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Donnerstag, 09 Oktober 2014 07:50

Hörerpostsendung am 5. Oktober 2014

Hörerpostsendung am 5. Oktober 2014
 Bismillaher rahmaner rahim - Wir begrüßen Sie herzlich in der Hörerrunde und freuen uns über die Empfangsberichte in unserer Postmappe, die bekunden, dass viele von Ihnen unsere Sendungen aus der Islamischen Republik Iran wieder hören konnten. Wenn auch die Empfangsbedingungen nicht immer so sind wie sie sein sollten, so kommen doch viele wichtige Standpunkte und Informationen, Nachrichten und Beiträge zu Ihnen herüber und regen sicher manchen von Ihnen zum Nachdenken an.

Und das ist ja der Sinn unserer Aufgabe – nämlich Ihnen die andere Sicht vieler Sachverhalte zu vermitteln. Ihnen zu sagen, und damit viele von Ihnen in Ihrer Ansicht zu stärken, dass die Welt sich nicht nur um fragwürdige Vergnügungen, Konsum, Gewinnmaximierung, unmoralisches Verhalten, u.a. dreht, sondern, dass es auch eine andere Sichtweise der Dinge gibt. Dass es noch Moral gibt und ethische sowie religiöse Werte, die dem Leben des Menschen einen höheren Sinn geben können.

Heute danken wir Ihnen allen, die immer wieder bei uns einschalten, einmal besonders. Danken dafür, dass Sie uns das Gefühl geben, dass unsere Arbeit Früchte trägt und Sie diese Früchte einsammeln und verwerten. Ein Dankeschön an Sie alle am heutigen Erntedankfest-Tag, an dem in Ihrem Kulturkreis liebe Hörerfreunde, für den Segen Gottes der sich durch Acker- und Gartenfrüchte manifestiert hat, gedankt wird.

Und auch hier in Iran haben wir heute einen Tag des Dankes – nämlich den Tag des Opferfestes, den die meisten Muslime in aller Welt schon gestern gefeiert haben. Das Operfest ist auch ein Fest des Dankes. Des Dankes dafür, dass Abraham letztendlich Gott doch nicht seinen Sohn Ismail opfern musste, sondern von Gott für seine Stärke im Glauben belohnt wurde, indem er ein Schaf anstelle seines Sohnes opfern durfte.

Dieser heutige Sonntag ist also ein besonderer Tag in Iran und in Deutschland und wir haben deshalb den Dank an den Beginn unserer heutigen Hörerpostsendung gestellt.

Unser Dank gilt heute zunächst allen denen, die uns Empfangsberichte zugeschickt haben, darunter sind unsre Hörerfreundin Martina Pohl mit weiteren Berichten vom September, die täglichen Empfangsberichte von Heinz-Günter Hessenbruch aus Remscheid für den Monat September, in dem er uns auf Grund des unzureichenden Empfangs nur per Internet, dafür aber störungsfrei empfangen konnte.

"Werte Damen und Herren,
das letzte Quartal 2014 ist angebrochen, die Zeit rast dahin.
Ich danke für Ihre Sendungen und Beiträge im Monat September.
Der Empfang der Kurzwelle ist hier in Remscheid zur Zeit nicht so gut.
Daher nutze ich das Internet und kann Ihre Beiträge störungsfrei verfolgen.
Mit Gruß Ihr Heinz Günter Hessenbruch"


Aus Wuppertal kamen auch wieder neue Empfangsberichte, die wir als gutes Zeichen ansehen, denn sie zeigen uns, dass es Herrn Joachim Thiel einigermaßen gut geht.

Andreas Pawelczyk aus Mannheim war ebenfalls wieder mit Empfangsberichten dabei.

In seinem Urlaub hat uns Peter E. Boeck aus Offenbach auch dieses Jahr nicht vergessen und Empfangsberichte sowie folgende Zeilen geschickt:

"Liebe Freunde,

Während meines gegenwärtigen Urlaubs ist es in der Welt drunter und drüber gegangen, wie der Irak und die Ukraine zeigen. Dagegen scheint das mehrheitlich islamische Indonesien den liberalen, demokratischen Weg gehen zu wollen, wie die beigelegten Zeitungsausschnitte es zeigen. Darin wird auch das Regierungssystem des Iran erwähnt und mit dem von Pakistan verglichen. Wie wird dies bei Ihnen gesehen? Die repräsentative Darstellung des Regierungssystems ist aus europäischer Sicht recht unübersichtlich, weil dessen Kontrolle nicht vom Parlament ausgeht sondern von im Verborgenen aktiven Räten.

Herzliche Grüße Peter"

Die Zeitungsausschnitte, die Herr Boeck mitgeschickt hat sind leider verloren gegangen, aber vielleicht können wir trotzdem später mal auf das Thema eingehen.

Wie immer hat sich auch Dieter Leupold aus Leipzig gemeldet und einen für uns hilfreichen Empfangsbericht per Mail zugeschickt. Er schrieb:

Hallo liebe IRIB Redaktion -

Der Empfang auf 9860 Khz war heute am Sonntag 28.09. recht gut die 7410 Khz war leiser und gedämpft mit Fading aufzunehmen.

Der Morgenempfang war Sonntagmorgen auf 17570 weitaus besser mit SIO : 4-3-3 und 15500 Khz mit SIO : 3-4-3
Mit freundlichen Grüssen aus Leipzig Dieter Leupold

Am Morgen sind bei uns grade mal +10 °C, sonst 17-21 °C

Bitte um eine neue schöne QSL-Karte. Danke."

Dieter Buchholz kommentierte seine Empfangsbedingungen am 21. September über die 9860 kHz mit:

"Mäßiger Empfang mit Seitenbandgeräuschen."

Und von Günter Jacob gab es den 381. Bericht in dem es hieß:
"Sehr geehrte Damen und Herren,
ich hörte hier in Neuburg bei Passau mit einem JRC-Kommunikations-empfänger NRD-525G und 7-m-Landrahtantenne Ihr Programm in deutscher Sprache am 30. September 2014 um 07:23 Weltzeit mit Empfang SINPO 4 bis 5 - 5 – 2 bis 3 – 3 – 2 bis 3 auf 17570 kHz.
Bitte überprüfen Sie meine Empfangsangaben. Ich wäre sehr erfreut darüber, wenn Sie mir nach Erhalt des 390. Berichtes wieder eine QSL-Karte vom IRIB World Service ausstellen und zusenden würden.
Für heute verbleibe ich mit freundlichen Grüßen
Günter Jacob"

Ein neuer Hörerfreund hat sich aus Finnland gemeldet, zunächst aber über den Empfang verschiedener lokaler iranischer Sender berichtet. Er schrieb:

"Sehr geehrte/r Frau oder Herr
Ich habe ein paar Radiosendungen aus dem Iran in Finnland empfangen und möchte ein QSL (Empfangsprüfung) davon bekommen. Meine Station besteht aus einem Funkamateurradio für Kurzwelle mit PA0RDT Mini-Whip Antenne.
Vielen Dank für Ihre Antwort
Juha Nygård"

Nachdem wir Herrn Nygard mitgeteilt haben, dass wir für diese Sender keine QSL-Karten ausstellen und ihn auf unsere deutschsprachigen Sendungen hingewiesen haben, meldete er sich gleich am 3. Oktober wieder:

"Sehr geehrte Frau Sheikholeslami

Ich habe die deutsche IRIB Sendung von gestern Abend empfangen. Ein Thema der Sendung war der IS. Die Signalstärke war S9+, die Sie auf dem Radio sehen können. In meinem Radio hatte die Sendung von 9860 KHz eine bessere Qualität als 7410 KHz. 

Ich finde es sehr gut, dass Sie Programme auf mehreren Sprachen haben, weil man alles in AP/Reuters und andere westliche Medien nicht hört. Vielleicht könnten Sie Webster Griffin Tarpley (tarpley.net) irgendwann auf Deutsch interviewen? Er spricht gutes Deutsch. Er hat auf dem englischen IRIB oft Interviews gegeben. Mit einem YouTube Video würde das viele Zuschauer haben.

Juha Nygård

Tampere/Finnland

Vielen Dank"

 

Wir danken auch Ihnen Herrn Nygard für den Empfangsbericht und werden den Tipp mit Webster Tarpley an Herrn Schahrokny weitergeben.

Ja Herr Radschabi – in Finnland, da hört man uns, und in Isny nicht, ist das nicht schade?  Lesen sie doch mal die Mail von Helmut Dieterle vor, damit die Hörerfreunde auch Anteil nehmen können an den Problemen unseres langjährigen Hörerfreundes, der ja nicht nur mit dem Empfang unserer Sendungen Schwierigkeiten hat.

 

Ja, ich lese seine Mail vom 28. September mal vor:

"Liebe Radiofreunde,

leider komme ich nicht durch, vielleicht liegt es an meiner alten Kiste, für eine jüngere fehlt mir das Geld. Habe es heute Abend 20 Minuten probiert – ohne Erfolg – nun geh ich zum alten Radio, das etwas bringen mag. Ich muß erst wieder den teuren PC-Reparateur befragen, was mich viel kostet.

Ich weiß nicht woran es liegt. Mein Augenlicht  wird immer noch schlimmer und die ambulante Operation, die ja nur 20 Minuten dauern soll, wurde von den Ärzten um eine Woche verschoben auf den 14.10.2014. So muß ich noch lange warten und kann nichts mehr lesen und am Bildschirm brauche ich die Lupe und die Lesebrille, damit ich sehen kann, was ich Euch in großer Schrift geschrieben habe. Auf der Tastatur mit größeren Buchstaben geht es noch gerade. Wenn ich etwas einkaufen muß, habe ich sehr vorsichtig aufzupassen, daß mich keiner überfährt.

Das sind meine traurigen Zustände zur Zeit. Ich wünsche Euch allen alles Gute und Erfolg Eurer Arbeit im Sender.

Mit lieben Grüßen verbleibt Euer fast blinder Hörer

Helmut Dieterle"

Es tut uns wirklich leid, dass wir Herrn Dieterle nicht helfen können. Aber alles Gute und das Beste für die bevorstehende Operation, das können wir ihm über die kurzen Wellen wünschen. Hoffentlich kann er wenigstens unsere Grüße und Wünsche verstehen. Nun dauert es noch 9 Tage bis zu seiner Augenoperation, die ihm hoffentlich Besserung bringen wird.

Viele Empfangsberichte haben wir auch wieder aus Österreich bekommen, wo uns Herr Paul Gager in Deutschkreutz nach wie vor gerne hört. Aber Herr Gager schickt bekanntlich ja nicht nur Empfangsberichte, sondern er ist auch immer mit interessanten und aktuellen Meldungen in der Hörerpostrunde dabei.

Gestern bzw. heute war ja einer der größten islamischen Feiertage, das Opferfest, und auch in Deutschland wird schon längere Zeit über die Einführung eines Feiertages für Muslime diskutiert.

Herr Paul Gager hat für uns nun eine diesbezügliche Meldung aus Österreich mitgeschickt. Sie trägt den Titel: Neues Islamgesetz in Österreich in Vorbereitung

Ich beginne mal vorzulesen, was darinnen steht. Also:

Muslimen sollen in Österreich drei gesetzliche Feiertage zustehen. Das geht aus dem Entwurf für ein neues Islamgesetz hervor. Dass Anhänger des Islam mit den neuen Regelungen automatisch an diesen Tagen frei haben, heißt das aber nicht. Das Islamgesetz bildet nur eine gesetzliche Grundlage, falls der Anspruch darauf tatsächlich erfolgt. Geregelt sind die gesetzlichen Feiertage im Feiertagsruhegesetz von 1957. Demnach gibt es insgesamt 13 Feiertage - weltlich wie kirchlich. Angehörige der evangelischen Kirchen AB und HB (gemeint sind die lutherische und die reformierte Kirche), sowie der Methodisten und Altkatholiken haben zusätzlich am Karfreitag frei.

Schon mehrmals hatte die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich den Wunsch nach eigenen Feiertagen geäußert, die auch eine Integrationsmaßnahme darstellten. Dabei könnte es sich auch um unbezahlten Urlaub handeln.
Auch ÖVP-Außenminister Sebastian Kurz hat sich immer wieder für mehr Rechte für Muslime stark gemacht.
Hier noch die Fragen einer Meinungsumfrage zum Thema:
Das neue Islamgesetz soll Muslimen Anspruch auf 3 religiöse Feiertage im Jahr geben. Sind Sie dafür?

Ja, gleiches Recht für alle.
Nur wenn sie dafür an christlichen Feiertagen arbeiten.
Nein, Österreich ist immer noch ein christlicher Staat.

Ein Ergebnis dieser Meinungsumfrage liegt anscheinend noch nicht vor.

Erwartungsgemäß stärkt der Entwurf für das Islamgesetz auch die Rechtspersönlichkeit der IGGiÖ selbst als Vertreter der Muslime, aber ebenso der mittlerweile anerkannten Aleviten. Beschlossen werden könnte der Text noch heuer.
Werte Redaktion, einige Empfangsberichte folgen noch.
Mit kurzwelligen Grüßen
Paul Gager
Deutschkreutz/Österreich"

So nun ist Zeit für unser Musikstück, wozu wir Ihnen auch heute gute Unterhaltung wünschen.

Mit Empfangsberichten ist auch Antonio Mateo aus Grevenbroich regelmäßig in unsrer Hörerrunde dabei, und immer wieder stellt er uns gerne auch Fragen. Die folgende liegt schon etwas länger zurück, heute wollen wir nun näher darauf eingehen. Hier seine Frage:


"Spontan fällt mir noch mal eine Frage ein. Wie wird eigentlich Ihr Rundfunksystem finanziert und wie ist es aufgebaut? Wird es aus Steuermitteln finanziert oder gibt es im Iran auch eine Rundfunkgebühr? Gibt es auch "private" Stationen, die sich über Werbung finanzieren? Bin mal auf Ihre Antwort gespannt, denn das Rundfunk- und Fernsehsytem im Iran ist mir (ausser dem IRIB Auslandsdienst) unbekannt.             

 

Mit den besten Grüssen Ihr Radiofreund
Antonio Mateo Grevenbroich"

 


Heute nun einige  Informationen auf die Frage von Herrn Mateo, und wir hoffen, dass dieses Thema auch die anderen in unserer Sonntagsrunde interessieren wird.

IRIB – Islamic Republic of Iran Broadcasting - also der Rundfunk der Islamischen Republik Iran  - ist der staatliche Hörfunk- und Fernsehsender der Islamischen Republik Iran, und untersteht dem Kapitel 12 der Verfassung der Islamischen Republik Iran.

Im Kapitel 12 der Verfassung der Islamischen Republik Iran – dem Kapitel für die Medien - heißt es in Artikel 175:

(1) Die Freiheit des Ausdrucks und der Verbreitung von Ideen muss im Rundfunk und Fernsehen der Islamischen Republik Iran unter der gebotenen Beachtung der islamischen Prinzipien des Landes gewährleistet sein.

(2) Die Ernennung und Entlassung des Leiters der Rundfunk- und Fernsehorganisation der Islamischen Republik Iran liegt beim Islamischen Oberhaupt. Ein Rat, der aus jeweils zwei Vertretern von Exekutive, dem Oberhaupt der Justiz und der Islamischen Beratungsversammlung besteht, wird diese Organisation beaufsichtigen.

(3) Die Grundsätze und Verfahrensweisen der Verwaltung dieser Organisation und ihre Beaufsichtigung regelt das Gesetz.

Nach dem Sieg der Islamischen Revolution im Jahr 1979  wurden also die islamischen Ideale und Grundsätze mit hoher Priorität in den Programmablauf eingebunden.

Der Leiter von IRIB wird wie gesagt vom Revolutionsführer ernannt, und zwar für einen Zeitraum von 5 Jahren. Danach kann seine Amtszeit noch einmal für den gleichen Zeitraum verlängert werden.

Die staatliche Rundfunk- und Fernsehanstalt Irans wird zur einen Hälfte durch das jeweils vorgesehene Jahresbudget des Staatshaushaltes, zur anderen Hälfte durch Werbeeinnahmen, den Verkauf der hauseigenen Zeitung "Jam-e Jam", Einnahmen des Sorusch-Verlages, Abgaben für verkaufte Fernsehgeräte, prozentuale Abgaben von Stromeinnahmen usw. finanziert.

IRIB gehört zu den größten Medienorganisationen in der Asien- und Pazifik-Region und ist Mitglied der Asia-Pacific Broadcasting Union mit Sitz in Kuala Lumpur. Die Zahl der Beschäftigten bei IRIB betrug Ende 2009 rund 46.000. IRIB hat weltweit 20 Auslandsbüros, darunter in Brüssel, London, Paris, New York, Kuala Lumpur, Pretoria, Damaskus.

IRIB hat 22 inländische TV- Sender, 34 lokale Fernsehsender,  7 internationale Nachrichtensender plus 3 Fernsehsender für Iraner im Ausland, 6 Satelliten-Sender für internationales Publikum und derzeit 36 landesweit empfangbare lokale Radiosender, die auch in örtlichen Dialekten  senden. Außerdem hat IRIB 20 nationale Radiosender und IRIB World Service strahlt Radiosendungen in 30 verschiedenen Sprachen weltweit, sowie Sendungen für Iraner im Ausland, aus. Daneben gibt es im Internet in verschiedenen Sprachen Nachrichten von IRIB, sowie Audio- und Video-Live-Streams.

Vor 5 Jahren wurde die digitale Ausstrahlung der Fernseh- und Radiosendungen mit DVB-T Standart begonnen und hat im letzten Jahr 90 Prozent erreicht. Ende des aktuellen iranischen Jahres 1393 soll die analoge Ausstrahlung gänzlich beendet werden.

Lieber Herr Mateo wir hoffen, dass Ihnen diese Informationen dienlich gewesen sind, wir werden sie Ihnen aber auch noch schriftlich zukommen lassen.

Über die Empfangsberichte, die wir nun erwähnen dürfen, haben wir uns auch sehr gefreut, denn es ist nun schon einige Monate her, dass wir von diesem Hörerfreund nichts gehört haben. Sein letzter Empfangsbericht war von Ende April, da sind inzwischen gut 5 Monate vergangen. Damals berichtete er davon, dass er im Mai mit seiner Frau eine Reise nach Armenien unternehmen wolle.

So und jetzt dürfen wir gespannt sein, was dieser Hörerfreund seinen Empfangsberichten von Ende September mit einigermaßen gutem Empfang hinzugefügt hat.

Freuen Sie sich jetzt mit uns über den Bericht von Fritz Andorf aus Meckenheim:

 

"Liebes IRIB-Team,

nach längerer Zeit möchte ich mich wieder einmal mit zwei weiteren Empfangsberichten melden. Draußen ist es nun herbstlich kühler geworden, und so verlegt man seine Aktivitäten wieder mehr in die Wohnung, zumal es am Abend auch schon früher dunkel wird. Damit macht das Radiohören wieder mehr Spaß.

In der Zwischenzeit habe ich zusammen mit meiner Frau zwei schöne Reisen unternommen, zum einen eine dreiwöchige Rundreise durch Georgien und Armenien, zum anderen eine einwöchige Wanderreise durch die Wicklow-Berge südlich von Dublin an der Irischen See.

Dann hatten wir wegen eines Computer-Defekts fast 4 Wochen keinen Zugang zum Internet. Und ich war froh, dass IRIB noch auf Kurzwelle zu hören ist, denn damit war ich wenigstens nicht ganz von den Informationen aus dem Nahen und Mittleren Osten abgeschnitten. Ansonsten litt ich schon fast unter Entzugserscheinungen. Ich hatte auch keine Lust, zum Kugelschreiber zu greifen und handschriftliche Empfangsberichte zu verfassen. Irgendwie ist man das nicht mehr gewohnt, weil alles per E-Mail abgewickelt wird. Ich kann mir vorstellen, dass es im Iran ähnlich ist, oder?

 

Doch zurück zu meiner Reise durch die Kaukasusrepubliken: Beide Länder haben eine wunderbare Landschaft, die von den schneebedeckten Kaukasusriesen über das Hochgebirgsland mit seinen spektakulären Schluchten und Gebirgspässen bis zu den Badeorten am Schwarzen Meer reicht. Interessant waren natürlich auch die Hauptstädte Tbilissi und Jerewan, die zahlreichen Kulturdenkmäler und das Leben der Bewohner in den früheren Sowjetrepubliken am Rande Europas. Dazu kommt, dass beide Länder touristisch noch kaum entdeckt sind.

In Armenien hatte ich gleich dreimal Berührungen mit dem Iran, denn immerhin haben beide Länder eine gemeinsame 35 km lange Grenze mit einem bedeutenden Straßengrenzübergang bei Meghri. Das erste Mal stießen wir in Jerewan auf den Iran. Denn auf unserem Stadtbummel entdeckten wir die persische Blaue Moschee, Gaj Dschami, aus dem 18. Jahrhundert, die einzige erhaltene Moschee Armeniens, die heute im Besitz der iranischen Vertretung in Jerewan ist. Mit ihren feingliedrigen Türmen und abertausenden blauen, weißen und goldenen Mosaiksteinen an den Außenwänden sowie der prächtigen Innenausstattung ist die Moschee ein sehenswertes Baudenkmal, das zudem noch etwas abgeschieden und ruhig in einem bezaubernden Garten steht. Wir hatten Glück, dass sie geöffnet war und konnten sie ungehindert besichtigen.

Die gut erhaltene Moschee ist ein Zeichen dafür, dass mit dem Iran gute nachbarschaftliche Beziehungen bestehen. Dies wurde auch deutlich, als wir mit dem Bus auf der Hauptroute M2 in das Bergland im Süden Armeniens unterwegs waren, um das abgelegene Kloster Tatev zu besichtigen, das nur noch rd. 100 km Luftlinie von der Grenze zum Iran entfernt liegt.  Auf der Straße kamen uns zahlreiche Fahrzeuge mit iranischen Kennzeichen entgegen, darunter viele Tanklastwagen, die offensichtlich Mineralöl in das rohstoffarme Armenien transportierten.

Und der dritte Berührungspunkt ergab sich auf dem Rückflug von Jerewan nach Wien. Neben uns saß ein Wissenschaftlerehepaar, das im Süden Armeniens ornithologische Forschungen betrieben hatte. Wir kamen ins Gespräch und dabei auch auf den Iran. Und die beiden schwärmten vom Iran und empfahlen uns, unbedingt einmal dorthin zu fahren. Denn es gäbe dort viel zu sehen, vor allem eine Fülle wunderbarer architektonischer Baudenkmäler. Und so haben wir nun eine Reise in den Iran in Erwägung gezogen und wälzen nun schon Kataloge.

Doch soweit zur ersten Reise. Irland ist natürlich völlig verschieden, und wir haben die Wanderungen in dem grünen Hügelland mit Blick auf die See und die Stadtbesichtigung von Dublin ebenfalls sehr genossen. Wie Sie sehen, kommen die Sendungen aus Teheran hier im Rheinland recht gut herein. So höre ich weiterhin sehr gern die Nachrichten aus der Region, die in unseren Medien nicht so ausführlich gebracht werden. Ein „Muss“ ist natürlich die sonntägliche Hörerpostsendung, in der auch heute wieder viele namentlich Bekannte zu Wort kamen. Hilfreich war der Hinweis auf die Diplomaktion des RTI-Hörerklubs von Bernd Seiser.

Über die Bestätigung meiner Empfangsberichte würde ich mich freuen. Nach meinen Unterlagen stehen auch die Bestätigungen für die Berichte Nr. 66 vom 17.02., Nr. 67 vom 25.04. und Nr. 68 vom 28.04. noch aus.

Mit den besten Grüßen und allen guten Wünschen nach Teheran

von Ihrem Fritz Andorf"

Die Zeit des Abschieds ist gekommen und schweren Herzens haben wir noch eine traurige Meldung mitzuteilen, die unseren Hörerfreund aus Borazjan im Südiran betrifft.  Wie wir von Frau Zangeneh hörten, ist der Vater von Fazel Mondani verstorben, gerade als dieser sich auf einer Pilgerreise zu Imam Reza –a.s.- nach Maschhad befand.

Wir bekunden Herrn Fazel Mondani an dieser Stelle unsere aufrichtige Anteilnahme, sicher auch in Ihrer aller Namen.

Wir hoffen ebenso, dass sein Brieffreund Frank Luqman Bresonik heute bei uns zuhört, denn seine Benachrichtigung über den Postweg würde sehr lange dauern.

Bis zum nächsten Mal wünschen wir Ihnen allen eine gute Zeit und

Choda hafez – Gott schütze Sie!

 

 

 

 

 

 

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