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Samstag, 02 Februar 2013 03:48

03. Februar 2013

03. Februar 2013
Bismillah-ir-rahman-ir-Rahim- Liebe Hörerinnen und Hörer!

 

Es ist Sonntag, und wie an jedem Sonntag zu dieser Zeit begrüßen wir - das sind Schahrzad Tschupankareh und Ahmad Radschabi - Sie ganz herzlich aus Teheran. Und wie immer haben wir Briefe von Ihnen, liebe Hörer, mitgebracht, aus denen wir im zweiten Teil der Sendung vorlesen werden.

Sie wissen ja, dass wir uns immer über Post von Ihnen freuen. Deshalb auch heute ganz herzlichen Dank für Ihre Empfangsbestätigungen, so manche Anregung und all die freundlichen Grüße.

Zunächst aber wollen wir den deutschen Schriftsteller Kurt Faber ein weiteres Stück auf seiner Reise quer durch den Iran begleiten. Wir verließen ihn neulich auf einer sehr mühsamen und abenteuerlichen Karawanentour von der Stadt Lar in Richtung Persischer Golf, wo er zu Schiff seine Reise nach Indien fortzusetzen beabsichtigte.

Faber war 1926 zu Fuß und auf dem Rücken von Eseln unterwegs. Heutzutage macht man sich von den damit verbundenen Strapazen kaum noch einen Begriff. Statt zu Fuß, mit Eseln und Kamelen ist man auch im Iran längst auf bestens ausgebauten Fernstraßen und Autobahnen oder mit dem Flugzeug unterwegs. Und wenn auch die Hitze, die Faber Qualen bereitete, immer noch dieselbe ist, so findet man doch überall Rasthäuser, wo man sich erfrischen und mit Wasser und Reiseproviant versorgen kann.

Nach vielen Tagen über steile Bergpässe und kahle, sandige Hochebenen erreichte die Karawane, der Faber sich angeschlossen hatte, die Stadt Lingah.

"Der letzte Tag war der schwerste der Reise, denn das Wasser war in diesen dürren Küstenregionen noch rarer als anderwärts", erinnert sich Faber in seinem Reisebuch. "Die Nacht über waren wir marschiert, und auch der Tag sah uns noch unterwegs, als die Sonne sich schon zum Untergehen neigte. Zuletzt ging es durch lose Sanddünen, in denen kaum ein Fortkommen war. Aber auf einmal, als ich dachte, das würde nie ein Ende nehmen, sah man es blau in der Ferne blitzen. Von irgendwo kam ein dumpfes Donnern und Brausen. Das war die Brandung. Das war das Meer!

In der Ferne baute sich die langersehnte Hafenstadt so überaus stattlich auf, dass ich mir die Augen reiben musste, um mich zu vergewissern, dass ich nicht träumte. – Waren es Wolkenkratzer, die da aus dem Sande der Wüste aufstiegen? Sie wuchsen immer höher, je näher wir kamen. Links und rechts der Straße standen schwarze Beduinenzelte, um die halbverhungerte Hunde, verzauste Ziegen und kleine Kinder in paradiesischer Nacktheit schwärmten. Irgendwo im kahlen Lande standen die hohen Masten einer drahtlosen Station. Dann lag sie dicht vor uns. Lingah, die Perlenstadt. ....

Ehe man sich's versieht, ist man mitten in der Stadt, die in der Tat noch seltsamer aussieht als so viele andere seltsame Städte, die man in Persien zu Gesicht bekommt. Diese Stadt ist eine einzige große Barrikade gegen die Hitze, ein schreiender Protest der gequälten Menschen gegen die Sonne, die hier heißer brennt als in irgendeinem anderen Erdenwinkel, selbst mit Einschluss des berüchtigten Roten Meeres. Die Lehmmauern sind hier noch höher als anderswo. Sie erreichen die Höhe von vier bis fünf Metern, und da die Straßen nur eben gerade breit genug sind, um einem beladenen Esel Durchgang zu verschaffen, wandert man durch einen Irrgarten von dumpfen Kellergängen, zwischen denen man sich ohne stadtkundigen Führer alsbald hoffnungslos verliert. ... Die hohen Türme, die einen beim ersten Anblick so sehr in Erstaunen versetzen, sind weiter nichts als Ventilatoren, dazu bestimmt, das bisschen Wind aufzufangen, das selbst in diesem Backofen von einem Lande noch vorhanden ist."

Von einem Einheimischen ließ Faber sich zunächst zum Bazar führen, der ihm "wie ein Bild aus einem orientalischen Märchen" erschien.

"Dicht am Meeresstrand ziehen sich die Arkaden hin, bis fast in die See hinein, die ewig murmelnd an ihren Grundmauern zerschellt. In den schattigen Lauben haben sich Händler niedergelassen, die mächtige Fische von oft grotesker Gestalt feilbieten. Der Geruch dieser Fische, der Duft von Tang und Seegras, die salzige Luft, die durch die Gänge geht, sind eine unsagbare Wohltat für den von Dürre und Hitze geplagten Wüstenwanderer. – Und das Meer! So viel Wasser auf einmal! Es ist beinahe ein unfassbarer Anblick für den, der durch lange, lustlose Wochen jeden Tropfen davon als einen kostbaren Schatz in Schläuchen mit sich führte. Noch von früheren besseren Zeiten her ... sieht man hier ein ziemlich umfangreiches gemauertes Hafenbassin, den Standort der Perlenfischer, die an den Inseln und Untiefen des Persischen Golfes ihrem gefährlichen und manchmal einträglichen Handwerk nachgehen. Wir sind gerade mitten in der Saison und die Vögel sind ausgeflogen. Aber da und dort liegt doch noch eine Dhau mit schlaffen Segeln in der hellen Sonne. Die Ebbe hat einen großen Teil des Strandes trockengelegt. Der Sand ist lebendig von Krabben und großen Muscheln, die zwischen Seegras wuchern. Ich setzte mich auf die Mauer und schaute auf das Glitzern der blauen See, die sich schäumend an den Felsen brach."

Nach einer Weile wurde Faber von seinem einheimischen Begleiter aufgefordert, ihm in den Bazar zu folgen. "... und bald standen wir im Bazar vor einer Bude, wo ein langer, magerer Mann in einem weiten, bis zu den Zehen reichenden arabischen Hemde an einer Nähmaschine arbeitete. Zu meinem Erstaunen redete er mich in sehr gutem Deutsch an.
»Guten Tag, Landsmann.«
»Guten Tag. – Wo kommst du her?«
»Das sollte man dich wohl eher fragen! Ich bin hier zu Hause. – Hadsch Ali ist mein Name. Meine Mutter kam aus Berlin, mein Vater war ein Rifkabyle aus Tanger, und ich bin persischer Untertan.«
In der Folgezeit saß ich noch manche Stunde zu Füßen Hadsch Alis in der Bude, während er auf der Nähmaschine klapperte. Es war wahrlich der Mühe wert ihm zuzuhören. Er war schon dreimal in Mekka gewesen, daher auch der Titel Hadschi ... Vor dem Kriege hatte er ein gutes Auskommen gehabt bei der Hamburger Firma Wenkaus, in deren Händen damals der ganze Perlmutterhandel lag. Die Augen gingen ihm jetzt noch über, wenn er zurückdachte an diese glückliche Zeit."

Doch mit dem Érsten Weltkrieg fand das gute Leben ein jähes Ende. Hadsch Alis geriet in britische Gefangenschaft und wurde nach Hinterindien deportiert, von wo aus er erst nach Kriegsende zurückkehren konnte. In Gefangenschaft hatte er sich das Opiumrauchen angewöhnt, verdiente jetzt mit seiner Nähmaschine gerade genug, um seine Sucht zu finanzieren und verbrachte die meiste Zeit des Tages rauchend mit seinen Kumpanen in einer Opiumhöhle.

Zehn Tage brauchte Faber, um eine Schiffspassage nach Indien zu buchen. Dann, schrieb er, stand ich endlich "am Kai unter dem Gewimmel von orientalischen Gestalten, die da in der Dhau verfrachtet wurden. Bald waren wir vom Lande klar. Das große Segel blähte sich. Die nackten Bootsleute legten sich in die Ruder mit einem eintönigen Singsang, indem sie Ali und die Imame vielfach um Hilfe anriefen. Schon begann das Bild der Stadt in der flimmernden Hitze des heißen Tages zu zerrinnen. Ade, du Land Persien! 

Ade auch Kurt Faber, von dem wir uns hiermit verabschieden und zu Ihren Briefen kommen, die uns in letzter Zeit erreicht haben ...

Heute fangen wie immer mit Briefen, die uns in den letzten Tagen erreicht haben:

Peter Möller aus 47057 Duisburg schickte  uns zwei Glückwunschkarten ,  eine für Redaktion und die zweite für Frau Darwisch.

Die für Frau Darwisch haben wir bereits an Sie weitergeleitet, da sie sich noch immer im Mutterschaftsurlaub ist.

Peter wünscht allen Mitarbeitern von IRIB einen glücklichen Start ins neue Jahr, sowie Gesundheit und viel Erfolg. Er hofft, dass unsere Sendungen noch lange bestehen bleiben und auf Kurzwelle ausgestrahlt werden können.

Lieber Peter, auch die gesamte Redaktion des deutschsprachigen Senders wünscht Ihnen und Ihren Angehörigen alles erdenkliche Gut und selbstverständlich volle Gesundheit für das Jahr 2013.3

Frank  Großmann aus Görlitz schreibt:

Sehr geehrte Damen und Herren

Vielen Dank für den schönen Kalender. Ich war richtig erstaunt, Post aus Teheran zu erhalten. Durch den Hinweis  auf anderen Web-Seiten bin ich bei Ihnen gelandet und habe seit dem vieles erfahren. So wusste ich vorher nicht, dass in der IRI Autos gebaut werden und Flugzeuge. Die Beiträge über Medizin und Kultur sind aufschlussreich und bilden. Ich habe gelernt, dass die Religion kein Hemmnis sein muss, wenn sich eine Nation fortschrittlich entwickelt.

Da es seit "Karl dem Großen" Verbindung nach Persien gibt, denke ich, auch in den nächsten 1200 Jahren wird sich dies nicht ändern.

Viele Grüße aus Görlitz.

Frank Großmann 

Sehr lieber Frank, zu Ihrer Information, Iran hat seine ersten Fahrzeuge in Serie bereits im Jahre 1967 hergestellt und ist stets dabei, diese  trotz seit 34 Jahren bestehenden Sanktionen weiter zu entwickeln.

Es gibt im Ausland, vor allem in Nachbarländern, große Nachfrage nach iranischen Fahrzeugen, aber es ist zurzeit wegen Ihnen wohl bekannten Sanktionen schwierig, sie an die interessierten Länder zu liefern.  Ich hoffe, dass bald diese dem Iran auferlegten Sanktionen aufgehoben werden.

Wir würden auf weitere Zuschriften von Ihnen sehr freuen.

Also, hoffentlich bis bald und alles Gute! 

Unser nächstes Schreiben ist von unserem lieben und von anderen Hörerfreunden, sehr gefragten Stammhörer, Heinz-Günter Hessenbruch. Er schreibt:

Liebe  Damen und Herren,

Herzlich bedanke ich mich für den schönen Kalender und DVD "In Richtung Licht". Ich weiß, dass die Ausstellung der QSL-Karten eine freiwillige Sache ist und ich finde eine gute Sache!

Regelmäßig höre ich Ihre Sendungen, fast täglich!

Nun bekomme ich von Ihnen die Monate bis Ende Dezember 2012 bestätigt, Vielen Dank!

Nur, es ist so, dass die Monate April-Mai-August- September und Oktober lückenhaft bestätigt wurden.

Für die Monate Februar, März, Juni, Juli, November und Dezember haben Sie mir garnichts bestätigt!?

Bitte teilen Sie mir noch kurz mit, warum ich keine vollständigen Bestätigungen bekomme- Habe ich was falsch gemacht?

Eine schöne Zeit wünscht
Heinz-Günter Hessenbruch aus 42853 Remscheid. 

Lieber Herr Hessenbruch, Sie haben sicherlich nichts falsch gemacht. Die Schuld liegt leider bei uns. Wie ich von unserer Mitarbeiterin gehört habe, hat sie Ihnen alles erklärt.

Ich hoffe, dass sich so etwas nicht wiederholt.

Wir wünschen Ihnen, uns allen Ihren Familienangehörigen.

 Alles Gute!

Bern Seiser, fragt in seinem Schreiben vom 22. Januar, ob seine Empfangsberichte NR. 2911-2960 bei uns in der Redaktion lesbar angekommen sind? Außerdem äußerte er in diesem Schreiben den Wunsch, dass endlich das Gespräch mit unserem gemeinsamen Freund "Hein-Günter Hessenbruch" gesendet wird!

Freundliche Grüße wünscht er und aus dem eingeschneiten und frostig kalten Ottenau.

Das ist die Antwort unserer Mitarbeiterin, Frau Zare, an Herrn Seiser:

Sehr geehrter Herr Seiser,

 hiermit möchte ich Ihnen mitteilen, dass Ihre Berichte Nr. 2921-2960 ganz lesbar bei uns angekommen sind.

Ferner möchten wir Ihnen mitteilen, dass wir uns weiter um ein neues Interview mit Herren Hessenbruch bemühen. Wir hoffen, dass es endlich klappt.

Bernd schrieb uns noch folgendes:

Liebe Monik, liebe Ursula, liebe Parissa, lieber Herr Shahrokny, liebe Schahrzad Tschupankareh und lieber Ahmad Radschabi!

Für die freundliche Grußübermittlung am Sonntag in "Wir und unsere Hörer" an unsere Hörerfreunde und an die Mitglieder des "RTI-Hörerklubs" Ottenau möchte ich mich herzlich bedanken, ebenso für die Unterstützung von Dieter Leupold, der sich auch einen  zuverlässigen Abruf der IRIB-Programme auf Eurer Internetseite wünscht.

Eine kurze Anmerkung zur 21500 KHz, nach einigen Wochen mit Empfangsproblemen scheint sich da der Empfang wieder zu stabilisieren.

Herzliche Grüße aus dem immer noch zu kalten Ottennau

Bernd

Lieber Bernd, Sie können sicher sein, dass wir auf jeden Wunsch unserer Hörerfreunde eingehen, nur manchmal gelingt es uns nicht, alles so zu regeln, wie wir es gerne tun möchten. In einer solchen Situation brauchen wir   Ihr Verständlich.  Bedenken Sie bitte, dass wir alle Menschen sind, und dass  die Menschen  bekanntlich Fehler machen.

Joachim Philippi, schreibt:

Hallo, ich lese gerne Ihre Nachrichten und würde mich freuen, wenn Sie die geplante EU-weite Privatisierung des Trinkwassers in einem Beitrag erwähnen würden. Wenn die von den Medien bisher totgeschwiegenen Pläne umgesetzt werden, wird das Trinkwasser in Deutschland bald nicht nur erheblich teuer werden, sondern auch von schlechter Qualität sein als bisher.

Hier gibt es weitere Infos und einen Link zu einer Online-Petition, wo man sich eintragen kann, damit diese Pläne hoffentlich noch gestoppt werden können:

www.utopia.de/magazin/Privatisierung-Konzerne-wollen-uns heimlich-das-wasser-nehmen

Viele Grüße

Joachim Philippi 

Lieber Joachim, der Widerstand soll von Europa kommen, wir hoffen, damit etwas dazu beizutragen.

Viel Erfolg und Ade! 

Werner Schubert aus Grafing in Oberbayern schreibt uns folgendes:

Hallo nach Teheran,

ich muss mich doch mal wieder mit ein paar Zeilen per Internet melden, weil die Briefpost ja doch immer ziemlich lange unterwegs ist. Jedenfalls schicke ich weiterhin meine Empfangsberichte nach Berlin, obwohl solche Berichte eigentlich dem Sender nur dann von Nutzen sind, wenn sie zeitnah eintreffen. Die längere Wartezeit auf die QSL-Bestätigungen bei IRIB stört mich eher weniger, da ich kein erklärter QSL-Sammler mehr bin. Mir hat auch IRIB noch keinen Bericht von 2012 bestätigt, aber wie gesagt, da habe ich kein großes Problem mit. In manchen Ländern geht eben alles etwas langsamer, als es wir überkorrekten Deutschen gewohnt sind. Was soll's...

Der Empfang ist jedenfalls ganz gut, wenn ich auch hier in Grafing immer etwas Probleme durch meine ungünstige Wohnlage habe. Trotzdem kann ich fast immer beide Sendungen ohne größere Probleme verfolgen. Ich schalte gerne ein, auch wenn mir die Programme oft etwas zu politiklastig sind und meiner Meinung nach die Nachrichten auch zu lang ausfallen. Hier sollte sich der iranische Auslandsdienst auf Meldungen beschränken, die auch direkt oder indirekt mit dem Iran in Verbindung stehen. Es geht zu viel Sendezeit drauf, wenn am Ende der Nachrichten schon 25 Minuten weg sind. Dafür würde auch ich etwas mehr Musik empfehlen, auch mal solche der verschiedenen Völker, die im Iran leben. Ich komme darauf, weil ich gerade im Fernsehen eine Dokumentation gesehen habe, in der eine Hochzeit unter den iranischen Turkmenen gezeigt wurde. 

Das mal kurz für heute, ich arbeite noch eine Woche und habe dann eine Woche Urlaub. Da werde ich mich wohl auch bei IRIB wieder melden.

Liebe Grüße an das Team und auch Frau Zangeneh, Ihr

Werner Schubert

Lieber Werner, vielleicht haben Sie recht, dass wir relativ zu lang über weltpolitische Ereignisse berichtet. Der Wunsch nach iranischer Musik ist eben von vielen unseren Hörern geäußert worden. Hier in der Redaktion wird über Ihren Vorschlag diskutiert.

Ihre lieben Grüße wurden an das Team und an Frau Zangeneh weiter ausgerichtet. Auch sie lassen Sie herzlich grüßen.

Wir danken Herrn "Nikolaus Türk" aus 82178 Puchheim, der uns einen Sendeausschnitt vom Deutschlandradio über den Iran geschickt hat.

"Manfred Lepp" aus 5000 Iloilo-City in Philippines  schreibt uns:

Liebe Freunde der Deutschen Redaktion,

ich möchte mich vielmals für die DVD "In Richtung Licht" sowie für den neuen Kalender 2013 bedanken. Ich habe mich sehr darüber gefreut.

Tja, nun ist es schon wieder über 5 Jahre seit meinem zweiten Besuch im Iran her(mein erster Besuch war im August 1979, also 6 Monate nach der Islamischen Revolution).

Ich erinnere mich sehr gerne an meinen Besuch und hoffe, dass ich bald wieder kommen kann.

Nochmals vielen Dank und viele Grüße,

Manfred Lepp

Lieber Manfred, wir freuen uns sehr darüber, dass Ihnen unsere Kleinigkeiten Freunde bereitet haben. Wir freuen uns sehr, Sie hier bei uns im Iran begrüßen zu dürfen. Also, wenn Sie sich dazu entschlossen und einen festen Termin ins Auge gefasst haben, teilen Sie ihn uns bitte mit.

Also, alles Gute und viele liebe Grüße

Ihr Redaktionsteam

Burkhard  Müller aus 40723 Hilden schreibt:

Hallo liebe deutsche Redaktion,

zuerst möchte ich mich für die nette Postsendung bedanken, die mich Anfang des Jahres überraschte! Heute(Also am 25. Januar) konnte ich auch endlich wieder einschalten, 17: 30 Weltzeit auf 7420 khz.

Mitte Februar bin ich selbst auch wieder in Irab, wir stellen auf einer Messe in Ahwaz aus. Ich freue mich!

Schöne Grüße

Lieber Herr Müller, wenn Sie hier im Iran sind, also Mitte Februar, dann rufen Sie einfach an, vielleicht ergibt sich ein Treffen hier bei uns in der Redaktion. Sie haben nicht geschrieben, was Sie in Ahwaz ausstellen?

Jedenfalls, wir würden uns über ein Treffen  mit Ihnen sehr freuen.

Andreas Berchtold schreibt:

IRIB ist sehr wohl bekannt, dass ich begründet religionsfrei und parteilos bin und bleiben werde. IRIB schickt mir aber dennoch Weihnachtsbotschaften und auf CD auch weitere religiöse Schriften, was ganz klar darauf abzielt Akzeptanz für Religion zu verbreiten. Ich habe nicht darum gebeten dass mir so etwas geschickt wird. Wenn ich so etwas unparteiisch bleibend studieren will (denn mich kann das eh nicht mehr manipulieren), dann besorge ich mir das in der Bibliothek, im Netz oder bestelle gegebenenfalls so etwas, möglicherweise bitte ich gegebenenfalls auch um Zusendung.

Dieses verhalten IRIBs hinsichtlich unverlangter religiöser Zusendungen wird also als Ignoranz und Penetration betrachtet, somit als Provokation. 

Lieber Andreas, jeder ist frei, so zu denken, wie er denken möchte. Uns liegt es also fern, Sie damit für eine bestimmte Religion  gewinnen zu wollen. Die deutsche Redaktion  hatte -wie üblich zum Jahreswechsel  – allen ihren Hörerinnen und Hörern Geschenke   geschickt. Wir dachten, damit unseren Hörerfreunden Freude machen zu können, was offensichtlich bei überwiegender Mehrheit der Hörerschaft auch der Fall gewesen ist. Wenn das aber bei Ihnen einen solchen negativen Effekt auslöst, dann werden wir sehr darauf achten, dass das nicht mehr passiert.   

Erhard Trochimicz aus 34454 Bad Arolesen hat uns einen 15-seitigen, handgeschrieben und schön leserlichen Brief geschrieben und auch noch drei wirkliche wunderschöne Kugelschreiben mitgeschickt. Wie lieb ist das Ganze. Ich bin wirklich sprachlos, was ich darauf schreiben soll und wie ich mich bei ihm bedanken soll?  In der nächsten Sendung werden wir Ihnen eine Zusammenfassung vorlesen. 

Unser Hörer "Hassan Mohsen" schickte uns zwei Artikel, von denen wir einen in dieser Sendung vorlesen. Unter dem Titel:  "Religion ist der Hals" bemerkt er: 

Sich für die Gesellschaft einzusetzen, heißt auf eine Gesellschaft hinzuarbeiten, die den Menschen vollnimmt, mit all seinen scheinbaren Widersprüchen. Der heutige Mensch sieht immer mehr ein, dass die Wirtschaft, die Medien und die Politik nicht sein ganzes soziales Leben ausmachen.

Das vierte Element –die Religion- kann sich aber bis heute wegen der Übermacht der anderen Gesellschaftsbereiche nicht richtig entfalten. Dies gilt nicht nur für die vielen Diktaturen, sondern auch für Demokratien, die noch weit davon entfernt sind, das religiöse Leben auf sich selbst zu stellen.

Die drei Gesellschaftsbereiche -Politik, Wirtschaft und Medien- sind aber so aufeinander angewiesen, dass die Bevormundung eines Bereiches katastrophale Rückwirkungen auf die beiden anderen Bereiche hat. Wenn die Wirtschaft innerhalb der Gesellschaft die Übermacht übernimmt, dann kann sie die Medien und dadurch die politische Meinung steuern. Übernimmt die Politik die Übermacht, kann weder die Wirtschaft noch die Medienlandschaft frei agieren. Auf diese Verkümmerung versuchen religiöse Menschen aufmerksam zu machen und neue Perspektiven aufzuzeigen.

Gerade was diese Zuordnung anbelangt, bringt der religiöse Ansatz manche Überraschungen. Die Gesellschaftsbereiche sollen sich vereinend gestalten und dadurch im Ergebnis organisch, d.h. positiv aufeinander wirken. Was zunächst abstrakt klingt, hat, wenn es in die Praxis umgesetzt wird, radikale Folgen.

So ist die Politik -also der Staat- nicht mehr vom religiösen Leben und beispielsweise Bildungspolitik zu trennen. Erst wenn die Bereiche in einander gewoben werden, können sie ihre Eigengesetzmäßigkeiten voll zur Blüte bringen und ihren eigentlichen Idealen nachjagen: Freiheit im ‘Geistesleben’, Gleichheit im Rechtsleben und Solidarität im Wirtschaftsleben. Eine andere Zuordnung der Ideale würde zerstörerisch wirken:

Gleichheit im Geistesleben tötet jede Innovation.

Freiheit vor dem Gesetz hebt die Gesetze auf.

Ein anderes Ideal als die Solidarität für das Wirtschaftsleben führt zur Gleichheit (Sozialismus) oder zur Verantwortungslosigkeit (Kapitalismus).

Erst die Zuordnung zu unterschiedlichen Lebensbereichen macht die Ideale unserer Gesellschaft lebendig: vermischt heben sie sich gegenseitig auf. Hier kommt die Religion ins Spiel. Die Religion vereint die einzelnen Gesellschaftsbereiche und ordnet sie entsprechend ihrer Aufgabenbereiche zu. Die Religion verleiht jedem Gesellschaftsbereich die gleichen Werte und lässt keines dieser Bereiche die Überhand übernehmen.

Es ist aber nicht so, dass die Religion dafür die Überhand in der Gesellschaft übernimmt. Vielmehr ist die Religion als Wertekanon zu verstehen, welches unter einem gesellschaftlichen Konsens steht. Nur wenn dieser gesellschaftliche Konsens besteht, kann die Religion eine gesellschaftliche Dirigentenrolle übernehmen. Zurzeit können in Deutschland die Politik, die Wirtschaft und die Medien tun, lassen und sagen, was sie wollen, weil es noch keinen einheitlichen, von allen Gesellschaftsmitgliedern akzeptierten Wertekatalog gibt. 

Der Dialog der Religionen und der Wertesysteme darf sich nicht lediglich auf einen Austausch und Zeitvertreib beschränken. Vielmehr sollten diese Dialoge -die es durchaus gibt- auf das Ziel hinarbeiten, einen von allen Gesellschaftsmitgliedern akzeptierten Wertekatalog zu entwickeln.

Wenn dieser Schritt getan ist, können Politik, Wirtschaft und Medien diesem allgemein akzeptierten Wertekatalog verpflichtet werden. Und wenn diese Verpflichtung besteht, kann bei ‘Fehlverhalten’ der einzelnen Gesellschaftsbereiche, genau definiert werden was genau falsch gemacht wurde. Die Religion ist eine Kampfansage an jede Wertelosigkeit in einer Gesellschaft. Denn die drei Gesellschaftsbereiche sind in unserer Gesellschaft der Kopf, nach ihnen soll alles gehen. Die Religion ist der Hals, sie weiß den Kopf zu drehen. Soweit der Artikel von unserem Hörer Hassan Mohsen

Nun kommen wir zum letzten Teil unserer Sendung, also zu Empfangsberichten, das sind von:

-     Paul Gager aus 7301 Deutschkreuz in Österreich,

-     "Rana Dewan Rafiqul" aus Bangladesh

-     Günter Jacob

-      Aus 94007 Passau

-     Horst und Monika Kuhn

-     Chris Edler aus 18069 Rostock

-     Michael Lindner

-     Gottfried Völlger aus 76456 Kuppenheim

-     Damit verabschieden wir uns von Ihnen und sagen Ade  bis zum nächsten Sonntag.

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