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Dienstag, 10 Februar 2015 20:51

Hörerpostsendung am 8. Februar 2015

Hörerpostsendung am 8. Februar 2015
Bismillaher rahmaner rahim  -   Der Bahman ist unser zweiter Wintermonat hier in Iran, und Bahman ist auch die Bezeichnung für Schneelawine, aber anstelle von Schnee und Winterstürmen sieht man mancherorts schon Mandelblüten, die sich aus ihren schützenden Hüllen hinausgewagt haben und den Bienen das erste Frühlingsmahl bieten.

Hoffentlich müssen sie das nicht mit ihrem zarten Leben bezahlen und die iranischen Bauern nicht mit einer Ernteeinbuße, denn es ist ja noch viel zu früh.

Viel zu früh ist es aber nicht für die Glückwünsche, die wir zur Fadschr-Dekade und dem Sieg der Islamischen Revolution bekommen haben:

"Liebe Freunde der Sendung "Wir und unsere Hörer",        

hiermit möchte ich mich in die Schar der Gratulanten zum Sieg der iranischen Revolution einreihen. Der 11. Februar, der heute Nationalfeiertag ist, hat den Iran gravierend verändert und ihm täglichen Fortschritt gebracht. Der nun vergangene 1. Februar ist zugleich ein Erinnerungstag an den damals aus dem 15-jährigen Exil heimgekehrten Imam Khomeini. Er ist  zugleich der Beginn der Siegesdekade der Islamischen Revolution im Iran.

Ich hoffe, dass sich der Iran auch weiterhin für Frieden, Fortschritt und Völkerverständigung einsetzen wird.

In diesem Sinne alles Beste nach Teheran - aus Mannheim ihr

Andreas Pawelczyk"

Ganz herzlichen Dank für Ihre Glückwünsche Herr Pawelczyk.

"Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich damals im Jahr 1979 als 13-jähriger Schüler am Radio bei uns zu Hause die Reportagen über die Massendemonstrationen gegen die Person und das Regime von Schah Mohammad Reza Pahlavi verfolgt habe, der ja bereits am 18.01.1979 den Iran endgültig verlassen hatte. Nur wenige Jahre später, auch noch als Schüler, erfolgte dann meine erstmalige Kontaktaufnahme zur "Stimme der Islamischen Republik Iran", so dass ich in wenigen Jahren wohl ebenfalls ein kleines Jubiläum in dieser Hinsicht begehen kann..."

Diese kleine Erinnerung aus seiner Jugend schrieb uns Stefan Lipsius aus Kassel. Vielen Dank.

Da wir gerade dabei sind an wichtige Tage zu erinnern, wollen wir auch auf den Welt-Radiotag aufmerksam, der sicher für viele der Hörer- und Hobbyfreunde von Bedeutung ist. Am 13. Februar feiert dieser Internationale Tag aber gerade erst seinen 3. Geburtstag. Bei Wikipaedia heißt es u.a. dazu:

Die UNESCO hat den 13. Februar im Jahr 2012 zum Welttag des Radios erklärt. Mit dem Tag soll auf die Bedeutung des Mediums aufmerksam gemacht werden, da ohne das Radio viele Menschen von Informationen ausgeschlossen wären. 

Ein neuer Hörerfreund, von dem wir am 11. Januar eine Mail bekamen, hört aber nur noch übers Internet, da sein alter Weltempfänger wie er schreibt "mittlerweile halbwegs seinen Geist aufgegeben hat".

Die Mail von Herrn Martin Lindhoff ist lang, aber wir werden sie vorlesen mit musikalischer Unterbrechung und Sprecherinnen-wechsel:


"Sehr geehrtes iranisches Radio,
ich freue mich sehr, daß Sie ihr deutsches Programm aufrecht erhalten. Deutsch ist zwar keine Weltsprache wie das Englische, aber so 100 Millionen werden es schon sprechen, in Deutschland, der Schweiz, Österreich, Luxemburg, Norditalien und als Fremdsprache in ein paar angrenzenden Ländern. Mein Englisch ist zwar ganz passabel, aber Deutsch ist meine Muttersprache.
Also ich freue mich sehr über Ihre Seite, schon weil ich ein alter Kurzwellenhörer bin (bin 53) und vor allem Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre viel Kurzwelle gehört habe. Damals gab es aus-gesprochen viel deutschsprachiges Programm im Bereich der Kurzwelle, fast jedes Land hatte eines. Davon wurde das meiste eingestellt, aber ein paar Perlen gibt es immer noch, wie das Programm von Radio Rußland ( jetzt Sputnik), Radio China, Radio Schweden, Radio Kroatien und Radio Korea. 
Es freut mich aufrichtig, daß es noch ein paar Länder gibt, die die Absicht haben, von Deutschen oder Österreichern wahr genommen zu werden, Länder wie die USA, Großbritannien, Frankreich, Italien, Japan oder Polen scheinen eine solche Absicht nicht zu haben, wenn sie mir diese bissige Bemerkung mal gestatten. 
Ganz verstehen kann ich das offen gesagt nicht, denn in den guten alten Zeiten des Kurzwellenempfangs, als es viele deutschsprachige Sender gab, waren gute Kurzwellenempfänger teuer und nur wenige hatten sie. Heute dagegen, wo fast jeder Internet hat, die potentielle Reichweite solcher Sender oder Seiten viel größer ist, scheint das Bedürfnis, sich anderen Ländern mitzuteilen, aber offensichtlich gegen Null zu gehen.

 

Danke auch für die Vermittlung ihrer islamischen Spiritualität. Sie wird mich vielleicht wieder einmal dazu anregen, etwas in meinem Koran zu lesen. Zwar bin ich Christ, aber ich denke, daß die Unterschiede zwischen den Religionen nicht überbetont werden müssen. Ich habe den Koran gelesen und finde darin viel von meiner christlichen Spiritualität wieder. So wird auch der Christ - Gott als Einen sehen. Wenn es aber eine Dreifaltigkeit im Christentum gibt, so war es immer meine Überzeugung, daß diese immer die Theologen mehr interessiert hat, als den einfachen Gläubigen. Das ist jedenfalls meine Meinung. 
Wie ich dann den Iran sehen soll, weiß ich nicht. Vom Expräsidenten Ahmadinedschad habe ich nicht viel gehalten, nehmen Sie mir das nicht übel, von Khatami viel. Der neue Präsdent Rohani scheint aber wieder ein sehr vernünftiger Mann zu sein. Daß der Iran dieselben bürgerlichen Freiheiten hat wie der Westen, bezweifle ich, aber wenn man sich das teilweise totale Chaos in Teilen der islamischen Welt ansieht, muß man konstatieren, daß der Iran in den vergangenen Jahrzehnten ein Hort der Stabilität war. Im Übrigen bin ich kein Laizist und die Deutschen sind auch keine Laizisten wie die Franzosen, das heißt, Staat und Kirche sind in Deutschland verquickt, die Christdemokraten sind in Deutschland die stärkste Partei, und der Einfluß von Kirchen über Medienaufsichten in öffentlichen Medien ist nicht zu unterschätzen. Aber ein "Gottesstaat" wie der Iran sind wir wohl nicht, aber wir haben noch kein Problem damit, wenn Kirchen oder Religion auch struktureller Teil der Gesellschaft sind. Insofern sehe ich die Zukunft der iranischen Gesellschaft, der ich alles Gute wünsche, pragmatisch.

Sehen Sie, es ist doch so, in einem Punkt teile ich schlicht das iranische politische Modell, nämlich dahingehend, daß es sicherlich immer religiöse Menschen geben wird und auch eher säkulare - die werden Sie auch im Iran haben – aber, daß das Thema Religion nicht zum politischen Streit taugt. Das Thema Religion sollte aus dem politischen Streit heraus gehalten werden, wenn dann also "Islamische Republik" heißt, daß das Thema Religion weitestgehend aus dem politischen Streit heraus gehalten wird, dann ist das eventuell ein gutes Zukunftsmodell.

In dieser Hinsicht nun verfolge ich die gesellschaftliche Entwicklung im Iran mit Interesse, das heißt bestimmt nicht blauäugig, aber die iranische Gesellschaft ist dahingehend interessant, als sie am Ende weniger gespalten ist als etwa die türkische, die zwar größere liberale Freiheiten hat, die ich auch anerkenne, die aber unter der Spaltung zwischen "Säkularen" und "Religiösen" leidet, was ich auf Dauer nicht für gesund halte. Dazu kommt zweitens, daß ich hinter religiösen Werten dahingehend stehe, daß ich zwar nichts gegen "bürgerliche Freiheiten" habe, daß man aber konstatieren muß, daß nur wenige Menschen mit diesen Freiheiten leben können, während eine Mehrheit der Bevölkerung auch verroht und moralisch verkommt, wenn sie ihre religiöse Bindung verliert. Das ist jedenfalls meine Meinung. 
Deshalb sage ich noch mal, ich wünsche der Islamischen Republik Iran alles Gute dahingehend, daß sie auf der Basis des Islams wirklichen politischen Wettbewerb lernt, der dann zu gewissen liberalen Freiheiten führt, ohne daß diese liberalen Freiheiten gleich zu einer Verrohung der Gesellschaft führen. 
Deshalb sage ich noch mal: Danke für ihre Seite, der Iran ist sicherlich eine interessante Gesellschaft, auch wenn ich gewisse Dinge skeptisch sehe. Gut, aber grundsätzlich gesagt will ich Sie nicht belehren, das sollte man als Außenstehender auch nie tun, möglicherweise können auch wir Deutsche von der iranischen Gesellschaft mal das eine oder andere lernen, in der Zukunft vielleicht noch mehr als heute. Es ist ja eigentlich noch eine sehr junge Gesellschaft, die sich auch noch entwickeln kann. 
Also noch mal gesagt, ich freue mich sehr über ihre Seite, da ich ein am Iran sehr interessierter Mensch bin. Das heißt nicht, daß ich den Iran idealisiere, überhaupt nicht, aber ich dämonisiere ihn auch nicht und ich unterstelle grundsätzlich den Menschen dort einen guten Willen. 
Mit herzlichen Grüßen Martin Lindhoff "

Wir danken Herrn Lindhoff für seine unserem Land wohl gesonnenen Ansichten und machen nun erst einmal eine musikalische Verschnaufpause, d.h. es folgt unser Musikstück. Es trägt den Titel/handelt von... und wird von ... vorgetragen

Wenn wir auch nicht dem Wunsch unserer Hörerfreunde Ullrich Wicke und Bernd Seiser nach einer regelmäßigen Posteingangsliste nachkommen können, wollen wir uns heute zunächst einmal wieder herzlich bedanken bei den Absendern von weiteren Empfangsberichten. Zu ihnen gehören Martina Pohl aus Überlingen, Alfred Albrecht aus Emmendingen, Paul Gager aus Deutschkreutz, Günter Jacob aus Passau, Andreas Pawelczyk aus Mannheim, Hans Josef Pütz aus Neunkirchen im Rheinland, Bernd Seiser aus Ottenau, Joachim Thiel aus Wuppertal.

Herr Gager machte am 13. Januar zu seinen Empfangsberichten diese Anmerkung:
"Werte Redaktion! 
Herzlichen Dank für die Post sowie für die schöne QSL-Karte für meine Empfangsberichte bis zur Nr.2345  - stimmt tatsächlich 2345!
 "sodale, kleine Pause mit den Empfangsberichten". 
Mit kurzwelligen Grüßen Paul Gager"

Herzlichen Glückwunsch zu dieser stattlichen Zahl an Hörberichten lieber Herr Gager!

In den Schatten stellt ihn bei der Anzahl der Berichte aber OM Bernd Seiser, denn der hat nun schon die 3500 – Hürde geschafft ! Gratulation lieber Herr Seiser und herzlichen Dank!. Rekordhalter dürfte aber unangefochten Heinz-Günter Hessenbruch sein, der sich jetzt ganz dicht der magischen Zahl 5000 genähert hat! Ihnen allen ein herzliches "Khaste nabaschd" sowie "Daste schoma dart nakone"!!!

Aber auch die Anzahl der Empfangsberichte unseres Hörerfreundes Helmut Matt kann sich sehen lassen und trotz fast dreijähriger Pause kann er nun die stattliche Zahl 1224 vorweisen. Worüber wir uns besonders freuen ist, dass wir nach dieser langen Pause endlich mal wieder eine Mail von ihm in der Hörerrunde vorlesen können. Dafür danken wir ihm sehr.

"Liebe deutsche IRIB,

ich habe mir für das neue Jahr vorgenommen, Ihnen regelmäßiger zu  schreiben. Heute soll ein Anfang gemacht werden.  Wie ich Ihnen kürzlich bereits geschrieben habe, verfolge ich Ihre Sendungen durchaus - allerdings meist über das Internet oder auch über den Satelliten Hotbird auf 13°Ost. Besonders freut es mich, dass es für iPhone so eine schöne App gibt, über die ich nicht nur Ihre aktuellen Sendungen hören, sondern auch auf die Archive zugreifen kann. Das sind die Segnungen der neuen Technik.

Über meine literarischen Arbeiten habe ich Sie ja auch in der jüngsten Vergangenheit auf dem Laufenden gehalten, so dass ich Sie damit nicht langweilen will. Wesentlich stärker verantwortlich für meinen chronischen Zeitmangel sind ja auch nicht meine Bücher, sondern vielmehr der lange Weg zur Arbeit und zurück nach Hause. Das sind, wenn es bei der Deutschen Bahn perfekt läuft (und das tut es so gut wie nie) fast vier Stunden pro Tag. Ich nutze die Pendlerzeit aber durchaus sinnvoll zum Arbeiten, für meine Bücher, zum Lesen oder auch für Audio-Podcasts.

Trotz der langen Anfahrt: Ich mag meine Arbeit sehr und ich bereue es nicht, dass ich vor drei Jahren meinen Arbeitgeber gewechselt habe.

Sehr mag ich auch Ihre Sendungen. Ich schätze Ihre Informationsprogramme sehr hoch und freue mich, dass es bei dem häufigen Gleichklang in unserer Medienlandschaft auch durchaus noch Stimmen wie die Ihre gibt, Stimmen, die das Weltgeschehen aus anderen Blickwinkeln beleuchten und  von tagespolitischen Ereignissen berichten, die von vielen Medien gern unter die Teppiche gekehrt werden. Hierzu zähle ich ausdrücklich auch Ihre häufen Interviews, auch wenn ich mit der Meinung der Gesprächspartner nicht immer konform gehe - aber das muss man ja auch nicht.

Besonders gern lausche ich immer wieder Ihren Beiträgen über Kultur, Land und Leute, in denen Sie über Leben und Denkweise der Menschen Ihres Landes berichten. Dabei haben es die "volkstümlichen Erzählungen aus dem Iran" mir besonders angetan. Wie Sie ja von meinen Büchern her wissen, interessiere ich mich sehr für Mythen, Märchen und Legenden. Dass sich mein Horizont nicht auf China beschränkt, wissen meine Leser spätestens seit den "Bulgarischen Impressionen". Auch die Literatur Irans begeistert mich - vor allem die klassischen Werke von Meistern wie Saadi, Ferdowsi oder Hafiz. Ich habe mir kürzlich aber auch die deutsche Übersetzung der Gedichtesammlung "Ich laufe auf deinen Füßen" von Shams Langerudi gekauft. Wer weiß, vielleicht schreibe ich ja auch einmal über Iran. Nun, jedenfalls sind die regelmäßigen literarisch-kulturellen Beitrage bei IRIB stets eine große Bereicherung für mich.

Da ich heute wieder einmal mit ein paar Empfangsmeldungen aufwarten kann, komme ich nun noch zu den technischen Themen. Perfekter Empfang ist durchweg via Internet und Satellit. Was mir bei Ihren Frequenzansagen aufgefallen ist: Es wird am Programmende zwar auch auf die Empfangs-möglichkeiten über diverse Satelliten hingewiesen, der Hotbird 13°Ost fehlt aber in der Liste der Hinweise. Das mag daran liegen, dass dieser Satellit für einige Zeit die Übertragung der IRIB-Programme ausgesetzt, man könnte auch sagen "boykottiert" hatte. Das ist aber mittlerweile zum Glück nicht mehr der Fall. Alle IRIB-TV und -Radiokanäle sind auf 13°Ost wieder in bester Qualität zu empfangen.

Vielleicht können Sie das ja für künftige Ansagen ergänzen, denn ich denke, für Europa ist der Hotbird der wichtigste Satellit, über den IRIB derzeit präsent ist. Kurzwelle geht immer. Die kann man nicht, wie z.B. Hotbird oder das Internet, aus politischen oder sonstigen Gründen, blockieren. Gerade in unserer heutigen Zeit, in der die Kurzwelle bei immer mehr Stationen an Bedeutung verliert, sollte man sich bewusst sein, wie sehr man sich mit den neuen Medien auch in neue Abhängigkeiten begibt. Wie gut und einfach Ihre Sendungen auch über die Kurzwelle zu empfangen sind, das sollen Ihnen nun meine Empfangsberichte belegen.
Wie immer grüße ich ganz herzlich, Ihr alter Freund aus dem Breisgau, Helmut Matt"

Frau  Hosseini, wir haben die Sendezeit überschritten.

Also dann liebe Hörerfreunde Khoda hafez – Gott schütze Sie!

 

 

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