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Mittwoch, 12 März 2014 09:57

Hörerpostsendung am 9.März 2014

Hörerpostsendung am 9.März 2014
Bismillaher rahmaner rahim - Die Stunde der Hörerpostsendung ist gekommen und wir grüßen die hoffentlich zahlreich Versammelten, die gespannt darauf warten, wer dieses Mal wohl dabei ist,
wessen Mail oder Brief heute wohl hier im Studio am Fuße des Elbursgebirges, um das schon die ersten Frühlingswinde wehen, vorgelesen wird.

Viele der Stammtischplätze sind im Laufe der Zeit, und besonders seit Weggang von Frau Zangeneh, verlassen worden, und wurden von anderen besetzt. Das ist der Lauf der Dinge, nichts ist ewig und wir alle müssen einmal unseren Platz verlassen.

 

Vielleicht ist es besser nicht mehr von Stammtisch und Stammplätzen zu reden, denn die gehören einer anderen Zeit an. Nennen wir unser Treffen eine Zusammenkunft am runden Tisch der Freunde von IRIB, denn nicht alle sind Hörerfreunde, viele sind Leser unserer Internetseite german.irib.ir und melden sich mit Kommentierungen unserer Nachrichten und Beiträge zu Wort. Alle finden hier bei uns einen Platz, und wir begrüßen alle in unserer Runde, gleich ob sie uns mit wohlgesinnten oder mit kritischen Worten bedenken. Wir versuchen allen eine Plattform zu geben, auf der sie ihre Meinung präsentieren oder einfach nur mit uns kommunizieren können.

Auch gerade das beginnende Frühjahr symbolisiert mit seinem aufkeimenden Grün und seinen ersten Blüten den Aufbruch in einen neuen Abschnitt, in ein neues Jahr. Freuen wir uns darüber und, dass wir hier und heute erneut in unserem kleinen Rahmen der Hörerpostsendung, deren Name ja eigentlich auch veraltet ist, eine gemeinsame halbe Stunde verbringen können und voneinander und von wichtigen Dingen in der Welt der IRIB-Freunde und darüber hinaus, hören.

 

Gewähren wir heute zunächst Herrn Peter Striedl, einem neuen Gesicht in der Runde das Wort, er meldete sich mit folgender Mail bei uns um einen Beitrag zu leisten zu einem brandaktuellen Thema, nämlich dem Konflikt in der Ukraine:

„Hallo, ein hoch angesehener, unbestechlicher, ehemaliger WDR Journalist und Buchautor, Gerhard Wisnewski hat einen Artikel mit dem Titel Ukraine: ‚Scharfschützen wurden von der Opposition eingesetzt‘ im Kopp-Verlag veröffentlicht. Sollte übersetzt und verbreitet werden.

Frieden auf der Welt ohne Medienpropaganda.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Striedl“

 

Der Bericht von Gerhard Wisnewski unter dem Titel ‚Ukraine: Scharfschützen wurden von der Opposition eingesetzt‘ wäre zu lange um ihn hier in der Sendung vorzulesen. Diejenigen von Ihnen, die Zugang zum Internet haben, finden ihn unter anderem auf unserer Internetseite. Dieser Bericht zeigt einmal mehr, dass die Berichterstattung über die Ukraine nicht kontroverser sein könnte.

Aber IRIB versucht Nachrichten, Berichte, Analysen und Kommentare zu bringen, die man in der Mainstream-Presse nicht finden kann. Das bestätigen auch die nächsten Zeilen die wir vorlesen wollen, die aber nicht von einem IRIB-Hörerfreund, sondern von einem IRIB-Leser kommen.

Es ist Herr Christoph Schmitter, der sich aus der Schweiz meldete und uns am 26. Januar eine E-Mail schrieb in der stand:
„Liebe Redaktion
seit einigen Monaten bin ich regelmässiger Leser von IRIB. Für mich sind die verschiedenen Beiträge (in der Regel) wirklich eine Bereicherung und Erweiterung meines Informationshorizontes. Herzlichen Dank!
Beste Grüsse aus der Schweiz.
Christoph Schmitter“


Natürlich freuen wir uns über ein solch positives Feedback für die Arbeit von IRIB.

Und wenn es um die Ukraine geht, dann finden alle Interessierten auf der Internetseite von IRIB noch viel mehr interessante Beiträge, und wir sind sicher, dass dieses Thema die IRIB-Freunde in nächster Zeit noch mehr beschäftigen wird.

 

Die Hauptantagonisten im Ukrainekonflikt sind die USA und Russland und dieses Land und sein Präsident standen und stehen nicht nur wegen dem Konflikt in der Ukraine sondern auch aufgrund der Olympischen Winterspiele, die vor 2 Wochen zu Ende gegangen sind, und wegen der gerade begonnenen Paralympischen Winterspiele nun ganz besonders im Fokus.

Die Mail unserer werten Hörerfreundin Martina Pohl, die sie zu dem sportlichen Weltereignis am 15. Februar geschrieben hat, ist deshalb auch immer noch aktuell. Frau Pohls Mail lautet:

„Liebe Redaktion in Teheran,
begeistert habe ich mir die Übertragung der Eröffnungsfeier anlässlich der olympischen Winterspiele in Sotschi angesehen. Fröhlich und bunt zeigten sich die Athleten beim Einzug ins Stadion. Aufwendig und originell präsentierten sich die Bühnenshows, inklusive Feuerwerkseinlagen. Russland will bei der Austragung der 22. Winterspiele zeigen, dass es weltweit sowohl politisch, wie auch wirtschaftlich auf höchstem Niveau mitspielt.“

 

Weiter heißt es in Frau Pohls Mail:

„Sotschi, das mondänste Seebad an der Schwarzmeerküste mit seinen eleganten Flaniermeilen und einer der längsten Kurorte der Welt, ist zur Hochsicherheitszone erklärt worden. Die komplette Infrastruktur musste konzipiert werden. Unzählige Straßen wurden gebaut. Sotschi erhielt ebenso einen neuen Hauptbahnhof. 2000 Wohnungen, die für die Spitzensportler gebaut worden sind, sollen später an Menschen mit viel Geld verkauft werden. Leider musste aber auch ein Naturschutzgebiet dem Bauboom weichen und zehntausende Hektar Wald wurden gefällt. Eine Schnellstraße ins Skigebiet kostete angeblich 6,5 Mrd. Euro. Man muss dazu sagen, die Strecke ist keine 50 km lang. Es gibt keine öffentlichen Kontrollen der Ausgaben. Tausende Arbeiter bekamen viel zu wenig oder gar keinen Lohn für ihre Arbeit und mussten mit leeren Händen heimfahren. Das finde ich sehr bitter. Zu den Leidtragenden gehören aber auch die zwangsenteigneten Hausbesitzer. Gewinner und Verlierer, Gegner und Befürworter wird es bei solch gigantischen Projekten immer geben. Alles hat bekanntlich zwei Seiten. Ich kann nur hoffen, dass die Tage der 22. Olympischen Winterspiele und der daran anschließenden 11. Winter-Paralympics friedlich verlaufen werden.
Viele Grüße von Eurer Martina“

Danke Frau Pohl für Ihre Schilderung, die ganz klar auch die Schattenseiten dieses Großereignisses deutlich gemacht hat. Und danke auch, dass Sie Ihren Platz in der Runde der Hörerfreunde nicht verlassen haben. Wir wissen das sehr zu schätzen.

Ihre Empfangsberichte vom Februar sind auch gut bei uns eingetroffen und diese zeugen erneut davon, dass Sie gut bei unseren Sendungen zuhören, und eine detaillierte Hörberichterstattung machen. Vielen Dank.

 

Ein anderer Krisenherd, der auch immer wieder von unseren Hörerfreunden angesprochen wird, ist Syrien. Hier nun dazu die folgenden Zuschriften:

Der Satz: Denk ich an Syrien und Palästina in der Nacht, so hat es mich um den Schlaf gebracht – stammt von Helmut Schafheitle, wir hatten ihn schon einmal zitiert. Herr Schafheitle ist ein alter Bekannter in unserer Runde, ebenso wie  auch Herr Dieter Feltes aus Pyrbaum. Am 16. Januar hörte er unsere Sendung, in der es unter anderem ein Interview zur Syrienkrise gab. In seiner Mail heißt es deswegen:

„Schade, dass der Iran bei der Syrienkonferenz wieder ausgeladen wurde.
Ich glaube dass Iran die Möglichkeit wahrnehmen würde, einen Beitrag zur Beruhigung der Krise zu leisten. In Hinsicht auf die Einladung ist es so wie mit dem Wetter,  man kann auch dies nicht beeinflussen.“

 


Zum Thema Syrien hat sich auch der allen gut bekannte Stefan Lipsius zu Wort gemeldet und er schrieb in seiner Mail im Januar unter anderem folgendermaßen:
„Vielen Dank auch für Ihre regelmäßige Berichterstattung über die
Entwicklungen in Syrien. Das Leid der Zivilbevölkerung berührt mich angesichts der schrecklichen Fernsehbilder aus der Stadt Homs sehr.
Mir ist unbegreiflich, wie in diesem Land die Grundlagen eines bewährten Zusammenlebens unterschiedlicher Kulturen und Religionen systematisch zerstört werden.

Angesichts des Grauens schwankt meine Stimmung zwischen Wut, Fassungs- und völliger Ratlosigkeit. Aber vermutlich wird es Ihnen nicht anders gehen, auch wenn die geographische Perspektive aus Teheran sicher auch noch einmal eine andere ist.

Gerne höre ich gelegentlich wieder von Ihnen und verbleibe einstweilen mit herzlichen Grüßen aus Kassel an Ihr gesamtes deutschsprachiges Team,
Ihr Stephan Lipsius“

 

Ähnlich betroffen wie Herr Lipsius über die Ereignisse in Syrien, ist auch Frau Marzena Opalinska. In einer 2. Nachschrift ihres Briefes v. 17.12.2013 heißt es bei ihr:

„Der seit Mitte März 2011 tobende Bürgerkrieg in Syrien hat bisher 120 000 Menschenleben gefordert. Unter den Kriegstoten sind 1100 Kinder, die durch Flugkörper, Raketen, herabstürzende Trümmer und Bomben getötet wurden. Und es hat auch Fälle von verhungerten syrischen Kindern gegeben. In Syrien droht eine ganze Generation ohne formelle Bildung heranzuwachsen. Ja, körperliche und seelische Wunden der dortigen Kinder sind immens. Und das Ende der Kriegshandlungen ist leider immer noch nicht in Sicht. Auch wenn die syrischen Chemiewaffen zerstört werden, geht das Töten mit herkömmlichen Waffen in diesem Land weiter... „

Die Resignation in Frau Opalinskas Zeilen ist deutlich und Sie hat Recht, das müssen wir feststellen, je länger die Zeit vorangeht und sich weiterhin nichts ändert in Syrien. Und Sie hat Recht, dass es am schlimmsten die Kinder betrifft.

 

Helmut Schafheitle bringt die Gedanken auf den Punkt, die wie wir meinen, uns alle bewegen:

„Die Menschen möchten doch miteinander in Frieden leben und die Politiker sollten sich um gerechte Lösung der Konflikte bemühen und Spannungen lösen.

Dazu ist es auch erforderlich, den Hass endlich zu überwinden. Ist das zuviel verlangt?“

und außerdem schreibt er:

„Nur wer den Frieden wünscht, kann ihn auch empfangen.“

Hören Sie nun erst einmal unser Musikstück, bevor es mit der Post weitergeht.

 

Unser spanischer Hörerfreund Luis Llantada-Infante nahm den Jahrestag des Sieges der Islamischen Revolution in Iran am 22. Bahman, d.h. dem 11. Februar, zum Anlass uns folgende Zeilen zu schreiben und uns einen guten Vorschlag zu machen:

 

„Liebe Freude, Freundinnen der Irib.ir Redaktion,
schon seit lange habe ich einen Gedanken in bezug auf Iran, der mich sehr beschäftigt.
Es wäre wunderbar, wenn bei Iran German Radio eine neue Rubrik käme:

„Freunde von Iran“

Dort könnten alle, die eine starke Beziehung zu Iran haben, einfach ein Kommentar über etwas Neues oder Positives, die sie über Iran erfahren haben, schreiben.
Auch ein Buch empfehlen oder über eine Reise in Iran erzählen.
Iran ist zu einem wichtigen Teil meines Lebens geworden und je mehr ich über Iran erfahre, je mehr ich „die islamische Revolution“ und ihre Führer verstehe, bewundere und respektiere ich sie. Dadurch lerne ich sehr viel für mein
eigenes Leben und meine geistige Entwicklung.“

„Die Islamische Republik Iran wird dauernd zu unrecht kritisiert. Ich möchte gern bei dieser Rubrik einfach mal spontan schreiben, was ich immer wieder Positives über Iran erfahre. Ohne immer etwas in bezug auf einen Artikel
schreiben zu müssen.
So könnten die Menschen, die Iran lieben und zu Iran stehen, Flagge zeigen und ihre Solidarität zu Iran verkünden!
Natürlich bei jeder Gelegenheit lobe ich Iran, seine Politiker und Ayatollah Seyyed Ali Khamenei, für den ich eine große Sympathie, Respekt und Bewunderung habe!
Morgen am Tag der iranischen Revolution werde ich mit meinen Gedanken in Iran sein und ich werde nach Lifevideos im Internet suchen, damit ich die Menschen auf der Straße sehen kann um das näher zu erleben.
Einen schönen Gruß von einem Spanier aus Deutschland.
Und alle meine besten Wünsche für Iran, das iranische Volk und alle die die Islamische Republik Iran vertreten, lieben und für Iran kämpfen!
Es lebe Iran für immer, als ein freies, reiches und unabhängiges Land!
Luis Llantada-Infante“

 

Ganz lieben Dank Herr Llantada für all Ihre Sympathie für die Islamische Republik Iran. Wir haben Ihren Vorschlag mit der neuen Rubrik natürlich weitergeleitet und hoffen, dass die Leute von der Computer-Abteilung Ihren Wunsch erfüllen können. Es ist ein guter Vorschlag, den sicher würden auch andere IRIB-Freunde gerne eine solche Rubrik nutzen. In der Hörerpostsendung könnten wir dann auch so manches aus dieser neuen Rubrik denjenigen mitteilen, die keinen Zugang zum Internet haben.

Es war auch der Jahrestag der Islamischen Revolution, an dem sich ein alter Hörerfreund nach längerer Zeit wieder einmal per E-Mail meldete. Der Grund für seine längere Pause kommt in der Mail zum Vorschein:

„Guten Morgen nach Teheran,
vielen Dank erst einmal für die Neujahrsgrüße und die schöne Kachel, die beide bereits vor einigen Wochen hier eintrafen.
Schon lange habe ich nicht mehr von mir hören lassen, was vor allem daran liegt, dass die nun bei mir seit etwa dreieinhalb Jahren nötige
Dialyse deutliche Wirkungen zeigt, die sich vor allem darin bemerklich machen, dass ich danach derart müde und schlapp bin, dass ich oft während der Abendsendung einschlafe und dann nach ein paar wenigen Stunden
wieder wach bin.
Auch in der Zeit, in der ich Ihnen nichts geschrieben hatte, hörte ich
doch sehr oft IRIB und beabsichtige, es auch weiter so zu handhaben.
In einer weiteren Mail werde ich dann auch noch gleich einen Empfangsbericht schicken.
Joachim Thiel Wuppertal“

 

Wir danken Herrn Thiel, dass er doch wieder einmal mit uns Kontakt aufgenommen hat und wünschen ihm alles Gute für seine Gesundheit, sicher auch im Namen der anderen, die in unsrer Runde heute dabei sind.

Herr Thiel hat uns dann auch seinen ersten Empfangsbericht nach längerer Zeit geschickt, und es ist uns aufgefallen, dass etwas bei der Nummerierung nicht stimmte. Herr Thiel schickte uns einen Bericht mit der Nummer 325, dabei hatte er schon vor langem von uns ein kleines Geschenk bekommen für seinen 500sten Bericht.

Am 23. Februar schrieb er dann erneut:

„Guten Morgen nach Teheran,
vielen Dank für Ihre Mail und die Richtigstellung der Zählung meiner Empfangsberichte. Ich werde nun also mit Bericht # 625 fortfahren.
Zu dem Fehler meinerseits kam es, da mein alter PC eingegangen war; auf diesem waren auch die bisherigen Berichte an IRIB gespeichert und nur
ein Teil hatte ich auf Disketten gepackt. Deshalb war ich mir nicht sicher, mit welcher Berichtnummer es weiter geht.
Natürlich erinnere ich mich an das schöne Buch, das ich anläßlich des 500. Berichtes erhielt. Ich stöbere immer wieder einmal darin.
Hier nun der Bericht # 625

Freundliche Grüße von Joachim Thiel“
Na ja, da haben wir ja nochmal Glück gehabt und sind dem Fehler auf die Spur gekommen.

 

Aus Anlaß unserer Weihnachtspost nahm am 27. Januar auch Herr Hans-Joachim Pellin aus Lübz in Mecklenburg-Vorpommern den Kontakt mit uns auf. Zu seinem Empfangsbericht schrieb er:

„Hallo heute wieder mal ein Empfangsbericht von mir. Ich bedanke mich sehr für die Neujahrsgrüße, die Magnetkachel hat an meiner Magnetwand mit den QSL-Karten einen Ehrenplatz bekommen. Die Post kam genau richtig, das heißt genau zu meinem Geburtstag. Nochmal - ich habe mich sehr gefreut.

Die Sendung hat mir sehr gut gefallen, die Hörersendung und die verschiedenen Meinungen der Hörer finde ich immer am besten. Ich hoffe mein Empfangsbericht ist korrekt und für eine QSL-Karte ausreichend. Ich hoffe auch, dass mein Empfangsbericht vom 29.10.2013 nicht in Vergessenheit geraten ist und ich bekomme vielleicht noch eine QSL-Karte zu dem Empfangsbericht.

Herzliche Grüße aus dem zur Zeit eisigen Mecklenburg-Vorpommern, fast -15 Grad Celsius und Schnee ist auch angesagt. Hans Joachim Pellin „

Lieber  Herr Pellin, wir bemühen uns wie immer, alle Empfangsberichte per OSL-Karte zu bestätigen und hoffen auch bei Ihnen wird bald wieder Post aus Teheran eintreffen. Danke für Ihre nette Mail.

 

Heute wollen wir noch an zwei Termine erinnern, die die Aktivitäten eines IRIB-Freundes betreffen, wir hatten diese zwar schon erwähnt, aber angesichts des Näherrückens besagter Termine sei nun noch einmal daran erinnert. Und zwar geht es um Veranstaltungen, an denen unser Hörerfreund Helmut Matt anläßlich der Veröffentlichung seines neuen Buches ‚Bulgarische Impressionen‘ teilnimmt.

Herr Matt kommt aus dem fernen Schwarzwald in die Mitte der Republik, und daher sicher vielen entgegen.

Er schreibt in einer Mail:

„Am 14. März bin ich um 17:00 Uhr bei "Leipzig liest" auf der Leipziger Buchmesse. Vielleicht ist ja der oder die Eine oder Andere auch zufällig dort zu Gast.

Das ist in Halle 3 (Sachbuchforum) Stand E 211. In Leipzig werde ich mich u.a. auch mit IRIB-Stammhörer Dieter Leupold treffen.“

Die eigentliche Veranstaltung findet aber am nächsten Tag statt.

So heißt es in der Mail von Helmut Matt:
„Liebe Freunde, ich lade Euch ganz herzlich ein:
ÖFFENTLICHE LESUNG

Helmut Matt: BULGARISCHE IMPRESSIONEN
15. März 2014
LITERATURHAUS VILLA AUGUSTIN
(Hier ist auch das ERICH-KÄSTNER-MUSEUM
untergebracht)

Antonstraße 1, Dresden
Ich lese aus meinem neuen Buch und werde Bilder aus dem bulgarischen
Westen zeigen.
Die Veranstaltung ist öffentlich. Eintritt ist frei.
ANMELDUNG WÄRE NETT!
Ich würde mich sehr freuen, viele von Euch dort zu treffen.“
Auf unsere Anfrage, um welche Uhrzeit diese Veranstaltung stattfindet, schrieb Herr Matt:

„Sie haben Recht: In der Einladung fehlt die Uhrzeit, denn die hatte ich zu dem Zeitpunkt noch nicht. Die Veranstaltung in Dresden beginnt um 19:00 Uhr.

Für alle Interessierten auch noch folgender Hinweis: Radio Bulgarien hat eine sehr hörenswerte Sendung gemacht, in der besagtes Buch vorgestellt wird (auf Deutsch).
  http://bnr.bg/de/post/100294541/bulgarien-reise-inspiriert-zum-buch

Nachdem wir Ihnen nun ein weiteres Mal die Nase lang gemacht haben über das neue Werk von Helmut Matt, wollen wir uns heute doch nicht verabschieden, ohne Ihnen eine kleine Kostprobe aus diesem Buch gegeben zu haben.

Wir wünschen Ihnen gute Unterhaltung dabei und freuen uns auf unser Treffen in der nächsten Woche.

 

 

Bulgarische Impressionen

    von Helmut Matt

 

 

Abenteuerliche Reise durch ein unbekanntes Land

 

Einleitung

Man soll die Dinge verarbeiten, solange sie frisch sind. Aus einem geplanten Reisebericht ist dieses Buch  entstanden.  Inspirierend  waren  die  Dichte der Ereignisse, die Fülle der Eindrücke und oft historische Spannkraft der Stätten, die wir besucht haben. Bulgarien ist statistisch gesehen das derzeit ärmste Land der Europäischen Union. Dennoch ist es in vieler Hinsicht auch ein reiches Land: Eine wundervolle,  vielfach  nahezu  unberührte  Natur, die reiche Kultur, freundliche, offenherzige Menschen voll Stolz auf ihre Herkunft. Die lange, wechselvolle Geschichte hat ein reiches Erbe kostbarer Stätten der Erinnerung hinterlassen. Ein Land lebt immer im Heute - aus seiner Vergangenheit heraus stets aufs Neue Geschichte schreibend. Es ist die Geschichte und es sind die Geschichten, die den besuchten Stätten ihre wahre Bedeutung verleihen. Dieser Erkenntnis wollte ich Rechnung tragen – so ist ein Buch entstanden, in dem das Erlebte stets in seinen historischen und kulturellen Kontext gebracht wird.

 

Herbolzheim, 28.07.2013

 

Ankunft in Bulgarien

Ein frostiger Empfang mit zwölf Grad Celsius und Nieselregen – so hatten wir uns unseren Urlaub in Bulgarien  wirklich  nicht  vorgestellt.  Zuhause waren es noch sommerliche 29 Grad gewesen. Mit kurzen Hosen und T-Shirt bekleidet stiegen wir fröstelnd  in  den  Minibus,  der  in  der  Airport- Garage für uns bereit stand. Kurzfristig hatte sich noch ein griechischer Tourist entschlossen, ebenfalls zu unserem Hotel mit zu fahren – leider ohne sich an den Transferkosten zu beteiligen. Dafür aber erhielten wir von ihm während unserer Fahrt eine ausführliche Erörterung der schädlichen Auswirkungen des Euro auf Griechenland und die europäischen Staaten. In seinen Ausführungen forderte unser Begleiter zudem, dass Deutschland endlich seinen Verpflichtungen gegenüber Griechenland nachkommen und seine Kriegsreparationen abgelten solle – mit Zins und Zinseszins versteht sich. Dadurch, so seine Überzeugung, könnten alle ökonomischen Probleme am Peloponnes auf einen Schlag gelöst werden.  

Er  redete  sich  derart in  Feuer,  dass  er seine Theorien auch noch dem Hotelpersonal erläuterte,   während   Linda   und   ich   auf   den Fahrstuhl  warteten.  Das  „Semyata  i  Chorata“ (Erde und Mensch) ist ein neues Hotel, das erst wenige Monate vor unserem Besuch eröffnet worden war - so neu, dass es sowohl in organisatorischer als auch in technischer Hinsicht Raum  für  Optimierung  gab.  An  der  Rezeption hatte man uns erklärt, dass das Hotel gar so  neu sei, dass in ganz Sofia wohl so gut wie kein Taxifahrer zu finden sei, der wisse, dass es das Hotel gebe, wo sich das Hotel befände und wie es zu erreichen sei. Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft des Personals, ein helles und freundliches Zimmer, geschmackvolle Badezimmereinrichtung  und  ein  herrlicher  Blick auf die Witoscha-Berge, an deren Fuß das Hotel lag, machten aber die kleinen Unzulänglichkeiten wieder wett.

Müde von der langen Anreise freuten wir uns auf einen ruhigen und erholsamen Schlaf. Allzu lange sollte  die  Ruhe  jedoch  nicht halten:  Gegen  vier Uhr in der Frühe zerriss lautes Hundegebell die nächtliche Stille. An Schlaf war trotz geschlossener Zimmerfenster nicht mehr zu denken. Im Dunkel der Nacht war nichts zu sehen – sicher war, dass zwei oder mehr Hunde an dem frühmorgendlichen Konzert beteiligt sein mussten. Nach einer guten Viertelstunde verstummten die Tiere glücklicherweise  ebenso  unvermittelt wieder, wie sie  uns  zuvor  abrupt  aus  dem  Schlaf  gerissen hatten.

 

 



 

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