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Sonntag, 02 Dezember 2012 08:36

02. Dezember 2012

02. Dezember 2012
Bismillah-ir-Rahman-ir-Rahim  - Scharzad Tschupankareh und Ahmad Radschabi begrüßen Sie heute wieder ganz herzlich zur Sendung "Wir uns unsere Hörer".

Hatten Sie eine schöne Woche? Mit besinnlichen Stunden bei Kerzenschein? Sind die Weihnachtsplätzchen schon gebacken? Und wie sieht es mit den Weihnachtseinkäufen aus?
Wir hoffen jedenfalls, dass sie nicht unter Stress stehen und sich jetzt für unser Treffen am Radio Zeit nehmen können.
Vielen herzlichen Dank für alle Briefe, die wir in letzter Zeit von Ihnen erhalten haben. Bevor wir einige vorlesen und beantworten sowie ein Interview mit einem unserer Hörerfreunde senden, wollen wir aber den Schriftsteller Kurt Faber ein weiteres Stück auf seiner Reise quer durch den Iran begleiten
 
Bis weit ins zwanzigste Jahrhundert waren im Iran Kamel- und Eselkarawanen das gängige Verkehrsmittel für den Transport von Menschen und Handelsgütern. Gerastet wurde - wo irgend möglich - in Karawansereien, die sich allerdings zu der Zeit als der deutsche Schriftsteller Kurt Faber 1926 den Iran durchquerte, größtenteils in einem desolaten Zustand befanden. Kaum eine Spur von der alten Orientromantik war im verfallenen Gemäuer zu finden, während an den Komfort moderner Rasthäuser für Reisende mit dem Auto oder Bus noch gar nicht zu denken war. Hinzu kam die damals allgegenwärtige Gefahr ausgeraubt zu werden, weshalb Reisende nur selten alleine unterwegs waren. Doch Faber, dem der Aufenthalt in der Oasenstadt Jahrun, wo wir ihn kürzlich verlassen haben, nach drei Tagen langweilig wurde, hatte keine Geduld, sich für den Weg nach Lar eine neue Reisegesellschaft zu suchen. So machte er sich alleine auf den Weg, der ihn durch "sandige Wüsten, über kühle, windgepeitschte Gipfel und durch vertrocknete Flusstäler" führte.
 
"In allen Zonen reist man am besten und schnellsten allein", heißt es in Fabers Reisebuch. "Hinterwärts von Jahrun aber ist das Alleinreisen der schnellste Weg zum Paradiese, sofern man durch seinen Lebenswandel ein solches verdient hat. Die Staatsautorität steht hier nur noch auf dem Papier. Allenthalben wimmelt es von Kavalieren, die es mit dem Mein und Dein nicht genau nehmen... So wanderte ich mit einem Kopf voll Unruhe und einer Seele voll Ungewissheit auf der Straße. Der Himmel wölbte sich wie eine stahlblaue Glocke über der Landschaft. Die Sonne brannte feindselig heiß und hart auf Sand und Steinen der Steppe, die ihre Hitze mit Zinsen wieder zurückwarf. Alles flimmerte mir vor den Augen...

Als die Sonne tiefer sank, setzte ich mich auf einen heißgebrannten Stein neben meinem Rucksack und versuchte mir auszudenken, was nun eigentlich werden sollte. Mich gelüstete nach den süßen Trauben und saftigen Melonen von Jahrun, und alles, was ich im Bazar von Schiras über Räuber und sonstige Gefahren gehört hatte, fiel mir auf einmal wieder ein. Ich schalt mich den größten Narren ob meines Leichtsinns, der mich in diese Klemme gebracht hatte. Noch eine ganze Weile saß ich da und grübelte über diese Dinge und achtete nicht, wie darüber die Sonne immer tiefer sank und der Abend einen Goldregen über die in dunkelvioletten Farben glühenden Berge warf.

Doch plötzlich drang ein brummendes Geräusch an mein Ohr. – War es möglich? – Sicher war es eine Täuschung! Nun kam es ganz deutlich von der Stadt her. Nun konnte man es schon mit Augen sehen. Ein schwarzer Punkt in der Steppe, der schnell näher kam. Ein Vogel erhob sich schwirrend zwischen den Steinen. Ein Rudel Gazellen jagte aufgescheucht feldein. – Nun war es ganz nahe. Kein Zweifel: es war ein Automobil! Ich betrachtete es mit starren Augen wie einer, der einen Geist gesehen. Alles andere hätte ich eher vermutet in dieser Gegend."

Das Auto hielt an, und Faber wurde von einem eleganten, französisch sprechenden Offizier und seinem Begleiter, einem Arzt, begrüßt. Der Offizier war beauftragt, die Straße nach Lar auf ihre Eignung für einen künftigen Kraftwagenverkehr zu untersuchen und bot Faber freundlich eine Mitfahrgelegenheit an.
"Immer weiter fuhren wir in das Gebirge hinein", erinnert Faber sich in seinen Reiseaufzeichnungen, "und endlich, kurz vor Sonnenuntergang, kamen wir in eine so schöne und anmutige Gegend, wie ich sie in ganz Persien noch nicht gesehen hatte. Die Luft war herrlich kühl. Lustige Bäche liefen über Bergmatten, die wenigstens an den Bachrändern noch frisch und grün ausschauten. Der weite Talkessel und die Hänge, die zu den in der untergehenden Sonne feurigrot glühenden Gipfeln hinauf führten, waren übersät mit mehr als hundert Zelten, zwischen denen die roten Lagerfeuer in den fallenden Schatten des Abends glühten. Von den Bergen kamen die Schafherden, als ob es Wolkenschatten wären, die über die Hänge liefen...

Am Rande eines kleinen Baches, der munter plaudernd talabwärts rauschte, bauten wir unser Lager auf. Während die mitgeführten Bauern seitab an einem kümmerlichen Feuer ihren Tee kochten, breitete der Arzt für uns einen herrlichen Perserteppich aus, auf dem wir eine ordentliche Mahlzeit...  verzehrten. Dann stellten der Offizier und der Arzt ihre Feldbetten auf, während ich mich lang ausgestreckt auf dem Teppich vom Plaudern und Plätschern des Baches in den Schlaf singen ließ."

Am nächsten Tag ging die Fahrt durch das Nomadengebiet weiter, "und am dritten Tage tauchte dann in der Mittagshitze das Ziel unserer Reise, die Stadt Lar auf.

"Al hamdulillah!" Ruhm sei Allah, dem Herrn der drei Welten! riefen alle wie aus einem Munde.
 
Soviel für heute von den Reiseabenteuern Kurt Fabers aus dem Jahre 1926. Demnächst werden wir Ihnen von seinen Erlebnissen in der Stadt Lar berichten. Doch jetzt erst einmal zur Postecke :
Beginnen wir mit einem Brief von unserem Hörerfreund, Peter Seidel. Er schreibt ironisch zu der Press-TV-Abschaltung:
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich finde es gut, dass Sie sich für die Freiheit der Informationen in den Medien einsetzen!
Vor kurzem berichteten Sie wieder über die bösen Chinesen, die ihren Bürgern keine freie Berichterstattung zukommen lassen.
Scheinbar geht es soweit, dass ich auch davon betroffen bin!
Ich als freier Bürger dieses unseres Landes bekomme seit dem letzten Monat keine Sendung von Press TV- mehr auf mein TV-Gerät. Die freie Berichterstattung(englische Sprache) wird einfach zensiert.
Im tausendjährigen Reich nannte man das Feindsender – und stand unter Strafe – heute wird einfach abgeschaltet!!!
Als Bürger Westberlins kenne ich das nur von der ostzonalen Seite, die früher den Rundfunk im amerikanischen Sektor gestört hatte.
Im Voraus meinen besten Dank für ihren Einsatz für freie Berichterstattung.
Mit freundlichen Grüßen
Peter Seidel
Bürger Westberlins
Unser lieber Leser, Dr. Trzenschiok, kommentiert die gegenwärtige Lage der Medien in Deutschland folgendermaßen:
"Das Grundproblem der Masse der Bevölkerung in Deutschland ist, dass Informationen vorenthalten werden, verfälscht wiedergegeben werden, verdreht und falsch ausgelegt, entgegen geschichtlichen Tatsachen!
Aus diesem Grund ist die Mehrheit der deutschen Bevölkerung gegen Iran und seine Politik.
Das zu ändern, ist den wenigen Internetbenutzern mit geringerem Prozentanteil der Gesamtbevölkerung nur mit Hilfe von außen möglich. Also, Aufklärung, wie Herr Hörstel es schon angedeutet hat mit Hilfe der staatlichen Hilfen Irans und Syriens im europäischen Ausland, so auch in Deutschland.
Dazu bemerkt Amir in einem Leserkommentar:
"Iran hat hier seine Hausaufgaben noch nicht gründlich gemacht. Wo bleibt der eigene Nachrichtensatellit, wo ist die breite Aufklärung im Westen, fragt Amir und sagt dazu: Iran hat viel zu sagen, nur tut er dies nicht richtig.
Lieber Amir, es ist uns bewusst, der Iran hat bereits einiges unternommen, aber wie Sie zu recht gesagt haben, es ist nicht genug.
Das nächste Schreiben ist von unserem lieben Hörerfreund, Volker Willschrey, datiert mit 22. November 2012
Er schreibt:
Liebe Freunde in Teheran
Vielen Dank für die E-Mail, habe mich sehr darüber gefreut. Wenn ich in den letzten Monaten nur unregelmäßig geschrieben habe, hat das auf keinen Fall mit einem Desinteresse an den Programmen gelegen. Gründe sind ein Zeitmangel, da ich sehr viele Termine in den letzten Wochen hatte und nun auch ein ziemlich schlechter Empfang, der mich zwingt, auf Internet auszuweichen. Und Kurzwelle höre ich lieber als Internet. Aber ich werde versuchen, doch ab und zu Wieder Berichte einzusenden.
Die besten Grüße aus Saarland und Alles Gute
Ihr Hörer
Volker Willschrey
Hallo Volker!
Wir finden es sehr schön, dass Sie trotz des Zeitmangels immer noch Gelegenheit finden, sich unsere Programme anzuhören. Es ist auch erfreulich und eine Aufmunterung für uns, dass Sie uns als Zuhörer weiterhin die Treue halten und in unregelmäßigen Zeitabständen bei IRIB Funk in Deutsch Empfangsberichte einsenden.
Wie Sie an Ihrem Empfänger sicherlich erleben können, tut unser Radiomacherteam nach wie vor seine Schuldigkeit und versucht stets sein Bestes, damit die Hörer auf ihre Kosten kommen. Dass Sie diese Mühen zu schätzen wissen, ist uns nichts Neues; aber schön, dass Sie den Stammplatz an Empfänger und Hörerstammtisch auch weiterhin bekleiden.
Wir, Team des deutsch-sprachigen Programms von IRIB, wünschen Ihnen alles Liebe.

In den beiden folgenden Schreiben geht es um den alten und immer noch nicht gelösten Konflikt zwischen Palästinensern und Israelis und sie passen auch genau - angesichts der jüngsten Entscheidung der UNO-Vollversammlung - in diese Sendung.
Dazu zuerst ein Kommentar von unserem Hörer Ralf Urbancyk: Er merkt dazu an: "Ob die Menschen im Gazastreifen jemals eine Chance auf ein friedliches Leben erhalten? Das neuerliche Blutbad durch israelische Bomben kommt doch nur denen entgegen, welche durch Waffengeschäfte oder martialische Gesten ohne Sinn und Verstand profitieren. Für die normalen Menschen heißt es weiter leiden. Und in den normalen Menschen im Gazastreifen könnten wir uns alle wiederfinden. Es ist mir völlig unverständlich, wie Israel gerade in einer Phase, als etwas Ruhe in den Gazastreifen zu kommen schien, eine Rakete über die Grenze in Nachbarland schickte, um Menschen zu töten? Da müssen doch die Menschen das Sagen haben, welche sich im Krieg wohlfühlen. Und blinder Beschuss israelischen Gebietes mit selbst gebastelten Raketen ist auf diese Hightech-Rakete eine geradezu verzweifelte Antwort. Aber auch für einige israelische Führungskräfte geradezu eine Steilvorlage, noch mehr Bomben auf Gaza zu werfen. Warum müssen denn für einen getöteten Israeli gleich zwei Kinder und noch mehr erwachsene Zivilisten sterben? Das hat nichts, aber auch gar nichts mit der Abwehr von Raketen zu tun. Im Gegenteil, die Zerstörung des Regierungssitzes in Gaza oder die gezielte Ermordung von Hamas-Politikern bringt nur die Terroristen wie Al Kaida in eine bessere Position.
Soweit der Kommentar von unserem lieben Hörerfreund "Ralf Urbancyk"."

Nun hören wir, was Olaf Thomas Opelt zu dem Nahost-Konflikt schreibt:
Hallo Menschen,
nach Lesen des Artikels von Frau "Hencht-Galinski" habe ich nach dem ganzen Geschreibsel der deutschen Volksverhetzungspresse über den historischen Kampf des zionistischen Regimes in Israel, wieder aufatmen können.
Aufatmen, weil es noch Menschen gibt, wie Frau Hecht-Galinski, die der Wahrheit aus dem Sümpf der Lügen hervorhelfen.
Schreibt die Washington Post vom "Führen eines glaubwürdigen Krieges", Überschrift sich der "Interpendent" aus London folgendermaßen: "1967 brauchte Israel sechs Tage, um große Teile des Grenzlandes seiner Nachbarn zu besetzen und damit in die Geschichte der Kriegskunst einzugehen."
Beide Zitate stammen aus der Presse des Deutschlandfunks.

Glaubwürdigkeit und die Geschichte der Kriegskunst- und beides nicht zum Wohle des jüdischen Volkes, sondern um die heimatlosen Zionisten in ihrer Blutgier zu befriedigen. Und was machen Merkel und Westerwelle?
Sie kriechen bis zum Anschlag samt ihrer gleichgeschalteten faschistischen Parteiendiktatur, um ihre braune Gesinnung auch außerwendig klar zeigen zu können. Olaf-Thomas schreibt dazu noch weiter, aber alles wieder zu geben, würde den Rahmen dieser Sendung sprengen.
"Georg Dieling" bemerkt hierzu:
Ein Freund, welcher gerade in Israel ist, kennt israelische Soldaten. Denen wurde nur frei gegeben, sollen aber um 0.00 Uhr sich zu einem 3-tägigen Training zusammenfinden, es wurde Ihnen gesagt, danach wird der Gazastreifen "platt" gemacht.
Eine etwas differenzierte Stimme kommt von unserem Hörerfreund "Sascha Böß", der dazu bemerkt: "Zurzeit ist der Konflikt zwischen Israel und Palästina entbrannt. Viele Palästinenser, vor allem Kinder, sterben aufgrund der zionistischen Angriffe. Die Empörung ist bei allen groß.
Doch durch diese Angriffe steigt auch der Antisemitismus. Ehrlich gesagt, ich glaube, bei ein paar Ihrer Hörerpostsendungen antisemitische Standpunkte herauszuhören. Soviel aus der E-Mail von Sascha. In der nächsten Sendung werden wir sie zu Ende lesen.
Soviel zum Nahostkonflikt.
Paul aus Ungarn fragt an, wann wird es eine Sendung in ungarischer Sprache geben?
Lieber Paul, diese Frage ist bereits an die zuständige Stelle bei IRIB weiter geleitet worden. Wir hoffen, dass wir bald eine Antwort für Sie haben.
Bis dahin alles Gute!
Wir entschuldigen uns bei all unseren Hörern, insbesondere, Gerhard Hess, Roy Klein, Werner Schubert, Helmut Dieterle, Dr. Penner und viele andere, die uns geschrieben haben, aber auf ihr Schreiben wegen Zeitmangel nicht eingegangen werden konnte.
Das heutige Programm wollen wir mit einem Interview abschließen, und zwar mit unserem Höherfreund, Florian Joos.
Interview
Mit diesem Interview geht auch unser heutiges Programm zu Ende.
Bis zum nächsten Sonntag schöne Zeit
Ade

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