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Montag, 22 Dezember 2014 20:49

Hörerpostsendung am 21. Dezember 2014

Hörerpostsendung am 21. Dezember 2014
Bismillaher rahmaner rahim -  Sich bei all den Vorbereitungen für das Weihnachtsfest noch Zeit zu nehmen, an die Auslandssender und deren Mitarbeiter zu denken, das schätzen wir besonders und bedanken uns dafür recht herzlich.

 

Wenn wir hier in Iran in der Mehrzahl auch nicht das Weihnachtsfest feiern, so kommt die besondere Weihnachtsstimmung durch die Post unserer lieben Hörerfreunde doch in der Redaktion an.

In Teheran finden sich allerdings auch hier und da die Symbole dieses christlichen Festes, obwohl ja die armenischen Christen erst später, d.h. am 6. Januar – dem Dreikönigstag - Weihnachten feiern.

Ja – und damit herzlich willkommen zu unserer Weihnachtssendung, denn bis wir uns das nächste Mal wiedertreffen, da ist dieses große Fest im Jahresreigen bei Ihnen dann schon wieder vorbei.

Wir hier in Iran hatten heute allerdings einen bedeutenden  Trauertag, es war nämlich der Jahrestag des Dahinscheidens des geehrten Propheten des Islam –s.a. –.  sowie auch der Jahrestag des Martyriums von Imam Hasan al-Mudschtaba, dem Sohn von Imam Ali und der Prophetentochter Fatima –aleihoma salam-.

Aber kommen wir zurück zur Weihnacht und beginnen mit den Zeilen, die uns dazu aus Mannheim, von Herrn Pawelczyk erreichten:

"Ich möchte hiermit mit einigen Gedanken aus Deutschland zur Weihnachtssendung dieses Jahres beitragen:

Das Geheimnis der Weihnacht besteht darin, dass wir auf unserer Suche nach dem Grossen und Außerordentlichen auf das Unscheinbare und Kleine hingewiesen werden.

Ein Jahr neigt sich dem Ende zu. Zeit zum Nachdenken, Zeit zu danken, Zeit zu hoffen, Zeit für Zuversicht."

Vielen Dank Herr Pawelczyk für Ihre Gedanken zur Weihnacht.

 

Die Winklers im Taunus nehmen sich zum Jahresende immer Zeit für einen Jahresüberblick. Hörerfreund Lutz Winkler schickte uns diesen Überblick in unser Büro in Berlin. Heute bringen wir einige Auszüge daraus. Den gesamten Text können diejenigen Hörerfreunde, die Internet haben, auch auf unserer Webseite in der neuen Rubrik "Aus der Hörerpost" finden.

 

"Schmitten im Advent 2014 -

Liebe Freunde in der deutschen Redaktion in Teheran!

Und wieder geht ein Jahr zu Ende – mit zunehmendem Alter scheint wirklich alles schneller zu gehen.

Aber es hat sich auch viel ereignet, und wir können wieder einmal auf ein Jahr zurückschauen, wenn wir etwas zur Ruhe kommen in dieser Zeit am Jahresende, die immer noch etwas Geheimnisvolles beinhaltet.

Beim Schreiben des Weihnachtsbriefes ist es ganz eigenartig: am Anfang denken wir immer: ist doch eigentlich nicht viel losgewesen in diesem Jahr.

Wenn wir uns aber besinnen und intensiv darüber nachdenken, dann fallen uns ganz viele Dinge ein – schöne und weniger schöne. So laden wir Euch wieder ein, ein wenig an unserem Jahr teilzuhaben. Viele Dinge haben wir nicht geschafft. Aber im kommenden Jahr gibt es wieder 365 Tage.

Der letzte Winter hat uns im Taunus verschont. Es gab wohl einige Glatteistage, aber die konnten wir ganz gut überbrücken. Wenn Glatteis ist, dann geht bei uns in der Straße gar nichts mehr.
Dieses Jahr geht wohl in die Geschichte mit den meisten Feierlichkeiten ein – runde Geburtstage, Silberhochzeiten, Hochzeiten – es gab eigentlich immer einen Anlass zum Feiern. Und wir möchten uns an dieser Stelle bei allen Gastgebern noch einmal herzlich bedanken für die Reisen nach Mainz, Niesky, Gotha und Bad Nauheim.

Im Frühjahr begann bei uns die Zeit des Hochgartens: Lutz hat eine Pflanzkiste gebaut – diese wurde mit Erde gefüllt und im Sommer gab es eine reiche Kartoffel-, Radieschen- und Kürbisernte. An der Fruchtfolge – und vor allem an der Menge müssen wir noch justieren – 7 Kürbisse waren dann doch zu viel.

Vor Ostern hat Christiane als Teamerin in der Kirchengemeinde eine besondere Erfahrung gemacht: es ist derzeit ein großes Geschäft, Kinder in den Ferien zu betreuen – und das lässt sich auch die Kirche nicht entgehen. Leider wurden im Umgang mit dem Essen nicht gerade christliche Maßstäbe angesetzt: Viel Essen wurde einfach auf den Tellern gelassen und danach weggeworfen. Eine schlimme Erfahrung.

Christianes Zeichenwerkstatt läuft mit den Kursen und den Schulkursen recht gut – es gibt auch noch die Bildverkäufe auf den Märkten. Immer wichtiger werden das Internet und die sozialen Medien. Wir kommunizieren in der Zeichenwerkstatt nun ganz modern.

Lutz hatte bis August ein ruhiges Projekt in Mainz. Sein berufliches Jahr war dann doch bewegt: Im Juni – kurz vor den Weißen Nächten – eine Woche in St. Petersburg, im August eine Woche in Budapest und im September eine Woche in Wien. Seit September ist er aber wieder viel in Deutschland unterwegs: 3 Tage in der Woche in Nordhessen und 2 Tage in der Woche zu Hause. Seine sportlichen Aktivitäten nimmt er immer noch ernst.

Das Hobby wird auch noch betrieben. Zurzeit stehen auf dem Hang 3 Antennen und im Garten ein 10m Mast mit 2 Antennen, der Dank einer verständnisvollen Nachbarin auch stehen darf.

In diesem Jahr haben wir unseren Sommerurlaub  - den letzten mit Clara – wieder auf der Insel Poel verbracht. Das Wetter war sehr stürmisch und so haben wir die Gelegenheit genutzt und uns einige Dinge angesehen.

Die Herbstferien begannen mit einem Besuch in Erfurt – es ist immer wieder schön zu sehen, wie sich die Städte entwickeln und welche kleinen Schätze diese beherbergen.

Ein Jahr neigt sich dem Ende. Die Bilder dieses Jahres sind geordnet. Es war ein besonderes Jahr mit vielen schönen, aber auch traurigen und schmerzhaften Bildern. Mit Gottes Hilfe wollen wir aber in die Zukunft sehen und uns auf das kommende Jahr freuen.

Ich möchte mich an dieser Stelle für Ihre Sendungen und die Hörerfreundschaft bedanken und wünsche den Mitgliedern der deutschen Redaktion und deren Angehörigen eine gesegnete Weihnacht und einen guten Start in das Neue Jahr

Ihr Hörer Lutz Winkler"

 

Vielen Dank den Winklers, dass sie uns wieder an ihrem Jahresablauf teilhaben ließen.

Auch am Niederrhein hat man an uns gedacht, in einer Mail vom 5. Dezember hieß es:

"Hallo liebes Team von der deutschen Redaktion von I.R.I.B.

 Wir wollten uns beide noch einmal recht herzlich für die schönen QSL-Karten und die schönen beigefügten Dinge bedanken, die wir dieses Jahr von Euch bekommen haben. Die schön bebilderten Empfangsbestätigungen sind besonders bei unseren Freunden ein “Hingucker” wenn sie unser Album durchschauen und auf die Karten mit iranischen Motiven mit der u.a. typischen Architektur aufmerksam werden.

Der Empfang Eurer Sendungen ist in den letzten Monaten relativ gut gewesen, so dass wir Euch in Kürze wieder einen Empfangsbericht zukommen lassen wollen.

Wir hoffen, dass Ihr mit Euren Familien gut und vor allem gesund ins neue Jahr kommt und schicken ganz liebe Grüße zu Euch und nochmals ein Dankeschön, hier von den Hörern Michael Dulisch, Iris Cox und Freund Thomas van Kempen aus Dinslaken...."

Die guten Wünsche für uns zum neuen Jahr wurden noch einmal besonders dokumentiert auf einer Karte mit stimmungsvollem Bild von einer nächtlich beleuchteten Stadt in einem winterlichen Bergtal.

Es ist die Karte, die den Auftakt gemacht hat in unserer neuen Rubrik "Aus der Hörerpost". Dankeschön, liebe Dinslaker!

 

Hörerfreund Michael Lindner beobachtete das weihnachtliche Treiben in seinem Umfeld für uns mit einem kritischen Auge:

"Der Weihnachtstrubel ist dieses Jahr besonders groß. Manchmal habe ich das Gefühl, die Leute haben Angst über die Feiertage zu verhungern. Was da für unglaubliche Mengen an Lebensmitteln gekauft werden! Ich verstehe das nicht, auch an den Feiertagen esse ich nicht mehr oder weniger wie sonst! Naja, das scheint ja bei einigen Leuten anders zu sein..."

 

Für alle die sich wie unser Hörerfreund aus Gera anscheinend weniger mit dem Essen beschäftigen wollen an den Feiertagen, kann die Mail von Helmut Matt, der ja bekanntlich vom DX-en aufs Bücherschreiben umgestellt hat, vielleicht hilfreich sein. 

Nun aber schnell zur Mail von Helmut Matt aus dem Breisgau, die sich an alle die wendet, die noch keine Geschenkidee für die eine oder den anderen im Kreise ihrer Lieben hatten:

"Bevor Ihr schon bald all Eure Weihnachtsvorbereitungen abgeschlossen habt, möchte ich mich gern mit dem Versuch einer Entscheidungshilfe bei Euch melden: 

Also ein schönes, handsigniertes Buch aus Helmut Matts Feder ist sicher ein attraktives Weihnachtsgeschenk. Besonders positive Resonanz hat mein neues Buch "Schmetterlingsliebe" – eine gefühlvolle Liebes-geschichte aus dem alten China.

Ja, und wer sagt`s denn: Gerade noch rechtzeitig zum Fest ist die "Weiße Schlange" auch noch bei Herrn Matt in Herbolzheim eingetroffen. Zwanzig Exemplare der bibliophilen Ausgabe in Deutsch-Chinesisch warten auf Leser. 

"Lasst Euch von Bai Suzhens Zauber entführen und taucht ein in fernöstliche Landschaften und Gedanken.
Vorweihnachtliche Grüße aus dem verregneten Breisgau,
Helmut
Matt"

Liebe Frau Tschupankare! Wir haben aber noch einen anderen netten Buchexperten in unserer Hörerschaft, der wenn er auch nicht selber Bücher schreibt, so diese doch gerne verschenkt und gerne publik macht.

Eine Woche vor Weihnachten ist nämlich wieder ein Paket im Schiffbauerdamm 40 in Berlin eingetroffen. Lesen Sie doch mal was im Begleitbrief stand:

"Hallo liebes IRIB-Team! Ich sende Euch heute wieder einmal ein wenig Buchmaterial, denn Eure Lagerfähigkeit ist ja leider sehr begrenzt. Das Buch –"Die Merowinger" ist für Germanisten eine wahre Fundgrube, da es nicht viel Literatur über dieses Volk gibt.

Das Buch "Romantische Reise durch das alte Deutschland" ist bestimmt selten, aber bei Nichtgefallen können die Stiche und Lithographien als Bilder umgearbeitet werden.

Ich wünsche Euch alles Gute und Allahs Segen und Huld.

Euer Wilfried Hofmann, Rechtsupweg"

 

Den gescannten Aufnahmen unserer Kollegen in Berlin zufolge ist auch ein Buch über Ostfriesland – die Heimat von Herrn Hofmann – dabei. Und für alle Kinder bzw. die, die sich weiterhin  - und das besonders auch in der Weihnachtszeit als solche fühlen - lag auch ein Brief des Christkindes für die Erdenkinder dabei, zusätzlich einige Bastelbogen.

Vielen Dank Herr Hofmann. Wenn Ihre liebe Post aus Berlin hier bei uns eintrifft, dann werden sich sicher Interessenten für all die guten Gaben von Ihnen finden. Möge Ihnen Allah Ihre Freundlichkeit mit Gesundheit und Wohlergehen lohnen.

Unser Thema Bücher ist hiermit aber noch nicht beendet und vielleicht sind ja auch die Buchtipps von Herrn Hofmann für unsere Hörerfreunde hilfreich für den Gabentisch. Deshalb hier noch ein weiterer Tipp von ihm:

"Mein liebes Moderatorenteam !

Ich möchte Euch heute auf eine sehr interessante Buchneuerscheinung aufmerksam machen, und zwar unter dem Titel „Wiederkehr der Hasardeure" von Willy Wimmer und Wolfgang Effenberger. Willy Wimmer ist uns ja allen sehr bekannt seitens IRIB für seine sehr gute politische Recherche. Vielleicht könnten Sie ja bei einer Hörerpost-sendung das Buch vorstellen, es ist ein hervorragendes Zeitdokument, und ich gebe Euch hiermit eine kurze Beurteilung des Bandes.

Ein Jahrhundert nach dem ersten Weltkrieg wird erneut ein Konflikt der Großmächte heraufbeschworen, und die Massenmedien stimmen wie  seinerzeit in den Kriegskanon ein. Wimmer und Effenberger zeigen an Hand einer Vielzahl von Quellen, wie sich die Muster gestern und heute gleichen, ja das heute sogar noch perfider vorgegangen wird. Beide Autoren spüren den geheimen Zielen nach, wegen denen kriegs-treiberische Kreise den Konflikt noch weiter antreiben wollen. Es wird ein sehr scharfer Blick hinter die Kulissen der Macht ermöglicht. Eine besondere Beachtung finden der Aufstieg der USA zur Weltmacht und die Aushebelung des Völkerrechts seit 1999.

So, das war es für heute, es grüßt Euch alle ganz herzlich Euer Freund aus dem hohen Norden Wilfried Hofmann."

 

Wegen all der Mühen, die Herr Hofmann sich für uns macht mit den Büchern, hat vor Kurzem auch Frau Zangeneh mal wieder "zur Feder" gegriffen und einige Zeilen an ihn  geschickt. Unter anderem schrieb sie:

"Es wird höchste Zeit, daß Ihre Ursula Zangeneh, Ex-Hörerpostdame bei Radio Teheran und Oberleseratte im Schmökerfundus der Hörer-bibliothek, mal wieder etwas von sich hören läßt.

Inzwischen habe ich wieder eine ganze Bücherwand dastehen, die in die Bibliothek des deutschsprachigen Dienstes zurückgebracht werden muß. Jetzt lese ich von Gustav Freytag „Soll und Haben“ – dieser Band ausnahmsweise mal nicht aus Rechtsupweg zu uns gewandert, sondern aus der Bibliothek meines verstorbenen Großvaters. Vorher habe ich „Damals in Ostpreussen“ von Andreas Kossert gelesen, ein Hörer-geschenk aus Ostvorpommern von einem der wenigen noch existierenden Vertreter der preußischen Ethnie, die vormals im Baltikum und Ostpreussen zu Hause war. Der Bücherspender nennt sich mit Pseudonym „Mok Tar“ oder „Mazur“ und ist tatsächlich ein echter Preuße, eine ganz tolle Seltenheit.

Dabei sind unsere Hörerfreunde eigentlich alle irgendwie tolle Seltenheiten. Zu diesem Schluß bin ich im Laufe meiner Dienst-zeit bei der Redaktion gekommen.

Und auch Wilfried Hofmann in Rechtsupweg macht hierin keine Ausnahme: Sein Bücherfluß von Ostfriesland nach Teheran versiegt nicht, auch dann nicht, wenn er in Berlin ins Stocken gerät, und seine Treue zu Radio IRIB ist auch nicht zu trüben, selbst dann nicht, wenn die Politik einmal nicht unbedingt den Weg seiner Wünsche geht.

Alles in allem bin ich nie weg vom Fenster gewesen, denke an alle Hörerfreunde und auch immer intensiv an Sie und bin unaussprechlich dankbar für das wertvolle Lesematerial, ohne das ich mir meinen Alltag, insbesondere die nächtliche Stunde vorm Einschlafen, schon gar nicht mehr denken kann.

Mit freundlichen Grüßen aus dem kalten, dunstigen Teheran

Ihre Ursula Zangeneh"

Mit dem Tipp von Frau Zangeneh beschließen wir unser heutiges Beisammensein und hoffen Sie finden noch die Zeit für ein paar Zeilen in einem guten Buch. Buchtipps haben Sie ja nun genug bekommen.

Choda hafez  und schöne Weihnachten! 

 

 

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