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Dienstag, 11 November 2014 16:42

Hörerpostsendung am 9. November 2014

Hörerpostsendung am 9. November 2014
Bismillaher rahmaner rahim -  Heute fällt unsere Hörerpostsendung auf einen denkwürdigen Tag. Der 9. November ist der Tag des Mauerfalls in Berlin und heute jährt sich dieser Tag zum 25. Mal. Ein Viertel Jahrhundert ist es nun schon her, dass in der Nacht von Donnerstag dem 9. November auf Freitag den 10. November 1989, nach über 28 Jahren ihrer Existenz, die Mauer oder auch Schandmauer, wie sie auf der Westseite genannt wurde, von den Menschen im Ostteil Berlins überwunden wurde.

 

Ein denkwürdiger Tag für Deutschland und die Deutschen und somit auch unsere Hörerfreunde, von denen ja viele im ehemaligen Osten des Landes leben. Zwei von Ihnen sind heute mit Ihrer Post vertreten bei unserem Hörer-Sender-Treffen. Herzlich willkommen nun Ihnen allen, die Sie heute die Zeit gefunden haben wieder einzuschalten bei IRIB – Der Stimme der Islamischen Republik Iran aus Teheran.

Beginnen wir doch gleich mit der Post dieser beiden Hörerfreunde, die sich nämlich mit dem aktuellen Thema der Kürzung der Hörerpostsendungszeit beschäftigt. Ralf Urbanczyk aus Eisleben danken wir für seinen sachlichen und fachkundigen Kommentar zu diesem Thema:

"Die Verkürzung der Sendezeit der Sonntagssendung "Wir und unsere Hörer" wurde ja schon im Hörerpostprogramm diskutiert. Irgendwie scheint statt einer, den gesendeten Programmen angepassten Sendezeit, jetzt eine Gleichmacherei auch bei den internationalen Rundfunkdiensten in Mode zu kommen. Ihre Kollegen bei Radio Rumänien International hatten im letzten Monat eine ähnliche Diskussion, als es dort um die Einführung einer neuen, sogenannten Audioidentität ging. Das ist keine schöne Entwicklung, finde ich.

Die von einigen Hörern für die letzten Sendungen zusammengetragenen Statistiken zu den Hörerpostprogrammen im internationalen Rundfunk waren interessant. Und es ist nicht nur die Länge des Programms "Wir und unsere Hörer", es ist vor allem der Inhalt, die Diskussion zwischen Hörer und Sender, bei dem das Hörerpostprogramm von IRIB Maßstäbe setzt. Es gibt zusätzliche Informationen zu gesendeten Beiträgen, wenn sich Rückfragen aus der Hörerschaft ergeben. Unterschiedliche und auch kritische Meinungen zu den Sendungen werden diskutiert und der Hörer erfährt durch diese interaktive Gestaltung viel mehr über den Iran als nur durch passiven Konsum der Sendungen. Diese Nacharbeit zu den vergangenen Sendungen gehört meiner Ansicht nach unbedingt in ein Programm, welches nicht nur umfassend über das Land informieren, sondern auch attraktiv für die Hörerschaft sein will. Selbst mit der verkürzten Dauer von 20 Minuten wird "Wir und unsere Hörer" ein überdurchschnittlich attraktives Programm bleiben, aber doch einiges von der Klasse verlieren, ein Maßstab bei den Hörerpostsendungen der internationalen Rundfunkstationen zu sein.

Mit besten Grüßen, Ihr Hörer Ralf Urbanczyk"

Kürzer fasste sich unser Hörerfreund Dieter Leupold aus Leipzig:

"Es ist natürlich schade, dass die Hörerpostsendung gekürzt wurde, aber bitte nicht ganz einstellen!

Aber zum Glück wird IRIB auch am Morgen noch einmal wiederholt und das bitte auch weiterhin beibehalten.

Wenn der Empfang nicht immer gut ist gibt es ja die Wiederholung oder über das Internet.

Mit  freundlichen Grüssen Dieter Leupold aus Leipzig"

Vielen Dank Herr Leupold, dass Sie sich erst einmal abfinden wollen mit der Situation, wie sie ist. Nachdem wir uns hier bei IRIB nahezu 3 Jahre gegen die Verkürzung der Sendung gewehrt haben, sind wir froh, wenn uns von der Hörerschaft Verständnis entgegengebracht wird. Wir hoffen, dass Sie auch Interesse an den Beiträgen finden werden, die in der nun frei gewordenen Zeit vom "Funk in Deutsch" ausgestrahlt werden.

Dem Empfangsbericht von Herrn Leupold vom 3. November zufolge kommen die Sendungen über die neuen Morgen-frequenzen mit SINPO-Werten von 3 und 4 auch ganz gut in Leipzig an.

In Isny im Allgäu ist dahingegen mit den neuen Frequenzen noch einiges im Argen, denn sie sind noch gar nicht bei Helmut Dieterle angekommen. Schon 3 oder 4 Mal haben wir ihm auf seine Mails geantwortet, d.h. direkt per Retourkutsche, sodass es ja kein Problem mit der Mailadresse hätte sein können. Aber nichts – nur erneut eine Mail,  in der es heißt:

"Liebe Radio-Freundinnen und –freunde.  

 noch habe ich keine Antwort von Euch, auf welchen Frequenzen ich Euch finde."

Aber wir kapitulieren nicht. Nun haben wir alle uns zur Verfügung stehenden Mailadressen von Herrn Dieterle aktiviert. Mal sehen ob unsere Botschaft ihn nicht doch noch erreicht, früher hat es ja auch geklappt mit dem Mailkontakt. Und nun, da beide Augen operiert sind, dürfte es ja auch nicht an einer eingeschränkten Sehfähigkeit liegen. Wir freuen uns über die Seh-Fortschritte von Herrn Dieterle, über die er folgendermaßen berichtete:

"Ich kann wieder kleiner schreiben, da das 2. Auge vorgestern am 4.11. dran war. Es ging schmerzlos alles gut ab und nach 20 Minuten war die Operation mit neuer Augenlinse schon vorbei. Am 5.11.14 wurde mir der Augenverband abgenommen und die mich zweimal operierende Augenärztin überzeugte sich, daß alles gut gelaufen sei. Nun muß ich noch an zwei weiteren Tagen, dem 12.11. und dem 3.12.14 nochmals hin zu ihr, weil sie genau untersucht, wie es mit der neuen Linse aussieht. Bis jetzt ist sie mit allem sehr zufrieden und ich sehe besser als vorher.  Nun kann ich Zeitungsartikel genau lesen und Euch kopiert schicken. Die ersten paar Sachen habe ich für Berlin schon verpackt und gehen nächste oder die übernächste  Woche über Berlin an Euch ab."

Wir freuen uns mit Herrn Dieterle, dass seine Sehkraft nun wieder verbessert werden konnte und würden uns freuen, wenn eine solche Verbesserung nun endlich auch mal beim Kurzwellenhören eintreten würde.

Mit ganz anderen Dingen beschäftigt sich die Post der Hörerfreunde die wir heute noch aus der Postmappe genommen haben. Deshalb an dieser Stelle nun unser Musikstück.

Nun also weiter mit dem Sammelsurium aus unserer Postmappe. Beginnen wir mit Andreas Pawelczyk der immer genau bei unseren Sendungen zuhört, die Nachrichten auf unserer Webseite liest und uns regelmäßig Mails mit Kommentaren zu unseren Sendungen schickt. Am 16. Oktober schrieb er:

"Gut fand ich auch in Ihrem Internetauftritt eine veröffentliche Meinungsumfrage, wie im Iran manche Länder gesehen werden. Am besten schneiden da die Syrer ab vor den Irakis, Russen und Chinesen. Die Deutschen schneiden da auch nicht so schlecht ab. Am schlimmsten werden von der iranischen Bevölkerung die Briten und die Amerikaner beurteilt. Über 70 % sehen diese nur negativ. Die Vergangenheit dieser Länder in der Region zeigt also ihre Wirkung.

Ich wünsche Ihnen alles Beste in Teheran und freue mich immer über eine Überraschung des Redaktionsteams.

Andreas Pawelczyk, Mannheim"

Seiner Mail fügte Herr Pawelczyk auch noch eine Frage an:

"Wer gilt zur Zeit im Iran als Revolutionsschriftsteller? Gibt es einen solchen?"

Lieber Herr Pawelczyk, vielen Dank für Ihre Mail und Ihre Frage. Die Antwort lautet nein, denn es ist nicht nur ein Schriftsteller, der sich mit der Revolutionsgeschichte Irans beschäftigt, sondern es sind viele. Hier einige Namen der herausragendsten von ihnen:

Ali Mohseni, Reza Amir Khani, Mohammad-Reza Bairami, Ahmad Dehgan, Mohammad-Reza Sarschar, Morteza Sarhangi.

Auch unser werter Hörer in Wuppertal, Herr Joachim Thiel hat eine Frage an uns gerichtet:

"Gestern wurde hier in den Berichten darüber informiert, daß einige Säureanschläge auf jene Frauen im Iran vom Motorrad aus durchgeführt wurden, die sich nicht nach den Regeln des Islam kleiden. Eine Frau soll dadurch gestorben sein. Die meisten Anschläge sollen sich in Isfahan ereignet haben.
Vielleicht können Sie darüber auch einmal berichten?
Besten Gruß Joachim Thiel"

Herr Thiel spricht da eine schlimme Geschichte an, die sich vor Kurzem in Isfahan ereignete. Mehrere Frauen wurden durch Säureattentate schlimm verletzt, ein unvorstellbares Ereignis für jede Frau, dass mit keinem Grund zu rechtfertigen ist, schon gar nicht aus islamischen Gründen, wie in den ausländischen Medien und von Gegnern der Islamischen Revolution in Iran vorgegeben wurde. Alle Verantwortlichen der Islamischen Republik Iran haben derartige Behauptungen strikt abgewiesen und klar gestellt, dass alles unternommen werde, um  die Täter zu fassen. Den betroffenen Frauen ist dadurch nicht geholfen, sie werden ein Leben lang unter den Folgen dieses Anschlags leiden, aber hoffentlich werden durch die Maßnahmen der iranischen Behörden weitere Anschläge verhindert.

Dass wir bei unserer Berichterstattung versuchen die Neutralität zu wahren, hat Herr Said Mansur Zia richtig erkannt, in seiner Mail schrieb er:

"Sehr geehrte Damen und Herren,

ich muss mich an dieser Stelle für die Veröffentlichung von Kommentaren, die ich geschrieben habe bedanken.

Aber auch bedanke ich mich für die Kommentare, die nicht veröffentlicht wurden. Es gibt Tage wo man von den Nachrichten sehr emotional geprägt ist und die geistige Einstellung es nicht erlaubt in der Realität zu bleiben.

Man vergißt in manchen Fällen Sinn und Verstand.

Natürlich lese ich gerne Ihre Nachrichtenseite, da ich glaube, dass Propaganda, Volksverhetzung und Politik nicht Ihre Mittel sind sondern immer eine Neutralität bewahrt bleiben muss.

Einen aufrichtigen Dank an den Administrator und die Nachrichtenersteller und die Macher dieser Webseite, die so viele Informationen bzw. Nachrichten für Ihre Leser bereitstellen.

Hochachtungsvoll Said-Mansur Zia"

Wir freuen uns natürlich Herr Zia, wenn unsere Arbeit anerkannt wird und danken Ihnen für Ihre positive Stellungnahme.

Einer, der auch sehr positiv gegenüber uns und unserem Land eingestellt ist, ist Herr Luis Llantada, unser treuer Freund in Düsseldorf. In einer seiner letzten Mails berichtete er uns von einem netten Ereignis, dass wir gleichzeitig auch als Werbung für Iran und seine landwirtschaftlichen Erzeugnisse nutzen wollen. Gerade jetzt in die kalte Jahreszeit passt der Verzehr dieser Köstlichkeit, die unserer Gesundheit zuliebe viel öfter auf dem Tisch stehen sollte, als die vielen Industrieprodukte, die mit raffiniertem Mehl und raffiniertem Zucker der menschlichen Gesundheit mehr schaden als nutzen. Also hier nun die kleine Geschichte von Herrn Llantada, unserer Gesundheit zuliebe.

"Als Anekdote wollte ich euch erzählen, daß ich gestern zu einem iranischen Lebensmittelgeschäft gegangen bin, wo ich schon mehrmals gewesen war, weil ich wollte unbedingt Datteln aus Iran kaufen, egal wie teuer sie gewesen wären. Ich kaufte zwei Kilo davon, und während ich auf eine Straßenbahn wartete, fing ich an Datteln zu essen. Sie waren die besten Datteln, die ich bisher gegessen hatte und viel besser als die Datteln aus Tunesien, die ich bisher gekauft hatte. So ging ich wieder zu dem iranischen Geschäft und kaufte weitere zwei Kilos und noch einige Süßigkeiten!"

Soweit zu der Geschichte von Herrn Llantada, die auch zeigt, dass wir so ganz doch nicht von den Süßigkeiten wegkommen, besonders jetzt, wo die Weihnachtszeit herannaht. Deshalb stehen in Grafing bei Werner Schubert auch schon die Zeichen auf Weihnachtsbäckerei:

"Bei uns ist es jetzt herbstlich geworden, ohne Heizung wäre es zu kalt. Mal sehen, was der Winter diesmal zu bieten hat. Ich habe ab Mitte November drei Wochen Urlaub, es ist wieder an der Zeit, mit der alljährlichen Produktion meiner Vanillekipferl zu beginnen. Schade, dass die Post nach Teheran immer so lange braucht, sonst hätte ich schon längst mal ein Päckchen in den Iran geschickt..."

Trotz aller Dattelvielfalt und großem Dattelangebot bei uns hier in Iran vermissen wir jetzt aber doch die Vanillekipferl aus der Herstellung der Schubertschen Küche. Danke Herr Schubert es ist nett an uns zu denken.

Herr Schubert hatte noch eine Meldung über den Zuzug neuer Hausgenossen, aber Hilfe wird er von ihnen bei der Kipferlproduktion sicher nicht bekommen. Er schreibt nämlich:

"Es gibt auch noch eine positive Nachricht: Ich bin schon seit Anfang September nicht mehr "solo": Meine Einsamkeit machte meiner Nachbarin und ihren beiden Buben wohl doch so viele Gedanken, dass die Drei just an meinem Geburtstag mit einem kleinen Transportkäfig vor der Tür standen... Und jetzt wohnen Speedy und Molly schon wieder einige Wochen bei mir und gewöhnen sich zunehmend an die neue Umgebung. Speedy ist hellbraun und hat eine windschnittige Langhaarfrisur, seine Kollegin Molly ist dagegen weiß, kurzhaarig und hat große Augen. Sicher wird es auch mal ein Bild von den Beiden geben. Wenn ich fotografieren nur nicht so hassen würde..."

Na ja Herr Schubert, wir haben ja noch die Fotos von Lucky und Lilly, da kann unsere Meerschweinchenbilder-Sammlung noch warten.

"So, das mal eben für heute. Ich wünsche dem ganzen Team noch einen schönen Herbst und sende ganz herzliche Grüße auch wieder an Frau Zangeneh!

Bis bald, Ihr Hörer

Werner Schubert mit Speedy & Molly"

Die Zeit rennt uns davon, schon wieder ist die kurze Sendezeit um, wir können die Verkürzung nur immer wieder bedauern, denn unser Beisammensein mit Ihnen liebe Hörerfreunde, hat auch für uns einen unschätzbaren Wert.

Abschließend haben wir aber noch einen TV-Tipp von Paul Gager aus Deutschkreutz, der sich übrigens auch bei uns bedankte für ein kleines Geschenk anlässlich seines 2300. Empfangsberichts:

"Dank für das interessante Büchlein "Wunder der Schöpfung" sowie die schöne QSL Karte für meine Empfangsberichte bis 09.09.2014."

Hier nun der TV-Tipp für Donnerstag den 13. November, da gibt es im ARTE TV um 16:15 Uhr eine Gesellschaftsdoku von 2013 von Kamran Heidari: Dingomaro – Irans Schwarzer Süden.

Damit die besten Wünsche für eine gute und gesunde Woche und bleiben Sie uns und unseren Sendungen treu.

Choda hafez – Gott schütze Sie!

 

 

 

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