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Dienstag, 14 Juli 2015 15:44

Hörerpostsendung am 12. Juli 2015

Hörerpostsendung am 12. Juli 2015
Bismillaher rahmaner rahim   -   Verlängerung, Verlängerung, Verlängerung und kein Ende in Sicht? – Wir waren uns noch vor einer Woche sicher, dass wir heute in der Runde hier mit der Hörerpost über das Ende des Atomstreites mit unserem Land sprechen können.

Nun sitzen wir aber immer noch mit "leeren Händen" da, denn bis zur Aufnahme unsrer Sendung war in Wien immer noch keine endgültige Übereinkunft auf dem Tisch.

Wie es uns in der nächsten Woche mit diesem Thema gehen wird? Ob in der Hörerpost dann auch mal eine Zuschrift zu finden sein wird zu diesem Thema? In der letzten Hörerpost war es ja noch nicht der Fall und deshalb wird sich mancher Hörerfreund fragen, warum das Thema heute trotzdem bei uns zur Sprache kommt.

Daran ist eigentlich unser Hörerfreund Pawelczyk in Mannheim mit seiner Sommerlektüre schuld und damit Sie alle hier wissen, welches Buch er denn dieses Jahr in seiner Sommerfreizeit aufgeschlagen hat, beginnen wir nach einer kurzen Musik mit seiner Mail heute unseren Hörerposttreff.

"Werte Freunde" schrieb Herr Pawelczyk  am 6. Juli,

"ich kann zur Zeit Radio IRIB wieder gut empfangen. Ich denke, dass ich dazu datailierte Empfangsberichte noch zusenden werde.  Wie üblich lese ich zur Zeit wieder meine Sommerlektüre, was bei mir in Mannheim schon langjährige Tradition hat. Das Buch, das ich zur Zeit lese, ist ein im letzten Jahr erschienenes Buch von Peter Scholl-Latour: Der Fluch der bösen Tat.

Ich habe das Buch nach Bemerkungen zum Thema Iran abgesucht. Die habe ich auch bestens gefunden. Das Schahregime wurde da vor der Revolution so beschrieben: "Die Grundbesitzer und Händlerschicht bildete eine erbarmungslose und korrupte Oligarchie, die das breite Volk in unsagbarem Elend und erbärmlicher Unwissenheit stagnieren ließ."

Und weiter hieß es in seinem Buch: "Eine Demokratie nach dem 2. Weltkrieg im Iran scheiterte an der Intervention der Amerikaner. "

Ich denke dies sind klare Worde, zu denen ich als Andreas Pawelczyk auch stehe.

Man kann da nur froh sein, dass sich über die iranische  Revolution die Befreiungstheologie durchsetzte.

Mit besten Grüssen nach Teheran von

Andreas Pawelczyk, Mannheim"

Vielen Dank Herr Pawelczyk für Ihre Mail. Wenn sich wohl die meisten im Sommer eine leichte Lektüre für ihre Stunden im Garten, am Strand, im Schwimmbad oder wo auch immer sie die Sommerzeit gerne verbringen, heraussuchen, so haben Sie doch in eine ganz andere Sparte der Weltliteratur, nämlich die politische, gegriffen und das letzte Buch von dem großen Journalisten und Welt- sowie Kulturenkenner Peter Scholl-Latour, dass nach seinem Tode, also 'posthum' erschienen ist, ausgewählt.

In gut einem Monat jährt sich sein Todestag zum ersten Mal, und dieses Buch, dass Sie Herr Pawelczyk gerade lesen ist die Arbeit, mit der er sich 90-jährig, und mit noch klarem und scharfem Verstand in diesem hohen Alter, auseinandersetzte.

Wenn auch nicht unumstritten so aber doch respektiert, geschätzt uind anerkannt, war die Arbeit von Peter Scholl-Latour.

'Der Fluch der bösen Tat' ist also der Titel des Buches, das Herr Pawelczyk gerade liest und, dass es mit Iran zu tun hat, wissen wir auch schon von ihm. Und wie sehr es mit Iran zu tun hat, das konnten wir in den Buchbesprechungen verschiedener großer deutscher Zeitungen lesen:

Den Titel für sein Buch hat Scholl-Latour  Schillers Wallenstein entnommen, in dem es heißt: „Das eben ist der Fluch der bösen Tat, dass sie, fortzeugend, immer Böses muss gebären.“ Und die böse Tat, die "fortzeugend, immer Böses muss gebären", war für Peter Scholl-Latour der 1953 von der CIA gesteuerte Putsch gegen den damaligen iranischen Premierminister Mossadegh. Dies war ".. der Urknall [..] für die endlose und tragische Gegnerschaft, die nach dem Sturz des Schah zwischen Iran und den USA alle Beziehungen vereiste ...". Diese Demütigung wirkt weiterhin, meint Scholl-Latour.

Und diese Auswirkungen sind heute weiterhin beim Atomstreit mit Iran zu erkennen. Und an dieser Stelle muß auch noch eine weitere tragende Erkenntnis von Peter Scholl-Latour erwähnt werden, nämlich die entscheidende Tatsache, dass die Amerikaner zwar über eine perfektionierte Überwachungs-technologie verfügen, aber unfähig sind, aus ihrer Omnipräsenz und Allwissenheit auch nur halbwegs gültige Analysen und Synthesen zu entwickeln, denn es fehlt ihnen an "psychologischem Einfühlungsvermögen" in die Mentalität und die Wertvorstellungen fremder Kulturen.

Wo er recht hat, hat er recht, meinte unser Hörerfreund Paul Gager in der letzten Woche, aber zu einem anderen Thema. Aber diese Aussage passt auch hier und unsere kleine Gemeinschaft in der Hörerpostecke muss sich auch mit den Auswirkungen der von Scholl-Latour beschriebenen Tatsachen herumschlagen, weil auch uns die Sanktionen betreffen und wir mit immer leerer werdenden Händen vor unserer Hörerschaft stehen und z.B. bei Nachfragen nach einem Kalender von  uns nur verneinend den Kopf schütteln können. 

Auf so eine Absage reagierte unser Hörer Timm Andres dann vor Kurzem folgendermaßen:

"Es ist schade zu hören, dass die  Sanktionen so tief greifen. Hoffen wir gemeinsam, dass es in Zukunft  wieder besser wird. Der Kalender, den ich vor einigen Jahren von IRIB  erhalten habe, steht noch immer an seinem Platz und zieht die  Aufmerksamkeit vieler Freunde auf sich, wenn ich Besuch bekomme.  Vielleicht schaffe ich es ja einmal, den Iran zu besuchen. Mich würden  insbesondere die vielen historischen Bauwerke in Teheran, Isfahan und  Schiraz interessieren. Ja, ich bin noch in der Reisebranche tätig. Allerdings nicht mehr in  der Veranstaltung von Studienreisen, sondern im Bereich des  Flugticket-Großhandels.

Herzliche Grüße aus Deutschland und Ihnen allen ein schönes Wochenende!

Timm Andres"

Mit dieser netten Mail von Herrn Andres sind wir nun erst mal weg von dem schweren Eingangsthema und wir werden hoffentlich früher oder später einmal in der Hörrerrunde von seiner Reise nach Iran berichten können, bzw. ihm hier an dieser Stelle den Platz lassen zu berichten.

 

Das Reisen ist indirekt auch schuld daran, dass wir seit einiger Zeit wieder gar nichts von unserem Hörerfreund Helmut Matt im Breisgau hören konnten, denn seine Reiselust hat sich seit geraumer Zeit mit der Schreibelust gepaart. Auf eine kurze Nachfrage hin konnten wir nun endlich erfahren, was bei den Matts so los ist. Vor ein paar Tagen schrieb Helmut Matt:

"Ja, die Zeit rast wieder mal wie im Sturm an mir vorüber. Die Reise nach Usbekistan war in jeder Hinsicht außerordentlich. Auch meine Frau Linda war sehr begeistert. Sicher fragen Sie sich schon, ob es eines Tages ein Buch über diese Reise geben könnte. Ja, tatsächlich kann ich das bestätigen. Das Buch ist im Entstehen bzw. schon sehr weit gediehen. Mein Verleger hat mir bereits fest zugesagt, dass er das Buch verlegen wird. Sobald ich mit der sprachlichen Überarbeitung durch bin, werde ich Ihnen eine ausführliche Leseprobe schicken. Fest versprochen!

Mit dem Estland-Buch bin ich ebenfalls noch ziemlich beschäftigt. Zurzeit halte ich Lesungen bzw. bin noch auf der Suche nach attraktiven Möglichkeiten für Leseabende.
Für das Radio hatte ich in den letzten Wochen leider wenig Zeit, zumal unser Katerchen Samsi sehr krank ist. Die beiden Tierärzte, bei denen wir bisher waren, haben nicht herausgefunden, was ihm fehlt und auch sonst wenig Konstruktives beigetragen. Am Mittwoch haben wir nun einen Termin bei einer größeren Tierklinik. Das beschäftigt und belastet mich sehr. Hinzu kommt noch die große Hitze. Hier in Herbolzheim hatten wir am Wochenende Temperaturen knapp unter 40°C.
Keine Sorge: Ich habe IRIB aber nicht vergessen und höre mir, wenn auch nicht täglich, abends Ihre Sendungen über Eutelsat Hotbird an. Ich bin mir sicher, dass schon bald auch wieder Empfangsberichte aus dem Breisgau in Ihren digitalen Briefkasten flattern werden.
Nun schließe ich und sende ganz herzliche Grüße nach Teheran.

Ihr Helmut Matt"

Wir sind nicht vergessen worden, das zu wissen, ist ja die Hauptsache. Vielen Dank Herr Matt. Und beste Genesungs-wünsche für Samsi sowie weiterhin viel Erfolg für ihre wertvolle informative und kulturelle Arbeit, durch die Sie die Kulturen einander näher bringen. Vielleicht sollte Ihre Frau die Bücher ins Amerikanische übersetzen, denn wie wir ja unter anderem von Peter Scholl-Latour wissen, fehlt es den Amerikanern doch an einer gehörigen Portion von "psychologischem Einfühlungs-vermögen" in die Mentalität und die Wertvorstellungen fremder Kulturen.

Und wir leisten jetzt mit unserem Musikstück unsererseits einen weiteren Beitrag für Ihr Einfühlungsvermögen in andere Kulturen liebe Hörerfreunde.

Aber nicht nur die Amerikaner brauchen mehr Einfühlungsvermögen, sondern uns in der Redaktion und Ihnen in der Hörerrunde wird ja oft auch eine große Portion davon abverlangt, wenn es darum geht, zu verstehen warum uns wer was schreibt. Von 2009 bis 2011 hatte die ehemalige Postmeisterin Ursula Zangeneh dann schon so manches Mal damit ihre liebe Not, nämlich dann, wenn Post aus Südschweden in den Hörerpostkasten flatterte. Ja und uns geht es heute da nicht anders. Aber trotzdem lesen wir den Brief vor, der uns dokumentiert, dass unsere Sendungen in Südschweden noch gehört werden.

"An die Stimme des Irans"         

Bezug: "Wir und unsere Hörer" 17.05.2015  - der Angriff Herrn ....... auf den Nationalsozialismus

Am Anfang der Sendung verlasen Sie ein Schriftstück Herrn ........... in dem er gehässig, unverschämt und lügnerisch den deutschen Nationalsozialismus angreift und die Vernichtung des deutschen Volkes u. des Großdeutschen Reiches lobt. Falls er Deutscher ist, ist das Volksverrat. Solche Angriffe auf das dt. Volk sollten Sie nicht verlesen. Daß Sie es trotzdem getan haben, ist empörend. Wir schalteten ab.

Herr Winkler sagt: "Vor 70 Jahren wurde Deutschland vom Faschismus befreit." Lüge! Wer so spricht ist ein indoktrinierter, umerzogener Volks-verräter. Er ist so unverschämt, daß er sogar den Namen National-sozialismus verschweigt. Statt dessen verwendet er die Bezeichnung "Faschismus" wie die Neomarxisten, die nach der Niederlage aufgetaucht sind. Faschismus hat es im Deutschen Reiche nie gegeben. Im deutschen Volke und im Deutschen Reiche gibt es Nationalsozialismus.

Das deutsche Volk wurde damals durch die Englischsprachigen u. die Russischsprachigen vernichtet, besiegt, ermordet, gepeinigt, geplündert, unterjocht und unterdrückt, u. Millionen deutsche Mädchen und Frauen wurden vergewaltigt, u.das Großdeutsche Reich wurde vernichtet, zerschlagen, aufgespalten und durch die Volksvernichter besetzt und verhökert, und dem deutschen Volke wurden deutschenfeindliche Regime aufgezwungen.

Schöne Bescherung. Das war keine Befreiung, sondern eine Katastrophe, in erster Linie für das deutsche Volk, aber auch für ganz Europa und die Welt. Diese Vernichtung des deutschen Volkes heißt der "Holokaust".

Herr Winkler sagt: "Die Nationalsozialisten waren menschenverachtend."  Lüge! Das waren sie nicht. Sie traten tapfer für ihr deutsches Volk ein, und sie erlösten es aus Not und Schmach. Die wirklich Menschen-verachtenden sind die Plutokraten und die Liberalen. Herr Winkler zieht Not und Schmach vor.

Das was Herr Winkler schreibt ist widerliche, neomarxistische oder neobürgerliche, deutschenfeindliche Propaganda. So was durfte im Dritten Reiche nicht verbreitet werden, und das war gut. Seit der Niederlage 1945 haben aber die Deutschenfeinde die deutschen-feindliche Propaganda wieder hochgepäppelt.

Sind die Iraner dem deutschen Nationalsozialismus und dem national-sozialistischen Staate feind oder freund?

Mit indogermanischem Gruße Mossberg"

Wir hoffen Sie nehmen es uns nicht übel liebe Hörerfreunde, dass wir aufgrund unseres Anspruches, einigermaßen gerecht vorzugehen, diesen Brief vorgelesen haben. Zum Ausgleich haben wir dafür abschließend noch eine Mail von Ende Mai. Sie kommt vom gleichen Absender, mit dem wir unser heutiges Hörer-Sender-Beisammensein begonnen haben, nämlich von Hörerfreund Andreas Pawelczyk, dem wir für sein aktives Hörer-Sein an dieser Stelle einmal besonders danken wollen. Denn die Zahl derer, die sich aktiv als Hörer hier bei uns beteiligen, ist doch stark geschmolzen.

Hier nun also die Mail  "Nachtrag zum Tag der Befreiung am 8./9. Mai 2015" von Andreas Pawelczyk:


"Sehr geehrte Freunde, ich möchte die Zeit nutzen, um noch einige Ergänzungen zum Tag der Befreiung zu machen.
Mit dem 8./9. Mai war endgültig Schluß mit den Drangsalierereien von SPD, KPD und Gewerkschaftsleuten, Obdachlosen und Euthanasie-Betroffenen.
Aber es war auch Schluß mit den militärischen Überfällen Nazi-deutschlands auf eine große Zahl europäischer Staaten und mit der millionenfachen Ermordung von Menschen in allen Ländern und in Konzentrationslagern und Gestapo-Gefängnissen.
Ein Ende hatte auch die Tötung von 600.000 Franzosen, 6 Millionen Polen (davon die Hälfte Juden) und die Ermordung von damals etwa 27 Millionen Sowjetbügern. Auch die Ermordung von etwa 500.000 Roma und Sinti fand endlich ein Ende, die erst gegen 1980 eine Anerkennung als Tötung fand.
Man könnte auch im gleichem Zuge Tschechen, Norweger, Griechen und Slowaken nennen.
Der Tag der Befreiung bzw. das Ende des Nationalsozialismus auf deutschem Boden, setzte dem allen ein apruptes Ende. Zugleich setzte allerdings in Westdeutschland eine Art Anti-Sowjetismus ein, der seine Anfänge schon in der Nazizeit hatte. Aber der Sieg über den deutschen Faschismus war schon einen Siegestrunk wert.

In diesem Sinne wünsche ich noch gedeihliche Sonnenmonate

Andreas Pawelczyk, Mannheim"

 

Mehr zu sagen an dieser Stelle erlaubt uns schon die Zeit nicht, deshalb wünschen wir allen die zugehört haben, und auch denjenigen, die heute nicht dabei sein konnten, eine gute, gesunde und erfolgreiche Woche!

Und wie immer auch zum Schluß: Choda hafez – Gott schütze Sie!

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