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Dienstag, 25 August 2015 06:29

Hörerpostsendung am 23. August 2015

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Bismillaher rahmaner rahim   -   Liebe Hörerfreunde, wir begrüßen Sie auch heute wieder ganz herzlich in unserer Hörerrunde mit den Themen aus der Hörerpost. Wie es scheint hat sich die Wetterlage bei Ihnen ja beruhigt, das bestätigte uns Hörerfreund Michael Lindner aus Gera:

 

"Meine lieben Freunde in der deutschen Redaktion von IRIB!

Endlich ist die unmögliche Hitzewelle unterbrochen. Wir haben wieder für uns normale Temperaturen um die 20 Grad Celsius und was noch viel wichtiger ist, es hat ausreichend geregnet. Mensch und Natur können aufatmen, die Hauszisterne ist wieder voll und so können wir der nächsten Hitzewelle gut "gerüstet" entgegengehen. Die Gefahr der Waldbrände ist vorerst etwas entschärft, so dass der Alltag doch wieder so einigermaßen gewährleistet ist. Aber wer weiß schon, was das Wetter noch alles mit uns vor hat?"

Im Bereich des Wetters hat sich also die Lage entschärft, zumindest bei Ihnen in Deutschland, hier in Teheran und Umgebung wären wir auch dankbar, wenn die gute Sonne mal ein bischen langsamer treten würde, denn tagsüber steht sie noch mit nahezu voller Kraft am meist wolkenlosen Himmel.

Außer übers Wetter wollen unsere Hörerfreunde heute vor allem auch ein Wörtchen zu einem ernsteren Thema mitreden. Es ist derzeit zum Thema Nummer 1 in den Medien geworden, nämlich das Flüchlingsproblem mit all seinen Nuancen.

Zu seinen Juliberichten schrieb unser Hörerfreund Heinz-Günter Hessenbruch folgende Zeilen:

"Liebes IRIB-Team,
nun gehen auch die Sommermonate dem Ende entgegen, der Herbst wartet schon ungeduldig - aber ganz so schlimm ist es wohl nicht. Hoffe, dass wir noch schöne Sommertage bekommen werden.
Gerne habe ich auch im Juli Ihre Sendungen und Beiträge gehört, viel Neues erfahren, aber auch alte bekannte Dinge neu überdacht und eingeordnet.
Die Lage von unserem klitzekleinen Globus ist sehr angespannt, die Menschen können es nicht lassen, den Mitmenschen und auch sich selbst das Leben unnötig schwer zu machen...nicht nur das, sie töten sich gegenseitig auf bestialische Art und Weise.
Vor einigen Jahren konnte ich mir persönlich bildlich ausmalen, dass es durch den Klimawandel bedingt, Länder geben wird, die an Wassernot leiden werden, dachte an eine große Welle von Menschen die aus-wandern und eine neue Heimat suchen.
Die Welle ist frühzeitig und unerwartet gekommen, nicht aus Wassernot, sondern, weil die Heimat zerbombt und zerstört wurde.
Und nun sind sie hier, fremde Familien, aus fremden Ländern... Menschen die bessere Lebens-bedingungen suchen.
Und bei aller Nächstenliebe, bei aller Hilfsbereitschaft, sind wir überfordert, wir wissen nicht wie wir das neue Leben so gestalten können und sollen, wie es die Flüchtlinge erwarten.
Und es ist ja nicht so, dass die Flüchtlingswelle abnimmt, nein, es kommen immer mehr Menschen.
Das heißt, das wir noch dichter zusammenrücken müssen..."

 

Joachim Thiel hat uns nach seiner Genesung wieder eine Reihe von Empfangsberichten geschickt, worüber wir froh sind. Zu  seinem 658. Empfangsbericht, und insbesondere zu unserem Telefoninterview mit Dr. Yavuz Özoguz über das Flüchtlingsproblem in Europa, machte er folgende Anmerkungen:

"Im Telefoninterview wurde wieder einmal, wie so oft aus bestimmter politischer Richtung, behautpet, daß Deutschland eines der reichsten Länder der Welt sei. Dies kann einfach widerlegt werden, wenn man sich
die Schuldenlast von weit über 1 Billion Euro anschaut. Offenbar denkt man in bestimmten Kreisen, daß die Bevölkerung, hört sie nur oft genug vom angeblichen Reichtum, diese Behautpung irgendwann glaubt.
Ein sich immer mehr verschärfendes Problem mit der großen Anzahl der Asylanten besteht auch darin, daß sie inzwischen einen Konkurrenzkampf mit beispielsweise Hartz-IV-Empfängern austragen in Bezug auf bezahlbare Mietwohnungen. Das wurde im Interview auch nicht thematisiert, ebenfalls nicht, daß viele Asylanten aus dem Iran stammen und welches die Gründe für deren Flucht darstellen."

Auch Werner Schubert aus Grafing lies dieses Thema in seiner letzten Mail nicht aus und er schrieb: "Sonst sieht es ja eher nicht so gut aus auf dem Planeten, der Klimawandel macht sich immer deutlicher bemerkbar, Kriege und Notlagen zwingen immer mehr Menschen zur Flucht aus ihrer Heimat. Auch hier in Grafing gibt es derzeit etwa 120 Flüchtlinge, die meisten kommen aus Eritrea, dem Senegal und Syrien. Hier in Bayern gibt es auch viele Kosovaren und Albaner, aber die werden fast alle wieder zurückgeschickt, da sie sich im gelobten Land Deutschland wirtschaftlich ein besseres Leben erhoffen. Zehntausende mittlerweile, an denen nur die Schleuser kräftig verdienen. Aber das wäre ein endloses Thema. Das mal kurz für heute. Ich habe zwar auch an diesem Wochenende viel zu tun, aber für etwas Kurzwelle und natürlich den Hörerstammtisch von IRIB in Deutsch am Sonntagabend reicht es dann doch noch. Und danke auch noch für Ihre letzte Post mit dem Buch und der QSL-Karte!

Liebe Grüße an die ganze Redaktion und natürlich auch Frau Zangeneh von Ihrem Hörer Werner Schubert aus Grafing, Kreis Eberberg in Oberbayern."

Deutschland und Europa stehen vor einem großen Problem, an dessen Entstehung sie sicher auch nicht unbeteiligt sind. Aber Ursachen und Wirkungen von derartig großen Konflikten aufzuzeigen geht über unsere Aufgabe in der Hörerpostrunde hinaus. Dennoch freuen wir uns, wenn unsere Hörerfreunde sich an der Diskussion über so wichtige Themen beteiligen und es in unserem kleinen Hörerkreis zu einem Meinungsaustausch kommen kann.

Jetzt ist es aber Zeit für unser Musikstück, mit dem wir zum zweiten Teil unserer heutigen Sendung hinüberleiten, in dem wir auf das Reisethema eingehen wollen.

Die Flüchtlinge sind gezwungen oft tausende Kilometer unfreiwillig und unter zumeist widrigsten Umständen zurück zu legen; für die Landschaften und Sehenswürdigkeiten, denen sie auf ihrem Weg durch mehrere Länder begegnen, haben sie bestimmt keine Zeit und Muße.

Gott sei Dank sind unsere Hörerfreunde da in einer anderen Lage. Sie können sich noch in aller Ruhe den Naturschönheiten und touristischen Attraktionen widmen, wenn sie auf Reisen gehen. Und wenn sie dann dabei auch noch an "Uns und unsere Hörer" denken, dann freuen wir uns in der Hörerpostrunde ganz besonders darüber.

Deshalb bedanken wir uns zunächst für die schöne Ansichtskarte 'Grüße aus dem Nationalpark Harz', die uns die Kollegen aus Berlin am 18. August zugescannt haben:

"Viele liebe Grüße von unserem Tagesausflug in den schönen Harz senden Ihnen Dieter und Roswitha Buchholz aus Oschersleben."

Mit einem Tagesausflug war es bei unserem Hörerfreund Volker Willschrey natürlich nicht getan, das verstehen Sie gleich, wenn wir seine Mail vorlesen:

"Nach der Rückkehr von den Seychellen habe ich weitere 10 Empfangsberichte fertig, die ich Ihnen heute sende:

Ich hoffe, meine Email kommt dieses Mal gut an. Über eine qsl- Bestätigung würde ich mich sehr freuen.
Der Aufenthalt auf den Seychellen war nicht gerade ein Urlaub, denn meine Frau musste viele Probleme bei ihrer Mutter lösen, aber trotzdem war es gut, uns wiederzusehen. Und die Seychellen bleiben nach wie vor das schönste Inselparadies.
Ich habe wieder einen Bericht geschrieben, versehen mit vielen Fotos, den ich beilege.
Liebe Grüße an alle, auch von meiner Familie
Ihr Hörer Volker Willschrey
"

Die Länge des Berichtes von unserem Hörerfreund erlaubt es natürlich nicht, ihn in seinem vollen Umfang vorzulesen, aber ein wenig muss schon sein, denn wer von "Uns und unseren Hörern" kommt schon mal auf die Seychellen. So wollen wir es uns nicht entgehen lassen, ein wenig von den schönen Erlebnissen von einem aus unserer Mitte zu erfahren. Also hören Sie einige Ausschnitte aus dem langen Bericht:

"Unsere diesjährige Reise auf die Seychellen  vom 12. bis 28. Juni war schon ein kleines Jubiläum: die 15. gemeinsame Reise ins Heimatland von Marise.

So kann man schon sagen, dass es eine Reise in die zweite Heimat war, denn in all den Jahren ist mir dieses kleine Inselparadies wirklich ans Herz gewachsen.

Da die Mutter meiner Frau nach dem Tode ihres Mannes ganz alleine in ihrem Haus wohnt, reist Marise jedes Jahr nach Machabée, um sich um sie zu kümmern und all die großen und kleinen Probleme zu lösen, die sich im Laufe der vergangenen Monate angesammelt haben.

Deshalb waren wir zunächst auch überwiegend zu Hause bei der Schwiegermutter. Es gab viel zu erledigen und auch zu erzählen. Jeden zweiten Tag waren wir in der Hauptstadt Victoria zum Einkaufen und natürlich auch ein bisschen zum Bummeln. Und ein Ausflug nach Beauvallon, dem wohl bekanntesten und meistbesuchten Strand von Mahé war auch im Programm, um ein bischen Entspannung im kühlen und glasklaren Wasser des Indischen Ozeans zu finden.

Unsere Tochter Nadine wollte ja auch auf die Seychellen kommen, um ihre Oma zu sehen, wenigstens für eine Woche. Für die Schwiegermutter war es eine ganz große Freude, dass wir alle wieder zusammen waren. Da Nadine nur für so kurze Zeit auf die Seychellen gekommen war, war es doch angebracht, jeden Tag etwas einzuplanen. Bei früheren Besuchen hatte ich des Öfteren ein Auto gemietet und war damit zu den bekanntesten Stränden und Sehenswürdigkeiten rund um Mahé gefahren. In Anbetracht der Tatsache, dass die Verkehrsdichte erheblich zugenommen hat, und der damit verbundenen ständigen Staus um Victoria herum, aber auch der nicht unerheblich rücksichtslosen Fahrweise der Busfahrer der öffentlichen Transportgesellschaft SPTC wegen, war ich dankbar für das Angebot der Freundin meiner Frau, uns an einem Tag mit um die Insel Mahé zu nehmen, und nicht selbst fahren zu müssen.

Am 24. Juni war es soweit. Gegen 10.00h waren wir in Victoria bei Ann Marie, der Freundin meiner Frau. Zunächst fuhren wir von Victoria bergauf nach Belair. Von dort hatte man einen schönen Blick auf Victoria, die „Harbour Islands“ und die künstliche „Eden Island“ mit ihren Luxusvillen und Jachthafen. Weiter ging es die Sans Souci-Straße hinauf, vorbei am ehemaligen Verwaltungsgebäude der internationalen Missions-Rundfunkanstalt FEBA Radio durch den Morne Seychellois - Nationalpark.

In vielen Serpentinen windet sich die Sans Souci-Straße durch den Nationalpark mit vielen endemischen Pflanzen und reichen Wasserreservoirs. Die Straßen sind schmal und aufgrund fehlender Leitplanken gefährlich zu passieren. Je höher man kommt, umso mehr fühlt man sich in eine andere und oft auch urzeitliche Welt versetzt.

Etwa auf dem höchsten Punkt der Sans Souci-Straße zweigt der Weg ab zur „Mission Lodge“.  Die Mission Lodge bietet einen der außergewöhnlichsten Ausblicke über Mahés Westküste. Sie war einst Farm und Internat für befreite Sklavenkinder, das im März 1876 eröffnete und unter dem Namen ‚Venn’s Town’ bekannt war und später in ‚Capucin’ umbenannt wurde. 1889 gab es dort 79 Schüler. Heute kann man noch die Ruinen von ‚Venn’s Town’ sehen. Sie liegen am Anfang einer Straße, die zum Aussichtspunkt führt, von dem man einen atemberaubenden Ausblick auf grüne Berghänge und den weiten azurblauen Ozean hat, über dem tropische Vögel majestätisch dahin gleiten.

Im Jahr 2010 starteten die Seychellen eine Initiative zur Anerkennung der 'Mission Lodge' als UNESCO Weltkulturerbe. Das wäre dann nach dem Vallée de Mai und dem Atoll von Aldabra mit seinen Riesen-schildkröten das dritte Weltkulturerbe des Landes.

Von Port Glaud aus folgten wir der schmalen Straße in nordwestliche Richtung bis Port Launay, eine traumhaft schöne Bucht mit türkisfarbenem Wasser. Auf den Seychellen sind die Farben unglaublich intensiv, das Blau des Himmels ist blauer als sonst wo, die Türkisfarbe des Meeres türkisfarbener als sonst wo, und so ist es auch mit dem Grün der Vegetation. Ein Feuerwerk der Farben und Eindrücke für die Augen, aber auch für die Seele. Man kann sich einfach nicht satt daran sehen.

In südlicher Richtung an der Westküste kamen wir nach Grand Anse. Dort befanden sich bis vor Kurzem die imposanten Antennenanlagen der „BBC Indian Ocean Relay Station“. Diese hatte ich bei früheren Aufenthalten auf den Seychellen auch schon besucht. Mittlerweile stehen nur noch die Sendemasten. Die dazwischen gespannten Vorhangantennen hatte man schon entfernt. Schade, die nach dem Abzug von FEBA Radio noch verbliebene einzige Kurzwellenstation auf den Seychellen gehört nun auch der Vergangenheit an....

In Anse Royale kamen wir am kreolischen Spezialitätenrestaurant „Kaz Kreol“ vorbei und bogen kurz danach zum „Craft Village“, einem Kunsthandwerker Dorf ab. In vielen kleinen Pavillons werden dort Gegenstände angeboten, die auf den Seychellen angefertigt werden, Stoffe, Hüte, Schnitzereien und vieles andere mehr. Es gibt ein typisches Kolonialhaus, das als Museum ausgestattet wurde.

Ich bin zwar – wie erwähnt -bei früheren Besuchen öfters um die Insel gefahren, aber da war ich selbst der Fahrer und konnte die Landschaft nicht so genießen, wie dieses Mal als Beifahrer bei der Freundin meiner Frau.

Schließlich war unser letzter Tag auf den Seychellen gekommen, der 27. Juni. An diesem Tag hatte Marise’s Mutter ihren 85. Geburtstag. Was war das für ein Geburtstag! Auf der einen Seite ein großes Geschenk, dass Marise, Nadine und ich ihr persönlich gratulieren konnten, auf der anderen Seite die schwerwiegende Tatsache, dass wir sie an diesem Tag verlassen und alleine lassen mussten. Um 18.00 Uhr hieß es Abschied nehmen. Unser Flug dauerte 9 Stunden und 40 Minuten und führte von den Seychellen aus wieder über Somalia, Äthiopien, Sudan, Ägypten, Griechenland, Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Slowenien und Österreich nach Frankfurt.

Für heute verabschieden wir uns mit dem Versprechen, dass wir weitere schöne Reiseberichte haben und diese ganz sicher in unseren nächsten Sendungen auch vorlesen, denn wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen.

Bleiben Sie gesund, werden Sie gesund und gute Besserung für alle, denen es gerade nicht so gut geht! Wir hoffen die Hörerpostsendung konnte Sie wieder für einige Minuten vom Alltag ablenken. Wir freuen uns aufs nächste Mal.

Khoda hafez  - Ihre Scharzad Tschupankare

und Ihre Ghazal Hosseini

 

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