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Sonntag, 03 März 2013 15:47

03. März 2013

03. März 2013
Bismillah-ir-rahman-ir-rahim – - Liebe Hörerinnen und Hörer, Schahrzad Tschupankareh und Ahmad Radschabi begrüßen Sie auch heute wieder ganz herzlich aus Teheran.

Sie wissen ja, dass wir uns immer über Post von Ihnen freuen. Ganz herzlichen Dank allen, die uns geschrieben haben! Manche Briefe sind recht lange unterwegs, manchmal kommt mehr Post als wir auf die Schnelle beantworten können, und manchmal geht auch unterwegs ein Brief verloren. Aber wir lesen alles, was uns erreicht, und lassen uns von Ihren Vorschlägen gerne anregen. Bevor wir Ihre Briefe, die uns in letzter Zeit erreichten, beantworten, möchten wir Sie heute gerne wieder -2- einmal mit auf eine kleine Reise in die Vergangenheit nehmen.

Gewiss erinnern Sie sich an den deutschen Schriftsteller Kurt Faber, den wir in den letzten Monaten immer einmal wieder ein Stück auf seiner Rucksackreise durch den Iran im Jahre 1926 begleitet haben. Abenteuerreisende wie Faber bildeten im frühen 20. Jahrhundert allerdings noch eine Ausnahme. Stattdessen ging es damals bei Reisen von Deutschen und anderen Mitteleuropäern nach Persien - wie schon in den Jahrhunderten zuvor - meistens um wissenschaftliche, wirtschaftliche oder politische Interessen. Zu den bedeutendsten wissenschaftlichen Forschungsreisen aus Deutschland gehörte Oskar von Niedermayers Persien-Expedition in den Jahren 1912 bis 1914. Bei -3- der großen Ausstellung "Meisterwerke der muhammedanischen Kunst" in München lernte er 1910 den Kunsthistoriker Ernst Dietz kennen.

Angeregt durch die Ausstellung, entwickelten sie gemeinsam den Plan zu einer Expedition, um die Geographie, Geologie und Kunstgeschichte Persiens zu erforschen. Schirmherrschaft und Finanzierung der gesamten Expedition übernahm Prinzessin Therese von Bayern. Nach einer Reise über die Ukraine und Südrussland trafen Niedermayer und Diez im Herbst 1912 in Teheran ein. Persien war seit 1907 in eine britische, eine russische und eine neutrale Zone aufgeteilt, was die Forschungsreise der beiden jedoch nicht beeinträchtigte. Von Teheran aus unternahmen sie mehrere geologische Exkursionen in die umliegenden Gebirge, und schon Anfang November berichtete Niedermayer, dass er sieben Kisten mit Gesteinen und Fossilien an die -4- Universität Erlangen abgeschickt habe. Auch sein Reisegefährte Diez war nicht untätig geblieben und hatte unter anderem einen Plan von Teheran und seinen Gartenanlagen gezeichnet.

Gemeinsam hätten sie, heißt es in dem Bericht Niedermayers, alte Häuser, Paläste und Ruinen fotografiert sowie Vasen, Bronzen und Stoffe eingekauft. Es folgten weitere Monate, in denen die beide zahlreiche weitere Exkursionen unternahmen. Mitte 1913 brachen sie nach Maschad auf, um von dort aus den Nordosten Persiens zu erkunden. Mit welchen Gefahren diese Reise verbunden war, wird aus einem Bericht Niedermayers deutlich. Er schrieb: "Im letzten Moment schien uns ein Strich durch die Rechnung gemacht zu werden. Ich hörte zufällig vom russischen und englischen Konsul, dass das fragliche Gebiet demnächst abgesperrt werden solle, da daselbst die Pest herrsche. Daher beschleunigte -5- ich die Abreise und zog mit kleinem Gepäck ab." Unterwegs entging die Reisegruppe nur knapp einem Überfall von Banditen, und es herrschten Temperaturen von 36 bis 40 Grad. Wegen der Pestgefahr wichen sie allen Siedlungen und den großen Karawanenstraßen aus, so dass sie zeitweise sogar ohne Brot auskommen mussten.

In langen Nachtmärschen mit Maulieren ging es nur mühsam voran, doch schließlich erreichten sie Maschad bei bester Gesundheit und konnten sich im Haus des britischen Generalkonsuls erholen. Auf dem Rückweg durchquerten Niedermayer und Diez die Kewir, die große Salzwüste des iranischen Hochlands und besuchten Isfahan und Persepolis. Nach einem kurzen Aufenthalt in Buschir traten sie über Indien und Ceylon die Heimreise an. Im April 1914 passierten sie den Suezkanal, besichtigten Kairo, Luxor und Theben. Nach weiteren Stationen in -6- Jerusalem, Damaskus, Beirut, Istanbul und Budapest trennten sich in Wien ihre Wege. Niedermayer kehrte schon bald nach Persien zurück. Von 1915 bis 1916 nahm er in leitender Funktion an einer politisch-militärischen Expedition nach Persien und Afghanistan der deutschen Reichsregierung teil.

Bei dieser Expedition ging es allerdings weniger um wissenschaftliche Erkenntnisse als darum, Aufstände gegen die russische und britische Besatzung Persiens zu organisieren. Niedermayers volkskundliche Sammlungen - vor allem Keramik, Metallarbeiten und Textilien - gingen in den Besitz des Staatlichen Museums für Völkerkunde in München. Diese Objekte, Niedermayers geographische und geologische Erkenntnisse und nicht zuletzt seine Aufzeichnungen über das iranische Volksleben und geheime islamische Bruderschaften bildeten die Grundlage vieler -7- weiterer Forschungsarbeiten und sind von bleibendem Wert.

Nun kommen wir zu Briefen, Postkarten und E-Mails, die uns in den letzten Tagen erreicht haben. Beginnen wir mit einem Brief von unserem lieben Bruder und Hörer "Frank Luqman Bresonik". Er schreibt: Bismillah-ir-rahman-ir-rahim As-salamu 'alaikum wa rahmatullahi wa barakatuh Meine lieben Geschwister im Islam! Heute ist der Tag gekommen, an dem ich Euch ein herzliches Dankeschön auf dem Wege der Schneckenpost für Euren Gruß zum neuen Jahr, den -8- Jahreskalender und die interessante DVD "In Richtung Licht" zurufen möchte. Entschuldigt die Verzögerung, aber dieses Jahr hat für mich keinen guten Anfang gehabt, denn im Januar 2013 verstarb mein lieber Cousin 45-jährig und vor einer Woche verlor ich unterwegs das Bewusstsein, prallte mit meinem Körper rückwärts auf den harten Bürgersteig und verletzte mich an vielen Köperstellen sehr stark.

Besonders schmerzhaft sind die Prellungen und die linksseitige Brustquetschungen, die eventuell nach einer weiteren Röntgung am kommenden Montag operiert werden wird. Das Leben hat kalt seine Schattenseiten und damit muss man sich wie mit den schönen zufrieden geben. Trotz diesen ganzen Situationen ist der Islam das Schönste, Beste und Wertvollste, was mir in meinem Leben begegnet ist. Ich besuche mehrmals die Woche die Moscheen und -9- bin so glücklich, dass ich mit meinen lieb gewonnenen Brüdern die inzwischen zu Freunden wurden, dort meine Gebete so wunderbar verrichten kann. Alle diese Gebete sind sehr, sehr wichtig für uns Muslime und Allah, unser großer und liebvoller Schöpfer, freut sich natürlich darüber, ganz besonders, wenn man in seinem Haus zu Gast ist, in der Heiligen Moschee.

An den Samstagen nach dem Fadjr, also nach dem Frühgebet, findet bei uns in Gladbeck, in den Räumlichkeiten unserer Moschee, ein sehr schmackhaftes Frühstück unter uns Brüdern statt und am Abend des gleichen Tages nach dem Ischagebet, ein stets interessanter Vortrag zu einem interessanten Thema. Ich danke Allah für alles, ganz besonders aber dafür, dass er mich im Islam noch mehr gefestigt hat. Auch über den großen Prophet -10- Muhammad, der Friede und Segen sei mit ihm, konnte ich schon viel erfahren und lernen. Nun hoffe ich, meine lieben Brüder und Schwestern, dass es Euch allen gut geht. Abschließend einen lieben Gruß an meine liebe Glaubensschwester, Darwisch, die kürzlich ein Mädchen zur Welt brachte. Demnächst sende ich an Frau Darwish ein kleines Geschenk für's Baby über Eure Berliner IRIB-Adresse und hoffe sehr, dass sie es inshala erhalten wird. So bitte ich Euch diesbezüglich um eine kurze Benachrichtigung, damit ich weiß, dass mein Geschenk angekommen ist oder auch nicht.

Recht vielen Dank Euch für die geschmackvolle QSL-Karte" Euer Bruder und Hörer Frank-Luqman Von unserem lieben Freund, Frank-Luqman, haben wir auch eine schöne sehr lange unterwegs gebliebene Postkarte von Tunesien erhalten Dies ist -11- ein weiterer Beleg dafür, dass es bei der Post um eine Schneckenpost handelt. Lieber Bruder Frank-Luqman, wie Sie zu recht ausführten, hat das Leben gute wie schlechte Seiten. Leider hat Ihnen das Leben diesmal auch von seinen schlechten Seiten gezeigt. Aber das ist eben das Leben. Und man kann nicht viel daran ändern. Sie Sind ein richtiger gläubiger und starker Menschen und werden sicherlich auch diese schwierigen Zeiten überstehen. Dennoch möchten wir Ihnen zum Tod Ihres Cousins ganz herzlich kondolieren, Ihnen unsere Anteilnahme zum Ausdruck bringen.

Weiter hoffen wir, dass Sie Ihre Gesundheit wieder voll gewonnen haben. Wir beten für Sie beim barmherzigen Allah. Lieber Frank- -12- Luqman, wir werden Frau Darwish über Ihre Absicht benachrichtigen, sie wird sich sicher darüber sehr freuen. Gott möge Sie schützen. Khoda Hafiz

Der nächste Brief ist von unserem lieben Hörerfreund, Johann Grünwald, aus Österreich, der darin folgendes bemerkt: Sehr geehrte Redaktion, ich habe im Jahr 1960 begonnen (damals war ich 12 Jahre alt) mich für den Rundfunkempfang auf Kurzwelle zu interessieren. Ich bin jetzt 64 Jahre und bereits in Rente. Mich hat aber das Interesse an den Ereignissen in fernen Ländern bis heute begleitet. Ich habe seit meiner Kindheit mal öfters, mal weniger intensiv die Kontakte zu den verschiedenen Rundfunkstationen aufrechterhalten, -13- aber mein Interesse am Geschehen in anderen Ländern und Kontinenten war immer groß. Ich habe bisher viele Länder besucht. Daher ist es mir ein großes Anliegen, mich wieder einmal bei Ihnen zu melden und derzeit auch wieder intensiver Ihre Sendungen zu hören. Es hat sich ja in den letzten Jahrzehnten viel geändert. War früher die Kurzwelle mit oft schlechten Empfangsbedingungen, die einzige Möglichkeit, Informationen aus erster Hand zu erhalten, gibt es jetzt Satellitenempfang, Live Stream oder Podcasts im Internet. Und das alles in bester Audio-Qualität. Stolz bin ich heute noch auf meine QSL-Karten-Sammlung aus allen Teilen der Welt. Leider werden die Rundfunkstationen immer weniger, die noch Empfangsberichte bestätigen.

Auch haben viele Sender leider ihr Programm in deutscher Sprache eingestellt. Da ich etwas englisch kann, kann ich notfalls auf die Programme in -14- englischer Sprache ausweichen. Ich habe einen Empfangsbericht von einer Ihrer letzten Sendungen, die ich gehört habe, beigefügt. Ich würde mich ganz besonders freuen, wenn Ihre Station noch über die Möglichkeit verfügt, mit QSL-Karte zu bestätigen. Ich wünsche allen Mitarbeitern Ihrer Redaktion weiterhin alles Gute und verbleibe! mit freundlichen Grüßen Johann Grünwald Werter Herr Grünwald, dass Sie seit nun 52 Jahren Rundfunksendungen auf Kurzwelle hören, ist einfach toll. Eins ist klar und zwar, dass Sie dadurch viel über andere Kulturen gelernt haben und deshalb Reisen in diese Länder für Sie sicherlich viel einfacher ist als für einen, der sich wenig für Kulturen anderer Länder interessiert. Lieber Herr -15- Grünwald, in den kommenden Tagen werden wir Ihnen eine QSL-Karte zukommen lassen. Wir hoffen nur, dass die Post nicht lange braucht, bis sie Sie erreicht hat.

Alles Beste für Sie! Heribert Groth aus 37154 Northeim schreibt: Sehr geehrte Damen und Herren, ich bedanke mich für Ihre guten Wünsche zum neuen Jahr und erwidere sie gerne. Es würde mich freuen, wenn wir weiter in Verbindung bleiben. Mit freundlichen Grüßen Heribert Groth Lieber Heribert, der Wunsch nach weiterem Kontakt besteht auch auf unserer Seite. Denn, ein Sender besteht, solange er das Interesse seiner Hörer wecken kann. Ein Sender, der Wünsche seiner Hörerschaft nicht -16- ansprechen kann, wird seine Programme kurz oder lang einstellen müssen. Also, alle Gute für Sie! Martien Post aus 14979 Großbeeren schickte uns eine Postkarte mit folgendem Inhalt: Liebe Mitarbeiter des deutschen Teams, ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein frohes Weihnachtfest und ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2013.

Hoffentlich bleibt uns das deutsche Programm auf der Kurzwelle noch lange erhalten. Herzliche Grüße Ihr Hörer aus Großbeeren Lieber Martien, aus dem Inhalt Ihrer Postkarte geht hervor, dass sie sehr lange unterwegs gewesen ist. Wir bedauern es sehr. Wir glauben, dass wir für -17- Sie noch lange Programme ausstrahlen können. Drucken Sie uns nur die Daume! Alles Gute und viel Gesundheit! Musik Günter Jacob aus 94007 Passau hat uns einen Brief sowie zwei Postkarten geschickt. Vielen Dank dafür. Wir werden dafür sorgen, dass Sie Empfangsbestätigungen so schnell wie möglich erhalten. Alles Gute

Michael Brawanski aus 09456 Annaberg-Buchholz, schickte uns Briefe und Empfangsberichte, die sehr unterschiedlich unterwegs waren. Jedenfalls alles Gute! -18- Nun kommen wir zum letzten Teil unserer heutigen Sendung, zu Empfagnsberichten. Das sind: Martina Pohl Hannu Kiiski aus 49460 Hamina in Finnland, Peter Möller aus 47057 Duisburg Peter Erich Boeck aus 63069 Offenbach am Main, gleich drei Empfangsberichte, Günter Jacob aus 94007 Passau Dieter Buchholz aus Klein Oschersleben Thomas Rösner aus 37085 Göttingen Hans- Günter Hessenbruch Volker Willschrey, gleich 10 Empfangsberichte Damit sind wir am Ende unserer Sendung angekommen. Wir sagen Ihnen alles Gute und schöne Tage bis zum nächsten Sonntag zur gewohnten Zeit Ade!

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