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Mittwoch, 27 August 2014 09:11

Hörerpostsendung am 24. August 2014

Hörerpostsendung am 24. August  2014
Bismillaher rahmaner rahim Das Ende einer Woche ist ja dann irgenwie schon der Anfang einer neuen Woche, und somit ist das Treffen von uns mit unseren Hörerfreunden ein wöchentlicher Meilenstein am letzten Tag der Woche, bzw.ist es dies auch die Wiederholung der Sendung dann am ersten Tag der neuen Woche.

Auch diesmal begrüßen Sie zu diesem Meilenstein Scharzad Tschupankare und Ahmad Radschabi wieder ganz herzlich. Wir hoffen, Sie hatten persönlich eine gute Woche und der heutige Tag war ein positiver Abschluß dieses 7-tägigen Zeitabschnittes. Denjenigen, die uns dann am Montag hören, wünschen wir einen guten Start in eine neue Woche.

Viele von Ihnen sind ja schon aus dem Urlaub zurück, aber für andere steht er bestimmt noch bevor. Wir freuen uns auf jeden Fall, wenn wir wieder erfahren dürfen, wo Sie Ihren Urlaub verbracht und welche Eindrücke Sie gewonnen haben. Bei unserem letzten Treffen konnten wir den netten und informativen Urlaubsbericht von Michael Lindner vorlesen, aber heute haben wir leider so gar nichts in der Hörerpost was mit Urlaub zu tun hätte. Schade. Vielleicht haben wir ja bei unserem nächsten Treffen mehr Glück wenn in den kommenden Tagen neue Post eingeht. Von unserem Büro in Berlin kam in letzter Zeit leider keine Post. Ob Sie liebe Hörerfreunde uns vielleicht nicht geschrieben haben?

In der Mailbox ist derzeit auch so ziemlich Ebbe. Irgendwie scheint sich da die Mär vom Sommerloch ein wenig zu bewahrheiten.

Oder was meinen Sie?

In den internationalen Medien kann derweil jedoch keine Rede von einem Sommerloch sein, dazu sind die Meldungen von den Ereignissen weltweit zu ernst und zu viel. Besonders sind es sehr traurige Nachrichten von Gewalt und Tod, die an der Spitze stehen bei den internationalen Meldungen. Dabei sticht vor allem der Nahe Osten heraus. Der Gaza-Krieg und die Konflikte in Syrien, im Irak und anderswo stehen an erster Stelle der Schlagzeilen. Das spiegelt sich natürlich auch in der Hörerpost wieder. Im Norden Deutschlands, genauer gesagt in Ostfriesland, ist es unser Hörerfreund Wilfried Hofmann, dem der Kampf Davids gegen Goliath in Gaza das Herz bluten läßt. Das kommt in seiner Mail vom 20. August ganz deutlich zum Ausdruck:

„Mein liebes Moderatorenteam. Zuerst möchte ich mich für die zwei Bücher: Wunder der Schöpfung und Gottes Letzte Botschaft an die Menschheit, recht herzlich bedanken.

Die letzten Wochen haben Zionisten und ihre Vasallen eine erneute Vorstellung an Mord und Totschlag der Weltbevölkerung vor-exerziert, und die Welt hat stillgehalten bis auf wenige freie Staaten zu denen auch der Iran zählt. Aber die Hamas hätte wissen müssen, das ein Waffengang gegen diese hochgerüstete Mörderbande nur mit Panzerminen und Bodenluftraketen zum Erfolg geführt hätte. Die etwas besseren Neujahrsraketen die auf Israel abgefeuert worden sind haben nur wenig Schaden ange- richtet und dieser Verbrecherbande nur das Recht auf Vergeltung geliefert. Die Toten die es in Gaza zu beklagen gibt sind wohl als Märtyrer gestorben, können aber durch Ihr Opfer die Situation nicht ändern. Die Infrastruktur in Gaza ist sehr stark zerstört, und wird lange Zeit benötigen um wieder aufgebaut zu werden.

Werte Hamas war es das alles wert?

Weiter geht es mit der Mail von Herrn Hofmann:

Die USA und die Zionisten haben beide die selbe Vergangenheit, sie haben die Urbevölkerung fast ausgerottet und das Land in dem sie heute leben mit Gewalt zu ihrem Besitz gemacht, deshalb sind sie auch so selig verbunden und beste Freunde. Die Zionisten können so viel morden und totschlagen wie sie wollen, das große Vorbild USA wird ihnen immer den Rücken freihalten. Wann wird die Weltbevölkerung endlich aufwachen und dem Totschlag an den Palästinensern ein Ende bereiten! Seit einigen Jahren rollt eine Welle des Krieges und der Gewalt um unseren Globus. Meist führen dabei innere Unruhen, hervorgerufen von Seperatisten, Freiheitskämpfern oder islamischer Terroristen, zu immer heftigeren Auseinandersetzungen.

 „Welche Strategie steckt hinter diesen Krisen ? Die USA wollen einen Kreuzzug gegen den Terror, egal wie lange er dauert. Es handelt sich aber dabei nur um einen Krieg gegen den Islam. Und das dieser zum Kreuzzug stilisierte Kampf nur Mittel zum Zweck bei einem viel wichtigeren Vorhaben ist, Amerika sieht seine Vormachtstellung in der Welt bedroht. Die Nuklearmacht Russland, das aufstrebende China und das zusammenwachsende Europa plus der Iran beginnen der USA den Rang abzulaufen. Amerika hat einen eurasischen Gegner ausgemacht und es nutzt den Islam, um gegen ihn vorzugehen. Das Kalkül, die USA forcieren den Krieg gegen den Islam, sie schüren damit den Hass von Muslimen auf die nicht islamische Welt und den Hass unter den Muslimen selbst. So wird es zu Kriegen und Terrorakten kommen, die die Länder in Asien und Europa destabilisieren und der USA damit einen Vorwand liefern Stützpunkte in verschiedenen Staaten zu errichten. Der „heilige Krieg“ der USA begann nicht erst am 11. September schon nach dem Zweiten Weltkrieg förderte die USA islamische Fundamentalisten. Aber bei diesen Aktivitäten wird es nicht bleiben. Amerikas Machtelite hat sich auf einen langen Krieg eingestellt. Wie dieser Feldzug aussehen wird und was auf die Weltbevölkerung noch zukommen wird, ist hochbrisant und sehr gefährlich.

So, für heute ist es wieder einmal genug, Euer Programm ist weiterhin sehr informativ und mit viel Hintergrundwissen gespickt , Eure Sendefrequenzen sind alle bei mir gut bis befriedigend zu empfangen, was will ich noch mehr, ich freue mich täglich auf IRIB . Allah möge euch schützen und behüten und den gesamten iranischen Erdkreis segnen.

Euer Freund Wilfried Hofmann“

Wieder einmal bleibt uns nur zu danken für einen wertvollen Beitrag zu unserer Sendung und besonders auch für die guten Wünsche. Herrn Hofmann senden wir dafür an dieser Stelle ganz liebe Grüße und wünschen auch ihm alles Gute und Allahs Segen. 

Vom Nordwesten Deutschlands gehen wir in den Nordosten, denn am 19. August erhielten wir eine Mail von einem Herrn Hans-Georg Barthoff, wie es scheint aus Usedom.

Herr Barthoff hätte gerne einen Satz in einer Nachricht von uns korrigiert. Und zwar ging es um die Nachricht: USA verhindern Ermittlungen des Internationalen Strafgerichtshofes in Den Haag gegen Israel wegen möglicher Kriegsverbrechen. Im letzten Satz dieser Nachricht, die sich auf eine Meldung aus dem Guardian bezog hieß es:

Bei der jüngsten israelischen Gaza-Offensive kamen mehr als 2000 Menschen ums Leben und etwa 10.000 weitere wurden verletzt.

Der Korrekturvorschlag von Herrn Barthoff, dem wir gerne zustimmen wollen, lautet:

Bei der jüngsten israelischen Gaza-Offensive  wurden durch das zionistisch-faschistische Apartheitregime mehr als 2000 Menschen ermordet und etwa 10.000 erlitten Verletzungen.

Um andere Themen und Fragen drehen sich die Mails von unserem langjährigen Hörerfreund Dieter Feltes aus Pyrbaum, dem wir auch für seine regelmäßigen Empfangsberichte danken möchten. Wenn auch die SINPO-Werte beim Empfang nicht überwältigend sind, so bleibt Herr Feltes unserem Sender jedoch weiterhin treu. Heute nun möchten wir seine beiden letzten Mails vorlesen, die wir noch nicht beantwortet haben. In der Mail vom 14. Juli heißt es:

„Sehr geehrte Damen und Herren!
Auch heute möchte ich mich für die Neuigkeiten aus dem Iran bedanken. Ich bin gerne an wirtschaftlichen Informationen interessiert. Vielleicht können Sie regelmäßige Berichte über die wirtschaftliche Situation in Ihrem Land berichten. Über diesen Zweig höre ich verhältnismäßig wenig.
Dann hätte ich noch eine Frage, was macht der Präsident Ahmadinedschad.
Ist er in den Ruhestand getreten. Sicherlich ist er mit der jetzigen
Regierung und der Öffnung zum Westen nicht einverstanden. Auf eine Antwort freue ich mich. Vielen Dank.
Mit freundlichen Grüßen Dieter Feltes“

Vielen Dank Herr Feltes für diese Mail. Auf unserer Internetseite gibt es immer wieder Wirtschaftsnachrichten oder Berichte über die iranische Wirtschaft. Sicher könnte dieser Bereich noch ausgebaut werden, wir werden Ihren Vorschlag weiterreichen.

Zum ehemaligen iranischen Präsidenten Ahmadinedschad ist zu sagen, dass er sich weiterhin, wie auch schon vor seiner Zeit als iranischer Präsident im Wissenschafts-bereich engagiert und dabei ist eine Universität zu gründen, die ihre Arbeit aber noch nicht aufgenommen hat. Außerdem ist Herr Ahmadinedschad nach Beendigung seiner Amtszeit als iranischer Präsident vom Revolutionsoberhaupt Ayatollah Khamenei zum Mitglied des Landesinteressenrates der vom Westen auch als Schlichtungsrat bezeichnet wird, ernannt worden.

In einer Mail im August schrieb Herr Feltes:
„Sehr geehrte Damen und Herren!
Seit vielen Jahren verfolge ich Ihre Sendungen. Teilweise sind sie sehr interessant, zumal ich auch hin und wieder anderer Meinung bin. Aber ich wünschte mir das Sie mehr Nachrichten aus Ihrem Land bringen. Die Weltnachrichten kann ich auch von anderer Stelle hören. Zum Beispiel, wie lebt die Bevölkerung und mit welchen Problemen hat sie zu kämpfen.
Die Sendung über den islamischen Lebensstil deckt sich teilweise mit meiner Meinung. Ein Mensch sollte, wenn es ihm möglich ist arbeiten um für den Unterhalt für seine Familie zu sorgen. Ich persönlich habe 40 Jahre im Versicherungswesen gearbeitet. Nun habe ich meine Arbeit als Rentner im Haus und Garten. Nur der Stress ist für mich nicht mehr da.
Nun wünsche ich Ihnen alles Gute und viele Grüße aus Pyrbaum.
Dieter Feltes“

Lieber Herr Feltes, auch für diese Mail und Ihre Anregung vielen Dank. Es ist richtig, dass Sie internationale Nachrichten auch anderswo hören oder lesen können, aber die Nachrichten die bei IRIB gebracht werden, betreffen in erster Linie Iran und die Islamische Welt und sind zumeist auch aus einer anderen Perspektive, die so, zumindest in den meisten westlichen Medien nicht zu finden ist.

Die Bitte um mehr Nachrichten aus Iran, die immer wieder einmal von unseren Hörerfreunden ausgesprochen wird, haben wir schon mehrfach bei Vorgesetzten erörtert, und werden dies auch weiterhin tun.

Wir wünschen Ihnen weiterhin eine stressfreie Zeit und genießen Sie Ihre Tätigkeiten in Haus und Garten in bewusster Dankbarkeit dafür, dass Sie nun keinen beruflichen Stress mehr haben. Es sind sicher nicht wenige, die Sie darum beneiden werden.

Unser Hörerfreund Feltes bezog sich in einer seiner Mail ja auch auf unsere Sendungen über den islamischen Lebensstil, und wir freuen uns, wenn diese das Interesse unserer Hörerfreunde finden.

Auch Herr Pawelczyk in Mannheim bezieht sich in seinen Mails immer wieder auf den Bereich unserer Sendungen zum Islam, hier ein Beispiel aus seiner Mail vom 14. August:

„Sehr geehrte Freunde Radschabi und Frau Zare,        

habe Euch wie immer auch am 27.07.14 morgens ab 9.23 Uhr in deutsch in Mannheim hören können und zwar auf 15500 KHz.

Bei Eurer Sendung "In Richtung Licht" war ich wieder tief beeindruckt von den hohen moralischen Werten des Koran.

Desweiteren habe ich mir Eure Webseiten im Interentauftritt angesehen.

Sie haben mir besonders gefallen, insbesondere was "Denker" über Mohammed und den Islam sagen: Von Goethe über Rilke über Tolstoi, Annemarie Schimmel, Voltaire, Bernhard Shaw und Viktor Hugo - äußerst positive Äußerungen über Mohammed und den Islam.

Deshalb weiter so mit der hohen Qualität Eures Internetauftritts mit besten Wünschen aus Mannheim Euer Andreas Pawelczyk“

 

Unser Hörerfreund Dietmar Wolf hat auch schon mal in einer früheren Mail sein Interesse für den Islam bekundet. Darin hieß es:

„Ja und dann gibt es da eben noch den Islam, der mich doch nachhaltig beschäftigt. Eigentlich WAR!!! ich katholisch, konnte aber mit dem Älter werden doch etwas hinter „ die Fassade in Rom schauen“ und erkannte diverse Skandale und dann das „ nicht reagieren“ der Katholischen Kirche auf die Probleme, trugen dafür Sorge, dass ich mich von der Kath.Kirche abgewandt habe. Ich habe hie und da schon etwas geggogelt um mehr über den Islam zu erfahren. Sicherlich habe ich auch schon Einiges durch IRIB mitbekommen, aber könnten Sie mir vielleicht ein Buch empfehlen? Deutsch wäre natürlich optimal,englisch würde auch funktionieren, mit Farsi hingegen hätte ich dann doch Probleme.“

Das Interesse am Islam und unseren diesbezüglichen Informationen ist erfreulich und schätzenswert, gerade in einer Zeit, wo man international, und vor allem in der westlichen Welt dabei ist, den Islam negativ darzustellen und die Muslime alle als Extremisten und Terroristen abstempeln will.

Mit unserem nun folgenden Musikstück möchten wir dann überleiten auf den letzten Abschnitt unserer heutigen Hörerpostsendung. Infolge des Hörerpost-Sommerlochs möchten wir an dieser Stelle auf eine Hörerfrage etwas genauer eingehen. Aber nun erstmal die Musik

 

Liebe Hörerfreunde bei uns hat der letzte Sommermonat, der Schariwar, begonnen und die heutige Sommersendung wollen wir dazu nutzen einen Ausflug in die Millionenstadt Teheran zu machen. Schon im Mai war es, als unser Hörerfreund Lutz Winkler folgendermaßen schrieb:

„Ihre Sendungen sind immer voll mit Informationen aus und über Iran. So beschreiben Sie oft sehr schön die Landschaft und die touristischen Ziele in Ihrem Land. Ich weiß nicht, ob es in Teheran eine sogenannte Pracht- oder Hauptstraße gibt – die man als Tourist unbedingt gesehen haben muss. Wenn es eine solche Straße gibt – vielleicht könnten Sie ja mal über diese Straße, die Geschichte und Gebäude berichten. Solche Straßen haben ja meist viel zu erzählen ... .“

Damals im Mai hatten wir Ihnen gesagt, dass es eine solche Straße gibt, und dass sie nahezu 20 km lang ist. Sie soll eine der längsten oder sogar die längste Stadtstraße im Nahen oder Mittleren Osten sein. Die längste Straße Teherans ist sie auf jeden Fall.

Zu beiden Seiten der Vali-e Asr Straße, wie sie seit dem Sieg der Islamischen Revolution heißt, verlaufen Wasserrinnen, die je nach Regenfällen und Schneeschmelze im Elburs-Gebirge im Norden Teherans, vor allem im Frühjahr zu kleinen Flüssen anschwellen können. Die besagten Wasserläufe  wurden zu Bewässerungszwecken angelegt, denn gesäumt wird diese Nord-Süd-Achse Teherans, die die Stadt in eine West- und eine Osthälfte trennt, von rund 11 000 hohen und zum Großteil schon 90-jährigen Platanen.

Die Platanen von denen ursprünglich wohl etwa 18 000 Exemplare entlang der Vali-e Asr Straße gepflanzt wurden, gehören heute zum Nationalen Erbe des Landes, wie auch die gesamte Vali-e Asr Straße an sich. Viele dieser Bäume sind inzwischen straßen- und städtebaulichen Tätigkeiten sowie Unwettern und anderen Ursachen zum Opfer gefallen. Die hohen Platanen mit ihrer grau-braun bis grünlich- beigen Rinde mit den typischen Abblätterungen, bilden links und rechts der Vali-e Asr Straße gerade jetzt im Sommer ein schattenspendendes Blätterdach, und sorgen für ein angenehmes Klima für die Passanten.

 

Diese kilometerlange Straße säumen nicht nur viele Geschäfte, Boutiquen, Einkaufspassagen, Museen, Kulturzentren, Kinos, Parks, Restaurants, Schnellimbisse oder offizielle Gebäude, sondern auch das riesige Gelände der staatlichen Rundfunk- und Fernsehanstalt grenzt an die Vali-e Asr Straße. Und das Gebäude für die Auslandssender von IRIB, in dem sich auch unsere Redaktion befindet, liegt also ganz in der Nähe dieser Straße und ist von ihr aus zu sehen.

Nun noch einige Informationen zur Geschichte dieser Straße: Sie wurde zur Zeit von Reza Schah Pahlavi gebaut, der von 1925 bis 1941 in Iran regierte. Natürlich bekam die Straße seinerzeit den Namen ihres Erbauers, hieß damals also Pahlavi-Straße. In der Übergangszeit nach der Revolution wurde sie zunächst in Mossadegh-Straße umbenannt, d.h. also nach dem Mann, der zweimal Ministerpräsident Irans war, und unter dessen Regierung die Verstaatlichung des iranischen Erdöls erfolgte. Mossadegh wurde 1953 durch die CIA-Operation Ajax gestürzt.

Schon bald nach dem Sieg der Revolution wurde die Straße dann in Vali-e Asr umbenannt. Dieser Name bedeutet „Herr oder Gebieter der Zeit“ und damit ist der 12. Imam der Schiiten, Muhammad al-Mahdi -a.s.-, der bis zu seinem Wiedererscheinen im Verborgenen lebt, gemeint.

Der Ausbau der schon seit etwa 1870 teilweise bestehenden Hauptachse der iranischen Hauptstadt erfolgte unter Reza Schah also nach 1925 nach dem Stadtmodell des französischen Stadtplaners Baron Haussmann aus dem 19. Jahrhundert, das auch in anderen Großstädten, wie in Bukarest oder Buenos Aires Nachahmer fand. Im Jahr 1932 wurde sie asphaltiert. Ursprünglich wurde die Straße als eine Verbindung des Sommer- und Winterpalastes des Schahs gebaut, und in den ersten Jahren war sie nur dem Schah, seiner Familie und einem bestimmten Personenkreis vorbehalten.

 

Die knapp 20 Kilometer lange Vali-e Asr Straße reicht heute vom 1937 von einem deutschen Ingenieur erbauten Hauptbahnhof im Süden  Teherans bis zu den ehemaligen Palästen oder Sommerresidenzen der Kadscharen und Pahlavi-Dynastie im Norden der Stadt.

Am Beginn im Süden der Straße befindet man sich auf rund 1100 Metern über dem Meeresspiegel, und im Norden auf rund 1600 Metern über dem Meeresspiegel. Damit sind natürlich auch nicht unerhebliche Temparatur-schwankungen verbunden, die im Sommer 5 Grad erreichen können. Wenn es also im Süden Teherans 30 Grad hat, dann gibt es im Norden schon angenehmere Temperaturen von 25 Grad. Auch im Winter ist es ähnlich und wenn es dann in Nordteheran schneit, regnet es im Süden der Stadt.

Wenn Sie einmal nach Teheran kommen liebe Hörerfreunde, dann nehmen Sie sich mehr als einen Tag Zeit für diese Straße, denn wie gesagt gibt es hier viel zu sehen und zu entdecken,  denn diese Straße ist auch ein Spiegel der iranischen Gesellschaft und ihrer verschiedenen Bevölkerungsschichten. Neben vielen Taxi-Linien, gibt es heute eine Buslinie auf der Vali-e Asr-Straße, und Sie können vom Norden bis zum Süden bzw. umgekehrt fahren, ohne einmal aus- oder umsteigen zu müssen.

Für heute nun genug über diese Teheraner Verkehrsader, über die man sicher noch stundenlang berichten könnte.

Eine gute Woche wünschen Ihnen Scharzad Tschupankare und Ahmad Radschabi – Choda hafez!

 

 

 

 

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