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Dienstag, 09 Juni 2015 21:06

Hörerpostsendung am 07. Juni 2015

Symbolbild Symbolbild
Bismillaher rahmaner rahim  -  Heute fehlt dem Team von der Hörerpostsendung die Leichtigkeit, die es normalerweise bei diesem wöchentlichen Treffen mit den Hörerfreunden hat, denn heute steht ihm eine schwere Aufgabe bevor. Unser Willkommen am heutigen Sonntag hat einen traurigen Unterton und dieser wird uns auch über die gesamte Sendung begleiten.

 

Wir können diese Mitteilung nicht ans Ende und auch nicht in die Mitte unserer heutigen Hörerpostsendung setzen, dass geht ganz und gar nicht, denn sie ist viel zu wichtig. Wir können heute nicht umhin, mit einer sehr, sehr traurigen Meldung zu beginnen und Ihnen mitzuteilen, dass ein Platz in der Hörerrunde nun leer steht.

In den Wochen des letzten Monats Mai hatten wir uns schon gewundert,  dass die sonst so regelmäßige Post von ihm ausgeblieben ist, haben aber in keinster Weise an einen solchen Grund gedacht.

Nun kam aus Berlin inmitten der von unseren Kollegen gescannten Empfangsberichte fleißiger Hörerfreunde folgende Nachricht:

 

Unser Herz will dich halten.

Unsere Liebe dich umfangen.

Unser Verstand muss dich gehen lassen.

Denn deine Kraft war zu Ende.

Und deine Erlösung eine Gnade.

 

Mit einem Herzen voller Trauer, aber dankbar für die schöne, gemeinsame Zeit, müssen wir Abschied nehmen von

Wilfried Hofmann

In unendlichem Schmerz

Iwona

Sebastian

Rechtsupweg, 6. Mai 2015

 

Auf Wunsch des Verstorbenen fand die Urnenbeisetzung in aller Stille statt.

 

Ja liebe Hörerfreunde wir sind zutiefst betroffen von dieser Nachricht und können deshalb heute nicht einfach sozusagen "zur Tagesordnung" übergehen. In den letzten Jahren ist kaum ein Monat vergangen, in dem nicht der Name von Wilfried Hofmann in wenigstens einer unserer Hörerpostsendungen erschienen ist, Sie alle in der Hörerrunde wissen dies. Mit seinen interessanten, kritischen und meist auch "gegen den Strom" stehenden Ansichten zu aktuellen Themen, hat er unsere Sendung bereichert und sicher auch vielen von Ihnen Denkanstöße gegeben, Dinge anders zu sehen.

Im vergangenen Jahr gehörte Wilfried Hofmann auch wieder zu den aktivsten Hörerfreunden und wir konnten ihm unser kleines Dankeschön-Präsent, eine folkloristische Tasche zusenden. Nach ihrem Erhalt schrieb er:

"Liebe Redaktion, welch ein Tag heute, um ca. 11 Uhr vormittags klingelt es bei mir zuhause und der Postbote stand mit einem recht dicken C 4 -Briefumschlag vor mir.

Der Inhalt eine sehr schöne Umhängetasche in Handarbeit gefertigt mit einem dezenten Rot und mit dazu passenden Applikationen. Alles in allem eine Umhängetasche welche sogar meiner Frau Iwona die Augen glänzen lässt, sie ist eine Taschenliebhaberin mit bestem Geschmack.

Mit was habe ich ein solches Geschenk verdient? Ich werde diese Tasche so oft es geht tragen und mit Stolz meinen Bekannten und Verwandten berichten, dass diese schöne Tasche von Freunden aus dem Iran ist.

Vielen herzlichen Dank, mit der Tasche habt Ihr voll meinen Geschmack getroffen!

Wilfried Hofmann, Rechtsupweg"

 

Die erste Mail von Wilfried Hofmann, die noch in unserem Speicher in der Mailbox zu finden ist, stammt vom Frühjahr 2009. Da war noch Frau Zangeneh am Ruder bei der Hörerpost und sie hatte in diesen Jahren einen regen Briefaustausch mit Herrn Hofmann. Nicht zuletzt auch, weil dieser für uns so viele Bücherpakete nach Berlin und nach Teheran geschickt hat, die zu der Einrichtung einer einzigartigen Bibliothek in der deutschsprachigen Redaktion von IRIB führte.

Zu seinen Büchersendungen schrieb er einmal:

"Mir macht es immer viel Freude wenn ich höre, dass Euch die Bücher gefallen, sie sind bei Euch in guten Händen und werden überleben. Es werden aber noch einige kommen, ich habe noch einen recht großen Fundus in Frankfurt, aber die sind nicht alle für Euch geeignet."

 

Aus diesem Bücherfundus schöpfen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei IRIB weiterhin viel interessantes Wissen, ein Schatz, dessen Wert über alle materiellen Werte hinausgeht. Das haben wir alle Herrn Hofmann zu verdanken.

Aber niemand hat wie Ursula Zangeneh aus diesem Schatz geschöpft, und niemand von uns wäre wie sie in der Lage einen angemessenen Nachruf auf Wilfried Hofmann zu schreiben. Wir wünschen uns, dass wir einen solchen Nachruf von ihr in einer der nächsten Sendungen vorlesen dürfen.

 

In der letzten Mail von Herrn Hofmann, die uns uns am 28. April erreichte, stand:

"Hallo IRIB -Team

Ich bitte um die Überprüfung des Beitrages vom 01.04.15, ob dieser Beitrag gesendet wurde, da ich zu dieser Zeit leider im Krankenhaus behandelt wurde."

 

Durch diese Mail konnten wir erfahren, dass unser so aktiver Hörerfreund nun wohl doch mehr mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hat. Seinen Beitrag, auf den er sich in dieser Mail bezog, und den er am 1. April geschrieben hatte, hatten wir am 3. Mai in unsere Sendung aufgenommen, nicht ahnend, dass es der letzte Beitrag von ihm gewesen sein sollte. Aus diesem Grunde wollen wir ihn heute noch einmal vorlesen.

In der Hörerpostsendung an diesem Tag ging es unter anderem auch um den Absturz der Germanwingsmaschine in Frankreich mit 150 Toten. Herr Hofmann bezog sich in seiner Mail auch darauf und hatte geschrieben:

"Mein liebes IRIB Team.
Massenmörder werden immer öfter zuschlagen, an diese Realität werden wir uns alle in der Zukunft zu gewöhnen haben. Erst Anders Behring Breivik und jetzt der Pilot Andreas Lubitz.

Aber was hat der Verhaltensforscher Zoologe und Nobelpreisträger Konrad Lorenz mit Massenmördern zu tun?  Konrad Lorenz hat in einem seiner letzten Interviews vor seinem Tode 1989 unter der Studie 'Die acht Todsünden der Menschheit' genau diese Idioten angesprochen. Ich zitiere jetzt aus meinem Gedächnis seine so wichtigen Aussagen:
'Ich befürchte das unsere zivilisierte Menschheit von analogen Prozessen des genetischen Verfalls betroffen sein könnte'

Und eine zweite Aussage hat die gleiche Thematik: 'Die heutige Menschheit wird in der nahen Zukunft immer öfter von geistestgestörten Induividien besiedelt sein, der Grad der fatalen Fehlhandlungen und Geistesstörungen wird zu dieser Zeit dann aber recht hoch sein.'

Der Unterschied von Breivik zu Lubitz ist aber stark vom Motiv geprägt, Brevik hat 77 Jugendliche einzeln erschossen und starke Lust und Befriedigung dabei gespürt, während Lubitz 149 Passagiere des Flugzeuges mit 800 KMH gegen einen Berg gesteuert hat, dabei hat er entgegen Breivik keine Befriedigung erlebt, sondern hat sich seiner physischen Probleme entledigt. Beide Idioten haben wahrscheinlich wie Lorenz schon postulierte 'genetische Schäden seit ihrer Zeugung in sich getragen'.
Diese Schäden können während ihres Lebens ausbrechen oder auch nicht, das regelt der reine Zufall! Die heutige Menschheit wird die nächsten Jahrzehnte von diesen fehlgeleiteten Kranken weiterhin abgeschlachtet werden, ein Selektieren dieser Individuen ist wahrscheinlich nicht möglich, denn das würde zur totalen Überwachung führen und das wollen wir ja alle aus guten Gründen nicht.
Allah möge euch Allzeit beschützen und den Erdkreis segnen, damit ihr in dieser aus den Fugen geratenen Welt gut bestehen könnt.
Wilfried Hofmann
Rechtsupweg, Autonome Republik Ostfriesland."

Das Herr Wilfried Hofmann krank war, das ging auch schon früher immer wieder einmal aus seinen Mails hervor. Heute wollen wir deshalb noch einmal eine Mail vorlesen, in der er Näheres über seinen Gesundheitszustand mitteilt. Die Mail aus der wir einige Auszüge vorlesen wollen, stammt vom November 2013, also von vor etwa eineinhalb Jahren. Herr Hofmann antwortet darin auf einen Brief von Frau Zangeneh:

"Hallo liebes IRIB Team

Hallo liebe Ursula Zanganeh

Ich habe heute  am 6.11.13 Ihren lieben Brief erhalten und mich wie immer, wenn ich etwas von Ihnen höre, sehr gefreut. Ich bin nach wie vor immer noch auf der IRIB Welle und das täglich. Das Programm von IRIB ist nach wie vor beste Information auf der Kurzwelle.

Ob ich noch gesund bin ist nicht so sicher, ich bin inzwischen 72 Jahre alt und werde im Dezember 73. Die letzten 3 Jahre war ich recht gesund und konnte nicht klagen, aber Anfang Oktober wurde ich recht krank. Ich habe mir 1964 in Tunesien einen Virus zugezogen, der mich leider den Rest meines Lebens begleitet. Es ist aber nicht so schlimm gewesen, ich hatte  alle 10 oder 20 Jahre eine kurzen Anfall von Fieber und Schüttelfrost, der aber nach 1 bis 2 Stunden vorbei war.

Anfang Oktober bekam ich nach ca. 20 Jahren einen erneuten Anfall, da aber mein Immunsystem heute nicht mehr so gut ist, hat mein Puls gleich voll ausgeschlagen und ist mit ca.180 Anschlägen hängen geblieben. Das Resultat war natürlich das Krankenhaus. Das Personal dort kennt sich mit meinem hängenden Puls ja schon recht gut aus. Ich bekam Medikamente und Infusionen, das Resultat war dieses Mal aber weniger befriedigend und mein Puls ging nicht so richtig auf seine normalen 60 -70 Anschläge herunter. Man darf dabei nicht vergessen, dass mein Herz 72 Jahre alt ist und nicht so ohne weiteres tagelang 170 bis 180 Anschläge so einfach wegsteckt, es verschleißt recht schnell.

Aber jetzt kommt eine Geschichte, die für Sie liebe Ursula bestimmt interessant ist. Ich hatte das Buch 'Das Fatima-Geheimnis' mit im Krankenhaus, Ihr habt dieses Buch auch in Eurem Bestand und ich kann es nur bestens empfehlen. Darin stand, dass der wichtigste Tag von Maria der 13. Oktober ist. Ich habe am 11. und 12. Oktober zu ihr gebetet, am 13. Oktober hat sich mein Puls mittags auf ganz normale 70 Anschläge reduziert und das ist auch heute am 6. November noch so. Ich bin am 14. aus dem Krankenhaus entlassen worden.

So jetzt könnte man ja sagen, das war alles reiner Zufall, aber die Geschichte ist noch nicht zu Ende. Am 16. Oktober habe ich einen wunderbaren Traum gehabt. Ein Kinderchor von ca. 40 Kindern, alle in weißen Kleidern, haben für mich gesungen, dann hat sich ein kleines Mädchen aus der Gruppe gelöst und hat mir lächelnd zwei Worte gesagt, ich habe diese Wörter aber nicht verstanden. Mir wurde von dem Kind gesagt, dass dies mein Name auf der anderen Seite des Lebens ist,

ich konnte aber auch nach dem ich aufgewacht war den Namen in kein mir bekanntes Namens- oder Wörterschema bringen.

Mir geht es bis heute so weit wieder ganz gut bis auf gelegentlichen leichten Bluthochdruck, mit dem ich aber leben kann.

Wir Menschen wissen viel zu wenig über die Dinge, die sich im Verborgenen abspielen, aber die guten Geister sind mit uns und helfen und beschützen uns permanent.

Euer Freund Wilfried Hofmann!"

 

Mit unserem heutigen Musikstück wollen wir uns nun an dieser Stelle mit einem "letzten Gruß" aus der Hörerpostsendung von dem geehrten Wilfried Hofmann verabschieden, sein Name  wird aber sicherlich immer wieder einmal bei unseren Treffen am Sonntagabend erscheinen, denn er gehört auch über seinen Tod hinaus weiterhin zur Hörerfamilie von IRIB in Teheran.

Wie schon zu Beginn gesagt, ist es uns heute nicht möglich zur normalen Tagesordnung überzugehen. Zum Abschluß für heute wollen wir aber noch mitteilen, dass mit der traurigen Post aus Berlin auch die Empfangsberichte fleißiger Hörerfreunde eingegangen sind. Wir lesen deren Namen in alphabetischer Reihenfolge vor und bedanken uns bei ihnen an dieser Stelle herzlich für ihre Mühe. Es sind die Berichte von Paul Gager in Deutschkreutz, Jürgen Krüger in Potsdam, Christoph Paustian in Häusern, Johann Ruff in Mühlheim und Werner Schubert in Grafing.

Zu den Bemerkungen über Empfangsbedingungen und Frequenzen, Beilagen in der Post und vieles andere mehr, berichten wir dann ein ander Mal.

Unser nächstes Treffen ist am Sonntag den 14. Juni, und dies ist auch der Tag für eine Veranstaltung, deren Ankündigung wir heute deshalb noch vorlesen wollen. Unser Bücher-schreibender-Hörerfreund Helmut Matt hat nämlich wieder einen Termin bekannt zu geben, es ist die Einladung zu einer Lesung aus seinem neuesten Buch, dass wir Ihnen ja schon in einer früheren Hörerpostsendung vorgestellt hatten. In seiner neuesten Mail lädt Helmut Matt alle Interessierten ein, sich am 14. Juni um 11 Uhr vormittags im Schlosshotel Döttingen bei Künzelsau einzufinden. Der Eintritt ist frei. Sein Buch heißt "Estland – Land der Lieder und Legenden" und Helmut Matt machte die folgende Anmerkung in seiner Mail.

"Bald ist Ferienzeit. Ferienzeit ist Lesezeit. Wie wäre es mal mit einem leichten, sonnigen Ferienbuch statt gewohntem "Mainstream"?

Viele Grüße

Helmut Matt."

Mit traurigem Herzen verabschieden wir uns heute von Ihnen und bitten Gott um seine Güte für unseren verstorbenen Hörerfreund Wilfried Hofmann und um Beistand für seine Hinterbliebenen.

Choda hafez       -      Gott schütze Sie!

 

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