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Montag, 08 Dezember 2014 18:37

Hörerpostsendung am 07. Dezember 2014

Hörerpostsendung am 07. Dezember 2014
Bismillaher rahmaner rahim - Heute ist bei Ihnen schon der zweite Advent, liebe Hörerfreunde, es geht unweigerlich auf Weihnachten und das Jahresende zu. Das spiegelt sich auch in der Hörerpost wieder, denn die ersten Glückwünsche zu Weihnachten und zum neuen Jahr sind – zumindest in unserem Büro in Berlin – eingetroffen.

Die netten Kollegen dort haben uns per modernster Technik die Abbildungen der schönen Glückwunschkarten nach Teheran geschickt. An dieser Stelle möchten wir nicht nur den Kollegen, sondern auch besonders den Absendern danken, die da sind: Michael Lindner, Werner Schubert und Torsten Mustafa Schackert.

Herr Lindner hat mit diesen Grüßen verbunden natürlich auch gleich weitere Empfangsberichte auf schönen Dahlienkarten auf den Weg geschickt. Zu seinen Dahlienkarten hat er schon in einem früheren Brief interessante Informationen gegeben, die Frau Hosseini nun vorlesen wird:

"Die beiliegenden Empfangsberichte sind allesamt wieder Unikate, auf speziellen Ansichtskarten angefertigt. Die Motive verehren die DAHLIE, eine wundervolle  und vielfältige Blume, die überall hier in Gärten und Parkanlagen zu finden sind. Auch in meiner Heimatstadt Gera gibt es einen Dahliengarten, der 1927/28 gegründet wurde. Dieser Garten kann von einer bewegten Geschichte erzählen. Während des Krieges wurde dieser Garten umfunktioniert und diente als Gemüsegarten für die Versorgung des Städtischen Krankenhauses. Nach Kriegsende wurde der Garten in einzelne Parzellen aufgeteilt und diente Vertriebenen zur Eigenversorgung. Erst im Jahre 1950 wurde der Garten wieder in seinen ursprünglichen Zustand versetzt und man begann damit, ein jährliches Dahlienfest zu organisieren. Heute ist dieser Garten ein kleines Blumenparadies, welches der Geraer Bevölkerung kostenfrei zur Erholung, aber auch zur Lerntätigkeit, zur Verfügung steht. Jedes Jahr wird zum Dahlienfest auch eine Dahlienkönigin gewählt. Der Dahliengarten Gera war für mich neulich Anlass genug, um die unzähligen Arten zu fotografieren. Einige dieser bezaubernden Blumen habe ich für Sie ausgewählt, so dass ich beiliegend einen stolzen Strauß Dahlien an meine Freunde bei IRIB schicken kann. Dieser „Blumenstrauß“ soll Ihr Studio erleuchten lassen und Ihnen allen Glück und Gottes Segen bringen. Und das Beste daran: Mein Blumenstrauß braucht kein Wasser und verwelkt nicht…so wie ich mir die Freundschaft mit Ihnen vorstelle! In diesem Sinne alles Gute aus der Stadt der wundervollen Dahlien, Ihr treuer Hörerfreund Michael."

Aber nicht nur der Anblick der wunderschönen Dahlienfotos von Michael Lindner, sondern auch die bunten Asternsträuße von Paul Gager aus Deutschkreutz bringen ein wenig Farbe in den winterlich-grau gewordenen Alltag im Funkhaus am Fuße des Elbursgebirges, vielen Dank an die beiden Herren dafür!

Zum Winter und dem Elbursgebirge paßte ja auch der Filmtipp von Paul Gager aus Deutschkreutz über die zweiteilige Dokumentation "Über den Gipfeln Irans", die neulich auf ARTE gezeigt wurde. Unsere treue Hörerfreundin Martina Pohl hat sie sich angeschaut und war so nett für uns darüber zu berichten. Wir lesen ihren Bericht nun stellenweise vor:

"Drei Alpinisten überqueren auf Skiern die iranischen Berge von West nach Ost und entdecken außergewöhnliche Landschaften und Menschen. Der erste Teil beginnt unter anderem mit einer Aufnahme des Ararat, der aber noch in der Türkei liegt.

Auf ihrer Etappe kommen die drei auch am Urmiasee, Irans größtem Binnensee, vorbei. Ein Salzsee, der immer mehr vom Austrocknen bedroht ist. 14 Millionen Menschen müssten ihr Land verlassen, wenn er versiegt. Die Kameraeinstellung gilt nun dem Felsendorf Kandovan mit seinen 700 Jahre alten Häusern. Der 3710 m hohe inaktive Schichtvulkan Sahand ist bezwungen. Die Alpinisten sind die ersten, die diesen Vulkan bei Winter überqueren. Dem Fernsehzuschauer bietet sich eine herrliche weiße Landschaft. Jede Bergspitze hat ihren eigenen Namen. Weiter geht es nach Liqvan, wo gerade ein Feuersprung stattfindet. In Tabriz, einer modernen Großstadt, bleibt Zeit, einem Seidenhersteller bei seiner Arbeit über die Schulter zu sehen. Er erklärt, dass die Seide aus Korea kommt. Portraits von Menschen werden auf Kundenwunsch als Teppich hergestellt.

Nun geht es ans Kaspische Meer, wo junge Fischer erzählen, dass es keine Störe mehr gibt. Nomaden sieht man im Winterlager. Ihnen fehlt es an reservierten Weidegründen. Der 4800 m hohe Vulkan Sabalan überrascht mit einem Kratersee. Dichter Nebel zieht immer wieder über die Landschaft hinweg. Im Skigebiet Dizin trainiert gerade der nationale Skiverband. Bevor der erste Teil der Sendung zu Ende geht, schwenkt die Kamera noch kurz über Teheran mit seinen 14 Millionen Einwohnern.

Die Fortsetzung des Films führt nach Angerud, dass 2000 m hoch gelegen ist. Man sieht, wie Brennmaterial auf den Dächern getrocknet wird. Schafe werden durchs Dorf getrieben. Hier wird den Skifahrern ein Nachtlager angeboten. Wohin das Auge blickt, schneebedeckte Berge. Die Lawinengefahr bereitet den Anwohnern Sorgen. Der Wind geht unablässig und die Anstrengung der Alpinisten steht ihnen ins Gesicht geschrieben.

Am 5. Tag werden die Nahrungsmittel in ihren Rucksäcken wieder aufgefüllt. Die Etappe führt nach Randal, wo es einen Dorfladen gibt aber keine Nomaden mehr. Nur die Ziegen und Schafe sind geblieben. Die Milch für die Herstellung von Joghurt wird abgeholt. Als nächstes erwartet der Gipfel des Damavand die Skifahrer. Der König aller Berge.

Schwefeldämpfe steigen auf und der Wind bläst unaufhörlich. Das Wasser des Vulkans wird in die Thermalbäder geleitet. Es soll bei Muskelkrämpfen helfen. Erwähnt wird auch, dass hier die Seidenstraße durchführte.

Die Aufmerksamkeit gilt nun einem Pferderennen. Die schnellen und edlen Pferden gehören Turkmenen. Weiter geht es nach Keirabad, ein

Dorf aus längst vergangenen Zeiten. Nur eine Bewohnerin mit 70 Jahren lebt noch hier. Die Kamera begleitet sie ein Stück ihres Weges. Um sie herum ist alles verdorrt, es fehlen die Niederschläge.

In einer Tiefe von 40 bis 80 m schlummert ein Blau, dass für seine Qualität bekannt ist, der Türkis. Der Direktor des dortigen Bergwerks erzählt, dass das Bergwerk bis 2002 der Regierung gehörte und heute 130 Personen beschäftigt. Zu Füßen des letzten Berges, des Binalud, wird im Freien übernachtet. Die Skifahrer erwartet Neyshabur. Das letzte Ziel dieser Etappe schließt mit Maschhad, eine Provinzhauptstadt, die von Millionen Pilgern besucht wird. Leider ist die wirklich sehenswerte Reportage nun zu Ende.

Viele Grüße von Eurer Hörerfreundin Martina Pohl"

Herzlichen Dank Frau Pohl für Ihre Mühe uns an dieser Dokumentation teilhaben zu lassen.

Mit guten Vorsätzen hat sich Hörerfreund Hans-Joachim Pellin in Lübz für die bevorstehende Winterzeit gerüstet:

"Hallo, heute wieder einmal einen Empfangsbericht von mir. Ich habe Eure Sendungen in der letzten Zeit mangels Zeit weniger gehört. Ich denke mal, jetzt in der kommenden Winterzeit finde ich wieder mehr Zeit zum Hören.

Eine Frage habe ich zu der Zusendung von QSL-Karten, ich vermisse bis jetzt die QSL-Karten für meine Empfangsberichte vom 04.06. und 13.06. sowie vom 03.0.8.2014. Ich hoffe aber, dass die QSL-Karten noch eintreffen werden. Die QSL-Karten für meine vorherigen Empfangsberiche sind ja ebenfalls noch angekommen.

Zum Beginn der Adventszeit und der Vorweihnachtszeit wünsche ich allen, die bei Ihnen Weihnachten feiern, eine frohe und besinnliche Advents- und Vorweihnachtszeit im Kreise Ihrer Familien.

Herzliche Grüße Hans-Joachim Pellin"

Herr Pellin konnte uns übrigens am 28.11. mit SINPO-Werten von 4 über die 6205 kHz empfangen. Da steht ja dann weiteren Hörgenüssen bei unseren Programmen nichts mehr im Wege und die notwendige Zeit dafür wird sich hoffentlich auch finden.

So, Frau Hosseini, was haben wir denn noch so in der Postmappe?

Also hier habe ich Empfangsberichte von Herrn Peter Thränert aus Dresden, die am 25. November in Berlin eingegangen sind. Er hat sie am 2., 3.,4. und 5. November angefertigt und schrieb dazu:

"Sehr geehrte Damen und Herren, heute schicke ich Ihnen einen weiteren aktuellen Bericht über Ihre Sendungen in deutscher Sprache.  Die Empfangsqualität der Morgen- und Abendsendung war sehr unterschiedlich.

Bitte bestätigen Sie meinen Empfangsbericht mittels QSL-Karte. Vielen Dank. Ich freue mich immer sehr darauf.

Mit freundlichen Grüßen aus Deutschland Peter Thränert"

Die SINPO-Werte lagen den Berichten zufolge für die Vormittagssendung bei 5 und 4, abends war auch mal eine 3 dabei. Das ist doch eigentlich eine ganz gute Empfangsqualität !  

Ja, und hier ist noch ein Empfangsbericht von Herrn Eduard Alex aus Isny, bei ihm waren mehr SINPO 3 -Werte dabei, als er uns am 18.11. über die 7425 kHz empfing. Aber über Internet gab es keine Probleme.

Das Herr Alex Internet und eine E-Mail-Adresse hat, haben wir gleich ausgenutzt, und ihn gebeten mal Kontakt zu unserem guten Helmut Dieterle aufzunehmen, da dieser nun überhaupt nicht mehr auf unsere Mails antwortet. Herr Alex war dann auch so nett und ist unserer Bitte nachgekommen. Er schrieb uns:

"Sehr gehrte Frau Sheikholeslami, Hallo,
ihre E-Mail habe ich erhalten, vielen, vielen Dank.  Dem Wunsch, Helmut Dieterle zu verständigen, bin ich nach-gegangen.
Er hat sich sehr über die Mitteilung gefreut und wird sich melden. Die neuen Frequenzen erhielt er auch von mir. Leider ist bei seinem PC nicht alles in Ordnung wie er sagte, sonst wären die E-Mails angekommen.
Dem Team viele Grüße und ebenfalls eine frohe Adventszeit.
Ihr Hörer, DXer  Eduard Alex.
"

Dann freuen wir uns, dass es Herrn Dieterle gut geht. Sicher wird er sich bald wieder einmal bei uns melden.

Abwarten und Tee trinken sagt ein altes Sprichwort, und zum Teetrinken in Iran, da hatte unser Hörerfreund Alfred Albrecht eine Frage.

Aber jetzt kommt erst einmal unser heutiges Musikstück, zu dem wir Ihnen recht gute Unterhaltung wünschen.

Nun also zu Herrn Albrecht aus Emmendingen und seiner Frage, die er dem Empfangsbericht vom 29. Oktober 2014 anfügte. An diesem Tag hat er uns über die 17.690 kHz mit SINPO 4-4-4-3-3 hören können.

"Liebe Redaktion,

ich habe einen Fernsehbericht über den Iran gesehen. Darin wurde auch der Teeanbau erwähnt und, dass die Leute den einheimischen Tee nicht sonderlich mögen. Wird der Tee dann in die Nachbarstaaten exportiert?

Viele Grüße Alfred Albrecht"

Lieber Herr Albrecht anlässlich Ihrer Frage haben wir heute zum Abschluss unserer Sendung einige Informationen über den Teeanbau in Iran zusammengestellt. Leider haben wir nicht sehr aktuelle Daten.

Iran stand 2010 bei der Teeproduktion an 7. Stelle der 10 größten Teeproduzenten der Welt, und zwar nach China, Indien, Kenia, Sri Lanka, der Türkei und Vietnam. Beim Teeverbrauch stand Iran in diesem Jahr an 6. Stelle weltweit. Den Angaben dieser Quelle zufolge liegt der pro Kopfverbrauch in Iran bei 1,5 Kg im Jahr. Neben Iran wird ja besonders auch im Ursprungsland des Tees also in China oder auch in Indien und England viel Tee getrunken. Aber zu den Spitzen-verbrauchern bei Tee zählen die südamerikanischen Länder Paraguay, Uruguay und Argentinien, wo ein Vielfaches an Tee verbraucht wird wie in Iran. Der Spitzenwert betrug 2010 in Paraguay 11 Kilo pro Kopf und Jahr. Wer hätte es gewußt?

Aber um auf Ihre Frage zurückzukommen Herr Albrecht, ja es stimmt, dass der in Iran produzierte Tee nicht überall im Land beliebt ist. Die iranische Teeindustrie setzt deshalb nun verstärkt auf die Werbung für inländischen Tee, besonders auch in Bezug auf seine bessere Qualität, was die Naturbelassenheit anbelangt. Vom Ausland importierte Tees sind vielfach aromatisiert und die Gefahr einer Kontamination mit Pestiziden ist groß. Natürlich muß die in den letzten Jahren in die Bredouille geratene iranische Teeindustrie auch bei der Her-stellung und Verarbeitung des iranischen Tees große An-strengungen unternehmen, damit die Verbraucher sich umorientieren und den iranischen Tee als bessere Alternative zu Importen annehmen.

Exportiert wird Tee aus Iran u.a. in Nachbarländer wie die Türkei, Georgien und den Irak.

Aber wie kam es eigentlich zum Teeanbau in Iran? Dazu gibt es eine kleine Geschichte, die wir Ihnen heute noch erzählen möchten.

Als Begründer des Teeanbaus in Iran gilt der 1864 in Lahijan, in der nordiranischen Provinz Gilan, geborene Mohammad Mirza Kaschef al-Saltaneh. Er war ein iranischer Diplomat, der als Generalkonsul nach Indien kam. Dort begann er sich für den damals unter den Engländern in Indien forcierten Teeanbau zu interessieren. Natürlich wußte er, dass die Engländer ihm nicht erlauben würden die Geheimnisse der Teeproduktion zu erlernen, denn diese war zu der Zeit ihr größtes Geschäft. Da Mohammad Mirza Französisch sprach, gab er sich als französischer Arbeiter aus und konnte so in den Plantagen und Fabriken den Teeanbau und die Herstellung von Schwarztee erkunden.

Danach gelang es ihm 1899 aufgrund seiner diplomatischen Immunität, rund 3000 aus Nordindien heimlich beschaffte Teepflanzen nach Iran zu bringen. In der Umgebung seiner Heimatstadt Lahijan begann er dann, trotz des Widerstandes der Einheimischen, mit dem Anbau von Teepflanzen. Da sich das Klima im Nordiran als geeignet erwies, breitete sich der Teeanbau in den Provinzen Gilan und Mazanderan aber schnell aus. Heute gilt Lahijan als Hauptstadt des iranischen Teeanbaus. 1934 wurde die erste moderne Teefabrik gebaut, heute gibt es mehr als 107 Teefabriken und 32.000 Hektar Land sind unter Teeanbau in Nordiran. Das Mausoleum von Mohammad Mirza Kaschef al-Saltaneh in Lahijan ist heute Teil des Nationalen Tee-Museums von Iran.

Mit der Anregung für eine gemütliche Tasse Tee verabschieden wir uns heute von Ihnen und wünschen allen eine gesunde Woche!

Choda hafez – Gott schütze Sie!

 

 

 

 

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