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Montag, 24 Februar 2014 09:23

Hörerpostsendung am 23.Februar 2014

Hörerpostsendung am 23.Februar 2014
Bismillaher rahmaner rahim - Dabei sein ist alles – das liebe Hörerfreunde sollte nicht nur die Devise für die Olympischen Spiele sein, sondern auch für unseren Hörerstammtisch.

Während bei Olympischen Spielen inzwischen schon hundertstel Sekunden über eine Medaille entscheiden, so geht es bei uns doch noch viel gemütlicher zu. Jeden Sonntag zur gewohnten Zeit versammeln wir uns, um wieder voneinander zu hören.

Heute haben wir aber das Pech, dass unsere Abendsendung genau zur Zeit der Abschlußfeier der Olympischen Winterspiele im russischen Sotschi läuft. Heute stehen die Olympia-Interessen unserer Hörerfreunde also stark in Konkurrenz mit der Hörerpostsendung. Da wird sicher so mancher von unseren Hörerfreunden das Angebot der Morgensendung am Montagmorgen, in der ja die Wiederholung der Hörerpostsendung läuft, in Anspruch nehmen.

Hauptsache niemand verliert den Anschluß, da wo es ihm wichtig ist.

Widmen wir uns jetzt aber unserer Hörerpost, natürlich nach ein paar Takten Musik.

 

 

Wie beim letzten Mal schon angekündigt, kommt heute zunächst ein Brief unseres lieben Frank Luqman Bresonik an die Reihe, den er am 7. Januar des neuen Jahres in Gladbeck zu Papier gebracht hat.

„Meine lieben Geschwister im Islam! !
Etwas überrascht und zugleich erstaunt war ich über Eure Post anläßlich der christilichen Feiertage. Als Muslim hatte ich natürlich nicht damit gerechnet, eine Grußkarte von einer islamischen Rundfunkstation zu bekommen.

Trotzdem vielen Dank, dass ihr an mich gedacht habt.

Die Wünsche zum Neujahrsfest, obwohl das für uns Muslime auch nicht gerade von großer Bedeutung ist, nehme ich sehr gerne entgegen, ebenfalls das von Euch beigelegte Souvenir und die Grußkarte von Frau Darwisch. Vielen Dank für alles !!!

Auch ich wünsche Euch allen und auch der lieben Familie Zangeneh für die kommenden Monate alles erdenklich Gute und vor allen Dingen Gesundheit und Glück in einer hoffentlich bald friedlicheren Welt.

Nach wie vor trage ich zu meinem christlichen Namen noch den Namen Luqman und ich hoffe, dass Ihr das nicht vergessen habt.

Auf den Namen Luqman bin ich sehr stolz, er gefällt mir sehr gut.

Ich finde es sehr traurig, dass Frau Darwisch mein Geschenk zu der Geburt  ihres Kindes über die Berliner Adresse nicht erhalten hat. Ich schickte ihr einen Kinderbademantel und eine schöne Glückwunschkarte.

Ansonsten hoffe ich, dass es Euch allen gesundheitlich gut geht.

Die Radiosendungen aus Eurem Hause sind an den Abenden hier in Gladbeck verständlich zu empfangen und in den Morgenstunden habe ich hinsichtlich des Empfangs öfters Schwierigkeiten.

Ist meine Urlaubspost, die ich Euch im vergangenen Jahr schickte, bei Euch angekommen?

Inzwischen ist unsere neue Gladbecker Moschee fertig und es macht mir Freude in dieser Moschee meine Gebete verrichten zu können.

Ende Dezember 2013 mußte sich mein sehr kranker Vater wieder einer neuen Operation unterziehen. Da er so schwer gestürzt war, zog er sich ein großes Loch zu, dass genäht und geklammert werden mußte. Jetzt hat er starke Schmerzen, doch nicht nur am Kopf, sondern auch im Rippenbereich.

Ich beende nun diesen Brief und wünsche Euch allen alles erdenklich Gute.

Euer Bruder Frank Luqman“

 

Lieber Frank Luqman, ein langer Brief, für den wir danken. Sie wundern sich über die Weihnachts- und Neujahrsgrüße an Sie. Aber Sie wissen doch sicher, dass die Hörerfreunde von IRIB-Funk in Deutsch nur zu einem geringen Teil Muslime sind und wir dementsprechend zum größten Fest der Christen und zu ihrem Jahreswechsel gratulieren. Wir haben Sie nach so langer Hörer-Sender-Freundschaft nicht aus unserer Adressenliste für die Weihnachtspost genommen, weil Sie Muslim geworden sind. Vielleicht sollten wir das revidieren.

Lieber Frank Luqman Bresonik, Sie betonten ja, dass Ihnen Ihr muslimischer Name Luqman sehr gut gefällt. Sicher wissen Sie auch mehr über den Namen, welcher der Name eines weisen Mannes war, von dem es im Koran eine Sure gleichen Namens gibt. Es ist die Sure 31.

Im Vers 12 dieser Sure heißt es: „Wir verliehen Luqman Weisheit, auf dass er Allah dankbar sein möchte“.

In den folgenden Versen dieser Sure, gibt Luqman seinem Sohn weise Ratschläge, wie die Anbetung des Einen Gottes, die Ehrung der Eltern und die Verrichtung des Gebetes sowie guter Werke. Er beschreibt für ihn die Größe, Weisheit und Allmacht Gottes.

Es gibt verschiedene Angaben darüber, wann Luqman gelebt hat, aber eines steht fest, er hat vor Christus gelebt.  Der bekannte islamische Gelehrte und Korankommentator persischer Abstammung Tabari  (839 - 923 n.Chr.) vermutet in seinem Geschichtswerk, dass Luqman zur Zeit des Propheten Hud gelebt hat, dass wäre nach Noah und vor Abraham, der ca. 1976 vor Christus gelebt hat. Einer anderen zuverlässigen Quelle zufolge war Luqman der Weise ein Verwandter des Propheten Hiob und ein Zeitgenosse von König David, der um 1000 v. Christus Jerusalem (El-Quds) eroberte.

In dem bekannten Korankommentar al-Mizan von Allameh Tabatabai wird eine Überlieferung des Propheten des Islams –s.a.- angeführt in der er über Luqman sagt:.. „Er war kein Prophet, aber ein Gottesdiener, der sehr viel nachdachte und wahrhaft gottgläubig war. Er liebte Gott und Gott liebte ihn und verlieh ihm Weisheit.“

 

Imam Sadeq –a.s.- sagte laut den Überlieferungen folgendes über Luqman:

Gott hat Luqman mit Weisheit bedacht, weil er sehr gottesfürchtig, klug, gesittet und barmherzig war.

Wenn zwei sich stritten, versöhnte er zwischen ihnen.

Er verkehrte viel mit Gelehrten und er bekämpfte seine Begierden.

Luqman lebte einfach und es heißt, dass er im Hause eines Reichen diente, oder sogar sein Sklave war.

Der beste Beweis für seinen vorbildlichen Charakter ist, dass Prophet Mohammad –s.a.- und die Imame seine weisen Ratschläge zitiert haben:

Hier einige davon:

„Hüte dich vor Trägheit, widme einen Teil deines Lebens dem Wissenserwerb und diskutiere nicht mit eigensinngen Leuten!“

 „Wenn du unter den Menschen bist, dann achte auf deine Zunge!“

„Vergiss nie Gott und den Tod, aber vergiss die guten Werke an den anderen oder das Schlechte, das andere dir angetan haben.“

Wir danken Herrn Bresonik, dass er uns durch seinen muslimischen Vornamen Luqman zu diesen Ratschlägen seines Namensgebers Luqman geführt hat.

 

Um noch kurz auf weitere Punkte in dem Brief von Herrn Bresonik einzugehen: Wir freuen uns Herr Bresonik, dass Sie nun in der neuen Moschee in Ihrer Stadt Gladbeck einen Ort gefunden haben, an dem Sie in der entsprechend spirituellen Atmosphäre Ihre Gebete verrichten können.

Vielen Dank auch für Ihre Urlaubskarte aus Albanien, die bei uns angekommen ist, wir erwähnten es in der Hörerpostsendung vom 24. November. Schade aber, dass es mit dem Geschenk für die Tochter unserer Kollegin Frau Darwisch nicht geklappt hat. Wir alle und besonders auch Frau Darwisch sind darüber sehr traurig. Leider müßen wir akzeptieren, dass auf dem Postwege Dinge verloren gehen, so leid es uns auch tut. Wir werden aber Ihre gute Absicht gerne in Erinnerung behalten.

Für die Genesung Ihres Vaters wünschen wir alles Gute und hoffen, dass Allah Ihnen in dieser schweren Zeit der Pflege Ihres Vaters guten Beistand zukommen läßt und Ihnen Ihre guten Taten im Jenseits vergelten wird.

 

Jetzt wollen wir aber mit anderen Briefen bzw. Mails weiter machen, denn sicher warten viele unserer Hörerfreunde, dass auch Ihre Namen genannt oder Ihre Briefe oder Mails vorgelesen werden.

Schauen wir mal in diese Mail wo es heißt:

„Sehr geehrte Redaktion,

heute am Sonntag den 5. Januar 2014 konnte ich endlich Ihren Sender auf 6205 khz abends hören.

Sie brachten viele Nachrichten und die Hörerpost und berichteten über eine Heidelbergerin, die mit dem Fahrrad im Iran ist und die über Indonesien nach Australien fahren will. Ich war überrascht zu hören, dass die Grenzbeamten freundlich zu ihr waren. Ich hätte gedacht, die Grenzbeamten wären sehr streng.

Demnächst werde ich noch einmal einen Empfangsbericht schreiben.

Viele Grüße sendet Bernhard de Bache“

Lieber Herr de Bache, eines unserer Ziele ist, mit den Beiträgen unseres Senders zu einem besseren Iran-Bild in der westlichen Welt beizutragen.

 


„Hallo liebes deutschsprachiges Redaktionsteam,
am gestrigen Tag erhielt ich Ihre schöne QSL-Karte und die netten Aufmerksamkeiten für meinen Empfangsbericht vom November 2013,
dafür möchte ich mich ganz herzlich bedanken und wünsche natürlich auch dem Redaktionsteam von Radio IRIB ein erfolgreiches und
glückliches Jahr 2014 und bitte weiter so mit Ihren analogen Informationssendungen.

Mit den besten Grüßen Ihr Hörer
Klaus Pfahl, Elsnigk“

Herr Pfahl hörte uns ca. 100 Kilometer südlich von Berlin mit SINPO-Werten von 4 und 5.

Wir wünschen ihm weiterhin guten Empfang mit seinem Sangean ATS909X, mit einer etwa 10 Meter Langdrahtantenne.

Nicht immer guten Empfang  hatte ein Hörer aus Mannheim. Lesen wir aus der Mail vor, die er am 23. Januar schrieb:

„Sehr geehrte deutsche Redaktion,
recht herzlichen Dank für das Zusenden Ihrer zwei QLS-Karten.
Ich hatte sie, wie von Ihnen versprochen nach längerer Warte-
zeit am 21.01.14 um die Mittagszeit erhalten. Eine Weihnachts-
karte war von Ihnen - mit Neujahrswünschen – war dabei enthalten.
Dies war für mich das erste mal im Leben, dass ich aus dem
Iran - insbesondere aus Teheran - Post bekam. Es war für mich
ein großartiges nachträgliches Weihnachtsgeschenk.
Kurzer Empfangsbericht zu ihren Sendungen:
Am 20.01.14 konnte ich Sie in deutsch auf Kurzwelle ca. 6200
KHz ab 18.23 Uhr in Mannheim empfangen. Die Interferenzen
waren mittelmäßig und die Sinpo-Werte lagen bei 1-3. Mit Stolz
erfüllte mich zu hören, dass sich eine Theatergruppe aus Mann-
heim zur Zeit in Teheran zu Besuch aufhält, zumal ich selbst
schon in den letzten Jahrzehnten des öfteren im Mannheimer
Theater verstärkt bei Schauspielen war.
Am 21.01.14 konnte ich Sie in Deutsch auf Kurzwelle ca. 6200
KHz ab 18.23 Uhr in Mannheim auch hören. Interferenzen gab
es keine, die Sinpo-Werte waren recht gut. Besonders interessant
fand ich Ihren Bericht über die Bekleidung (Hijab), die Anständigkeit
und einen höheren Grad der Moral darstellen soll. Zudem soll
damit die Familie und die Moral gefestigt werden. Dies entspricht
auch voll meinen Lebensvorstellungen. Zur Zeit denke ich, dass
ich im Westen - insbesondere in Westdeutschland - in dieser Be-
ziehung in einer entarteten und dekadenten Gesellschaft lebe.
Dies müssen Sie "Gott sei Dank" wohl in Ihrem Lande nicht er-
leben.
Mit freundlichen Grüssen aus dem zur Zeit kalten und nassen
Mannheim  Andreas Pawelczyk“

 

Im Januar des neuen Jahres hat ein weiterer Hörer von der ersten Post aus Teheran berichtet, unsere wirklich erste Post, dass heißt die QSL-Karte für seinen ersten Empfangsbericht im Juni 2013, ist leider nicht bei ihm angekommen. Herr Hofmann schrieb:

„Sehr geehrte Frau Zare, liebe deutsche Redaktion von IRIB, dieses Mal hat alles geklappt und Ihre freundliche Post ist gestern wohlbehalten bei mir eingetroffen. Allerdings hatte sich auch der deutsche Zoll für den Umschlag interessiert. Ich habe mich sehr über die beiden schönen QSL-Karten, die kleine bunte Kachel sowie die lieben Neujahrsgrüße gefreut! Es ist das erste Mal, dass ich Post aus dem Iran erhalten habe. Haben Sie herzlichen Dank dafür! Gerne werde ich weiterhin mit Ihnen Kontakt halten und die interessanten, informativen Sendungen von IRIB einschalten. So kommt mit dieser Email ein neuer Empfangsbericht, der hoffentlich für Sie von Interesse ist.

Jörg Hofmann“

Unser altbekannter Hörerfreund Bernd Riga meldete sich am 16. Januar aus Saarbrücken mit den Worten:

„Hallo ihr lieben von IRIB in Teheran - Iran ! Vielen Dank für den Brief mit Grußkarte und dem kleinen Geschenk ! ! Ich habe mich sehr darüber gefreut ! ! Viele liebe Grüße sendet euch Bernd Riga aus Saarbrücken.“

Herrn Mateo aus Grevenbroich danken wir für seinen Empfangsbericht und die folgenden Zeilen:

„Liebe IRIB - Redaktion! Zunächst alles Gute zum neuen Jahr. Ausserdem vielen herzlichen Dank für die Zusendung der Zeitung und der "Mini - Kachel". Wir haben uns hier sehr gefreut! Ich finde es einfach vorbildlich, wie Sie den Kontakt zu den Hörern pflegen. Da ich beruflich schon Anfang des Jahres sehr eingespannt war, komme ich jetzt erst dazu Ihnen zu schreiben. Beste Grüsse, Ihr Radiofreund Antonio Mateo.“

Bevor wir nun zu einer längeren Mail kommen, wollen wir unser heutiges Musikstück für Sie spielen.

 

 

Es folgt nun eine Mail von Heinz Günter Hessenbruch, der ja sicher den meisten von Ihnen am Stammtisch bekannt sein wird. Wenn jemand nahezu 5000 Empfangsberichte an unseren Sender geschickt hat und immer wieder wertvolle Zeilen in seinen Briefen an uns sendet, dann kann er kein Unbekannter sein. Auch in dieser Mail steht wieder viel Lesenswertes. Hören Sie selbst:

 

„Hallo und guten Tag liebe Damen und Herren!
Vor einigen Tagen habe ich Ihre nette Mail bekommen, es freut mich, dass mein Fleiß und Eifer von Ihnen anerkannt wird - und ich bin gespannt auf das Vorabgeschenk zum 5000. Hörbericht.
Es ist aber nicht so, dass ich sonst keinen Profit habe, vieles habe ich durch Ihre Sendungen und Beiträge erfahren können, ergänzend wurde ich angeregt mich weiter zu informieren...
So konnte ich mir selbst ein Gerüst aufbauen, zum besseren Verständnis anderer Nationen, Kulturen und Religionen - den Nutzen kann ich im Alltag auch ziehen - denn hier in Remscheid gibt es nahezu 120 verschiedene Nationen...
Es ist aber nicht so, dass das von mir erbaute Gerüst pickepacke voll ist, nein, es ist noch viel Raum in den Regalen - ich kann noch weiter einsortieren und anbauen.
Dank auch für die Weihnachtskarte, die gestern nach einer langen "Irrfahrt" bei mir angekommen ist. Es war ein Zahlendreher in der Postleitzahl. Richtig ist: Remscheid 42853.

Der Sinnspruch zu Weihnachten "Frieden auf Erden..." ist zutreffend, es ist doch der innerliche Wunsch eines jeden Menschen, jeder möchte doch für seine Familie und für sich selbst das Allerbeste!
Und das Paradoxe ist, es ist für alle genug da, niemand muss hier auf unserem Planeten hungern oder durstig sein - wir Menschen haben es leider nicht verstanden... Vieles müsste generalüberholt werden, vieles müsste reformiert werden! Unsere Denkweise, unsere Theorien und Praktiken haben uns Menschen nicht weitergebracht, ganz armselig ziehen wir durch das Universum.
Doch so ganz hoffnungslos ist es nicht! Besinnen wir uns darauf, dass es einen Schöpfer gibt, der sich niemals auf Tauschgeschäfte einlässt, der uns niemals hilft - bevor wir unsere eigenen Möglichkeiten voll ausgeschöpft haben.
Es ist müßig und falsch, bei jeder Misere zu jammern: Oh Schöpfer, wo bist Du? Warum lässt Du das zu?
Die Frage müsste lauten: Oh Mensch, wo bist du? Warum lässt du das zu?
Ich beende mein Schreiben...
Alles Gute für Sie und Ihre Familien, eine schöne Zeit wünscht Ihr.
Heinz Günter Hessenbruch aus Remscheid“

 

 

Lieber Herr Hessenbruch Sie haben mit dem was Sie schreiben Recht, mögen die Gedanken, die Sie in Ihrem Brief darlegen, jedem Einzelnen von uns einsichtig werden. Möge Gott denjenigen helfen, die Entscheidungen treffen müssen oder dürfen,  ihre große Verantwortung für andere Menschen zu erkennen und ihre Aufgabe ernsthaft durchführen.

 

 

 

Am 17. Dezember 2013 setzte sich Frau Marzena Opalinska in Hirschberg an den Schreibtisch und schrieb auf 9 langen Seiten ihre Analyse über die Ereignisse in Ägypten, insbesondere nach dem Sturz des ersten gewählten Präsidenten dieses Landes, Mohammad Mursi. Es ist schade, dass wir diese wirklich lesenswerte Analyse hier aus Zeitgründen nicht wiedergeben können, wir müssen uns auf einige Auszüge beschränken.

Frau Opalinska schreibt:

Der Militärputsch vom 3. Juli 2013 mit General Abd el-Fatah as-Sisi an der Spitze war für mich wie eine „Rache des alten Regimes“. Ja, eine rechtswidrige, rohe Handlung zwecks Machtergreifung – koste es, was es wolle. Tagaus, tagein hatten die liberalen sowie die linken Oppositionsführer mitsamt den „Überbleibseln“ des gestürzten Mubarak-Regimes die naiven Massen angestachelt auf die Straße zu gehen. Diese kuriose „Allianz“ aus ehemaligen Revolutionären und „Elementen“ der von ihnen vormals bekämpften Diktatur hatte wohl nichts anderes im Sinne, als zu randalieren (ihre Schlägertrupps machten regelrecht Jagd auf bärtige Männer und Hidschab-tragende Frauen und setzten mehrere Gebäude der „Muslim-Brüder in Brand), und Mursi das Leben möglichst schwer zu machen. Ja, das einzige, was sie interessierte, war, den ersten frei gewählten Präsidenten Ägyptens und seine Gruppierung, die Muslim-Bruderschaft, zu diskreditieren.

Hierauf baten die Mursi-Gegner das Militär um Hilfe. Und die Militärs hatten sich zweifelsohne nichts sehnlicher als einen solchen „Hilferuf“ gewünscht. So konnten sie behaupten, nicht geputscht, sondern lediglich den Volkswillen erfüllt zu haben.Tja, eine quasi „sanktionierte“ Einladung zum Eingreifen... Kann es für eine Armee etwas Schöneres geben?

Frau Opalinskas detaillierte Beschreibung der Ereignisse geht noch viel weiter und sie bringt auch die Rolle Saudi-Arabiens und des zionistischen Regimes sowie der USA bei den Ereignissen in Ägypten  ganz klar und deutlich zu Papier.

Frau Opalinska zweifelt auch das angebliche Gespräch der EU-Außenbeauftragten Chaterine Ashton mit dem inhaftierten Mohammad Mursi an und schreibt:

Ashton unterhält sich mit dem Betreffenden mehr als 2 Stunden lang und hat anschließend fast gar nichts über den Gesprächsinhalt zu berichten – kein gewöhnliches Verhalten seitens der Frau, die für die Gestaltung der Außenpolitik der Europäischen Union zuständig ist, nicht wahr?

Weiter geht es in den handschriftlichen Ausführungen von Frau Opalinska zu einem anderen Thema so:

Der saudische König und das zionistische Regime fahren jedoch nicht nur in Bezug auf Ägypten in einem Boot. Auch hinsichtlich des iranischen Atomprogramms sprechen Riyadh und Tel Aviv dieselbe Sprache, d.h. ihre Politik unterscheidet sich nicht voneinander. Deshalb konnte die zionistische Politikerin und vormalige Mossad-Agentin Livni sagen, was den Iran und sein Atomprogramm beträfe, so klinge die Botschaft in Richtung Teheran auf Hebräisch und Arabisch identisch. Und warum ist es so? Weil die vom Westen gegen Wirtschaft und Industrie des Irans verhängten Sanktionen es Saudi-Arabien  ermöglichen eine noch größere Menge dieses Rohstoffes auf den Weltmarkt auszuführen. Der Westen freut sich zwar, daß er mit diesen aus meiner Sicht ungerechten Strafmaßnahmen den Iran wirtschaftlich in die Knie zwingt, aber dadurch verlieren auch westliche Investoren sehr viel – nämlich ein riesiges Absatzgebiet mit enormem Potential. Jedes Ding hat eben zwei Seiten... Der Iran wird wegen seines Atomprogramms mit Sanktionen belegt, wobei dem zionistischen Regime dadurch die famose Möglichkeit gegeben wird, die Weltöffentlichkeit von der Tatsache abzulenken, daß es nicht einmal die Existenz seiner 200 Atomsprengköpfe zugeben, geschweige denn die diesbezüglichen Berichte von unabhängiger Seite überprüfen lassen will.

 

 

Und was eine Annäherung an die USA anbelangt, ist sie meines Erachtens nur dann plausibel, wenn das betreffende Land sich bedingungslos dem Diktat des Weißen Hauses beugt, denn aus der Sicht dieser überaus hochmütigen US-amerikanischen Machthaber darf kein Land auf der Welt gegen ihren Willen handeln. Sonst wird es wirtschaftlich (in Form von Sanktionen) oder gar militärisch bestraft. Für diese imperialistischen, so unglaublich arroganten Gemüter gibt es einfach keine gleichrangige Partnerschaft. Und von genau demselben imperialistischen Gehabe war und ist auch die Politik des Kremels geprägt. Hat der russische Expansionismus denn nicht bis in die jüngste Vergangenheit eine Menge Unheil angerichtet? Ohne diese expansionistische, aggressive Politik hätte Rußland heute vielleicht die Größe des Großfürstentums Moskau...

Ja, Expansionismus und Militarismus standen und stehen an der obersten Stelle der Prioritätenliste sowohl der russischen als auch der us-amerikanischen Spitzenpolitiker. Da mußte ich lachen, als ich den Kreml-Cchef Putin (dieser verschlossene, berechnende Geheimdienstler mit haltem Herzen, dieser Tschetschenien-Schlächter und Gauner, der keine Kritik und Opposition duldet) neuerdings sagen hörte, Rußland wolle keine Regional- oder Weltmacht sein! Aus rein politischem Kalkül gewährt Putin dem flüchtigen ehemaligen NSA-Mitarbeiter Edward Snowdon ein einjähriges Asyl in Rußland und der Mann mit Zivilcourage hat schlicht keine andere Wahl, als vorerst in diesem autoritär regierten und in Wirklichkeit wie ein riesiges Straflager funktionierenden Land zu bleiben. Keine der europäischen sogenannten Demokratien war und ist bereit, Snowdon aufzunehmen, obwohl der Mann sich mit seinen Enthüllungen über die geheimdienstlichen Praktiken der USA und Großbritanniens gerade für die Bewohner Europas so verdient gemacht hat.

 

Wir danken Frau Opalinska für Ihre klaren Analysen und hoffen sie wird unserem Sender treu bleiben, wenn sie auch im letzten Jahr den Eindruck von uns bekommen hat, dass wir nicht mehr sehr kontaktfreudig seien.

Für heute verabschieden wir uns aus der Hörerpostsendung, aber nicht ohne Ihnen noch einen Hinweis auf den lesenswerten Beitrag von Dr. Yavuz Özuguz auf unserer Internetseite zu geben, der den Titel trägt: Wir müssen zurück zum Toilettenputzen.

Damit für heute Auf Wiederhören

und Choda hafez

Medien

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