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Freitag, 28 März 2014 09:52

Hörerpostsendung am 23.März 2014

Hörerpostsendung am 23.März 2014
Bismillaher rahmaner rahim - Das Team vom Funk in Deutsch bei IRIB in Teheran grüßt alle Hörerfreunde ganz herzlich. Stellvertretend wie zumeist sind Scharzad Tschupankare und Ahmad Radschabi für Sie am Mikrofon.


Dieses Mal haben wir auch wie in den Jahren zuvor, die Hörerpostsendung

für die erste Ferienwoche der Noruz-Ferien in Iran, schon eine Woche früher

aufgezeichnet.

Wir hoffen, dass sich die weltweite Krisensituation in dieser Zeit nicht

verschlechtert hat, und vor allem auch für den Ukrainekonflikt ein

friedlicher Lösungsweg gefunden wurde.

Bei uns hier in Iran ist also wieder einmal die Zeit des großen

Frühlingsfestes Noruz angebrochen. Alle sind jetzt unterwegs bei

Neujahrsbesuchen oder auf Reisen im In- oder Ausland. Es herrscht

sozusagen der Ausnahmezustand. Tausende Polizisten und Hilfspolizisten

überwachen den Neujahrsverkehr und sind den Reisenden behilflich wo

es Not am Mann ist. Die Straßenverkehrswacht hat tausende Fahrzeuge



zusätzlich zum Einsatz gebracht und auch die vielen Helfer und Helferinnen

des Iranischen Roten Halbmondes sind an unzähligen zusätzlichen Orten

stationiert, um im Notfall erste Hilfen zu leisten.


Der Eintritt der Sonne in den Frühlingspunkt bringt hier bei uns so einiges ins

Wanken und kaum etwas bleibt an seinem alten Platz. Alles wird umgedreht

und ausgewechselt, erneuert oder repariert. Einkäufe bis zum letzten

Moment, denn zum Jahreswechsel muß alles erledigt sein. Ein sehenswertes

Schauspiel sind dieses rege Treiben und die Freude über den Einzug des

Frühlings und des Neuen Jahres.

Dieses Mal war die entscheidende Stunde am vergangenen Donnerstag den 20.

März und zwar genau um 20 Uhr 27 und 7 Sekunden iranischer Zeit.

Ja, und seit Freitag dem 21. März schreibt man nun hierzulande das

Jahr 1393. Eine harmonisch aussehende Zahl. Hoffen wir, dass so einige

unharmonische Zustände harmonisiert, Probleme beseitigt und Differenzen

beigelegt werden können.

Die Zeit für den Beginn des neuen Jahres bei uns in Iran, den kennen unsere

langjährigen und treu mit uns verbundenen Hörerfreunde genau, deshalb

erreichten uns aus dem schönen Allgäu, und zwar aus Isny, folgende Zeilen:



„Liebe Radiomacher, sehr verehrte Frau Zangeneh,

heute Nacht kam doch die Muse der Poesie mit einem Kuß zu mir und ich

konnte endlich mein angefangenes Werk beenden. Hier ist es:

Für den Iran zum Neujahrsfest am 21.3.2014:

Es glaubt es keiner, der was kann,

wie man umspringt mit dem Iran:

Der Westen sperrt,

der Osten zerrt

an diesem ganz besond’ren Land.

Das ist fürwahr die größte Schand’.

 *

In Ruhe läßt Euch nicht der Feind,

auch wenn er angibt, er sei Freund !

Wie soll daraus etwas werden ?

So gibt’s nie Frieden auf Erden !

Ihr habt es schwer,

ich weiß es sehr,

doch bald gibt es das neue Jahr,

vielleicht wird dann einiges klar ?

 *

Ich als kleiner Wicht,

kann Euch helfen nicht.

Drum wünsch’ ich Euch für’s neue Jahr

Allahs Segen immerdar.

Bleibt immer gesund, stolz und frei,

egal was kommt, s’ist einerlei.

Verfaßt von Helmut Dieterle mit allen guten Wünschen für Euch, Euren IRIB-
Sender und Euer Land !!!





Damit haben Sie uns eine ganz große Freude gemacht Herr Dieterle, vielen

Dank! Möge unsere Freundschaft auch 2014 bzw. im neuen iranischen Jahr 1393

und darüber hinaus erhalten bleiben.

Ähnlich treu verbunden mit uns ist eine unserer wenigen Hörerfreundinnen,

die auch aus dem Süden Deutschlands kommt und zwar aus der

Bodenseegegend. Sie ahnen es schon, ja, es ist Martina Pohl. Und weil Sie

uns gerne eine Freude macht, kamen die ersten Glückwünsche zu unserem

Neuen Jahr von ihr.

Aus unserem Büro in Berlin hieß es, die ersten Nowruz-Glückwünsche

haben uns am 7. März erreicht.

Die Kollegen am Schiffbauerdamm haben auch gleich die nette

Glückwunschkarte von Frau Pohl eingescannt und uns zugemailt. Eine

wunderschöne Rosenkarte mit einer chinesischen Weisheit brachte uns

folgende Wünsche:

„Liebe Redaktion von IRIB

Herzliche Glückwünsche zum Nowruz-Fest und weiterhin alles Gute,Erfolg,

Gesundheit, Glück und Frohsinn wünschen



Martina und Bernd Pohl“

Frau Tschupankare, Sie haben die chinesische Weisheit noch gar nicht

vorgelesen!

Das mache ich jetzt gleich. Also hier ist sie:

Die Welt ist voll von kleinen Freuden – Die Kunst besteht nur darin, sie zu

sehen!

 Li Tai Pe

Liebe Pohls, mit dieser kleinen Freude haben Sie uns eine große Freude

gemacht – ganz lieben Dank!


Ach Herr Radschabi hier ist noch eine schöne bunte Karte, auf der auch gute

Wünsche fürs Neue Jahr stehen. Frau Scheikholeslami hat folgenden Vermerk

dazu gemacht:

Die bunte Glückwunschkarte von Herrn Yigal Benger aus Ochtrup, die

er dort am 17. Januar an unser Büro in Berlin geschickt hat, ist von uns

immer noch nicht erwähnt worden, sie muß irgendwo zwischen die andere

Post gerutscht sein und kam erst jetzt zum Vorschein. Aber seine guten



Wünsche fürs neue Jahr kommen noch nicht zu spät, bei uns hat ja gerade

erst das neue Jahr begonnen.

Schön, dass Sie an uns gedacht haben Herr Bengar. Danke!

Einer, der auch weiß, dass wir hier in Iran eine andere Zeitrechnung haben ist

Hörerfreund Dieter Feltes aus Pyrbaum, in seiner Mail vom Januar heißt es

unter anderem:

„Sehr geehrte Damen und Herren!

Vielen Dank für die Grüße zum Jahreswechsel. Habe mich sehr darüber

gefreut. Ich hoffe, das Sie auch gut das neue Jahr begrüßt haben, wenn

Sie an uns Hörer an diesem Tage denken. Sie haben ja einen anderen Tag,

an dem das neue Jahr durch Sie begrüßt wird. Ich hoffe, das Sie auch

weiterhin die Möglichkeit haben, die Neuigkeiten aus dem Iran über die

Kurzwelle zu verbreiten.

Ich würde mich freuen, wenn sich die Situation in Ihrem Land

wirtschaftlich ändert, damit es die Bevölkerung im täglichen Leben

leichter hat. Wie ich immer wieder höre, sind immer wieder große



Schwierigkeiten zu bewältigen.

Nun wünsche ich Ihnen weiterhin alles Gut und viele Grüße

Ihr Hörer Dieter Feltes“



„Mich würden im kommenden Jahr viel mehr Berichte aus und über den

Iran interessieren. Über die Kulturereignisse und das Leben der Menschen.

Dafür kann ich gern auf Berichte über die Bundeswehrreform verzichten.

Diese Berichte bekomme ich in den deutschen Medien – und wenn ich

möchte auch mit einem linken und kritischen Blick. Ich finde es auch nicht

gut, wenn der Auslandsrundfunk immer wieder innenpolitische Themen des

Zielgebietes aufgreift. Ich möchte als Hörer der Stimme Irans Berichte aus

dem Iran – Ihr Land ist vielseitig und hat doch viel zu bieten, oder?

Trotz aller kritischer Anmerkungen: Ich wünsche Ihnen alles Gute und

viel Gesundheit, bleiben Sie bitte gesund. Das ist wohl das Wichtigste für

uns alle. Ich freue mich auf viele weitere Sendungen aus Teheran im Jahr

2014. Viele Grüße aus Deutschland!

Ihr Hörer Lutz Winkler“



Danke für Ihre guten Wünsche Herr Winkler. Ja, Gesundheit ist das Wichtigste,

wir wünschen Ihnen und allen anderen Hörerfreunden ebenso Gesundheit und

Wohlergehen!

Das Problem, das Sie angesprochen haben ist kein Neues und die Auswahl

der Nachrichten wurde auch früher schon so manches Mal von unseren

Hörerfreunden kritisiert. Wir haben diese Kritik auch immer weitergegeben,

aber grundsätzlich hat sich nicht viel geändert. Das tut uns leid. Die

Entscheidungen bei IRIB treffen nicht wir. Aber wir versuchen unser Bestes.

Danke für Ihr Verständnis.

Zeilen wie folgende zeigen uns aber immer wieder, dass wir Themen aufgreifen,

die das Interesse unserer Hörerfreunde finden.

„Der Bericht über das Kaspische Meer und die dort produzierten Fischarten

und -produkte hat mir sehr gut gefallen und Appetit gemacht. Leider habe

ich gerade keinen Kaviar hier.

Auch die Gedanken über Sünder und Gottesleugner haben mich

nachdenklich gemacht.

Freundliche Grüße

Joachim Thiel Wuppertal “



Danke Herr Thiel, wir freuen uns, dass Sie wieder mit uns kommunizieren.



Frau Tschupankare hier ist auch noch eine Mail die das Interesse an

unseren Sendungen bekundet:

„Hallo liebe Redaktion, ich sende Ihnen wieder einen Empfangsbericht.

Sehr interessant fand ich das Interview mit Christoph Hörstel über die

Situation in der Ukraine, das mir das Bild der Situation auch mal aus einer

anderen Perspektive aufgezeigt hat. Sehr gut.

Mit den besten Grüssen, ihr Radiofreund Antonio Mateo“

Herr Radschabi, in dieser Mail hier steht auch ein wichtiger Satz, nämlich:

„Wichtig für uns Hörer ist, daß Ihre interessanten Sendungen immer noch auf

Kurzwelle empfangen werden können.“

Das hat Herr Hans Kopyciok aus Rostock geschrieben, womit er die Sache auf

den Punkt bringt. Denken Sie nicht auch?

Natürlich stimme ich Ihnen da zu Frau Tschupankare!



Aber wie ich sehe, will Herr Mahbod jetzt erst einmal das Musikstück

einspielen und dazu wünschen wir allen gute Unterhaltung!

Musikstück

Es ist schon interessant Herr Radschabi, was wir hier so alles lernen aus der Post

unserer Hörerfreunde, von kurzen Wellen und langen Drähten, die die kurzen

Wellen wieder einfangen sollen, damit die Mühen im Funkhaus am Fuße des

Elbursgebirges nicht umsonst gewesen sind.

Ja, wir lernen viel von unseren Hörern über die Technik und die Utensilien,

die sie brauchen um ihrem Hobby nachzugehen. Hier habe ich eine

Zuschrift, die auch interessant ist:

„Hier kommt ein Hörerrapport wie man ihn früher anwandte.DerEmpfang

war am Abend gut hörbar + leichtes Rauschen. Aber man sieht wie die

Sendung bei mir ankommt. Nach dem Interview wurde das Rauschen

stärker.

Nochmals vielen Dank und schöne Feiertage Klaus Karusseit aus Vikingstad

Schweden.



Oh je, von so weit her ist diese Post gekommen. Herr Karusseit hat uns eine

Kasette mit Ausschnitten aus dem Abendprogramm vom 6. Dezember beigelegt.

Es ist nur gut, dass diese Methode nicht mehr üblich ist, sonst wüßten wir

gar nicht wohin mit all den Kasetten und Tonträgern, die den Empfang

unserer Sendungen bestätigen sollen.

Ja, und die Post hätte auch viel zu tun und das Porto wäre sehr hoch. Ist schon

gut, dass heutzutage die Hörberichte auf Papier oder über die elektronische

Post bei uns eingehen.


An dieser Stelle wollen wir uns auch nochmal speziell bei Herrn Dieterle,

von dem wir anfangs ja schon das schöne Gedicht zu unserem neuen Jahr

hatten, für alle Empfangsberichte, die interessanten Artikel und auch die

Ansichtskarten seiner Stadt bedanken. Den letzteren hatte er im Februar

folgende Worte beigefügt:

„Für die Radiomacher der IRIB in Teheran –


Ein paar Bilder von dem 10.000 Einwohnerstädtchen in dem ich wohne,

Könnt Ihr es auch Frau Zangeneh zeigen oder kopieren oder muß ich es ihr

extra schicken? Ginge das auch über Berlin?

Liebe Grüße von Eurem Hörer Helmut Dieterle“

Lieber Herr Dieterle, der Auftrag mit der Übermittlung der Ansichten von Isny

wurde erledigt, ebenso wie der Wunsch nach Briefmarken. Diese wurden mit

der letzten QSL-Karte auf den Weg ins Allgäu geschickt.

Herr Dieterle hat uns Gesamtansichten von Isny, außerdem Karten

von einem Fachwerkhaus in der Espantorstraße, der Schloßbibliothek

(antik), dem Kurhaus, dem Wassertor, der Katholischen Stadtkirche, usw.

zugesandt.

Auf einer der Karten steht zur Erläuterung über die reizende Stadt Isny:

Zwischen Wangen und Kempten gelegen, heilklimatischer Kur- und

Wintersportort, war schon im 8. Jahrhundert vorhanden.

1171 wird es als Marktflecken erwähnt. 1238 erhält Isny das Stadtrecht

(Lindauer Stadtrecht)im Mauerring.



1365 kauft sich Isny vom Truchsess von Waldburg los und wird dadurch freie

Reichsstadt.

Wirtschaftliche Blüte im 15. und 16. Jahrhundert.

Während des 30-jährigen Krieges Großbrand und Niedergang. 1803

Reichsunmittelbarkeit aufgegeben. Isny kommt an die Reichsgrafen von Quadt,

später zum Königreich Württemberg. 1810 zum Oberamt Wangen.

Hier haben wir auch noch einen interessanten historischen Aspekt zu dieser

Stadt:

Isny war eines der Zentren der Reformation im Allgäu und wurde

1529 protestantisch. Die Stadt gehörte zu den Vertretern der

protestantischen Minderheit am Reichstag zu Speyer. Ihre Bürgerschaft

forderte die ungehinderte Ausbreitung des evangelischen Glaubens.

Erst mit der Zugehörigkeit zum Königreich Württemberg 1803 durften

wieder Katholiken in die Stadt ziehen. Im Jahre 1889 war die Mehrheit

der Stadtbewohner katholisch. Letztendlich kamen in der Mitte des 20.

Jahrhunderts die konfessionellen Spannungen zur Ruhe.



Und ich habe auch noch was interessantes über Isny gefunden Herr

Radschabi: In Isny gibt es sogar einen Steuerzahlerbrunnen. Das

Steuerzahlen ist ja auch ein ganz aktuelles Thema der letzten Wochen

in Deutschland gewesen. Liebe Hörerfreunde, also wer sich diesen

Brunnen und all die vielen anderen Sehenswürdigkeiten von Isny mal

anschauen möchte, die ehemalige freie Reichsstadt liegt an der Hauptroute

der Oberschwäbischen Barockstraße. Ein sicher lohnendes Ausflugsziel.



Und hier ist eine weitere Ansichtskarte mit Grüssen aus dem

Semmeringgebiet. Sie zeigt uns die Schönheit der Wiener Alpen.

Dort haben Gereon und Brunhild Fuhs Urlaub gemacht, wie sie berichten,

einen „Urlaub mit IRIB“, denn sie hörten uns dort und schickten ihren

22. Empfangsbericht von dort an uns. Diese Gelegenheit möchten wir

nutzen, wieder einmal auch allen anderen Hörerfreunden für derartige

Bereicherungen unserer Postmappe zu danken. Sie lockern damit unseren

Arbeitsalltag auf und diese Art von Post ist zusätzlich sozusagen „ein

optischer Wissenserwerb“ für alle.



Denn heute wo Vieles übers Internet läuft, haben Briefe und Postkarten, die

auf dem althergebrachten Postwege bei uns eintreffen eine ganz besondere

Bedeutung und sind, wie schon gesagt, eine nicht zu unterschätzende

Bereicherung. Wenn diese postalischen Zustellungen an uns dann noch mit

Aufklebern, Handskizzen und anderem Beiwerk liebevoll dekoriert sind, sind sie

unübertrefflich.

Nun aber zu unserem Interview. Gleich wird das Geheimnis gelüftet sein,

wer sich am anderen Ende der Leitung befindet.

Wir wünschen Ihnen dazu guten Empfang und verabschieden uns schon

mal bis zur nächsten Woche.

Hoffentlich in alter Frische!

Interview mit Andreas Pawelczyk


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