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Mittwoch, 22 Oktober 2014 12:32

Hörerpostsendung am 19. Oktober 2014

Hörerpostsendung am 19. Oktober 2014
Bismillaher rahmaner rahim -  Die moderne Technik ist ja immer umstritten, gleich auf welchem Gebiet. Aber ohne moderne Technik hätten wir heute wahrscheinlich eine leere Hörerpostmappe. Die Wege nach Teheran scheinen verschlungen, und wie es aussieht kommt nur die Post, die per Internet unterwegs ist, problemloser bei uns an.

Unsere treuen Hörerfreunde kennen ja schon die Schwierigkeiten mit der Post bei IRIB und lassen sich Gott-sei Dank nicht davon abschrecken. Herr Radschabi, wüssten Sie nicht auch gerne mal, ob es derartige Post-Probleme bei den Kurzwellensendern anderer Länder ebenso gibt?

Sicher wäre da ein Vergleich für uns ganz interessant, so könnten wir unsere Arbeit noch besser einschätzen. Also liebe Freunde in der wöchentlichen Hörerrunde, vielleicht lassen Sie uns die ein oder andere diesbezügliche Information mal zukommen. Vielen Dank und damit herzlich Willkommen zu unserer heutigen Ausgabe von "Wir und unsere Hörer", die nicht alleine aufgrund mangelnder Post ab heute nur 20 Minuten dauern wird.

Ja, Sie haben richtig verstanden: ab heute nur noch 20 Minuten, denn aus radiotechnischen Gründen werden wir schon seit sehr langer Zeit darum gebeten, diesen Schritt zu tun, der uns allerdings sehr schwer fällt. Seine Umsetzung können wir nun aber nicht mehr länger aufschieben.

Falls sich jedoch in der Redaktion am Fuße des Elbursgebirges wider Erwarten die Postberge stapeln sollten, dann müssten wir auf zwei Termine für die Hörerpostsendung in der Woche ausweichen, mehr Zugeständnisse werden uns von der Direktion nun nicht mehr gemacht. Wie es scheint will man jetzt nicht mehr länger die Augen zudrücken gegenüber der Extrawurst, die beim IRIB "Funk in Deutsch" da jede Woche produziert wird. Man argumentiert damit, dass Radiosendungen nicht so lange sein dürfen? 

So bleibt uns also nichts anderes übrig, als gemeinsam in den sauren Apfel zu beißen. Wir hoffen auf Ihr Verständnis für Unabänderliches und freuen uns wenn Sie uns Ihre Meinung dazu schreiben, gerne auch mit internationalem Vergleich.

Nun aber zur Post, die wir Ihnen heute vorlesen wollen. Wie ich sehe hält Frau Tschupankare einige Dankes-Mails bereit, die wir in der letzten Woche nicht mehr geschafft haben, und möchte gleich die erste davon vorlesen:

Ja, Sie haben Recht, ich habe eine Mail von unsrer Hörerfreundin Martina Pohl:

"Liebe deutschsprachige Redaktion in Teheran,

diese Woche habe ich Post von Euch bekommen, wofür ich mich recht herzlich bedanken möchte. Ein Frequenzplan, ein dickes Buch, sowie eine schöne QSL-Karte waren im Umschlag enthalten. Nochmals danke für alles.

Viele Grüße Eure Martina "

Und zwei weiter Empfangsberichte hat die fleißige Frau Pohl gleich mitgeschickt, wofür wir uns wiederum bei ihr bedanken.

Aber nicht nur in Überlingen, sondern auch in Mannheim und in Remscheid ist unsere Post angekommen, worüber wir sehr froh sind. Aus Mannheim heißt es:

 "Sehr geehrtes Team vom Radio IRIB,

habe am Montag, den 6.09.2014 ganz überraschend Ihr nettes und schönes Geschenk erhalten. Hat mich richtig gefreut von Euch eine schöne Ansichtskarte, eine QLS-Karte und den Koran zu erhalten. War ein schönes Geschenk von Euch, für das ich mich bedanken möchte. Werde versuchen regelmäßig im Koran zu lesen.

Mit lieben Grüssen aus Mannheim nach Teheran von Andreas Pawelczyk"

 

Und aus Remscheid hieß es:

"Herzlichen Dank!
Für die Bestätigungen und für das Buch "Bis in alle Ewigkeit".
Schönen Tag!
Heinz Günter Hessenbruch"

So, das war die noch liegen gebliebene Post von der letzten Sendung und jetzt haben wir schon wieder neue Empfangsberichte von Frau Pohl und nebenher gratulierte sie uns auch noch:

 

"Liebes Team in Teheran,

Nachträglich möchte ich noch der gesamten Redaktion von IRIB und ihren Familien zum gesegneten Ghadir-Fest recht herzlich gratulieren.

Viele Grüße von Eurer Martina aus Überlingen"

Schön, dass Sie daran gedacht haben, Frau Pohl, und danke!

 

Der Empfangsbericht von Herrn Dieter Feltes aus Pyrbaum
stammt vom 6. Oktober, er hat also am Montagmorgen die Hörerpostsendung gehört und merkte dazu an:
"Sehr geehrte Damen und Herren!
Ja auch wir haben das Erntedankfest in meiner Gemeinde gefeiert. Die
Katholische und auch die Evangelische Kirche haben miteinander einige
Stunden verbracht. Auch das Getreide, der Grundstock für das tägliche
Brot wurde gesegnet. Der Tag des Opferfestes wird ja bei Ihnen etwas
anders gefeiert. Aber der Sinn dieses Festes ist glaube ich das Gleiche.
Manche Hörer können die andere Früh Frequenz 17570 KHZ empfangen. Mir ist es trotz mehrmaliger Versuche nicht möglich.
Ich wünsche Ihnen nun Alles Gute und viele Grüße aus Pyrbaum
Dieter Feltes"

Lieber Herr Feltes, Hauptsache, Sie können uns über eine der beiden Frequenzen empfangen. Einen direkten Vergleich des Opferfestes mit dem Erntedankfest kann man zwar nicht ziehen, beide Feste sind jedoch Feste des Dankes.

Dieter Buchholz aus Klein-Oschersleben hat "Wir und unsere Hörer" am Sonntag vor 14 Tagen gehört, leider mit mäßigem Empfang.

Die stattliche Zahl der Empfangsberichte von Bernd Seiser wächst weiter und wir danken ihm für diese:

"Gerne sende ich meine Empfangsberichte 3381 bis 3420 aus der Zeit vom 19. August bis 8. Oktober 2014 und bitte um eine Bestätigung mit einer weiteren IRIB QSL-Karte.

Ich hoffe, dass die Berichte lesbar in Teheran ankommen und bitte um

eine kurze Nachricht.

Freundliche Grüße aus Ottenau,  Bernd"

 

Ebenso danken wir  Herrn Alfred Albrecht aus Emmendingen für drei weitere Empfangsberichte, und zwar sind diese vom 3., 5. und 6. Oktober, wo er unsere Morgensendungen über die 17.500 kHz mit SINPO-Werten von zumeist 4 empfangen konnte.

Sein Empfänger ist ein Sony ICF 2001 mit Langdrahtantenne.

Bevor es hier bei uns jetzt weitergeht mit Mails zu politischen Themen, hören Sie erst einmal zum Entspannen unser Musikstück, auf das wir auch trotz kürzerer Sendezeit nicht verzichten wollen. Da stimmen Sie ja sicher mit uns überein.

Wie schon gesagt nun zu den Mails mit politischen Themen, die erste kommt aus Mannheim und stammt vom 16. Oktober:

"Über die befremdenden Medien des Westens muß man immer wieder den Kopf schütteln, wobei ich ganz speziell die deutschen meine.

Auch zum Thema Palästinenser kann man nicht über den Tellerrand in Deutschland denken. Sie gelten schlichtweg nur als Terrorristen, während man sie im Iran und anderen Gegenden als Widerstandkämpfer ansieht.

Palästinenser in zionistischen Gefängnissen sind in deutschen Medien schlichtweg auch kein Thema. Immerhin saßen während der Intifada 900 Palästinenserinnen im Gefängnis. Die Bedingungen sind schlichtweg unmenschlich. Warum? Die Säuglinge werden von den Frauen getrennt, außerdem haben die Frauen mit israelischen Kriminellen im Gefängnis zu tun. Die Hygiene läßt nach Berichten auch ganz schlimm zu wünschen übrig. Deshalb muß man Ihre Aufklärungsarbeit aus Teheran zu diesem Thema loben."

Unser aufmerksamer Hörerfreund aus dem österreichischen Deutschkreuz hat neben vielen Empfangsberichten auch einen Artikel aus der Wiener Zeitung zum Thema Palästina geschickt, aus dem wir vorlesen möchten, weil er viele wichtige Informationen enthält:

„Frieden, der selbstverständliche Ist-Zustand der jüngeren Generation Europas, bleibt in Nahost auch im 21. Jahrhundert bloß ein naiver Wunschtraum. Schließlich liegt hier ja laut drei heiligen Schriften das Kernstück der Sehnsüchte der Menschheit: das sogenannte "Heilige Land". Und eben diese "Heiligkeit" besiegelt bis heute das Schicksal der Palästinenser.
Schon früh wurde Palästina zum Ziel von Reisenden und Pilgern, die ihre Sehnsüchte auf dieses Stück Erde projizierten. In den seit Jahrhunderten überlieferten Reisetagebüchern finden sich zwar immer Bestätigungen der eigenen religiösen Gesinnungen des Autors, eine Beschreibung der Realitäten oder gar der Bewohner jedoch nie.

Ein Land, nicht anders als andere, vielleicht in Wirklichkeit noch etwas karger und abweisender, wird somit beflügelt mit den Fantasien der Gläubigen. Die biblischen Beschreibungen ersetzen den Blick auf die Realität. Damit beginnt Palästinas eigentliche Tragödie: mit seiner Heiligsprechung. Die Tragödie gipfelt in wiederkehrenden Kriegen, wird jedoch auch in Friedenszeiten fortgesetzt.

Seit Jahrzehnten besiedeln Menschen aus dem Westen das Westjordanland, das sie nach den biblischen Namen Judäa und Samaria benennen. Diese Siedler sind oftmals Amerikaner, Kanadier oder Franzosen, zugewanderte Juden, die sich dort wie die Pioniere im Wilden Westen auf einem Land Siedlungen bauen, von dem sie behaupten, es wäre leer gewesen. Für diese Siedler legt Israel eigene Straßen durch palästinensisches Gebiet an, schneidet palästinensische Dörfer voneinander ab und ändert den Verlauf der Grenzmauer.

Tag für Tag breiten sich diese Siedlungen über das Westjordanland immer mehr aus, zerstückeln ein Land, das die Grundlage für einen zukünftigen palästinensischen Staat bilden sollte, und bedrohen den Friedensprozess im Nahen Osten und in der Welt. Palästina existiert somit weiterhin bloß in der westlichen, biblischen Einbildung. Die Bibel ist sozusagen die moderne Landkarte dieser Siedler. Die Palästinenser und die Realität des 21. Jahrhunderts sind bloß schwarze Flecken auf dieser Landkarte.
Jetzt, wo nach dem jüngsten Krieg im "Heiligen Land" wieder die Waffen ruhen, sollten sich die westlichen Friedensvermittler noch einmal die Ursache der Eskalation ins Gedächtnis rufen: die Entführung und Ermordung von drei jungen Siedlern in der Westbank. Der Siedlungsbau muss gestoppt werden, wenn die EU und die USA es ernst meinen mit ihren Friedensvermittlungen. Der Westen muss endlich aufwachen aus der Ohnmacht der drei Weltreligionen und die Realität sehen: Das Land braucht Frieden, nicht Heiligkeit.

Anstatt mit der Bibel in der Hand die Orte zu begehen, die vor 2000 Jahren wichtig waren, sollten heutige Besucher der Region auf "Sarha" gehen. "Sarha" ist die traditionelle, palästinensische Art, seine Gedanken freizumachen. Jemand, der auf "Sarha" geht, wandert ohne Ziel, ohne Zeitbegrenzung dorthin, wo die Seele ihn trägt. Eine Beschäftigung, die überall auf der Welt ausgeübt werden kann; nur im "Heiligen Land" nicht: Dort behindern militärische Besatzung, Grenzposten und Siedlungen alltäglich das, was "Sarha" im Kern ausmacht: Freiheit.“

Die beiden nächsten Mails von werten Hörerfreunden beschäftigen sich auch mit dem Nahen Osten und greifen ein Thema auf, das in den letzten Wochen und Monaten zunehmend die Schlagzeilen in aller Welt angeführt hat. Da wäre zuerst Ralf Urbanczyk, der seinen Empfangsbericht vom 8. Oktober folgendermaßen kommentierte:

"Sehr interessant war das Interview mit Christoph Hoerstel mit seiner Analyse zur von den USA geführten Allianz gegen den sogenannten Islamischen Staat.
Mich erschreckt, dass die Regierungen der Welt nicht den Willen zeigen, mit Entschlossenheit etwas gegen diese Terroristen zu unternehmen. Irgendwie erinnert dies alles an Ereignisse aus noch nicht so lange zurückliegender Zeit. Vor genau 20 Jahren, 1994, sah man die Massaker in Ruanda schon Wochen vorher kommen, die UNO warnte, doch nichts geschah. Wochenlang wütete der Mob. Später sagten alle, das darf sich nie wiederholen. Ein Jahr später kam das Massaker von Srebrenica. Und wieder sagten die Regierungen der Welt danach, das darf sich nie wiederholen. Und jetzt?

Es gab Interviews mit saudischen Offizieren in der Anti-IS-Allianz, diese sprachen vom Kampf gegen den syrischen Präsidenten Assad. Die IS interessierte sie nicht weiter.
Soll man da diese USA-geführte Anti-IS-Allianz ernst nehmen?
Mit besten Grüßen,
Ihr Hörer Ralf Urbanczyk"


Am 8. Oktober schrieb uns auch Herr Lutz Winkler aus Schmitten im Taunus und auch in seiner Mail ist das von Ralf Urbanczyk angeschnittene aktuelle Thema vom so genannten Islamischen Staat der Schwerpunkt:

"Liebe Mitglieder der deutschen Redaktion in Teheran,

der Oktober fing in Deutschland ganz golden an - mit Temperaturen um die 20°C und viel Sonnenschein. Kaum zu glauben, dass das der Herbst sein soll - aber es kommen sicher auch noch Zeiten mit schlechterem Wetter.

Im September war ich beruflich viel im europäischen Ausland unterwegs, konnte die Sendungen auch gut aufnehmen.

Die Kurzwellenausstrahlung von IRIB ist gut zu hören - vor allem am Abend. Die Morgensendung ist kaum noch hörbar, aber das berichtete ich bereits.

Herzlichen Dank für das Verlesen meiner Post in der Hörerpost Sendung.

Die Entwicklungen in der islamischen Welt sehe ich mit großer Sorge. Da scheint sich eine radikale Macht zu formieren: die IS. Ich finde das furchtbar und erschreckend - auch mit welcher Taubheit und Ignoranz Europa darauf reagiert. In Straßburg werden die neuen EU Minister befragt - und keiner wendet sich den aktuellen Probleme zu. Es ist bei dieser Herausforderung keine einheitliche europäische Stimme zu erkennen. In Deutschland werden einzelne Medienschlagzeilen von der Politik aufgriffen - und vor allem: es wird wieder viel gejammert. Keine

Analyse, woher eigentlich die vielen scheinbar modernen Waffen kommen und wie die IS finanziert wird.

Und so möchte ich heute meinen Brief mit einem Zitat des kürzlich verstorbenen Siegfried Lenz beschließen, der einmal bei seiner Friedenspreisrede (Friedenspreis des Deutschen Buchhandels) am 9. Oktober 1988 sagte:

„Wir leben im Frieden, in einem unfertigen, notdürftigen, immer gefährdeten Frieden.“

Diesen Worten des großen deutschen Schriftstellers der Nachkriegszeit möchten auch wir nun nichts mehr hinzufügen, nur, dass wir dankbar sein sollten, das wir in Frieden leben können. Und wir sollten beten, dass immer mehr Menschen wieder in Frieden leben können.

Choda hafez – Gott schütze Sie!

 

 

 

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