kasernen unterhielt. Auch ich leistete Anfang der Siebziger Jahre hier meinen sogenannten „Ehrendienst“ zum Schutz der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik ab. Man kann sich kaum vorstellen, wie emotional für mich das Aufsuchen meiner ehemaligen Kaserne war. Und ich wurde fündig! Fast im Zentrum von Karlshagen fand ich das total verwilderte Gelände der riesigen Kaserne und die Überreste  des Eingangstores und des Wachhäuschens. Symbolisch stellte ich mich davor und meine Frau Ute konnte einige Fotos zur Erinnerung schießen.

Die nächsten Ziele unserer Urlaubsreise waren die wundervoll herausgeputzten Seebäder der Insel Usedom. Die wohl bedeutendsten Bäder werden auch die „3 Kaiserbäder“ genannt, namens Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass diese drei Seeheilbäder durch eine 8,5 km lange Seepromenade miteinander verbunden sind, die damit die längste in ganz Europa ist.

Eine andere Möglichkeit bietet sich, wenn man eine der zahlreichen Seebrücken besucht. In puncto Seebrücken liegt die Insel Usedom auf Platz 1. Besonders die älteste Seebrücke Deutschlands in Ahlbeck und die längste Seebrücke Kontinentaleuropas in Heringsdorf ziehen ganzjährig Tausende Touristen an.            

Ganz zum Schluss möchten wir noch über zwei Treffen der ganz besonderen Art berichten. Der Zufall wollte es, dass wir gleich zwei Hobbyfreunde kennenlernen konnten. So trafen wir uns mit OM Peter Vaegler in seiner Heimatstadt Stralsund, der uns neben der üblichen Fachsimpelei zum Thema „DX´ing“ durch Stralsund führte und uns so einiges erklärte. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön, es war eine sehr kurze, aber angenehme Zeit mit OM Peter.

Fast paradox erscheint das zweite Treffen mit OM Andreas Thriemer aus Lichtenstein in Sachsen. Obwohl wir in unserer jeweiligen Heimat nur 55 Km voneinander entfernt leben, kam es trotz einiger Anläufe nie zu einem Treffen. Plötzlich aber eröffnete sich im über 500 Km entfernten Wolgast am „Ende“ Deutschlands die Möglichkeit, uns persönlich kennenzulernen, da er mit seiner Familie dort zum gleichen Zeitpunkt Urlaub machte. Ja, das sind schon wundervolle Zufälle, an die man sich gerne erinnert. So konnten wir wieder Urlaub und Hobby in sehr angenehmer Weise verbinden.

Was die lokale Rundfunkszene anging, war ich schon ein wenig enttäuscht. Eigentlich glaubte ich an FM-Fernempfang, doch waren nur der NDR mit verschiedenen Programmen zu hören, der Deutschlandfunk und natürlich die privaten Anbieter namens Ostseewelle und Antenne MV. Aus der Republik Polen waren Radio ZET, Radio Plus und andere Sender zu empfangen. Als DX-Überreichweite kam für einige Minuten das dänische Radio 24 SYV durch. Stationen aus Schweden und Finnland konnte ich leider nicht verzeichnen. Die Kurzwelle war identisch mit der heimatlichen Empfangssituation in Gera. Empfangsversuche auf Mittel-bzw. Langwelle unternahm ich nicht. Schließlich sollte man es mit dem Hobby im Urlaub nicht übertreiben, da Erholung an erster Stelle steht.

Mit 1906 Sonnenstunden durchschnittlich ist die Insel Usedom die sonnenreichste Gegend Deutschlands und der gesamten Ostsee. Manche touristischen Veranstalter benutzen sogar den Slogan „Sonneninsel“ und erhoffen sich mit dieser Werbung einen Magneteffekt. 

Also warum noch warten – der Sonne entgegen – auf nach Usedom!

Mit herzlichen Grüßen aus Gera in Ostthüringen,

Ihre treuen Hörerfreunde Ute und Michael Lindner"

Mit diesem interessanten Bericht und tollen Urlaubstipp verabschieden wir uns in die bevorstehende neue Woche, wünschen alles Gute und

Choda hafez – Gott schütze Sie!

 

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