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Dienstag, 13 Januar 2015 17:02

Hörerpostsendung am 11. Januar 2015

Hörerpostsendung am 11. Januar 2015
Bismillaher rahmaner rahim  -      Die Woche der Einheit bei den Muslimen hier in Iran, die mit den Feiern für den Geburtstag des Propheten Mohammad –s.a.- am Freitag endete, hätte nicht negativer für die Muslime verlaufen können, wenn wir die internationalen Ereignisse betrachten.

Zusätzlich zu den für die Muslime negativen Nachrichten, die fortgesetzt über das terroristische Vorgehen des sogenannten Islamischen Staates im Irak und in Syrien, berichten, oder die Situation der Flüchtlinge sowie die anti-islamischen Demonstrationen, wie die der PEGIDA-Bewegung, kamen noch die schlimmen Ereignisse in Frankreich, und sie  sind genau in diese 'Woche der Einheit' gefallen. Da gerieten andere Nachrichten erst einmal in den Hintergrund.

Einer unserer neuen Hörerkontakte von Ende November letzten Jahres, den wir in der heutigen Sendung noch ein wenig genauer vorstellen möchten, schrieb aus aktuellem Anlass am Freitag folgende Zeilen:

"Sehr geehrte Damen und Herren.

Ich würde mich freuen von Ihnen regelmäßige Newsletter oder Informationen zu bekommen, denn ich denke im Moment ist es sehr wichtig miteinander informativ gegen diese Anti-Islambewegungen zu arbeiten.

Mit freundlichem Gruss Michael von der Heyde"

Wir haben Herrn von der Heyde schon geantwortet, dass es uns leider nicht möglich ist regelmäßige Newsletter zu versenden, da uns zur Verbreitung unserer Nachrichten und Informationen nur die Kurzwellen, das Internet und die Satelliten zur Verfügung stehen.

 

Nun aber noch weitere Meldungen aus aktuellem Anlass,

denn auch unser langjähriger Hörerfreund in Gera hat auf die aktuellen Geschehnisse reagiert. Schon damals im Dezember, als bei einem Taliban-Angriff auf eine Militärschule in Pakistan dutzende Kinder getötet wurden, schrieb er:

"Heute habe ich von den Schreckensmeldungen aus Pakistan gehört. Es ist unfassbar,was da geschehen ist. Was können Kinder dafür, wenn sich die "Großen" nicht verstehen und hassen?

Jedenfalls rechtfertigt das keinen Racheakt, unschuldige Kinder abzumetzeln. Die das getan haben sind in meinen Augen Bestien ekelhaftester Art. Kinder haben das Recht auf Frieden, das sollten ALLE respektieren. Kinder sind die Säulen einer jeden Gesellschaft, wie kann man diese zerstören???

Die Welt hat sich verändert. Leider müssen wir mit solchen Tatsachen fertig werden. Pakistan ist nicht weit von Deutschland entfernt, auch bei uns können solche Terrorakte verübt werden. Glauben Sie mir, ich habe Angst. Terror ist der Untergang einer jeden Gesellschaft, im Terror erstarrt das Leben.

Deshalb ein großes NEIN zum Terror, im Namen meiner ganzen Familie!

Aus Gera grüßt Sie alle, Michael Lindner!

 

Es war Mitte Dezember, als Herr Lindner schrieb "Pakistan ist nicht weit von Deutschland entfernt", und am letzten Freitag kamen die Meldungen, zu denen er sich nun ebenso besorgt meldete, aus Frankreich:

"Leider schon wieder erschütternde Nachrichten aus Frankreich. Das Land scheint im Terror momentan zu ersticken. Da wird der Islam mit Füßen getreten und es wird Öl ins Feuer gegossen, z.B. Pegida usw. . Die Entwicklung in Europa macht mir Angst. Wie lange wird es dauern, bis Menschen in Berlin, München oder Frankfurt Opfer von Terroranschlägen werden?

Dann steigert sich der Hass auf alle Fremden ins Unermessliche, was natürlich rechtsorientierte Gruppierungen oder Parteien ausschlachten könnten.

Wie schon gesagt, ich habe Angst davor, dass jetzt "alles islamische" als terrorverdächtig eingestuft wird. Wie schnell werden da Menschen zu Unrecht verurteilt, die auch nur "etwas" arabisch aussehen. Oder es werden Moscheen angezündet, so wie das erst in Bulgarien der Fall war. Jeder der den Koran liest, muss ein Terrorist sein. Gott bewahre uns vor diesem Irrsinn!

 Zum Jahreswechsel hoffte ich auf ein friedliches neues Jahr 2015. Leider hat sich dieser Wunsch schon in den ersten Tagen als Luftblase erwiesen.

Es ist traurig - und unglaublich gefährlich!

 Friedliche Grüße aus Gera, Michael"

 

Wir danken beiden IRIB-Freunden mit Namen Michael, die sich über die Entwicklung der Ereignisse für die Muslime Sorgen machen. Beten wir gemeinsam darum, dass sich diese traurige Entwicklung nicht fortsetzt.

 

Letztendlich lies sich aber  auch ein Glückwunsch anlässlich des großen Feiertages für die Muslime in der Hörerpost finden, er kam aus Österreich:

"Auch wir möchten alle Muslime der Welt zum Geburtstag des Propheten Mohammad  beglückwünschen!!

 

Alles Gute und liebe Grüße aus Österreich

Heinz und Lici Haring Karpfenberg"

 

Vielen Dank, liebe Familie Haring dafür, dass Sie an uns gedacht haben!

 

Nun wollen wir aber die Vorstellung der neuen Hörerkontakte nicht noch einmal verschieben. Deshalb geht es jetzt weiter mit der ersten Mail, die uns Herr Michael von der Heyde Ende November zugeschickt hat:

 

"Sehr geehrte Damen und Herren.
Ich heisse Michael von der Heyde, bin 69 Jahre alt, pensioniert und möchte soviel wie möglich über den Iran, seine Kultur und seine Lebensart lernen, möchte auch mit Iranern aus dem Iran diskutieren und mit ihnen kommunizieren und Gedanken austauschen und vieles lernen, eventuell ist auch jemand dabei, der mir helfen kann Farsi zu lernen. Ich würde mich freuen, wenn Sie mir dabei helfen können. Ich spreche Deutsch, Englisch und Italienisch. Über eine positive Antwort würde ich mich sehr freuen."

 

In einer zweiten Mail erfuhren wir dann noch mehr von Herrn Heyde, der wie er schrieb in Norditalien lebt und dort leider unsere Sendungen über die Kurzwelle nicht empfangen kann. Zum Glück hat er aber Internet.

Herr von der Heyde erklärte uns auch, warum er von Iran so fasziniert ist:

"Ich stamme aus einer alten Offiziersfamilie und seit meiner Zeit auf dem Gymnasium und der Militärakademie hat mich die Geschichte und Kultur des alten Persien mit seinem Einfluss auf unsere Philosophie und Dichtung und Kunst in seinen Bann gezogen da ja dort die Wurzeln der europäischen Kultur liegen. Für mich garantieren die 4 Säulen  die die Welt tragen: Toleranz, Menschlichkeit, Brüderlichkeit und Gleichheit ein friedliches und respektvolles Zusammenleben. Leider habe ich feststellen müssen, das viele Werte durch die Gier nach Macht und Geld verschwunden sind und eine Handvoll von Lobbyisten versucht festzulegen, was richtig und was falsch ist.

Seit meiner Pensionierung versuche ich hier den Menschen mehr über den Iran und den Orient zu vermitteln, denn es ist erschreckend, wie wenig die meisten Menschen hier über den Iran und den Orient generell wissen und welche Vorurteile propagiert werden, es ist einfach beschämend. Deshalb möchte ich auch hier in unserem Ort eine Photoausstellung über den Iran aus Sicht von jungen iranischen Menschen zeigen, Fotos über Denkmäler, Natur, Menschen, Paläste, Parks und dem täglichen Leben natürlich auch Kunst Mode etc.. Ich habe über das Internet Kontakt aufgenommen mit jungen Iranern und dasEcho war durchaus positiv danach werde ich auch einen"Iranischen Tag" organisieren mit iranischem Essen und Getränken und Musik.

Mein Ziel ist es einen frei nach Hafiz "West - östlichen Diwan" zu gründen, wo junge Iraner und Europäer einander treffen, Gedanken austauschen und voneinander lernen und die Mauer, die zwischen unseren Kulturen steht, abbauen, nicht einreißen, denn die Steine brauchen wir um eine stabile Brücke der Solidarität, des Verstehens, des Respektes und des Miteinander zu bauen, ich denke nur so werden wir sehen, das am anderen Ende der Brücke ein Mensch wie ich steht. Ich weiss das ist ein langer Weg, aber er lohnt sich und bringt allen etwas. Auch ich muss noch sehr viel über den Iran lernen und ich möchte Farsi lernen um die alten Dichter aus dem persischen Reich zu lesen und auch um die Menschen besser verstehen zu können.

mit freundlichem Gruss Michael von der Heyde"

 

Wir freuen uns über das Interesse von Herrn Heyde an unserem Land und seiner Kultur. Wir wünschen ihm viel Erfolg und viele Nachahmer, und haben für ihn auch eine Verbindung mit Gleichgesinnten geknüpft.

Nun aber zu weiteren neuen Hörerkontakten: Am 8. Dezember bekamen wir eine Mail aus Spanien, genauer gesagt von der Balearen-Insel Menorca, also ein weiterer "Auswanderer" und er heißt auch Michael:

"Sehr geehrte Damen und Herren,
ich hatte die Freude, den Sender von Radio Iran auf der Mittelwelle 1575 kHz zu hören. Leider kenne ich den Senderstandort nicht. Als Anhang füge ich eine Aufnahme mit der Ansage bei. Ich würde mich freuen, wenn Sie den folgenden Empfangsbericht mit einer QSL-Karte bestätigen können. Wenn es möglich ist, bitte ich Sie auch den Senderstandort oder die Provinz auf der QSL-Karte einzutragen.

Ich bin 64 Jahre alt, komme aus Deutschland  und lebe seit Februar 2014 in Spanien. Mit Rundfunkfernempfang habe ich 1968 begonnen. 
Meine anderen Interessen sind Fußball, Volleyball, Astronomie und Reisen.

Im folgenden machte Herr Michael Haun Angaben über den von ihm gehörten iranischen Lokalsender.

Wir haben ihm per Mail mitgeteilt, dass wir eine Bestätigung des Empfangs iranischer Sender nur ausnahmsweise vornehmen und auf unsere Internetseite mit näheren Angaben zu unseren Frequenzen usw. hingewiesen.

Am 9. Dezember kam die folgende Mail:

"Guten Abend, gerade eben 17.50 UTC empfange ich das deutsche Program von IRIB auf Frequenz 7425. 

Ich würde mich sehr freuen, wenn sie diesen Empfangsbericht mit einer QSL Karte bestätigen könnten.

Rene Matthes Lunzenau
Danke und gut DX"

Unsere Nachforschungen zum uns unbekannten Herkunftsort dieses neuen Hörerfreundes ergaben, dass Kunzenau in Mittelsachsen, 65 km von Leipzig entfernt liegt.


Am 11. Dezember meldete sich ein weiterer neuer Hörer:

"Sehr geehrte Damen und Herren,

 

Soeben (11.12.2014) hörte ich auf Kurzwelle (6205 khz) wieder "VOICE ISLAMIC REP.IRAN". Ich hoffe, daß ich mir die passende E-Mailadresse für eine Empfangsbestätigung herausgesucht habe.

Der Empfang war für Kurzwelle ziemlich gut und störungsarm. Trotz eines ca. 35 Jahre alten Empfängers fand ich den Sender ab UTC: 17:32.

 Danke für die Sendung.

 

Über die Zusendung einer QSL-Karte würde ich mich freuen.

Hochachtungsvoll  Karl-Michael Schomer, Paderborn"

 

Und am 29.Dezember erhielten wir diese Mail:

 

"Hallo liebes IRIB-Team
Ich habe über die Feiertage etwas Zeit und nutze diese, um mal wieder auf der Kurzwelle zu surfen. Ich verfolge gerade Euer deutschsprachiges Programm auf 15250 und 17690 kHz. Der Empfang ist recht gut, wenn auch etwas viel Fading zu beobachten ist. Da Euer Programm recht abwechslungsreich und informativ ist, werde ich sicher mal wieder reinhören.
Leider habe ich gerade festgestellt, daß während der Aussendung beide
Frequenzen ohne Ankündigung um ca. 8:20 UTC abgeschaltet wurden.
Hier noch eine Frage: Habt Ihr die Absicht, das Programm zukünftig auch in DRM auszustrahlen?
Über eine QSL-Karte würde ich mich sehr freuen und wünsche Euch einen guten Rutsch und ein erfolgreiches 2015
Thomas Möbius Lemgo"

Lieber Herr Möbius, über eine Ausstrahlung per DRM ist uns nichts bekannt und alles was mit Kosten verbunden ist, ist bei den leeren IRIB-Kassen wohl auch nicht möglich. Über eine vorzeitige Abschaltung unserer Sendungen, die auch schon andere Hörerfreunde wie Joachim Thiel und Martina Pohl feststellten,  wurden Nachforschungen eingeleitet.

 

Im neuen Jahr kam dann am 6. Januar ein neuer Hörer hinzu:

"Sehr geehrte Damen und Herren!

In der Anlage übersende ich Ihnen meinen Empfangsbericht zu Ihrer Aussendung. Bitte bestätigen Sie meinen Bericht mit Ihrer gedruckten QSL-Karte / QSL-Brief.

Vielen herzlichen Dank und ich hoffe, Ihr Programm bald wieder zu empfangen.

Freundliche Grüße Jürgen Mösel Wunsiedel"

 

Jetzt ist es erstmal Zeit für eine kleine Pause bei unserem Musikstück, zu dem wir allen gute Unterhaltung wünschen.

 

Neu ist er nicht, der Absender der nächsten Mail, aber wir haben länger nichts von ihm gehört und möchten deshalb heute zunächst mit seiner Mail weitermachen, denn er ist unsere langjähriger treuer Hörerfreund Helmut Dieterle aus Isny im Allgäu.

In seiner Mail am 28. Dezember schrieb er:
"Liebe Radiofreundinnen und –freunde,
vielen Dank für Euer Schreiben an meinen mithörenden Kameraden in Isny, der mich gleich informierte. Nun kann es ja wieder klappen. Da er nicht so weit weg wohnt, etwa 2,5 km. Er wird mir, wie versprochen eine verbesserte Antenne mal vorbeibringen. Dann klappt es besser mit dem Empfang von Euch.
Ich danke aber trotzdem, daß Ihr ihm Bescheid gegeben habt und er mich anrief. Das hat sich als guter Kontakt herausgestellt.
Nun werde ich es heute Abend mal versuchen, wie ich durchkomme. Seine neue Antenne habe ich leider noch nicht. Es hat hier am 2. Weihnachtstag  kräftig geschneit, etwa 25 cm hoch und wie sieht es bei Euch aus ??? Ich muß dann morgen oder übermorgen noch einiges einkaufen und hoffe, daß ich mit dem Schiebewägelchen (Rollator genannt) noch durchkomme, denn die Gehwege sind schlecht geräumt. In der Schweiz war dies ganz anders, denn dort hat die Gemeinde alles wegräumen lassen.
Euch allen alles Gute und Allahs Segen für Euer schwer geplagtes Land. Ich bin oft in Gedanken bei Euch und habe so meine Sorgen, wie es Euch gehen wird.
Ganz herzliche Grüße von Eurem alten Hörer Helmut Dieterle
Herzlichen Dank für die wunderbare iranische Münze, die Sie mir schickten. Ich kann nur die Schrift nicht lesen oder verstehen.

PS: Mein grauer Star in den Augen ist geheilt von August bis vor 3 Wochen, und ich sehe wieder gut. Nun sind meine Lesebrillen alle mit Rezept beim Optiker, damit er vielleicht neue Gläser einziehen kann."

Schön, dass es wieder positive Nachrichten von Herrn Dieterle gibt, wünschen wir ihm, dass es im neuen Jahr so weitergeht.

Für weiter Empfangsberichte bedanken wir uns bei Martina Pohl, Alfred Albrecht, Günter Jacob, Volker Willschrey, Joachim Thiel und Dieter Buchholz.

Zum Abschied wollen wir uns noch einmal die Worte von Herrn von der Heyde ins Gedächtnis rufen und sie als Überleitung in eine neue Woche mitnehmen:

... die Mauer, die zwischen unseren Kulturen steht, abbauen, nicht einreißen, denn die Steine brauchen wir um eine stabile Brücke der Solidarität, des Verstehens, des Respektes und des Miteinander zu bauen, ich denke nur so werden wir sehen, das am anderen Ende der Brücke ein Mensch wie ich steht.

Choda hafez – Gott schütze Sie!

 

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