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Dienstag, 23 Juni 2015 18:36

Hörerpostsendung am 21. Juni 2015

Hörerpostsendung am 21. Juni 2015
Bismillaher rahmaner rahim  -  Heute ist der längste Tag im Jahr liebe Hörerfreunde, haben Sie daran gedacht. Der 21. Juni, der Tag der Sommersonnenwende, und damit der Beginn des astronomischen, beziehungsweise kalendarischen Sommers. Bei uns hier in Iran beginnt der Monat Tir, der erste der drei Sommermonate.

 

Der meteorologische Sommeranfang war ja schon am 1. Juni. Dann gibt es noch den phänologischen Sommerbeginn, der vom astronomischen aufgrund des Klimas erheblich abweichen kann, denn der phänologische Sommerbeginn richtet sich nach der Natur und deren Entwicklung und sein Beginn wird in Deutschland mit der Blüte des Schwarzen Holunders und der Robinie definiert.

Es ist schon ein wenig verwirrend mit dem Beginn der Jahreszeiten, finden Sie nicht auch. Aber auf jeden Fall geht es ab heute mit der Tageslänge wieder bergab und darüber freuen sich die Muslime, die vor 4 Tagen mit dem Fastenmonat begonnen haben. Für die Muslime ist der Ramadan im Sommer schon eine schwierigere Zeit, durch die langen Tage und die höheren Temperaturen, aber sie nehmen das trotzdem gerne in Kauf, den der Fastenmonat hat für sie eine große Bedeutung.

In Deutschland beträgt die Dauer des Fastens jetzt im Sommer an jedem Tag etwa 19 Stunden, und ist damit rund 2 Stunden länger als hier bei uns in Iran. Es bleiben also nur etwa 5 Stunden, an denen die Muslime etwas essen und trinken können. Im Norden Europas, wo die Sonne im Sommer gar nicht untergeht, wurden gesonderte Regeln für die Muslime erlassen, sonst wäre der Fastenmonat ja nicht durchführbar.

Der Sommer bedeutet aber auch Ferienzeit, leckere Früchte und vieles andere mehr, davon weiß unsere fleißige Hörerfreundin Martina Pohl zu berichten und wir lesen Ihnen ihre beiden letzten Mails einmal vor:

"Liebe Redaktion von IRIB,

heute möchte ich mich recht herzlich für die tolle QSL-Karte und den beigelegten Sendeplan bedanken.

Zur Zeit ist bei uns die Erdbeersaison im vollen Gange. Es gibt nichts besseres, als einen Korb ganz frischer Erdbeeren vom Landwirt um die Ecke. Bis man den Korb nach Hause getragen hat, ist er manchmal schon wieder halb leer. Wir können es kaum erwarten, dass auch noch Kirschen, Himbeeren und Pfirsiche aus unserer Gegend angeboten werden.

Ein Arbeitskollege von Bernd war letzten Winter in Asien und hat dort ganz frische Ananas gegessen. Er meinte, das ließe sich nicht mit den Ananas in Deutschland vergleichen - dazwischen lägen Welten (nicht nur örtlich, sondern gerade auch geschmacklich).

Viele Grüße von Martina"

 

Am 18. Juni schrieb Frau Pohl dann:

"Liebes Team in Teheran,

anbei noch ein Empfangsbericht. Am Wochenende geht es an die Nordsee. Ich werde Euch auf jeden Fall eine Postkarte schreiben.

Zum heiligen Fastenmonat Ramadan wünsche ich der Redaktion alles Gute.

Herzliche Grüße von Eurer Hörerin

Martina"

Vielen Dank liebe Frau Pohl für die guten Wünsche für uns zum  Fastenmonat. Wir wünschen Ihnen einen schönen Urlaub und danken herzlich für alle bisher eingegangenen Empfangsberichte der letzten Zeit.

Bei unserem Hörerfreund Lutz Winkler, geht es in seinem Juni-Brief unter anderem auch um den Sommer, hören Sie was er am 11. Juni geschrieben hat:

"Liebe Mitglieder der deutschen Redaktion in Teheran, der Monat Juni begann bei uns mit einer Hitzewelle - bei der ich eigentlich nicht gern am Computer sitze, sondern gern die Sonne und die Natur genieße. Daher kommt dieser Empfangsbericht etwas später, was ich zu entschuldigen bitte. Herzlichen Dank für Ihre letzte QSL-Karte mit den kleinen Beigaben und dem Wimpel. Ich danke Ihnen auch für die informativen Sendungen aus einem Land, welches ich nur durch Ihre Sendungen kenne.

Im letzten Monat gab es einige Hörertreffen - so bei Bernd Seiser das RTI Hörertreffen - an dem ich aber dieses Jahr aus dienstlichen Gründen nicht teilnehmen konnte. Ende Mai haben Siegbert Gerhard, Michael Betghe und ich - sowie die Freunde des deutsch-koreanischen Freundeskreises in Mainz, ein KBS-Hörertreffen organisiert. Dort waren 30 Hörerfreunde anwesend, die ich auch aus den Hörerpostsendungen von Radio Tirana kenne. Ich lege Euch mal den Bericht dieses Hörertreffens in die Anlage. Es war schön, die Hörerfreunde auch mal persönlich zu treffen.

In den kommenden Monaten ist ja wieder Reisesaison in Europa und viele Menschen besuchen fremde Länder. Und da müssen sich auch die Reisenden in der Ernährung umstellen. Was ich auf Reisen immer vermisse – und da bin ich wahrscheinlich sehr deutsch – ist das Schwarzbrot. Zumindest nach einigen Tagen. Deutschland ist ja in Sachen Brotvielfalt Weltmeister – es gibt wohl regional ca. 300 verschiedene Brotsorten. Ich bevorzuge da das schwarze und gut ausgebackene und haltbare Sauerteigbrot, was es bei uns in der Nähe in einer Museumsbäckerei gibt. Das Brot ist zwar erheblich teurer als im Supermarkt, dafür sehr haltbar. Am deutschen Supermarktbrot stören mich der gleiche Geschmack und die Verderblichkeit. Es passiert sehr oft, dass dieses Brot schimmelt, weil es zu viel Feuchtigkeit enthält und dann weggeworfen werden muss. Und so etwas tut mir in der Seele weh.

Welche Brotsorten gibt es im Iran und wo wird es hauptsächlich verkauft? Auf dem Bild in diesem Hörerbrief ist dieses Mal die thüringische Stadt Schmalkalden zu sehen. Wir haben diese Stadt im Mai besucht und sind noch ganz begeistert. Für Schokoladenfans gibt es dort eine Nougatfabrik – mit einer Ausstellung über die Geschichte und die Produktion von Nougat. Schmalkalden ist in diesem Jahr Ausrichterstadt der Landesgartenschau von Thüringen und hat auch eine ganz zauberhafte Altstadt zu bieten. Ich wünsche Ihnen in Teheran einen schönen Sommermonat Juni und verbleibe mit freundlichen Grüßen aus Deutschland ! Ihr Hörer Lutz Winkler"

Herrn Winkler danken wir für seinen Junibericht und die interessanten Themen. Auf seine Frage nach den iranischen Brotsorten wollen wir heute kurz eingehen. Den Brotsorten-Weltmeister Deutschland können wir sicher nicht übertreffen, aber auch in Iran kommt eine stattliche Zahl an Brotsorten zustande, wenn man alle regionalen Sorten mitzählen wollte. Beim iranischen Brot gibt es 4 Sorten, die am meisten verbreitet sind und die wir Ihnen kurz vorstellen wollen. Da ist zunächst einmal das Lawasch-Brot, es ist das dünnste Brot was wir hier in Iran haben, und das von Touristen auch schon mal gerne als "Tapetenbrot" bezeichnet wird. Diese Bezeichnung trifft besonders auf das Lawasch-Brot zu, dass maschinell angefertigt wird, und die 1-2 Millimeter dünnen Brotfladen-Bahnen sozusagen  wie Tapetenbahnen meterweise vom Backofen-Laufband kommen. Zumeist hat das Lawasch-Brot aber eine ovale Form und eine Länge von 60-80 Zentimetern und wird entweder in modernen elektrischen horizontalen Laufbandbacköfen oder in traditionellen vertikalen Backöfen gebacken, wo der dünn gezogene Brotfladen an die heiße Backofenwand geklebt wird.

Das Taftun-Brot ist etwas dicker als das Lawaschbrot und eher rund als oval. Wiederum dicker als das Taftun-Brot ist das sehr beliebte Zangak-Brot, dass wie der Name sagt, auf heißen Kieselsteinen (Zangak) gebacken wird. Die Zangak-Brote sind am längsten und können schon mal bis zu einem Meter lang sein. Ihre Form ist unten breiter und läuft oben spitz zu.  Das Zangak-Brot wird auch als nationales Brot Irans bezeichnet, da es nur hier gebacken wird.

Bis zu einem Zentimeter dick ist das Barbari-Brot, dass in runden oder länglichen Fladen gebacken wird und durch seine Längsrillen eine typische Ausprägung bekommt. Bei allen Brotsorten unterscheiden sich die Mehle und die Zutaten des Teiges. Zangak und Barbari-Brote werden oft auch mit Sesamsamen und Schwarzkümmel-Samen bestreut gebacken. Der Schwarzkümmel hat viele positive Wirkungen auf die Gesundheit des Menschen und es wurden und werden viele Studien über seine Heilkraft gemacht. Schon der geehrte Prophet des Islam –s.a.- hat gesagt:

„Schwarzkümmel heilt jede Krankheit – außer den Tod“

Die traditionellen Bäckereien in Iran sind jeweils nur auf eine Brotsorte spezialisiert. Heute findet man in Teheran und anderen größeren Städten schon öfter auch verschiedene Bäckereien an einem Ort zusammen gelegt, womit der Kundschaft dann längere Wege erspart bleiben, wenn sie verschiedene Brotsorten kaufen wollen.

Auch Gerstenbrot hat in Iran Tradition und wird in verschiedenen Formen hergestellt, entweder als dünnes, getrockenetes Brot, oder als dickeres kleines rundes Fladenbrot.

Es gibt aber auch verschiedene Fantasiebrote, Diätbrote, Brote nach europäischen Vorbildern, Baguett-Brot, Toastbrot, arabisches Fladenbrot, ein Matzen – ähnliches Brot aus ungesäuertem Teig, usw., die aber in speziellen Bäckereien und Supermärkten angeboten werden. Bei Reisen im Land kann man noch viele verschiedene Brotvarianten finden, die aber nur regional von Bedeutung sind. Da das Brot traditionell Beilage zu vielen iranischen Gerichten ist, backen die iranischen Bäckereien zu mehreren Tageszeiten jeweils frisches Brot.

In unserer Brieftaube vom August 2007 sind in dem Beitrag über die iranische Küche auch die wichtigsten iranischen Brotsorten mit Bild vorgestellt worden. Die Frage von Herrn Winkler ist auch ein guter Tipp für einen Beitrag, den wir in Zukunft mal auf unserer Internetseite veröffentlichen können. In der Hörerpostsendung ist es schwer das Aussehen der iranischen Brote ohne Anschauungsmaterial zu vermitteln.

Herr Winkler ist in seinem Brief auch auf die Frequenz 7200 kHz eingegangen, genau wie der nächste Hörerfreund, der uns geschrieben hat. Aber dieses Thema wollen wir noch mal ausklammern, da es noch keine konkrete Entscheidung von "oberster Stelle" bei IRIB für uns gibt.

Den Brief von Werner Schubert aus Grafing, den er am 4. Juni geschrieben hat, zitieren wir deshalb auch nur stellenweise. Er schrieb unter anderem:

"So freut es mich, dass Frank Bresonik IRIB erhalten geblieben ist, ich kenne ihn ja auch schon viele Jahre als Miglied im Radio-Tirana-Hörerklub. In unseren Rundbriefen gibt es übrigens zwei Reiseberichte von ihm von seinen Besuchen in Nordalbanien. Diese sind zu finden unter www.rthk.agdx.de. Unter "Rundbriefe" einfach die Ausgaben 54 und 57 öffnen.

Seit gestern ist bei uns Sommer, morgen können es 30 Grad werden. Na ja, in Teheran ist es noch heißer, im Internet kann man ja alles nachschauen. Der Klimawandel macht sich überall bemerkbar, sogar Tornados haben bei uns zuletzt einige Schäden verursacht. Tauchen solche Phänomene eigentlich auch im Iran auf? 

Am Wochenende werde ich mal wieder im Inntal unterwegs sein, da ist bekanntlich auch der Empfang von IRIB besser als in meiner Wohnung in Grafing. Die Sendung am Vormittag bekomme ich in Grafing praktisch nie brauchbar herein, abends ist es dann besser. Zuletzt war sogar die 9900 kHz ganz ordentlich, so kann es bleiben. Meine Empfangsberichte schicke ich jetzt auch wieder monatlich nach Berlin, viele Sender gibt es ja nicht mehr, nachdem Ende Juni nun auch Belgrad dicht macht. Deprimierend, wenn man dieses Hobby so lange betrieben hat. Aber nicht zu ändern.

Mit etwas nachdenklichen Grüßen bis bald mal wieder, Ihr Stammhörer

Werner Schubert aus Oberbayern"

Herr Schubert fragte in seiner Mail auch nach Zeichen des Klimawandels hier bei uns in Iran. Die gibt es hier natürlich auch, und sie zeichnen sich vor allem durch mangelnde Niederschläge im Winter in verschiedenen Gebieten Irans aus. Auch heftige Sandstürme, wie der, der im letzten Juni in Teheran hereinbrach und die hohe Belastung der Luft mit Staubpartikeln, wie sie auch in diesem Jahr den Menschen vor allem im Südwesten und Westen des Landes zu schaffen machte, können wohl dazu gezählt werden.

Jetzt kommt aber erst einmal unser Musikstück an die Reihe, bevor die Sendezeit ganz um ist. 

In unserer Postmappe "In Teheran eingetroffene Post" liegen noch Empfangsberichte u.a. von Hannu Kiiski in Finnland, der uns im April hörte und uns seine neue Adresse mitteilte. Wir haben von ihm schon seit letztem Jahr nichts mehr gehört.

Auch von Peter Möller in Duisburg haben wir schon lange nichts mehr gehört, jetzt schickte er uns wieder zwei Empfangsbericht von März und Mai. Vielen Dank. Den Wunsch nach einer QSL-Karte werden wir gerne erfüllen. Seine Frage nach neuen Brieftauben können wir leider wieder nur negativ beantworten.

Aus Felsberg meldete sich Ulrich Wicke und schrieb am 30. März

"Liebe Freunde, vielen Dank für die letzte QSL-Karte sowie den ausführlichen Begleitbrief. Anbei der erste Empfangsbericht an Euch in der neuen Sendeperiode. Gehört habe ich die heutige Morgensendung auf 17570 khz.

Mit Interesse, aber auch mit einer gewissen Skepsis, beobachte ich die gegenwärtigen Atomverhandlungen zwischen Eurem Land und dem Westen. Zuviele gibt es, die an einem Scheitern der Gespräche interessiert sind. Sehr beunruhigend finde ich die Entwicklung im Jemen.

In jedem Fall stellen Eure Kurzwellensendungen eine unverzichtbare Informationsquelle dar.

Bis zum nächsten Mal Euer Ulrich Wicke"

Vielen Dank auch Ihnen Herr Wicke und weiterhin guten Empfang.

Dieter Buchholz in Kleinoschersleben arbeitet sozusagen zweischienig, denn er schickt uns Empfangsberichte per Mail und auch über die Schneckenpost nach Teheran. Dafür danken wir ihm herzlich.

Nun erfahren Sie noch wer in den nächsten Tagen Geburtstag hat. Es ist unser lieber Helmut Dieterle, der trotz der letzten optimistischen Mail vom 15. Mai  nichts mehr von sich hören läßt. Er schrieb seinerzeit:

"Sehr verehrte Damen und Herren von IRIB in Teheran,

nachdem vorgestern Herr Eduard Alex bei mir war, und er mir das „Internet“ (= Weltnetz) genau erklärt und eingestellt hat, kann ich Sie darauf direkt abhören und auch gleich aufnehmen. Es geht über den Kabel-Empfang 300 eu und habe es gleich aufgenommen. Werde es mir morgen mal anhören und erfahren, ob es auch geklappt hat.

Mit herzlichen Grüßen

Helmut Dieterle"

Das wars dann also wieder einmal für heute – Leben Sie wohl in der kommenden Woche,

und Choda hafez – Gott schütze Sie!

 

 

 

 

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