Diese Webseite wurde abgebrochen. Wir wechseln auf Pars Today German.
Donnerstag, 18 September 2014 08:19

Hörerpostsendung am 14.September 2014

Hörerpostsendung am 14.September 2014
  Bismillaher rahmaner rahim Ein herzliches Willkommen allen Hörerfreunden die sich heute vor den Empfangsgeräten oder evtl. auch vor dem Computer plaziert haben, um die Ohren zu spitzen, was und wer wohl heute in der Hörerpostrunde so alles dabei sein wird.

 

Frau Tschpankare, lesen wir doch zunächst ein paar Sätze aus einigen der Briefe vor, ich habe ein paar herausgeschrieben.

Ja vielleicht erkennt ja der ein oder andere Hörerfreund dann schon, ob er heute auch dabei ist. Prima, fangen Sie gleich an Herr Radschabi:

"Ein kleiner Tropfen gegen die Ebbe im Hörerbriefkasten"

"Auch heute habe ich wieder 10 Empfangsberichte"

"Ich höre immer noch regelmäßig Ihre Sendungen"

"Herzliche Urlaubsgrüße von der Ostseeinsel Poel"

"Recht herzlichen Dank für Ihre Luftpost"

"Vielen Dank für die Eintragung ins Gästebuch meiner Tochter Nadine"

"Danke für die letzte Post/Buchsendung. Meine Situation hat sich etwas gebessert"

"Sie haben meinen Namen gestern erwähnt, aber der Empfang war sehr stark gestört, dass ich es nicht sofort verstand."

"Meines Erachtens wird es keinen Frieden in Palästina geben"

"Man muß froh sein, dass eine Stimme aus der Ferne eintrifft"

Liebe Freunde der Stimme der Islamischen Republick Iran, im Laufe der nächsten halben Stunde werden Sie nun erfahren wer uns geschrieben hat – vorausgesetzt Sie bleiben dran. Aber zunächst ein paar Takte Musik.

Bevor wir aber zu Ihren Briefen kommen, wollen wir aber auf Bitte von Frau Sheikholeslami heute zuerst an einen alten Stammhörer erinnern, der in der kommenden Woche gleich zwei Gedenktage hat, nämlich den Geburts- und den Todestag. Es ist einer, der regelmäßig dabei war und seine Beiträge zur Hörerpostsendung sind allen bekannt. Er konnte die Post an IRIB sogar immer persönlich in unserem Büro in Berlin vorbeibringen. Viele von Ihnen werden nun vielleicht schon wissen um wen es sich handelt. Ja, wir sprechen von Manfred Soukup. Seit drei Jahren ist er nun nicht mehr dabei, am kommenden Dienstag jährt sich sein Todestag, nur zwei Tage vor seinem Geburtstag. Wie alt er bei seinem Tod war, wissen wir nicht, wir haben sein Geburtsjahr nicht in den Unterlagen gefunden. Gedenken wir an dieser Stelle diesem ehemaligen aktiven IRIB-Hörerfreund mit den Worten, die seine Frau damals im IRIB-Büro in Berlin vorbeibrachte:

"Das Leben eines lieben Menschen ging zu Ende. Die Erinnerung aber bleibt. Sie tröstet, spendet Hilfe und bringt Hoffnung."

Da wir gerade bei Erinnerungen sind – irgendwie fehlte uns seit rund 3 Monaten ein Lebenszeichen aus Wuppertal und per Mail erkundigten wir uns nach dem Befinden von Hörerfreund Joachim Thiel. Da kam dann zu unserer Beruhigung auch gleich eine Antwort:

"Guten Tag in den Iran,

vielen Dank für Ihren Brief per Mail und die Wünsche.

Ich höre immer noch regelmäßig Ihre Sendungen, will heißen, mindestens 2 - 3 x in der Woche, aber fühle mich nach jetzt 5 Jahren Dialyse an den Dialysetagen, also jeweils montags, mittwochs und freitags, derart schlapp, daß ich erst mal den Abend benötige, um wieder einigermaßen Kräfte zu sammeln. Das beinhaltet auch, daß ich meine Mails immer an den dialysefreien Tagen kurz beantworte und ein Empfangsbericht beansprucht doch immer einige Zeit, wenn er auch ausführlich sein soll.

Ich hoffe, daß es mir demnächst wieder besser geht und ich dann auch

wieder Zeit finde, hin und wieder einen Bericht zu senden.

Vielen Dank dafür, daß Sie sich an mich erinnern und auch Ihnen eine

recht schöne Zeit und alles Gute.

Bester Gruß Joachim Thiel"

Also Hauptsache es geht Ihnen einigermaßen gut, da sind die Empfangsberichte nicht so wichtig. Wir freuen uns, dass Sie sich gemeldet haben, vielen Dank. Alles Gute und gute Besserung nach Wuppertal, das wünscht das gesamte Team von IRIB und die Hörerfreunde schließen sich sicher an.

 

Einer, der sich immer an uns erinnert, egal ob im Urlaub oder zu Hause, ist Lutz Winkler aus dem Taunus. Er nimmt sich immer die Zeit, uns an seinem Leben und seinen Erlebnissen teilhaben zu lassen. Vielen Dank!

Jetzt kam eine Ansichtskarte von ihm worauf stand:

"Liebe deutsche Redaktion in Teheran!

Herzliche Urlaubsgrüße von der Ostseeinsel Poel sendet Ihnen ihr Hörer Lutz Winkler. Das Wetter ist gut, der Strand perfekt und die Umgebung interessant.

Recht herzlichen Dank für die QSL-Karte und Ihre Sendungen.

Viele Grüße Lutz Winkler"

Ein Empfangsbericht  vom 1. August über die Morgensendung von IRIB  war dabei und die SINPO –Werte waren mit 4-5-3-3-3 auch ganz ordentlich.

Für einen kurzen Gruß an uns hat es auch bei Werner Schubert  in Grafing gereicht. Eine Postkarte mit beliebtem Schubert-Motiv traf bei uns ein, auf der stand:

" Hallo nach Teheran,

anbei einige weitere Empfangsberichte und umseitig der Beweis, dass meine Haustiere und die beliebtesten Haustiere der Iraner offenbar ganz gut miteinander auskommen.

Liebe Grüße Werner Schubert!"

Alle, die regelmäßig dabei sind, wissen was auf Herrn Schuberts Postkarte abgebildet war, nämlich Meerschweinchen. Ja und auf dem Henkel des Korbes mit Meerschweinchen sitzt ein Wellensittich – sicher einer der Vögel, die in Iran zu den meisten Haustieren gehören.

Ja, und die Empfangsberichte von Juni und Juli über unsere Sendungen morgens oder abends, gehört in Grafing oder Oberaudorf, zeigen, dass er dabei keine Empfangs-schwierigkeiten hatte.

Wenn es um den Empfang geht, da hat unser guter Hörerfreund Helmut Dieterle leider ganz anderes zu berichten, und das von Mai über Juni und Juli bis in den August. Da heißt es dann:

schwaches Signal - nichts hörbar- sehr schwaches Signal - nur Rauschen – nichts verstanden, und nur ganz selten mal zufriedenstellend  hörbar. Dementsprechend waren die besten SINPO-Werte von ihm 2 und 3.

Aber Helmut Dieterle hat nicht nur Probleme mit dem Empfang unserer Sendungen, sondern noch ein anderes Problem, wie Sie gleich hören werden:

"Sehr verehrte Damen und Herren,
leider muß ich in größerer Schrift schreiben, weil ich in meinen Augen zur Zeit den „grauen Star“ habe und meine 20 Minuten dauernde Operation erst am 7.10.2014 stattfindet, vorher geht leider gar nichts. So sitze ich mit Lesebrille und Lupe vor dem Bildschirm, damit ich sehen kann, was ich da getippt habe, anders geht es nicht mehr. Ich muß also noch etwa 4 Wochen warten bis ich dran bin.
Sie haben meinen Namen gestern erwähnt, aber der Empfang war sehr stark gestört, daß ich es nicht sofort verstand. Können Sie mir nicht auf meinen Rechner den Beitrag zusenden ??? Ich wäre Ihnen sehr dankbar dafür. Es ist an vielen Tagen einfach zu schwer, Sie klar hören zu können und so muß ich irgendwie ausweichen.
Soviel für heute. Ihnen und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern alles
Gute und Allahs Segen wünscht Ihnen Ihr alter Hörer Helmut Dieterle."
Wir werden der Bitte von Herrn Dieterle nachkommen und  wünschen ihm gute Besserung und im Oktober dann eine hoffentlich gelungene Operation.

Wenn es um die Gesundheit geht, da ist unser Hörerfreund Volker Willschrey sehr bedacht, im  März war er ja schon zu einem Kur-Urlaub im tschechischen Marienbad, wo er einige interessante Kuranwendungen wie Gasbäder und Gasinjektionen bereitwillig über sich ergehen lies und jetzt hat er auch seine Frau Marise mitgenommen zu einer gesundheitsfördernden Maßnahme. Hören Sie was er uns am 12. September schrieb:
"Liebe Freunde von IRIB,

Marise und ich waren im August 2014 zu einer gesundheitsfördernden Präventivmaßnahme meiner Krankenkasse im Gesundheitszentrum Saarschleife in Orscholz (hier im Saarland). Hat uns beiden sehr gut getan. Wir hatten viele Anwendungen, wie Schwimmen, Massage, Qi Gong und Rückengymnastik und konnten in der Freizeit auch ein bisschen spazieren gehen. Orscholz gehört mit der Saarschleife zu einem der schönsten Flecken hier im Saarland. Ich habe darüber auch einen Bericht geschrieben, den ich beilege.

Am 17. September geht’s für Marise und mich für eine Woche nach Albanien. – Soweit unsere Pläne.

Auch heute habe ich wieder 10 Empfangsberichte. Leider war (bis auf eine einzige –Ausnahme) der Empfang via Kurzwelle so schwach, dass ich auf Internet ausweichen musste. Aber so konnte ich wenigstens den Inhalt der Programme verstehen und habe wieder einiges Neues über Iran lernen können, wofür ich Ihnen an dieser Stelle danken möchte.

Über eine qsl-Bestätigung würde ich mich wieder freuen. Vielen Dank im voraus.

Damit möchte ich für heute schließen. Auf weitere Programme freue ich mich schon.

Beste Grüße nach Teheran! Volker Willschrey"

 

Wir danken Herrn Willschrey für die Empfangsberichte 1621 bis 1630! Und natürlich auch für seinen schön bebilderten und sehr ausführlichen und informativen Bericht über seinen Kur-Urlaub ganz bei ihm in der Nähe.

 

In seiner Mail stand aber nicht nur etwas von seinen eigenen Initiativen, sondern er hatte auch etwas von seiner Tochter Nadine zu berichten, die unter die Künstler, genauer gesagt unter die Schauspieler gegangen ist und inzwischen auch eine eigene Webseite hat. Wir durften uns, wie schon so viele andere, in ihr Gästebuch eintragen und daraufhin schrieb uns Herr Willschrey diese Zeilen:

 

"Vielen Dank für die Eintragung ins Gästebuch meiner Tochter Nadine. Die hat sich riesig darüber gefreut und möchte auf diesem Wege auch nochmals „Danke“ sagen. Es wäre schön, wenn ihre schauspielerischen Talente auch entdeckt würden und sie in einem Film mitspielen könnte. Sie versucht alles, doch ohne Förderung ist das leider nur sehr schwierig möglich.

 

Gestern hatte sie ein Interview mit den Radiokollegen von TRT (Stimme der Türkei) in Ankara."

Wir wünschen Herrn Willschreys Tochter Nadine nochmals alles Gute und beruflichen Erfolg. Wer von Ihnen liebe Hörerfreunde mal auf die Internetseite von Nadine Willschrey schauen möchte, hier ist die Adresse: www.nadine-willschrey.de

So, nun gönnen wir allen Hörerfreunden erst einmal eine musikalische Pause und hoffen unser heutiges Musikstück gefällt Ihnen.

 

Gefallen an unseren Hörerpostsendungen findet immer wieder auch Hörerfreund Andreas Pawelczyk aus Mannheim. Und jetzt hat ihm auch noch unsere postalische Zusendung gefallen. So schrieb er am 8. August:

"Guten Tag Frau Maryam Zare,                                      

recht herzlichen Dank für Ihre Luftpost, die ich am Donnerstag vergangener Woche erhielt. Ich war ja ganz überrascht, als ich die Post öffnete. Neben einer schönen QLS-Karte und einer Ansichtskarte mit Text von Ihnen bekam ich noch zwei ältere Zeitschriften mit Namen "Brieftaube" zugeschickt.

Wirklich ein schönes Geschenk für mich. Ich habe mich auch unwahrscheinlich darüber gefreut. Ich habe sofort die zwei Zeitschriften gelesen, was natürlich auf Kosten des Radiohörens ging.

Die eine Zeitschrift gibt einen kurzen Einblick in die Geschichte von IRIB, so dass man nichts mehr erfragen muß. Die Fotos der Redaktions-mitglieder sind auch ganz gut gelungen, so dass ich jetzt weiss, wie etliche aussehen.

Dann gehen die Themen von Erdkunde über deutsch-iranische Wirtschaftbeziehungen zu Sport und die iranische Küche.

Die zweite Zeitschrift gibt einen Einblick ins Redaktionsbüro, so dass man einen Einblick in Euren Arbeitsplatz hat. Dann gehts über Teilaspekte der Geschichte, Literatur, Geschichte Teherans weiter zur Teppichknüpfkunst und zum Bewässerungssystem Qanat und zum Schulsystem bis zu den Rechten der Kinder.

Das Thema Qanate war für mich sehr interessant. Aber es stellt sich doch für einen Deutschen die Frage, ob dies bei Euch die einzige Möglichkeit ist an Trinkwasser ranzukommen?

Sieht man dann im Iran die Kinder bei Prüfungen alle auseinandergesetzt stellt sich die Frage gibt es nur Mädchen und Jungen-Klassen? Und werden die Schüler auseinandergesetzt, weil sie gar abschreiben wie überall in der Welt? Na, ja!

 

Alles in allem habe ich mich über Eure Post sehr gefreut, und versuche mit Euren Sendungen am Ball zu bleiben. Ein wirkliches schönes Geschenk !

Mit lieben Grüssen nach Teheran verbleibe ich

Andreas Pawelczyk, Mannheim

 

Schön Herr Pawelczyk, wenn Ihnen unsere Post Freude gemacht hat. Kurz zu Ihren Fragen: Also das Qanat-System in Iran ist eine jahrtausende alte Technik, die wie gesagt auch heute noch mancherorts zu finden ist, d.h. aber nicht, dass sie die einzige Methode ist in Iran um an Trink- oder Bewässerungswasser zu kommen. Vielleicht lesen Sie noch einmal nach. In den Millonen-Städten in Iran, insbesondere auch in Teheran wäre das heute gar nicht mehr möglich. Hier werden schon lange auch andere Systeme eingesetzt wie Stauseen und Brunnenbohrungen.

Zur Frage nach den iranischen Schulen. Seit dem Sieg der Islamischen Revolution sind hier in Iran die Schulen nach Geschlechtern getrennt, nicht so die Universitäten. Bei Prüfungen – insbesondere bei der Zentralen Universitäts-Aufnahmeprüfung – sitzen die Schülerinnen und Schüler natürlich getrennt, denn hier wie wohl überall auf der Welt würden die Schüler gerne mal nachsehen, was die Nachbarn so auf die eine oder andere Frage zu antworten wissen.

 

Ganz andere Sorgen hatte unser Hörerfreund Kurt Minet, denn die von uns versprochene Koranübersetzung in die deutsche Sprache war im Juli immer noch nicht bei ihm eingetroffen.

 

Aus ihren Erfahrungen heraus hat unsere Hörerpost-Kollegin Frau Zare ihn dann noch um weitere Geduld gebeten und siehe da, vor Kurzem kam nun diese Nachricht:

"Hallo,

möchte Ihnen nur kurz mitteilen, dass der Koran gut bei mir eingetroffen ist und ich schon viel darin gelesen habe.

Hätte nicht gedacht dass er so interessant zu lesen ist.

Vielen Herzlichen Dank für die Zusendung.

Der ganzen Redaktion eine schöne und gesegnete Zeit wünscht

Kurt Minet" 

 

In Zeiten wo die Salafisten und Takfiri-Gruppen wie die ISIS, al-Kaida, u.a. den Ruf der Muslime aufs Spiel setzen und dem Westen Öl ins Feuer gießen, was die Islamophobie anbetrifft, sind Menschen wie Herr Minet und seine Familie, die auf Muslime zugehen und sich über den Islam informieren, ein Segen. Versuchen wir weiterhin gemeinsam das Bild der Muslime und des Islams im Westen ins rechte Licht zu rücken.

 

Da wir gerade schon beim Islam und den Muslimen sind, wollen wir heute noch die Mails von zwei muslimischen Hörerfreunden vorlesen. In der Scan-Post aus Berlin war ein Brief von Markus Kretz alias Mohammad Abulankabut dabei, den er am 10. August in Straubing geschrieben hat:

"Bismillaher rahmaner rahim - Salam-o-aleikum wa rahmatollahe wa barakatoho

Liebe Brüder und Schwestern im Glauben

Danke für die letzte Post/Buchsendung. Meine Situation hat sich etwas gebessert. So konnte ich (über den Sozialdienst) einen Ausdruck von IRIB aus dem Internet bekommen. Ich bat um die letzten beiden Hörerpostsendungen, die mir die Psychologin dann auch aushändigte. Der eine Beitrag war vom 2. Februar 2014, der andere vom 22. Juni 2014. Das ist sehr schön. Auf elektronische Geräte muss ich leider noch etwas länger warten, doch ganz langsam tut sich etwas.

Von den letzen 2 Büchern fand ich besonders „Wunder der Schöpfung“ sehr gut. Die Menschen brauchen sich „eh nur“ an ein offenes Fenster setzen und sehen und hören. Woher kommt das? Die Natur - wer hat das gemacht? Jede Pflanze, jedes Tier kennt seine Bestimmung und macht, wie es der Höchste ihnen eingegeben hat. Alles ist so friedlich in der Natur. Wenn wir Menschen erkennen, werden wir tun wie wir sollen. Allah loben und verherrlichen, IHM nichts an die Seite setzen und versuchen ein Leben zu führen wie es IHM wohlgefällig ist.

Achokom bellahe Mohammad Abulankabut"

Wir wünschen Bruder Abulankabut gute Besserung und wünschen ihm, dass er bald auch wieder unsere Sendungen über die Kurzwelle oder Internet empfangen kann.

 

Von unserem lieben Bruder Frank-Luqman Bresonik aus Gladbeck kamen mit der Schneckenpost wieder einmal ein Brief und Zeitungsausschnitte. Die wie immer säuberlich mit der Schreibmaschine getippten Briefbögen waren mit einigen Urlaubsmotiven wie Koffer, Badeschuhe, Palme und Seestern dekoriert, aber der Inhalt des Briefes hat so gar nichts mit Urlaub zu tun.

 

" Gladbeck 1.8.2014

Bismillahir rahmanir rahim !!!

As-salamu-aleikum wa rahmatullahi wa barakatuh !!!

Liebe Brüder und Schwestern in der Islamischen Republik Iran,

sicherlich habt Ihr meine letzten Postsendungen, einschließlich den über sechsseitigen Bericht über meine Konvertierung zum Islam via IRIB-Berlin erhalten und sie finden nach und nach Verwendung in Wort und Schrift.

Hoffentlich war der Heilige Fastenmonat Ramadan ein segensreicher und angenehmer Monat für Euch und Ihr könnt auf ein frohes Bayram-Fest zurück blicken.

Wie bereits in den Vorjahren hatte ich auch in diesem Jahr erbauende und wunderbare Fastentage im Ramadan und ebenfalls ein tolles Bayramfest mit einigen Brüdern aus meiner Gladbecker Heimatmoschee.

Möge Allah unsere Gebete, Dua und das Fasten annehmen, damit wir dem Paradies ein Stück näher kommen können.

Den jüngsten brutalen Vernichtungskrieg seitens Israel gegenüber dem palästinensischen Volk verurteile ich sehr. Es ist abscheulich, wie Israel die angestammte Bevölkerung in moderne Ghettos im Westjordanland und Gazastreifen pfercht. Doch nicht nur das zeugt von einer übergroßen Brutalität der Israelis, sondern ganz besonders auch die militärischen Übergriffe auf unschuldige Menschen, Frauen, Kinder und Männer, die nach wie vor durch israelische Hände in brutalster Art und Weise abgeschlachtet werden.

Nach dieser Musik geht es nun noch weiter mit dem Brief von Frank-Luqman:

Eine der Greueltaten ist die Vernichtung der palästinensisch-deutschen 7-köpfigen Familie die 20 Jahre in Deutschland gelebt hatte und danach nach Palästina zurückgekehrt ist.

Der Mann verdiente in Deutschland als Ingenieur den Lebensunterhalt für seine Familie.

Die Weltöffentlichkeit läßt die Palästinenser im Stich. Palästina führt bereits seit Jahrzehnten einen verzweifelten Überlebenskampf gegen einen hochgerüsteten und unbarmherzigen Militärapparat.

Meines Erachtens wird es keinen Frieden in Palästina geben, aber ich wünsche mir sehr, dass sich die Lage zum Wohle der dort lebenden Menschen wenigstens etwas beruhigt.

In diesem Konflikt sollte die Welt, insbesondere Amerika handeln, um im Nahen Osten menschliche Verhältnisse zu schaffen. Mit diesem Wunsch beende ich meinen Brief und freue mich auf das heutige Freitagsgebet.

Bitte meldet Euch doch einmal wieder bei mir, vielen Dank!

Frank-Luqman Bresonik

P.S.: Am 2.August wird zum 2. Mal vor dem Gladbecker Rathaus inshaallah das Ramadanfest stattfinden. Unsere Moschee ist auch dabei.

Ich werde Euch das nächste Mal inshaallah von diesem Fest Fotos schicken und auch Bilder von der Blumenpracht meines kleinen Balkons."

Lieber Herr Bresonik, herzlichen Dank für alle Zeilen, Sie haben recht mit dem was Sie schreiben. Beten und bitten wir für die Muslime besonders in Palästina und auch im Nahen und Mittleren Osten, wo ja in dieser Zeit sehr große Umwälzungen stattfinden, mit denen den Muslimen und dem Islam weltweit geschadet werden soll.

Von den politischen und sozialen Aktivitäten Herrn Bresoniks zeugen die beigelegten Zeitungsausschnitte, da ist einmal eine Nachricht aus dem Stadtspiegel Gladbeck vom 16.7.2014 unter dem Titel:

Spontandemonstration gegen israelischen Militäreinsatz - 80 Teilnehmer sorgten für großes Polizeiaufgebot – Kundgebung in Gladbeck blieb glücklicherweise friedlich.

Gladbeck. Von den meisten Gladbeckern wohl unbemerkt blieb der Demonstrationszug, der sich am Samstagabend gegen 23 Uhr in Stadtmitte formierte.

Kurzfristig informiert über soziale Netzwerke und Handys versammelten sich ca. 80 Personen, zumeist offensichtlich muslimischen Glaubens, hinder dem Rathaus, um spontan gegen den israelischen Militäreinsatz gegen die Palästinenser in Gaza zu demonstrieren.

Den Demonstranten war sehr daran gelegen, das "Karibik-Festival" auf dem Rathaus-Vorplatz nicht zu stören, weshalb sie – friedlich – über den Marktplatz in Stadtmitte bis zur Moschee an der Wielandstraße zogen. Eine Eskalation drohte eigentlich nur zu Beginn der Demonstration, als Polizistinnen der herbei geeilten Einsatzhundertschaft zur polizeilichen Erfassung die Ausweise aller Demonstranten verlangten. Dennoch blieb es ruhig und die Demonstranten zogen anti-israelische Parolen skandierend weiter. Die Polizei eskortierte ihrerseits den Demonstrationszug mit acht Einsatzfahrzeugen.

Zum anderen berichtet ein weiterer Zeitungsausschnitt von den Aktivitäten der "Familienpartei Gladbeck", bei der Frank-Luqman aktiv ist, und die am 26. Juli beim "Gladbecker Stadtpicknick präsent war. Das zugehörige Foto zeigt ihn bei dieser Veranstaltung.

Vielen Dank Frank-Luqman für Ihren persönlichen Einsatz.

 Wer von unseren Hörerfreunden geschrieben hat:

"Ein kleiner Tropfen gegen die Ebbe im Hörerbriefkasten" oder

"Man muß froh sein, dass eine Stimme aus der Ferne eintrifft"

Das verraten wir Ihnen inshaallah beim nächsten Sonntag-Treff von Uns mit unseren Hörern!

Bis dahin eine gute und gesunde Zeit

Und Choda hafez!

 

Medien

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren