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Dienstag, 21 April 2015 12:45

Hörerpostsendung am 19. April 2015

Hörerpostsendung am 19. April 2015
Bismillaher rahmaner rahim  -   Das Frühjahr ist bei uns hier in Iran die Zeit, in der sich die noch halb-nomadisch lebenden Stämme auf den Weg zu ihren Sommerweiden machen, liebe Hörerfreunde. Über eine Million Menschen gehören heute noch zu den jahreszeitlich wandernden Stämmen, die in der Geschichte des Landes einst von noch viel größerer Bedeutung und Einfluß waren.

Aber auch heute noch haben sie vor allem bei der Produktion von Fleisch und Milch in Iran einen großen Stellenwert, denn obwohl sie nur einen geringen Prozentsatz an der Gesamtbevölkerung ausmachen, produzieren sie rund ein Viertel der Gesamtproduktion des Landes an Milch und rotem Fleisch.

Normalerweise beginnen die Wanderungen ab der Mitte des ersten Monats im neuen Jahr, also ab dem 15. Farwardin. Aufgrund der kälteren Bedingungen in diesem Jahr, können die Stämme in der nordostiranischen Provinz Nord-Khorassan in diesem Jahr aber erst mit 1-2 Wochen Verspätung ihren Aufbruch beginnen, im Westen und Südwesten haben sich die iranischen Halbnomaden aber schon auf den Weg gemacht.

Wer von ihnen das Leben iranischer Halbnomaden, wie den Bachtiary oder den Qaschqai, gerne einmal näher kennenlernen möchte, kann eine der heute schon vielfältig angebotenen Touren, bei denen man auch ein oder mehrere Nächte in deren Zelten verbringen kann, buchen.

Das Wetter und das Reisen ist aber nicht nur ein Thema für die iranischen Nomadenstämme, sondern auch für unsere Hörerfreunde und somit für die Hörerpostsendung.

Reisen gehört zum Beispiel zu den großen Themen bei unserem Hörerfreund Helmut Matt, der während sein neuestes Reiseerlebnis- und Informationsbuch über Estland im Druck ist, schon die Koffer gepackt hat für eine Reise nach Usbekistan und sich nebenher schon Gedanken macht für die Planung einer Chinareise.

Aber der Reihe nach: Am 30. März erreichten uns folgende Zeilen von Herrn Matt:

"Mein Buch ist schon im Druck und wird Anfang Mai offiziell erscheinen. Ich habe das Datum ein wenig nach hinten verschoben, weil ich ja vorher noch zwei Wochen in Usbekistan bin. Ich selbst bekomme nämlich ein Paket mit 120 Exemplaren, die ich wieder selbst verkaufen muss (Wiesenburg ist ein kleiner Verlag -  da müssen die Autoren aktiv mithelfen). Und da will ich natürlich gern zuhause sein, wenn die schwere Lieferung ankommt."

Am Freitag den 17. April erhielten wir dann schon weitere und konkretere Angaben und außerdem Angaben über den Empfang:

"Liebe deutsche IRIB, 

ganz kurz vor dem Urlaub möchte ich mich nochmal bei Ihnen melden und Ihnen fünf Empfangsberichte schicken. An der Empfangssituation hat sich seit meiner letzten E-Mail nicht viel geändert. Um es kurz und knapp auf den Punkt zu bringen: Abends gut, morgens mittelmäßig. Immerhin reicht der Empfang sowohl in den Früh-, als auch in den Abendstunden aus, um den Inhalten zu folgen, auch wenn es morgens kein Genuss ist, IRIB über die Kurzwelle zu hören. Zum Glück gibt es da ja auch noch den Satelliten- und Internetempfang. Ich habe hier in meinem Büro in Karlsruhe, ebenso wie zu Hause in Küche und Wohnzimmer, je ein Internetradio mit dem ich IRIB störungsfrei und klar hören kann.

Ich muss mich kurz fassen. Morgen fliegen wir nach Taschkent und die Koffer sind noch nicht gepackt. Nach dem Urlaub melde ich mich wieder. Bis dahin alles Gute.
"

 

Also ist unser Hörerfreund aus dem Breisgau heute schon in der usbekischen Hauptstadt Taschkent und wir dürfen gespannt sein, ob er da auch Zeit findet bei der Hörerpostsendung dabei zu sein. Wenn nicht wird er sie dann sicherlich aus dem Archiv verfolgen.

Aber wie schon gesagt genügt Herrn Matt dies alles noch nicht, wenns ums Reisen geht, denn er versendete aus besonderem Anlass auch noch folgende Mail:

"Hallo Freunde,
In diesem Jahr wird China Radio International 55 Jahre alt - und zwar am heutigen 15. April. Unter anderem aus diesem Grund werde ich für unseren CRI-Club wieder eine Chinareise organisieren.
Eingeladen sind alle Clubmitglieder, aber auch Freunde Chinas und Leute, die China gern einmal aus nächster Nähe kennen lernen möchten. Geplant ist eine Gruppenreise mit nicht mehr als 20 Teilnehmern. Bitte meldet euch, falls ihr Interesse habt, so bald wie möglich verbindlich an. Spätestens bis ENDE MAI. Wird die Teilnehmerzahl zu groß, gilt die Reihenfolge der Anmeldungen."

Wir hoffen, dass der Aufruf die Ohren aller reiselustigen in der Runde erreicht hat, und wer selbst nicht mit kann, der kann das bestimmt sehr interessante Angebot ja auch gerne noch weitersagen, denn Herr Matt hat ja schon viel Chinaerfahrung und wird deshalb sicherlich eine tolle Reise organisieren.

Beim Thema Reisen finden sich auch in Gera bei unserem Hörerfreund Michael Lindner immer offene Ohren. Und wenn er in diesem Jahr auch noch nicht die ersehnte Reise mit einem Kreuzfahrtschiff machen kann, so können wir sicher sein: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Und in der näheren deutschen Heimat finden sich ja auch lohnenswerte Ziele, die die Lindners, gerne auch mal in Form eines "Kurlaubs" aufsuchen. So vor rund einem Monat, da waren sie nämlich in Bad Windsheim in der Nähe von Rothenburg ob der Tauber und Herr Lindner schwärmte in seiner Mail:

"Das Highlight der Therme ist der Salzsee, ein natürlicher See mit einer gesättigten Salzlösung. Es ist tatsächlich wie am Toten Meer  - das kennen wir ja -, nur die pollenfreie Luft fehlt hier. Man liegt bequem auf dem Wasser und muß aufpassen, dass man nicht einschläft!

Von Bad Windsheim aus haben wir sehr erholsame Auto-ausflüge gemacht, so nach Bad Mergentheim und natürlich nach Rothenburg o.d. Tauber. Das ist ja auch ein total verträumtes historisches Städtchen von unglaublicher Faszination. Da noch nicht so viele Touristen unterwegs waren wie im Sommer, war der Aufenthalt natürlich mehr als angenehm.

Mit ganz lieben Grüßen aus dem sonnigen Gera,

Michael Lindner."

Von den sonnigen Tagen im März schwärmte auch unser Hörer Lutz Winkler. Hier aber seine gesamte Mail, die er am 11. April in Schmitten verfaßte:

"Liebe Mitglieder der deutschen Redaktion in Teheran,

der Monat April begann launenhaft – mit Schnee und Kälte. Dahin waren die ersten Frühlingstage mit fast 20°C, die wir noch im März erleben durften, und die uns Hoffnung auf einen wahren Frühling machten. Nach der Umstellung der Uhren auf die Sommerzeit und den Wechsel der Frequenzen empfange ich IRIB aus dem Iran weiterhin gut und verständlich.

Aber ich möchte mich an dieser Stelle bei Ihnen ganz herzlich für die Zusendung der Handtasche aus dem Iran bedanken. Der Paketbote stand mit einem Einschreibepäckchen vor der Tür und ich erkannte sofort den typisch weißen Umschlag aus dem Iran. Die Tasche ist wunderschön und ich habe mir erlaubt, diese an meine Frau weiter zu geben. Sie liefert ja hin und wieder kleine Zeichnungen für meine Hörerbriefe. Die Sendungen aus dem Iran verfolge ich weiterhin mit großem Interesse. Und auch im Iran scheint der Frühling – wie bei uns zu Ostern - ein wichtiges Ereignis zu sein. Die Sendungen zu den Traditionen und zur Kultur im Iran höre ich besonders gern. Aber auch der kleine Erfolg bei den Atomverhandlungen in der Schweiz weckt doch einige Hoffnungen, dass dieser ewige Streitpunkt bald zur Geschichte gehört. Wir wissen ja, dass die Berichterstattung in Deutschland nicht immer objektiv und teilweise sehr tendenziös ist. Einige Medienkonzerne und die öffentlich rechtlichen Sender buhlen um die Meinungshoheit. Gibt es im Iran eigentlich auch privat finanzierte Medienunternehmen - dass heißt Unternehmen, die keine Gelder vom Staat bekommen, wie z.B. IRIB? Nun möchte ich schließen - ich wünsche Ihnen viele Sonnenstrahlen im Monat April und verbleibe noch mit einem kleinen Ostergruß mit freundlichen Grüßen aus Deutschland !

Ihr Hörer Lutz Winkler"

Da sind vielerlei Themen in der Mail von Herrn Winkler angesprochen und wir werden heute wohl nicht auf alle eingehen können. Da sich aber noch andere Mails in unserer Postmappe auf die Atomverhandlungen beziehen, wollen wir diese zunächst erwähnen.

Für den netten Ostergruß, der in der Zeichenwerkstatt von Frau Winkler entstanden ist, bedanken wir uns vielmals. Zur allgemeinen Ansicht haben wir ihn auf unserer Internetseite in der Rubrik "Aus der Hörerpost" veröffentlicht. Auf die Frage von Herrn Winkler nach den Medien in Iran gehen wir in einer anderen Sendung ein.

Nun weiter zum Thema Atomverhandlungen. Am 9. April strahlten wir ein Interview zu den Atomverhandlungen aus, welches die Kuhns aus Hamburg hörten und sie dazu kommentierten:

"Es ist zu hoffen, dass die Sanktionen gegen den Iran nun endlich aufgehoben werden. Den wirtschaftlichen Entwicklungen des Landes steht dann nichts weiter im Wege.
In diesem Sinne mit freundlichem Gruß
Horst und Monika Kuhn"

Vielen Dank und hoffen wir das Beste liebe Kuhns.

Unser Hörerfreund Dieter Feltes aus Pyrbaum schrieb zu diesem Thema am 8. April:

"Sehr geehrte Damen und Herren!
Nun hat man sich in der Schweiz auf ein Abkommen mit der Islamischen Republik Iran geeinigt. Ich findes es gut, obwohl vielleicht nicht alles ganz geklärt ist, aber gerade in der heutigen Zeit der Unruhe in der Welt ist ein solcher Schritt von großer Bedeutung.
Ich wünsche Ihnen alles Gute und viele Grüße sendet Ihnen
Dieter Feltes"

Sie haben Recht Herr Feltes und Danke für Ihren Empfangsbericht.

In unsrer Mailbox fand sich am 5. April noch folgende 'Stellungnahme zum Atomkompromiss' von Dr. Peter Schütt

"Am Rande eines europaweiten Koranwettbewerbs in der Blauen Moschee hat der Schriftsteller Dr. Peter Schütt, Sprecher der deutschsprachigen muslimischen Gemeinde am Islamischen Zentrum Hamburg, das Atomabkommen mit dem Iran begrüßt und sich ausdrücklich beim deutschen Außenminister Steinmeier für seine konstruktive, um Fairness und Ausgleich bemühte Rolle bei den Verhandlungen in Lausanne bedankt. Friede, zitierte Schütt

einen Koranvers, ist besser als alles andere. Der Kompromiss könnte zur Entspannung in der ganzen Region beitragen. Er könnte helfen, den Konflikt zwischen Sunniten und Schiiten zu entschärfen, und diene langfristig auch dem Sicherheitsinteresse Israels. Für den Iran sei das Ende der Isolierung nicht nur wirtschaftlich von Vorteil, sondern öffne die Tür zu mehr Pulralismus, Meinungsfreiheit und Dialogbereitschaft und werde vor allem der jungen Generation neue Perspektiven eröffnen. Peter Schütt widersprach entschieden der auch von Moscheemitarbeitern geäußerten Ansicht, Iran hätte einen zu hohen Preis für das Abkommen gezahlt. Er verwies auf den Propheten Mohammed. Der habe, um ohne Gewalt und Waffen nach Mekka zurückkehren zu können, seinen erbittersten Gegnern zahlreiche Zugeständnisse gemacht und habe seinen größten Sieg auf dem Verhandlungsweg erreicht.

Heute spielen wir unser Musikstück vornehmlich für einen langjährigen Hörerfreund, der in diesem Jahr ein besonderes Jubiläum zu feiern hat.

So nun kommen wir zu der Zuschrift, aus der hervorgeht, wer  - außer Radio China International – in diesem Jahr ein besonderes Jubiläum zu feiern hat:

"Liebe Freunde der Stimme der Islamischen Republik Iran, in Frankfurt am Main ist IRIB in Deutsch derzeit morgens in mittlerer und abends auf beiden Frequenzen in bester Qualität und mit einem signalstarken Empfang auf der analogen kurzen Welle zu hören.

Die regelmässigen Interviews mit Ihren Nahostexperten zu aktuellen Themenbereichen finde ich sehr interessant und informativ.

Im Jahr 2015 bin ich 45 Jahre im Hobby des weltweiten Rundfunk-Fernempfanges, es macht sehr viel Spass, dem Weltrundfunk über die Kurzwelle zu lauschen.

Einer meiner regelmässigen Begleiter ist die Stimme der Islamischen Republik Iran. Dafür herzlichen Dank dem Team vom Funk in Deutsch im fernen Teheran, die stets ein hörenswertes, interessantes und informatives deutsches Programm für uns Hörer zusammenstellen."

Herr Gerhard hatte auch dieses Mal noch eine Frage und er schrieb:

"Kein Aprilscherz - seit dem 01.04.2015 ist in der EU die Milchquote weggefallen.

Milchbauern können so viel Milch produzieren wie sie wollen. Milchschwemme und Preisverfall werden befürchtet.

Gibt es im Iran eine Milchregulierung? Ist Milch als Nahrungsmittel beliebt? Was kostet ein Liter Milch im Iran?

Nun freue ich mich auf eine weitere QSL-Karte aus der schönen Serie mit Ansichtsmotiven - vielen Dank.

Mit herzlichen Grüssen von Frankfurt am Main nach Teheran, Ihr Hörer Siegbert GERHARD."

Wir danken Herrn Gerhard für die Empfangsberichte und seine Mail. Zum Thema Milch haben wir heute ja schon den hohen Anteil der iranischen Nomadenstämme bei der iranischen Milchproduktion erwähnt. Insgesamt werden in Iran jährlich mehr als 8 Millionen Tonnen Milch produziert. Das bedeutet bei einer Bevölkerung von 76 bis 78 Millionen einen pro-Kopf-Betrag von rund 110 Litern, was der durchschnittlichen internationalen Milch-pro-Kopf-Menge entspricht. In den Industriestaaten liegt die Milch-pro-Kopf-Menge jedoch bei 350-500 Litern. Iran plant somit in den nächsten Jahren eine Verdoppelung seiner Milchproduktion, denn Milch hat hier in Iran besonders auch in Form von Käse und Joghurt einen hohen Stellenwert. Iranische Milchprodukte sind auch in den Nachbarländern beliebt, und im letzten Jahr wurden rund 550 000 Tonnen davon exportiert. Der Preis für einen Liter Milch beträgt zwischen 15.000 und 24.000 Rial. Bei den gesunkenen Eurowerten heißt das so zwischen 50 und 80 Cent pro Liter, jenachdem ob staatlich subventioniert oder freier Marktpreis.

Mit diesen Informationen verabschieden wir uns heute von Ihnen und freuen uns schon auf unser nächstes Treffen

Ihre Ghazal Hosseini  und Ihre Scharzad Tschupankareh

Choda hafez  -   Gott schütze Sie!

 

 

 

 

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