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Dienstag, 04 August 2015 15:14

Hörerpostsendung am 2. August 2015

Hörerpostsendung am 2. August 2015
Bismillaher rahmaner rahim   -   Der Sommer läuft noch auf vollen Touren, dass spüren wir nicht nur hier in Iran, wo wir ja um diese Jahreszeit sowieso an die Hitze gewöhnt sind. Aber auch Sie liebe Hörerfreunde haben in diesem Jahr die "iranischen Temperaturen" schon mehrfach hautnah zu spüren bekommen.

Hier nun die Beispiele aus der Hörerpost zum Extremwetter in Deutschland:

Helmut Schafheitle aus Singen:

"Bei uns am Krautäquator ist es momentan ziemlich heiß mit 35 Grad C (im Schatten), was bei Ihnen im Iran nicht außergewöhnlich ist. Bei diesen Wetterlagen sind bei uns aber auch die KW-Ausbreitungs-bedingungen tagsüber ganz ungewiss (z.B. was Ihre Morgensendung anbetrifft.)"

Bernd Seiser aus Ottenau:

"Ich versuche am Nachmittag nur wenig draussen in der Hitze zu sein, im Haus ist es im Erdgeschoss doch noch angenehm kühl. Die Gartenarbeit erledige ich dann meist am späten Abend oder schon am frühen Morgen."

Lutz Winkler aus Schmitten:

"Mit Spitzentemperaturen begann der Juli in Deutschland – wir hatten im Taunus über Tage hinweg 38°C , das war dann selbst mir zu viel. Nun hat es sich mit heftigen Unwettern bereits wieder abgekühlt."

Bei Herrn Winkler bedanken wir uns auch für seinen Empfangsbericht vom 15. Juli über die Morgensendung auf 15500 kHz mit recht guten SINPO-Werten von 4-5-3-3-3 trotz der Hitze, und lesen, was er noch so in seinem Juli-Brief geschrieben hat:

"Nun hat es endlich das Abkommen zwischen den UN-Vetomächten, Deutschland und dem Iran zur Lösung der Atomfrage gegeben. Endlich kann man dazu nur sagen und wohl alle Seiten sind über diesen wichtigen Schritt froh. Lieber einmal mehr verhandeln, als einmal schießen. Etwas befremdlich war hingegen die Reaktion Israels, die aber auch keinen Weg zu einer friedlichen Lösung gezeigt hat.

Hier in Deutschland wird immer wieder der Fachkräftemangel beklagt. Viele Firmen müssen die Produktion einschränken, weil ihnen die Fachkräfte fehlen. Da müssen sich deutsche Firmen umschauen, wie sie die Fachkräfte halten. Ich spreche jetzt noch nicht von den vielen ungelernten und teilweise arbeitslosen Menschen. Da werden Jugendliche jetzt in Betriebe gelockt. Eine vollkommen andere Situation, als vor einigen Jahren: Teilweise mit Bonusprogrammen ( z.B. Zuschüsse zur Fahrschule, oder für schwächere Schüler auch Nachhilfe). Ich bin jedenfalls froh, wenn jeder Jugendliche die Möglichkeit hat, Arbeit oder eine Ausbildung zu bekommen. Wie werden Jugendliche im Iran nach der Schule in das Arbeitsleben eingegliedert – gibt es auch Ausbildungsberufe im Iran und bekommen die Jugendlichen auch Geld während der Ausbildung? Wie lange dauert im Iran eine Ausbildung?

Auf dem Foto sehen Sie dieses Mal die Landeshauptstadt von Thüringen – Erfurt. Mit den Domstufen, wo zurzeit die Domstufenfestspiele mit der Aufführung von der Oper „Der Freischütz“ stattfinden. Ich will dieses Mal schon wieder schließen – ich wünsche Ihnen alles Gute und viel Gesundheit. Genießen Sie den Sommer! Mit freundlichen Grüßen aus Deutschland ! Ihr Hörer Lutz Winkler"

Vielen Dank Herr Winkler. Ihre Frage nach der beruflichen Ausbildung in Iran ist im Rahmen unserer Sendung sicher nicht ausreichend zu beantworten, aber wir geben Ihnen einige Informationen, die bestimmt auch die anderen Hörerfreunde interessieren.

In den letzten 20 Jahren wurden in Iran viele Anstrengungen unternommen, um die Ausbildung der jungen Menschen effektiver zu machen, und die Zahl der technisch-beruflichen Schulen hat sich deutlich erhöht und auch mehr weibliche Jugendliche sollen für diese Ausbildungsform gewonnen werden.

Hier ein paar Schlüsselzahlen: Das Institut für technische Ausbildung (TVTO) hat mehr als 700 staatliche Ausbildungszentren und in jeder Provinz eine Abteilung. Außerdem gibt es 152.500 aktive private Ausbildungszentren, die die Berufsausbildung für Industrie, Dienstleistungen und Landwirtschaft gewährleisten und jährlich über 1,8 Millionen Menschen ausbilden.

Neben dieser Möglichkeit gibt es für diejenigen Schülerinnen und Schüler, die nicht das Allgemeine Abitur machen wollen, nach dem Abschluß der Mittelstufe die Möglichkeit des Besuchs einer Technischen Oberschule oder einer Berufsschule. Dieser Ausbildungsweg dauert 3 Jahre, die Spezialisierung erfolgt im 3. Jahr.

Es gibt auch eine große Anzahl von Instituten die Programme und Ausbildungsgänge anbieten, die 2-6 Jahre dauern können. Die Ausbildungseinrichtungen zielen auf die Förderung technischer und wissenschaftlicher Kenntnisse von Arbeitskräften ab, die als gering Qualifizierte oder angelernte Arbeiter in verschiedenen Bereichen der Wirtschaft tätig sind.

Die verschiedenen Ausbildungswege und –institutionen sind drei verschiedenen Ministerien unterstellt, nämlich dem Ministerium für Kooperativen, Arbeit und Soziales, dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Technologie, sowie dem Ministerium für Bildung.

Jetzt kommt aber erst einmal unser Musikstück, und das wollen wir heute besonders einem lieben Hörerfreund widmen, der dieser Tage Geburtstag hatte. Ob es der 70. war, darüber können wir nur spekulieren. Auf jeden Fall alles Gute lieber Dieter Buchholz in Oschersleben. Wir hoffen Sie konnten den Tag, trotz des kürzlichen Umzugs, freudig verbringen. Wohlergehen, Gesundheit und Zufriedenheit mögen die Begleiter Ihrer Tage im neuen Lebensjahr sein!

Beim letzten Mal haben wir noch Zuschriften aus dem 'Posteingang Berlin' zurück gelassen, die nun heute an die Reihe kommen sollen.

Seit langem hat uns Gerhard Dittmann aus Schkeuditz mal wieder einen Empfangsbericht zugeschickt und zwar für die Abendsendung am 11. Juli. Er gratulierte auch noch kurz zu der Atomeinigung in Wien am 14. Juli, vielen Dank.

Unser Hörerfreund Josef Pütz aus Neunkirchen im Rheinland hat seinen Empfangsbericht vom 08.06.2015 vorsichtshalber einmal nach Teheran und einmal nach Berlin geschickt. Wir können ihm heute bestätigen, dass beide Karten angekommen sind. Dankeschön.

Auch unser Radiofreund Antonio Mateo aus Grevenbroich bescheinigte uns wieder den Empfang einer unserer Sendungen, und zwar für die Abendsendung am 19.Juli. Wir danken ihm für seine Empfangsbeobachtungen.

Seinem 13. Empfangsbericht vom 10. Juli fügte Christoph Paustian aus Häusern noch eine Frage bei:

"Sehr geehrte Damen und Herren von IRIB!

Vielen Dank für Ihre QSL-Karte und Infopost. Wie wird im Iran Solarenergie genutzt?

DANKE für die Antwort, Gruß Christoph Paustian!

Lieber Herr Paustian Iran ist ein Land mit riesigen Öl- und Gas-vorkommen sowie staatlich subventionierten Energiepreisen, da haben erneuerbare Energien, zu denen die Solarenergie gehört, erst einmal einen schwierigeren Stand. Nichtsdestotrotz wurden in den letzten Jahren von der iranischen Regierungen aber vielerlei Maßnahmen ergriffen, die die Situation ändern sollen. Im vorigen Jahr hieß es in einer unserer Nachrichten:

"Die Regierung Rohani hat die staatlichen Investitionen für die Förderung der Solarenergie von 12 Millionen Dollar im vorigen Jahr auf 60 Millionen Dollar angehoben, also verfünffacht."

Mit durchschnittlich 300 Sonnentagen im Jahr gehört Iran zu den am meisten begünstigten Ländern für die Nutzung von Solarenergie weltweit, denn Iran liegt auf dem Sonnengürtel der Erde. Im Zentrum und in der Wüstenregion Irans steht jährlich ein Produktionspotenzial von über 200 Milliarden Kilowattstunden Solarenergie zur Verfügung.

Das erste iranische Solarkraftwerk wurde vor Jahren nahe der südwestiranischen Stadt Schiraz gebaut, und das größte iranische Solarkraftwerk mit einer doppelten Kapazität, d.h. 514 Kilowatt pro Stunde, entstand in Malard, westlich von Teheran, es konnte im August 2014 in Betrieb genommen werden.

Außerdem wurden an etwa tausend Orten überall im Iran Photovoltaikanlagen, vor allem auf Dächern von Moscheen, Schulen und sonstigen staatlichen Gebäuden installiert, um Strom von der Sonne zu gewinnen. Vor Kurzem wurden auch Gesetze und Verordnungen zur Förderung einheimischer und ausländischer Investitionen in erneuerbare Energien erlassen. In den kommenden fünf Jahren will Iran 5 Gigawatt Strom aus erneuerbaren Energien erzeugen, 4,5 Gigawatt aus Windenergie und 500 Megawatt mittels Photovoltaik, also Sonnenstrom.

Die Förderung erneuerbarer Energien gehört zu den Maßnahmen der iranischen Strategie, das Land unabhängiger von Erdöl- und Erdgaseinnahmen zu machen.

Ob iranische Sonnenenergie wohl einmal einen so hohen Bekanntheitsgrad wie der iranische Safran bekommen wird, ist anzuzweifeln, aber es sind ja auch verschiedene Schuhe die man nicht unbedingt miteinander vergleichen kann. Unserer Hörerfreundin Martina Pohl hatte es der iranische Safran aber vor  einiger Zeit angetan und sie schrieb uns folgendermaßen:

"Liebe Redaktion von IRIB,
schon vor Jahren hieß es, dass der beste Safran aus dem Iran kommt. Dass das so ist, kann man gut nachvollziehen. In ihrer Rubrik „Wirtschaft“ wird darauf hingewiesen, dass dieser immer noch auf traditionelle Weise geerntet wird und frei von chemischen Zusätzen ist. Ein biologisches Produkt, dass in 47 Länder exportiert wird.
Safran galt schon immer als eines der teuersten Gewürze. Leider ist es oft verfälscht. Als Pulver wird es nämlich mit dem gelben Kurkuma gestreckt. Erst letzte Woche hat mein Mann Bernd 0,1 g Safran in Fäden vom Einkauf mitgebracht. Wo dieser ursprünglich herkommt, steht nicht auf der Verpackung. Es ist schon unglaublich, was für ein Aufwand dahinter steckt, um eine kleine Menge dieses begehrten Gewürzes zu erhalten. Sogar im Schweizer Kanton Wallis gab es oder gibt es immer noch eine Safranplantage. Bei Homer heißt es, Zeus schlafe auf einem Bett aus Safran, Lotos- und Hyazinthen. Die Hebräer färbten mit Safran ihre Gewänder gelb. In der Renaissance verschrieb man sich dieses Gewürzes in der prunkvollen Küche. Ein römischer Kaiser namens Heliogabalus soll nur in Wasser gebadet haben, dass mit Safran gefärbt war. Nero ließ die Straßen Roms mit Safran bestreuen, als er einen seiner Triumphzüge abhielt.
Man sieht, dass diese edle Pflanze schon immer etwas Besonderes war.
Viele Grüße von Martina"

Frau Pohl hat Recht, der iranische Safran steht nicht nur qualitativ weltweit an erster Stelle, sondern auch quantitativ. Hauptimporteure iranischen Safrans sind die Vereinigten Arabischen Emirate, Spanien und China, aber auch Saudi-Arabien, Indien, Frankreich, Deutschland und England stehen auf der Liste wachsender Absatzmärkte für Safran. 
Wer von Ihnen liebe Hörerfreunde noch keine Erfahrung mit dem wohl teuersten Gewürz der Welt gemacht hat – versuchen Sie es einmal. Auf unserer Internetseite finden Sie auch Rezepte in denen Safran verwendet wird, die benötigten Mengen sind ja nur gering.

Mehr noch als der iranische Safran, sind die in Iran handgeknüpften Teppiche, die sogenannten "Perserteppiche" in der Welt bekannt. In der Hörerpost, die in unsere Zweigstelle nach Berlin ging, befanden sich zu diesem Thema auch einige Fragen, sie kommen von Andreas Thriemer, hier ist seine Zuschrift:

"Liebe Freunde von Radio Teheran!

In meiner Sammlung von Ansichtskarten befindet sich auch diese "Knüpfen des ersten achteckigen Teppichs in Neischabur" (um 1980).

Meine Frage dazu: Werden auch heute noch teure Perserteppiche von Hand im Iran gewebt? Wohin werden diese exportiert? Was kosten diese etwa?

Liebe Grüße Ihr alter Hörer

Andreas Thriemer Lichtenstein Deutschland"

Bevor wir auf die Frage von Herrn Thriemer eingehen, danken wir ihm für seinen Empfangsbericht vom 13.7., dem er noch folgende Zeilen beifügte:

"Liebe deutsche Redaktion von Radio Teheran.    

Nach einer längeren Pause nun mal wieder ein Lebenszeichen hier aus dem schönen Lichtenstein in Westsachsen. Ich hoffe Sie freuen sich, dass ich Ihnen mal wieder einen Empfangsbericht zusende. Sie waren auf 7200 kHz hier sehr gut zu hören trotz kleiner Störungen durch TRT Ankara.

Ich würde mich sehr freuen, wenn sie mir meinen Empfangsbericht mit QSL-Karte bestätigen könnten.

Neben meinem Bericht habe ich auf einen extra Zettel ein paar Fragen und hoffe, daß Sie mir diese

beantworten können. Ich würde mich sehr über Ihre Post freuen.

Mit den besten Grüßen hier aus Lichtenstein, ihr alter treuer Hörer Andreas Thriemer"

Nun aber zu den Fragen von Herrn Thriemer:

Werden auch heute noch teure Perserteppiche von Hand im Iran gewebt?  
Diese Frage lieber Herr Thriemer können wir ganz eindeutig mit JA beantworten. Allerdings werden die iranischen Teppiche nicht gewebt sondern geknüpft.

Die persische Teppichherstellung lässt sich um 2.500 bis 3.000 Jahre zurückverfolgen, und bis heute ist die Qualität persischer Teppiche unübertroffen, weshalb sie in fast alle Länder exportiert werden.

Damit kämen wir zur 2. Frage von Herrn Thriemer:

Wohin werden diese exportiert?

Im letzten iranischen Kalenderjahr 1393 wurden knapp 4 Tonnen handgeknüpfter Teppiche aus Iran in mehr als 80 Länder exportiert. Darunter sind Länder wie Deutschland, Schweden, Japan, Katar, Italien, Saudi-Arabien, China und viele andere mehr.

Der Export iranischer Teppiche  beträgt jährlich mehr als 500 Millionen US-Dollar. Das ist rund ein Drittel des weltweiten Teppichexports.

Im Jahr 2012 wurden rund 1300 Tonnen Teppiche im Wert von 28,5 Millionen Euro alleine nach Deutschland exportiert.

China ist inzwischen der 3.größte Teppichimporteur für handgeknüpfte iranische Teppiche.

Die USA haben ihren zuvor beachtlichen Teppichimport aus Iran seit 4 Jahren aufgrund der Sanktionierung Irans gestoppt.

Zuletzt noch die Frage Herrn Thriemers nach dem Preis:

Handgeknüpfte Orientteppiche kosten zwischen 400 und 1200, besonders edle Stücke sogar bis zu 4000 Euro pro Quadratmeter.

Aber nicht nur edle wollene Teppiche werden in Iran geknüpft, sondern auch ein Teppich ganz besonderer Art. Welcher Art er ist, sagte der iranische Präsident Hassan Rohani vor einem Jahr auf der UN-Vollversammlung in New York:

"Der Teppich, den der Iran knüpft, ist der Teppich des Friedens und der Sicherheit für alle Bewohner der Erdkugel, damit alle Völker der Erde, welcher Herkunft und Kultur auch immer, miteinander in einer Welt ohne Krieg und Drohung, ohne Unsicherheit und Terror, leben können und gegenseitig ihre Rechte achten."

Mit diesen Worten verabschieden wir uns für heute von Ihnen

 – Choda hafez – Gott schütze Sie!

 

 

 

 

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