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Dienstag, 10 Dezember 2013 11:19

HPS für Sonntag, den 08. 12.2013

HPS für Sonntag, den 08. 12.2013
Bismillah-ir-rahman-ir-rahim Liebe Hörerinnen und Hörer, -  

Schahrzad Tschupankareh und Ahmad Radschabi begrüßen Sie zu unserer allsonntäglichen Sendung "Wir und unsere Hörer". Und wie immer beginnen wir mit einem ganz herzlichen Dankeschön an alle, die uns geschrieben haben. Einige Briefe haben wir auch heute wieder mitgebracht und werden sie im zweiten Teil der Sendung beantworten.

 Im Wetterbericht haben wir gehört, dass weite Teile Deutschlands - besonders Norddeutschlands - von einem Orkan heimgesucht worden ist. Wir hoffen, dass Sie, liebe Hörerfreunde, dieses Unwetter unbeschadet überstanden haben.

Nach einem langen milden Herbst ist mittlerweile auch bei uns in Teheran der Winter eingekehrt. Letzten Donnerstag schneite es zumindest im Norden der Stadt, wo unser Funkhaus liegt, den ganzen Tag, und es wurde kaum richtig hell. Bei Plus-Temperaturen blieb der Schnee allerdings nicht liegen. Nur das nahe Gebirge strahlt in frischem Weiß und verlockt die ersten Wintersportler zum Skilaufen.

 Wir hoffen, dass Sie einen gemütlichen Sonntag verbracht haben und sich jetzt  Zeit nehmen für unser Treffen am Mikrofon und Radio.

Die Wintermonate sind ja bekanntlich "Lese-Saison". Was lesen Sie denn am liebsten? Romane oder Sachbücher? Biographien oder Reiseberichte? Wir möchten Ihnen heute ein Buch empfehlen, das Sie als IRIB-Hörer gewiss interessieren wird. Und vielleicht ist es ja auch ein Tipp für ein Weihnachtsgeschenk.

 Das Buch heißt "Zwölf Tage in Persien. Reise über die Bakhtiari-Berge" und wurde 1926 von der bekannten englischen Autorin Vita Sackville-West geschrieben. Der Wagenbach-Verlag hat es, ergänzt durch einige Fotografien, 2011 neu veröffentlicht.

Vita Sackville-West - geboren 1892, gestorben 1962  -  war eine britische Aristokratin, die vor allem durch ihre Bücher über Gartenkunst und Reiseberichte berühmt wurde. 1913 heiratete sie den Diplomaten und Schriftsteller Harold Nicolson, den sie während seiner Dienstzeit in Teheran zweimal besuchte.

"Zwölf Tage in Persien" beschreibt eine Trecking-Tour, die Vita Sackville-West mit ihrem Ehemann und drei weiteren englischen Gentlemen durch das Zargos-Gebirge im Südosten Irans unternahm.

 Das Zagros-Gebirge zieht sich über etwa 1500 km Länge von der Provinz Kudistan an der irakischen Grenze bis zur Straße von Hormuz, die mit nur etwa 50 km Breite Vorderasien von der Arabischen Halbinsel trennt. Die höchsten Gipfel erreichen bei Schiraz eine Höhe von etwa 3.500 Meter und in der Nähe von Isfahan über 4.500 Meter.

 Jeder wird sich sofort die Frage stellen, was um alles in der Welt Lady Sackville-West dazu reizte, so eine Tour entlang eines nur von Nomaden genutzten Bakhtiari-Gebirgspfades durch eines der entlegensten Gebiete Persiens zu unternehmen. Ähnlich wie bei vielen anderen Abenteuer-Reisenden war es die Suche nach dem Fremden, dem Unbekannten. "Ich will dort sein, wo kein Weißer je zuvor gewesen ist, in Orten, von denen man noch nie gehört hat", erklärte sie ihr Motiv für diese Wanderung.

 

Dabei war Lady Sackville-West zur damaligen Zeit keineswegs die einzige, die mit romantisch verklärten Vorstellungen vom Orient und der Sehnsucht nach einer "natürlichen" Lebensweise den Iran bereiste. In der krisengeschüttelten Zwischenkriegszeit war Persien Sehnsuchtsort etlicher zivilisationsmüder Europäer, und manche von ihnen haben uns schriftliche Aufzeichnungen ihrer Reiseeindrücke hinterlassen.

Ende der 1920er Jahre hatte der Iran kaum zwölf Millionen Einwohner, die zum größten Teil in Dörfern, als Nomaden oder in kleinen Städten lebten. In weiten Regionen des Landes gab es zu jener Zeit weder asphaltierte Straßen noch elektrischen Strom, und viele Iraner hatten noch nie ein Auto gesehen. Europäern - insbesondere Engländern aus London oder den übervölkerten, schmutzigen britischen Industriestädten - erschien dies als eine ländliche Idylle, in der zufriedene Menschen im Einklang mit der Natur lebten. Zumindest zeitweise wollten sie daran gerne teilhaben.

 Doch die - vorübergehende - Rückkehr in die Natur und zum einfachen Leben, wie Sackville-West es mit dieser Gebirgswanderung vorhatte, erforderte einiges an Planung und Aufwand in der Durchführung, denn sie, ihr Gatte und ihre Begleiter machten sich nicht etwa mit Rucksack und einfachster Zeltausrüstung auf den Weg, sondern wurden standesgemäß von drei Dienern - einschließlich Koch - begleitet. Diese waren nicht nur für die Mahlzeiten zuständig, sondern auch für Aufbau und Abbau des Nachtlagers sowie die verschiedensten sonstigen Hilfsleistungen. Hinzu kam eine dreiköpfige ortskundige Wachmannschaft, die sich auch um die vierzehn Maultiere kümmerte.

 Tatsächlich machte sich also eine beachtlich ausgerüstete  Karawane auf den Weg in die Natur, auch wenn man sich bei der Reiseausstattung auf das Nötigste beschränkt hatte, wie Lady Sackville-West notierte: "Zwei Betten, zwei Schlafsäcke, ein Klappstuhl, ein Klapptisch, ein grüner Wassersack, zwei Feldflaschen, eine blaue Blechwaschschüssel. Meine Kamera. Meine Filme in kleinen Blechdosen." Diese gewiss nicht vollständige Aufzählung lässt erahnen, dass es für eine Expedition "zurück zur Natur" recht komfortabel zuging. Nicht ohne Selbstironie bemerkt Sackville-West in ihrem Reisebericht,  dass sie als englische Lady ihrem eigenen Anspruch nicht wirklich gerecht werden konnte, schon weil es ihr unmöglich war, auf den gewohnten Fünf-Uhr-Tee zu verzichten.

 Doch auch mit standesgemäßer Ausstattung war es eine beschwerliche Tour. Auf schmalen steinigen Pfaden ging es zu Fuß oder auf dem Maultier bergauf und bergab. Heutige Leser amüsieren die romantischen Gedankenflüge zurück in eine "leere Welt" wie im Altertum oder Vergleiche der eigenen Reiseeindrücke mit denen von Reisenden wie Marco Polo, zumal wenn gleich darauf über schmerzende Füße und körperliche Strapazen geklagt wird. Für einen gepflegten Londoner Bürgersteig wäre Sackville-West manchmal bereit gewesen, ihre Seele zu verkaufen. Doch sobald Pflanzen am Wegesrand sie faszinieren, sind Mühen und Schmerzen vergessen und die leidenschaftliche Gärtnerin gräbt ein paar Blumenzwiebeln aus, um sie nach England mitzunehmen und dort einzupflanzen.

 Hin und wieder trafen die Reisenden auf eine kleine Siedlung und schließlich auch auf Bakhtiari-Nomaden, die mit ihrem Vieh von den Sommerweiden zurückkehrten, unter ihnen viele erschöpfte Gestalten, sich mühsam dahinschleppende Kranke und Schwangere sowie lahmende und sterbende Tiere. Dieser Anblick wurde für Sackville-West zum Kulturschock: "Wer hier gewesen ist", notierte sie, "weiß, dass die Idylle des Hirtenlebens im Wesentlichen ein literarisches Klischee ist. In Wahrheit ist die Natu r ein ebenso unerbittlicher Zuchtmeister wie die Zivilisation."

Und der nächste Schock traf sie, als die Karawane nach zwölftägiger Wanderschaft den östlichen Rand des Zagros-Gebirges erreichte und dort in der Siedlung der Anglo-Persian Oil Company höchst offiziell empfangen wurde- immerhin war ihr Gatte ja ein britischer Diplomat auf Reisen. Die Ölförderanlagen mit ihren lärmenden und rauchenden Maschinen erinnerten Sackville-West an englische Industrieregionen. "Aus dem intensiven Kontakt mit einem Leben, das sich auf die einfachsten Dinge beschränkt, spazieren wir direkt in die Hölle der Zivilisation."

 "Zwölf Tage in Persien" ist also nicht nur ein Reisetagebuch, sondern liefert heutigen Lesern mit seinen selbst- und zivilisationskritischen Reflexionen mehr als einen Einblick in eine auch im Iran längst vergangene Lebenswelt. Sackville-Wests Gedanken zur europäische Romantisierungen des Orients einerseits und zur hemmungslosen Industrialisierung und "Modernisierung" Europas sind auch heute noch aktuell..

Doch jetzt zu Ihren Briefen ...

 Musik

Da  müssen wir leider mit einer traurigen Todmeldung beginnen.

Am letzten Dienstag  haben wir durch unseren lieben und verantwortungsvollen Freund, Bernd Seiser, erfahren, dass unser langjähriger und treuer Hörerfreund, Christoph Preutenborbeck aus  Odenthal verstorben ist. Im Folgenden bringen wir Ihnen einen Nachruf, den Herr Seiser geschrieben hat. Herr Seiser bemerkt:

Liebe Freundinnen und Freunde, sehr geehrte Damen und Herren, 

leider melde ich mich heute mit einer sehr traurigen Nachricht, 
denn am Freitag 29. November ist unser Radiofreund, Gründungsmitglied, Hörerklubsekretär und Ehrenmitglied des RTI Hörerklubs Ottenau, 
OM Christoph Preutenborbeck aus Odenthal
nach schwerer Krankheit im Alter von nur 57 Jahren verstorben.
In vielen Kurzwellensendungen waren die Zuschriften von Christoph Preutenborbeck seit langen Jahren oft zu hören. So auch damals vor unserer ersten Kontaktaufnahme regelmäßig bei der Deutschen Welle, samstags im Programm: Was ihr wollt - grüßen und gewinnen.

Samstag für Samstag waren neben Gerd Grimme, Dieter und Ola Scherer, Hertha Ochsenfeld, Erwin Winter, Heinz Pospiech auch Christoph und ich in dieser Sendung dabei.
Als die Deutsche Welle dann dieses Programm einstellte, gab es nur eine Möglichkeit, die Verbindung untereinander aufrechterhalten zu können, in dem wir direkt in (zuerst telefonischen) Kontakt traten.
So trafen wir uns dann weiterhin in vielen Hörerpostprogrammen aus verschiedenen Ländern und Christoph trat auch in den SWLCS Kurzwellenhörerklub Saar ein, wo ich seit 1980 für den SWLCS Ortsring Murgtal, (später dann umbenannt in Kurzwellenhörerklub Murgtal) zuständig war und wie für den RTI Hörerklub Ottenau, auch weiterhin tätig bin.

Seit 1990 war Christoph Mitglied in der ADDX eV. (besonders gerne beteiligte er sich als Mitarbeiter bei Willi Stengels Logbuch und der QSL-Umschau), außerdem beim RJCB, RMRC, KWFR und ADXB-DL sowie im Internetforum Tropenband. 
Auch in den Hörerklubs von Radio Tirana, RUI und RSI wurde Christoph ein sehr aktives Mitglied.
Christoph nahm gerne an verschiedenen Quizprogrammen der Kurzwellensender teil und hat dadurch so manchen Preis gewonnen.
Besonders auf die Quizfragen von Radio Schweden, Radio Budapest, KBS World Radio, der TRT Frage des Monats, Polskie Radio, Radio Prag und Radio Slowakei International antwortete Christoph regelmäßig und gab auch seinen Freunden vorbildliche Hilfestellung, um auch ihnen eine Gewinnchance zu ermöglichen.
Von 2007 bis 2010 war Christoph Preutenborbeck auch aktiver Monitor bei KBS World Radio.

Einige Jahre nach Aufnahme unseres persönlichen Kontakts erhielt ich von Chiu Bihui die Anfrage, einen RTI Hörerklub zu leiten.
In Absprache um Unterstützung mit Albert Rösch, Erwin Winter und Christoph Preutenborbeck hatte ich mich dann entschlossen, mich dieser Aufgabe zu stellen. Nun bin ich der letzte aus diesem Quartett und hoffe dass nach meinem Ausfall meine Stellvertreter Gérard Koopal und Herbert Jörger den Hörerklub in unserem Sinne weiterführen werden und der RTI Hörerklub Ottenau nicht aufgelöst wird, zumindest solange Radio Taiwan International noch auf Kurzwelle zu hören ist.

So wurde auf Grund unserer persönlichen Freundschaft Christoph im Jahr 2006 Gründungsmitglied im RTI Hörerklub Ottenau und unterstützte mich bald als Hörerklubsekretär. Nachdem Rudi Köhler die Kontextdiplome nicht mehr entwerfen konnte, übernahm Christoph auch diese Aufgabe. 
Zahlreiche Diplomkontexte zu den Hörertreffen in Ottenau, zu den Nationalfeiertagen von Taiwan und Deutschland im Oktober oder zu Weihnachten und zu den Jahreswechseln waren nur durch Christophs Unterstützung möglich.

Sonntag für Sonntag war Christoph am Sonntagnachmittag bei der Kurzwellensendung von Radio Traumland (heute RTR1 Internetradio) aus Belgien anzutreffen.  Es hat ihm viel Freude bereitet, wenn das Programm aus Wertachtal bei ihm verständlicher zu empfangen war als in Heidenheim oder Ottenau, weshalb Erwin und ich für die Sendestelle Moosbrunn geworben haben, worauf sich Christoph dann wiederum für Wertachtal eingesetzt hat.

Wir alle 3 wussten, dass unsere Meinung letztendlich keinen Einfluss in Ostbelgien hatte, aber doch zur Unterhaltung und zum Programminhalt des Radiotreffs beigetragen hat.
Christoph konnte leider an keinem der Ottenauer überregionalen DX-Treffen teilnehmen, die terminlich oft auch auf entscheidende Fußball Bundesliga Spieltage gefallen sind. Als Fußballfan von Bayer Leverkusen informierte er aber zuverlässig zur Halbzeit und zum Abpfiff die Fußballfreunde bei den Hörertreffen in Ottenau über die Ergebnisse des Spieltags und die Auswirkung auf die Tabelle. 
Als ich von Christophs Krankheit erfahren habe, hatte ich umgehend vorgeschlagen, ihn zum Ehrenmitglied unseres RTI Hörerklubs Ottenau zu ernennen. Ohne Nachfrage nach einer Begründung haben dem sowohl RTI als auch meine Stellvertreter im Hörerklub zugestimmt, wofür ich mich an dieser Stelle bei Euch bedanken möchte.
Christoph hat sich darüber sehr gefreut und mehrfach bedankt. Ich bin sicher, dass wir ihm damit noch eine große Freude bereiten konnten.

Unvergessen bleibt sein letztes Interview bei der RTI Livesendung vom Oktober bzw. die ausführliche Version im RTI Briefkasten am 25. Oktober 2013.
Auch an der CRI Hörerhotline mit Lu Shan im Dezember 2012 hat Christoph teilgenommen.
Sein fester christlicher Glaube möge uns als Vorbild dienen.
Wir werden Christoph stets in guter Erinnerung behalten und ihm auch beim nächsten überregionalen DX-Treffen am 10. Mai 2014 in Ottenau gedenken. Unsere Anteilnahme gilt besonders seiner Frau Annette, seinen Kindern Andreas und Carolina sowie seiner Mutter Christel und allen Angehörigen.

Bestimmt wird es in vielen Programmen Sonderbeiträge zum Gedenken an Christoph geben, so voraussichtlich auch am 7. Dezember in der TRT DX-Ecke und am 13. Dezember in der RTI Hörerklubecke.

Für den RTI Hörerklub Ottenau im Dezember 2013,

Bernd Seiser.

Soweit der Nachruf von Herrn Seiser.

Auch die ganzen Mitarbeiter des Deutschen Programms von IRIB trauen um Christoph Preutenborbeck. Er gehörte zu jenen Hörerfreunden, der sich bei uns regelmäßig meldete, wenn auch nur mit ein paar Sätzen. Christoph  wird stets  einen guten Platz in unseren Herzen haben.

Wir drücken hiermit seiner Familie, und seinen Angehörigen, unser herzliches Beileid aus.

Passende Musik

Als nächstes, das wir Ihnen gerne vorlesen wollen, ist ein Brief von unserem lieben Hörerfreund, Michael Lindner, aus Gera.

Darin schreibt er:

Meine  lieben Freunde in der deutschen Redaktion!

Nach vielen Wochen und Monaten möchte ich mich wieder bei Ihnen in der deutschen Redaktion melden. Diesmal kommen meine Grüße nicht aus dem heimatlichen Gera, sondern aus der Thüringer Stadt, Bad Berka. Diese Kleinstadt liegt an der "Ilm" in der Nähe der weltbekannten Klassikerstadt "Weimer". Schön wäre es, wenn ich die Annehmlichkeiten dieser Stadt genießen könnte. Aber leider hat mich ein ganz anderer Grund hierher verschlagen. Seit vielen Wochen liege ich hier im Klinikum bzw. jetzt in Reha, da ich eine schwere Herzoperation  über mich ergehen lassen musste. Die Operation ist gut verlaufen, aber der Genesungsprozess dauert sehr lange. Natürlich habe ich schon schöne Fortschritte gemacht, aber es geht eben täglich nur einen halben Schritt voran. Ich muss also viel Geduld aufbringen.

Jedenfalls bin ich sehr dankbar, dass mein Herzleiden im letzten Moment erkannt wurde, sonst wäre etwas Schreckliches passiert.

Jetzt hat mein zweites Leben begonnen. Das, was war, soll Vergangenheit bleiben. Mit einer positiven Lebenseinstellung werde ich die veränderten Lebensbedingungen gut bewältigen können.

Natürlich habe ich hier in der Reha-Klinik auch einen kleinen Weltempfänger dabei. Aber viel Freude habe ich damit leider nicht, da der Empfang sehr schlecht ist und nur leistungsstarke Sender zu hören sind. Und raten Sie, ob IRIB in Deutsch zu diesen wenigen Sendern zählt? Ich kann Sie beruhigen und die Frage mit einem dicken "Ja" beantworten. Darüber bin ich sehr glücklich, da mir so der Klinikalltag versüßt wird.

Natürlich gibt es auch hier in der Klinik verschiedene kulturelle Angebote. So besuchte ich gestern Abend(also am 02. 11. Ann.) eine Diashow über den Iran. Ich war total begeistert. Denn viele der vorgestellten Sehenswürdigkeiten waren mir dank ihrer Sendungen und natürlich den Super QSL-Motiven bestens bekannt. Die Reise ging von Teheran über Ghom nach Isfahan. Es war ein sehr objektiver Reisebericht, Land und Leute wurden so dargestellt, wie ich das aus Ihren Sendungen kenne. Der 2. Teil der Show werde ich am kommenden Dienstag sehen.

Beiliegend zwei Empfangsberichte mit der Bitte um Ihre QSL-Karte.

Vielen Dank

Nochmals beste Grüße,

Ihr treuer Hörerfreund aus Gera

Michael Lindner

 

Lieber Herr Lindner, tatsächlich haben wir Sie in der Zeit Ihrer Abwesenheit sehr vermisst, sicherlich auch unsere Stammtischgäste, die gewöhnt Sind, Ihre Reiseberichte, Ihre Anmerkungen zu verschiedenen Themen zu hören, vor allen Dingen, dass Sie so gut und so spannend schreiben, dass wenn man anfängt, Ihr Schreiben zu lesen, dann will man es unbedingt zu Ende lesen.

Aber zu Ihrer Herzoperation. Das ist im Iran so eine Routine, dass wenn sich ein Herzkranker  einer Herzoperation unterzogen hat, wird er am Tag darauf oder zwei, drei Tage später nach Hause geschickt. Sie war bis vor vielleicht dreißig, vierzig Jahren, eine schwere Operation, aber heute ist sie nicht mehr so eine. Wir hoffen, dass Sie bald wieder Ihre volle Genesung bekommen!

Wenn wir über leistungsstarke Sender gefragt würden, hätten wir IRIB in Deutsch mit 100-prozentiger Sicherheit nicht dazu gezählt. Gottseidank, dass wir hierbei falsch liegen.

Wir freuten uns umso mehr, als Sie uns schrieben, dass in der Reha-Klinik eine Diashow über Iran gezeigt wurde. Das, was auf dem Foto, das Sie  mitgeschickt haben, zeigt die größte Moschee von Isfahan, nämlich "Imam-Moschee". Sie liegt in der Stadtmitte.

Zum Schluss nochmals vielen, vielen Dank, dass Sie uns auch im Krankenhaus geschrieben haben. Wir alle hier in der Redaktion beten für Sie, und hoffen, dass Sie uns bald von Zuhause aus schreiben. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen alles erdenkliche Gut!

IRIB-Deutsches Programm

 

Musik


Jörg-Clements Hoffmann aus Alsbach-Hähnlein schreibt:

Liebe deutsche Redaktion von IRIB,

 während der vergangenen Tage habe ich mit gespanntem Interesse die Programme der Stimme des Irans eingeschaltet, um die Entwicklung der Atomverhandlungen in Genf unmittelbar verfolgen zu können. Mit großer Erleichterung habe ich nun erfahren, dass es zu einem positiven Verhandlungsergebnis gekommen ist.

Das ist eine Entwicklung, die sehr zu begrüßen ist und zum Frieden im Nahen Osten beiträgt. Hoffentlich werden weitere Schritte für eine friedliche Koexistenz der beteiligten Seiten und zur Schaffung von Vertrauen zwischen den Staaten unternommen.

 Ich möchte mich besonders bei Ihrem Sender für die umfangreiche Berichterstattung über die Genfer Verhandlungen bedanken, die ich als sehr informativ und ausgewogen empfunden habe.

Außerdem möchte ich nachfragen, ob Sie meinen Brief vom Juni erhalten haben. Leider habe ich bisher keine Rückmeldung erhalten. Deshalb würde es mich interessieren, ob Sie herkömmliche Briefe oder Emails bevorzugen?

 Mit den besten Grüßen und guten Wünschen an das gesamte Redaktionsteam,

 Ihr Hörer

Jörg-Clemens Hoffmann

 

Lieber Herr Hoffmann, es freut uns zu hören, dass unsere Berichterstattung auf Ihr Interesse gestoßen ist. Das, was in Genf erreicht worden ist, ist eine Übergangslösung mit einer Laufzeit von sechs Monaten, wir hoffen, dass sie dann  in eine umfassende und dauerhafte Lösung umgewandelt wird. Die Wiederherstellung des verloren gegangenen Vertrauens ist eine wichtige Voraussetzung für eine friedliche Koexistenz. Wir wünschten uns, es würde bald hergestellt.

Ihr Brief vom Juni ist leider noch nicht bei uns angekommen.

Uns interessieren beides, also sowohl herkömmliche Brief als auch E-Mails. Denn wichtig  dabei ist, dass man im Kontakt bleibt.

Nun kommen wir zu dem letzten Teil unserer heutigen Sendung, nämlich Empfangsberichte. Doch  vorher eine kurze Bemerkung. Es sind noch viele Briefe und E-Mails, die leider nicht gelesen werden konnten. Wir entschuldigen uns bei allen.

In den vergangenen Tagen haben wir Empfangsbericht erhalten von:

- Martina Pohl aus 88662 Ueberlingen,

- Michael Lindner aus 07551 Gera,

- Lutz Winkler aus 61389 Schmitten im Taunus,

- Jörg-Clement Hoffmann aus 64665 Alsbach-Hähnlein,

- Antonio Mateo aus 41515 Grevenbroich und

- Heinz Günter Hessenbruch

Damit sind wir am Ende unserer heutigen Sendung angelangt. Vielen Dank, dass Sie uns geduldig zugehört haben.  Wir wünschen Ihnen alles Gute und Ade bis zu, nächsten Sonntag zur gewohnten Zeit!  

 

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