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Dienstag, 07 Juli 2015 09:45

Hörerpostsendung am 5. Juli 2015

Hörerpostsendung am 5. Juli 2015
Bismillaher rahmaner rahim   -    Was beschäftigt uns und unsere Hörer in diesen Tagen und Wochen? Die Hörerpostsendung bringt es ans Licht! Und damit herzlich willkommen zu unserer heutigen Hörerfreunderunde, an der Sie hoffentlich alle trotz der herrschenden Temperaturen unbeschadet teilnehmen können. Denn zu erfahren gibt es ja bei uns immer etwas, das Sie sich nicht entgehen lassen sollten.

 

Der Monat Juni ist wie im Fluge vergangen und auch das Jahr, in dem wir keine Post mehr von ihm bekommen haben, unserem Hörerfreund aus Frankfurt. Nun kam sein Brief vom 2. Mai aber sicher in der Redaktion hier in Teheran an. Der Brief ist von Stefan Schliephacke, dessen Name den meisten von Ihnen sicher bekannt ist. Er schrieb an diesem Tag:

"Sehr geehrte Damen und Herren,

leider habe ich mich zeitlich bedingt eine ganze Weile nicht bei Ihnen gemeldet, zumindest aber Zeit gefunden die deutschsprachigen Sendungen zu verfolgen, meist auch online. Zuerst aber einen herzlichen Dank an Sie alle für die Zusendung des Hörerdiploms der Oberstufe" – ich hatte mich gewundert, was dies für ein dicker Brief aus Teheran sein kann und mich dann natürlich sehr darüber gefreut!

Und apropos freuen: Ich bin sehr froh darüber, dass nun doch nach geraumer Zeit das Atomabkommen mit der Islamischen Republik Iran zur Unterzeichnung gelangt ist – sicher ein grosser Fortschritt. Ich hoffe sehr, dass nun auch eine baldige Vereinbarung folgt, mit der die für alle kontraproduktiven Sanktionen ihr Ende finden und dadurch eine weiterhin positive Entwicklung des Iran und der iranischen Wirtschaft ermöglicht wird."

Weiter geht es mit dem Brief von Herrn Schliephacke:

"Vielen Dank für Ihre Kommentare, Interviews und Informationen bzgl. der Entwicklung im Jemen, während der letzten Zeit. Hier in Deutschland ist die Berichterstattung doch oft sehr einseitig, und ich bin froh, weitere Hintergründe und Informationen von IRIB erhalten zu können!

Seit meinem letzten Schreiben im Herbst letzten Jahres war ich zweimal in Norddänemark bei "DX183", habe viele neue Rundfunkstationen empfangen und natürlich auch einige für mich neue Stationen aus dem Iran auf der Mittelwelle hören können. Seit letztem Jahr wurden neue Antennen in Richtung 80 Grad mit 75m Länge Richtung Thailand / Malaysia und 165 Grad mit 185 m Länge Richtung Kongo / Südafrika neu aufgebaut. Damit sind nun insgesamt 23 Antennen im Einsatz und eine weitere in Richtung 30 Grad / Japan, befindet sich im Aufbau. Nun sind fast alle Himmelsrichtungen abgedeckt. Zur Information füge ich einmal eine Azimuth-Karte mit den eingezeichneten Antennen bei.

Wie immer möchte ich Sie gerne um die Bestätigung der beiliegenden zehn Empfangsberichte bitten. Ich wäre Ihnen wie immer dankbar, wenn Sie die Standorte der Mittelwellen-Stationen mit angeben könnten.

Für Sie alle bei der deutschsprachigen Redaktion von IRIB wünsche ich alles Gute für Ihre Rundfunkarbeit und natürlich auch für Sie privat.

Mit vielen herzlichen Grüßen aus Frankfurt verabschiedet sich Ihr

Stefan Schliephacke"

Wir freuen uns Herr Schliephacke, dass Sie sich wieder einmal bei uns gemeldet haben und werden demnächst ihre Empfangsberichte, für die wir danken, bestätigen. Ihre Post vom Herbst letzten Jahres, scheint nicht bei uns angekommen zu sein.

Herr Schliephacke hat ja in seinem Brief verschiedene Themen angesprochen, eines davon ist das Atomabkommen des Westens mit Iran. Nächsten Sonntag wissen wir dann ganz sicher wie die Verhandlungen ausgegangen sind, denn bei der Aufzeichnung dieser Sendung stand das noch nicht so ganz fest.

Ob sich die positive Einschätzung von Herrn Schliephacke wohl bestätigen wird?

Auch in der Mail von Dieter Feltes hat das Thema Erwähnung gefunden, denn er schrieb uns zu seinem Empfangsbericht von unserer Morgensendung am 4. Juni:

"Sehr geehrte Damen und Herren!
Wie ich aus Ihren Sendungen erfahre, sind die Temperaturen in Teheran für unsere Verhaltnisse ziemlich hoch. Wie kühlen sich die Iraner ab? Besteht die Möglichkeiten eine öffentliche Badeanstalt zu besuchen, und
wie vergnügen sich die Kinder?
Ja, 26 Jahre ist es schon her, das der Imam Chomeini verstorben ist. Ich glaube seit dieser Zeit hat sich politisch gesehen in Ihrem Land sehr viel getan. Ich glaube, das die Öffnung an die westlichen Länder weiter vorangetrieben wird. Ich glaube, das die Frage hinsichtlich der Atom-waffen noch geklärt werden muß. Ich glaube, das in den nächsten Monaten oder vielleicht auch Jahren eine Einigung erfolgen wird.
Ich wünsche Ihnen alles Gute und Grüße
Dieter Feltes
"

Herr Feltes hat den Spielraum für eine Einigung weit gesteckt. Aber jetzt ist erstmal ein konkreter naheliegender Termin vorgegeben. Wir dürfen gespannt sein,  wie sich die Situation entwickelt, denn es hängen sehr viele Interessen sowohl an einer Einigung bzw. auch an einem Scheitern der Atomverhandlungen der G5+1 mit Iran. Kommt halt darauf an, von welcher Seite es betrachtet wird.

Dieter Feltes erkundigte sich in seiner Mail noch nach den Erfrischungsmöglichkeiten bei den heißen Temperaturen hierzulande.

Also lieber Herr Feltes, es gibt hier in Teheran Dutzende öffentliche Bäder, meist Hallenbäder, aber auch einige Freibäder und Erlebnisbäder. Da wir in einem islamischen Land leben ist die Benutzung der Schwimmbäder durch Männer und Frauen getrennt. Auch in den kleineren Städten gibt es meist mehrere Schwimmbäder.

Vor allem bei den oberen Einkommensschichten in der Bevölkerung  sind auch private Pools schon häufig anzutreffen. Ein großes Problem ist aber die Wasserknappheit hier in Iran, womit natürlich oft eine Einschränkung bei der Nutzung von Schwimmbädern verbunden ist.

Viele Iraner, vor allem die Teheraner, machen im Sommer Urlaub am Kaspischen Meer oder in den bewaldeten Ausläufern des Elburs- oder des Zagrosgebirges, wo angenehmere Temperaturen herrschen. Kühlere Ausflugsziele mit Gebirgsbächen, an denen man sich erfrischen kann, gibt es auch in der Nähe von Teheran. Sehr viele Teheraner müssen aber in der sommerlichen Hitze in der Millionenstadt ausharren, denn ihre finanziellen Möglichkeiten erlauben ihnen nicht, sich einen kühleren Aufenthaltsort zu suchen. Ihnen stehen aber zahlreiche Parks zur Verfügung, die doch auch ein angenehmeres Kleinklima bieten, nicht zuletzt durch Springbrunnen und Wasserbecken, in denen auch schon mal die Kleinsten der Kleinen eine willkommene Erfrischung finden.

Kommen wir aber noch einmal auf die Zuschrift von Herrn Schliephacke zurück. Er berichtete, dass er immer wieder einmal, seinem Hobby fröhnend, die Station 'DX 183' in Norddänemark, in der Nähe von Aalborg, aufsucht, um an neue Rundfunkstationen heranzukommen. Was die Amateurfunker so alles unternehmen, um ihr Hobby auszubauen, zeigt auch ein Bericht über eine belgische Amateurfunkergruppe, die keine Kosten und Mühen gescheut, und sich im Januar diesen Jahres auf den Weg auf die iranische Insel Kisch im Persischen Golf gemacht hat.

Über das A und O dieser Expedition berichtet ein Artikel mit folgendem Titel:

"EP6T aus dem raren Iran: Aktivierung der Insel Kish"

Von Frank Beuselinck – ON 7RU

Groß war die Freude in den Dxer-Kreisen, als die bekannte Rockall-DX-Gruppe für Anfang 2015 eine größere Funkaktivität aus dem Iran und noch dazu die Aktivierung der Insel Kish, von der zuletzt  2002 EP6KI gefunkt hatte, ankündigte. Erwartungsgemäß wurde die unter dem Rufzeichen EP6T durchgeführte DXpedition zu einem großen Erfolg. Vom 16. bis zum 27.1.2015 fuhr das zehnköpfige, überwiegend belgische Team 68 044 QSOs mit 16 743 Individualrufzeichen – davon erfreuliche 69,6 Prozent mit europäischen Anrufern. .....

Mit 30 Kisten Funkerausrüstung machte sich die Gruppe am 15. Januar per Flugzeug auf den Weg, nachdem der Behörden-Papierkram nach vielerlei Bemühungen erfolgreich gemeistert worden war."

In einem weiteren Abschnitt des Berichtes heißt es:

"Mit fünf voll funktionsfähigen Stationen nahmen wir den Funkbetrieb auf und stellten uns den Pile-ups. Diese waren erwartungsgemäß gewaltig und besonders die Signale aus Europa und Russland kamen sehr laut herein."

Der weitere Bericht enthält noch sehr viel Amateurfunkerlatein, worauf wir nun aber nicht noch näher eingehen können. Wir danken unserem Hörerfreund Michael Lindner in Gera, der uns diesen interessanten Bericht aus dem Hobbymagazin "Funkamateur" zugeschickt hat.

Ebenso hat uns Dieter Leupold in Leipzig etwas zugeschickt, und zwar einen Auszug vom Medienmagazin von Radio Eins, worin es heißt:

"Auch 2015 kündigt der iranische Rundfunk IRIB für die Dauer des Ramadan, diesmal vom 18. Juni bis 17. Juli, einige zusätzliche Kurzwellensendungen in den extrem frühen Morgenstunden an, siehe die nachfolgende Auflistung."

Dieser konnten wir entnehmen, dass die  Sondersendungen anlässlich des Fastenmonats Ramadan in den Sprachen Tadschikisch, Arabisch, Aserbaidschanisch, Kurdisch und Türkisch erfolgen, am deutschsprachigen Programm hat sich nichts geändert. Trotzdem vielen Dank Herr Leupold für die Information.


Von Herrn Leupold haben wir noch eine weitere Mail bekommen, sie ist vom 1. Juli und gibt Aufschluß über unsere Hörer-Sender- Aktivitäten:
"Hallo werte IRIB Redaktion!
Recht vielen Dank für die Post mit QSL-Karte, Dankschreiben, und Beantwortung der Hörerfrage sowie den beiligenden Kugelschreiber von IRIB der mich am 30.6. erreicht hat.
Diese Woche ist ein grosser dicker Brief von mir an Euch ins IRIB Studio abgeschickt worden.
Mit freundlichen Grüssen aus Leipzig"

Dankeschön Herr Leupold, da sind wir ja schon mal gespannt, was alles in dem Umschlag drinne sein wird, wenn er denn hoffentlich bei uns ankommt.

In Berlin ist vor einiger Zeit auch ein "dicker Umschlag" eingegangen und zwar kam er von unserem umsichtigen österreichischen Hörerfreund Paul Gager. Der hat inzwischen schon den 2427. Empfangsbericht von uns bestätigt bekommen. Aber nicht nur Empfangsberichte schickt uns Herr Gager, sondern auch so manchen Zeitungsausschnitt oder Bericht, der irgendwie in Zusammenhang mit Iran steht. In seiner letzten Post nach Berlin waren eine Menge solcher interessanter Beiträge dabei, und die Kollegen dort haben sie eingescannt für uns in Teheran. Unter anderem gibt es da den Buchtipp 'Muslime in Österreich',

oder einen Artikel über ein Interview mit dem österreichischen Bundespräsidenten zu den Atomverhandlungen mit Iran. Der Artikel trägt denTitel: 'Ich halte Netanjahus Kritik für falsch', und Herr Gager kommentiert dazu:

"Wo unser geliebter Bundespräsident recht hat, da hat er recht."

In der Wiener Zeitung hat Herr Gager dann auch noch eine Reportage mit dem Titel 'Wüstensand und Lehmgebäude' gefunden. In dieser berichtet der Autor Bernhard Widder, der sich 3 Wochen in Iran aufgehalten hat, um Kultur und Architektur des Landes zu studieren, über die beiden Städte Nain und Yazd im Zentrum Irans. Und er meint, dass diese einen guten Eindruck von den traditionellen iranischen Bau-, Wohn- und Lebensformen geben.

Und auch für das leibliche Wohl ist gesorgt im Reigen der Informationen aus Deutschkreutz, denn in der Rubrik 'Mein Lieblingsgericht' hat Herr Gager ein Rezept gefunden, dass den poetischen Namen 'Persische Hühnerflügerl' trägt. Michaela Reischütz aus Brunn am Gebirge hat es für die Leser der Wiener Zeitung aufgeschrieben. Auf unserer Internetseite finden Sie liebe Hörerfreunde ein ähnliches Rezept unter dem Namen 'Hähnchenspieße oder Dschudsche Kabab'.

Jetzt wird es aber Zeit für unser Musikstück, damit die vielen Informationen sich erst einmal "setzen" können, bevor wir noch ein wenig weiter machen mit Hörerpost.

Im Juni haben wir auch weitere Empfangsberichte von Joachim Thiel in Wuppertal bekommen, vielen Dank. Zu seinem Bericht am 1. Juni machte er folgende Anmerkung:

Nach dem Bericht über die flüchtenden Muslime in Myanmar frage ich mich, weshalb nicht muslimische Staaten, die sich in der Nähe befinden, ihren Glaubensbrüdern helfen. Das muß doch einen Grund haben, den ich allerdings nicht kenne. Es fällt mir da auf Anhieb Indonesien ein, eines der Länder, die einen überwältigenden Anteil an Muslimen aufweisen; trotzdem werden diese Bootsflüchtlinge nicht aufgenommen.

Ihre Frage ist wirklich berechtigt und vielleicht sollte sie mal jemand an den deutschen Sender der Stimme Indonesiens schicken, sicher können sie diese Frage besser beantworten.

Die Muslime in Myanmar haben ein schweres Schicksal, weil man sie in diesem Lande nicht gerne sieht und in den letzten Jahren ist es immer wieder zu schrecklichen Angriffen, Brandanschlägen und Unterdrückungen durch die Buddhisten und die Regierung des Landes gekommen, die sie nicht als Minderheit anerkennt und ihnen kein Recht zuspricht, in Myanmar zu leben.

Ulrich Wicke, der uns am 19. Mai in Felsberg hörte, ist ebenfalls von dem Schicksal dieser Muslime in Asien betroffen:

"Liebe Freunde,

anbei ein weiterer Empfangsbericht, diesmal über die Abendsendung auf 9900 kHz. Sie kam in Ortssenderqualität herein. SINPO 4. Die Sendung war wieder sehr informativ. Beunruhigend die Situation im Jemen, schrecklich ebenfalls das Schicksal der Flüchtlinge vor den Küsten Südostasiens.
Euer Ulrich W.

Für eine QSL-Karte wäre ich wieder dankbar."

 

Eine QSL-Karte wünscht sich auch Peter Lehmann aus Greiz im Südosten Thüringens, er hörte unser Programm am 22. Mai und schrieb dazu: "Ihr Programm hat mir immer gut gefallen! Ich bitte um Zusendung der QSL-Karte."

Unsere Kollegin Frau Farnaghi wird diesen Wünschen gerne nachkommen, und uns bleibt für heute nichts weiter, als uns von Ihnen zu verabschieden.

Alles Gute und Choda hafez  - Gott schütze  Sie!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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