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Freitag, 06 Juli 2012 09:23

24. Juni 2012

 24. Juni 2012
Herzlich willkommen zu "Wir und unsere Hörer" "Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen!"

 

Richtig, das ist ein deutsches Sprichwort. Kennen Sie vielleicht auch ein iranisches Sprichwort über das Reisen Herr Radschabi!

Moment mal, ich habe mal eine persische Weisheit gelesen die lautete: "Das Beste, was man vom Reisen nach Hause bringt, ist eine heile Haut."

Oh, das ist richtig! Aber ich glaube dieses Sprichwort kommt aus einer Zeit, in der es noch viel gefährlicher war mit dem Reisen.

Das glaube ich auch. Ich erinnere mich, dass neben der Weisheit ein Bild mit einem Teppich war, auf denen Reiter auf Pferden und wilde Tiere eingeknüpft waren.

Gott-sei-Dank ist das Reisen ja heute nicht mehr so gefährlich.

Halt, da fällt mir noch ein persisches Sprichwort ein zum Reisen.

Wie heißt es denn?

Es heißt: "Wo immer Du hingehst, hat der Himmel dieselbe Farbe."

Heißt das etwa, man soll zuhause bleiben, weil überall der Himmel gleich ist?

Dann finde ich aber den Spruch, den uns Herr Frank Bresonik mit seiner neuesten Spruchkarte geschickt hat viel besser. Vielleicht sollten wir ihn mal für alle vorlesen:

"Jeder Tag bietet eine tolle Gelegenheit, um alte Pfade zu verlassen und eine andere Richtung einzuschlagen." 

Die Spruchkarten von Herrn Bresonik sollen ja schon sehr berühmt geworden sein am Hörerstammtisch.

Ja, das habe ich auch gehört von Frau Sheikholeslami. Lesen Sie doch mal vor was Herr Bresonik auf der Spruchkarte geschrieben hat.

Also da steht: "Liebe Freunde, das Kartenlädchen an der Ecke mußte wegen mangelnder Nachfrage geschlossen werden, das war vor ein paar Monaten. Jetzt hat an anderer Stelle ein anderer Laden mit Spruchkarten eröffnet, so kanns  gehen." Liebe Grüße Frank Bresonik

Da wären ja beinahe die tollen Spruchkarten von Herrn Bresonik in die Nähe des "Aussterbens" gerückt. Zum Glück ist es aber nicht so gekommen. Es war quasi nur ein Umzug des Kartenlädchens. 

Hier haben wir eine andere Umzugsmeldung, es ist eine E-Mail vom 29. Mai und sie kommt von Hardy Micheel aus Norwegen:

"Liebe Freunde, jetzt sind wir endlich umgezogen und haben unser neues Haus bezogen. Ein ausführlicher Rapport folgt separat, etwas später.  Viele Grüße Hardy"

Vor drei Jahren ist Herr Micheel aus Deutschland nach Norwegen gezogen, und nun ist er innerhalb dieses schönen nordeuropäischen Landes ein weiteres mal umgezogen. Wir wünschen ihm und seiner Familie viel Glück in seinem neuen Haus.

Ein Umzug ist ja in gewissem Sinne auch eine Reise, wenn auch etwas beschwerlicher und das Reiseziel beständiger.

Bleiben wir noch beim Thema Reise, denn wir möchten heute einige Zuschriften aus der Hörerpostmappe vorlesen, die zu diesem Thema passen.

Noch von Ostern stammen die Reisegrüße von Herrn Nikolaus Türk, die wir heute erwähnen möchten. Herr Türk hatte sich mit seiner Familie über Ostern nach Wien begeben und es war trotz trüben Wetters eine gute Zeit für die Familie Türk. Beim Bild auf der Faltkarte, die er uns zugeschickt hat, soll es sich um die älteste bildliche Darstellung Wiens handeln. Sie kommt aus dem Jahr 1480. Wie diese Darstellung aber mit der heiligen Familie auf der Flucht nach Ägypten – die darauf zu sehen ist - zusammenhängt, das kann man wahrscheinlich nur dem Wunschdenken des Malers zuschreiben. Denn rein geographisch gesehen wäre der Weg von Palästina über Wien nach Ägypten doch ein wenig zu umständlich.

Übrigens Herr Türk, die wunderschöne dreidimensionale Faltkarte "Winden und Schmetterlinge" aus Ihrer früheren Post ziert schon einen Schreibtisch und das Team bedankt sich herzlich. 

Rund eine Woche nach dem Oster-Besuch der Türks in Wien hat sich das Wetter in der österreichischen Hauptstadt noch nicht geändert, das bestätigte uns unser werter Hörerfreund Heinrich Huemer.

Aber was hat das mit unserem Reisethema zu tun?

Hören Sie selbst liebe Frau Tschupankari:

"Mit vielen Grüßen aus Wien, der Stadt mit dem noch immer kühlen Frühlingswetter.

Und ganz herzlichen Dank, liebe Redaktion, für den Fremdenverkehrsführer für Iran, den meine Frau und ich mit großer Neugier gelesen haben. Das Reisefieber hat uns infiziert.Und Ihre aktuelle Berichterstattung gestern Abend hat mich weiter optimistisch gemacht, charmant das Tschüss Ihrer Sprecherin zum Abschluß.

Viele Grüße Ihr H. Huemer" 

Sie haben Recht Herr Radschabi. Da können Sie gleich auch die e-Mail von Herrn Luis Llantada-Infante noch vorlesen, denn sie paßt zu dem Reisefieber der Huemers für Iran.

Geben Sie mir bitte mal die Mail. Danke. Also dann lese ich was dieser Hörerfreund Mitte Mai geschrieben hat:

"Liebe Freunde aus Iran,

ich möchte mich bei Ihnen für Ihre Nachrichten herzlich bedanken. Sie sind kritisch und objektiv. Ich lese sie mehrfach am Tag. Die ungerechten Angriffe auf Iran haben bei mir das Gegenteil bewirkt. So habe ich angefangen mich mit Iran auseinanderzusetzen, es zu entdecken und zu respektieren.

Daraus hat sich bei mir eine große Sympathie für Ihr Land und für Präsident Ahmadinedschad entwickelt.

Ich habe mir vorgenommen, Farsi zu lernen, ich habe schon mein erstes Buch gekauft und ich warte noch auf eine weitere Methode mit sechs CDs.

Vielleicht bin ich eines Tages auch in der Lage Iran zu besuchen und Ihr großes Land, die Kultur und die Leute persönlich kennenzulernen.

Vielen Dank und denken Sie daran, daß bestimmt viele Menschen in Europa, genau so wie ich denken!

Mit freundlichen Grüßen Luis Llantada-Infante" 

Wir hatten ja schon in einer der letzten Sendungen angekündigt, ihnen aus einem Bericht einer Iranreise etwas vorzutragen. Es handelte sich dabei nicht um eine rein touristische Reise, denn kein Geringerer als Herr Dr. Yavuz Özoguz, denn wohl die meisten von Ihnen aus seinen Interviews mit unserem Sender, und diejenigen, die Internetzugang haben, auch von seinen Kommentaren vom Fuß des iranisch-deutschen Berges auf unserer Internetseite kennen, hat diese Reise gemacht. Herr Dr. Özoguz hat zusammen mit mehreren Deutschen Iran besucht und wir wollen einige seiner Eindrücke wiedergeben, um unseren Hörerfreunden weitere direkte Informationen aus unserem Land zu vermitteln. Herr Dr. Özoguz schrieb am 8. Mai 2012 in seinem Kommentar unter dem Titel: "Eine ungewöhnliche Iranreise mit ungewöhnlichen Folgen", unter anderem:

"Trotz sehr guter Vorbereitung war dann der erste Eindruck im Iran doch erstaunlich. So ein modernes, sauberes, durch unübersehbare Bautätigkeit boomendes, dynamisches Land hatten die Teilnehmer dann doch nicht erwartet. Der sehr dicht gedrängte Zeitplan ließ zwar nur wenig Freizeit, aber selbst diese wenige Freizeit wurde genutzt, um weitere Eindrücke zu gewinnen. Neben Teheran konnten kurze Abstecher nach Qum, Abyaneh und Isfahan verwirklicht werden. Von dem Lebensstil des Statthalters der Gelehrten über die Modernität einer Nationalbibliothek, von den Trauerzügen in der Nacht zum Ableben der Fatima (a.) bis zur Automobilherstellung bei der Firma SAIPA, von den beeindruckenden Gesprächen mit einem Großayatollah bis hin zur Bibliothek des Ayatollah Maraschi-Nadschafi, von einer Parlamentssitzung bis zum Empfang beim Staatspräsidenten, vor einer Frauen-NGO bis zum Imam-Platz in Isfahan, der Rahmen eines solchen Artikels würde gesprengt werden, wollte man auf alle Eindrücke eingehen. Auch die Sender IRIB und Press-TV konnten besucht werden. Bei IRIB hat uns freundlicherweise Herr Shahrokny persönlich die Ehre gegeben.

Der Gesamteindruck war aber unzweifelhaft: Der Iran ist nicht das Land, das uns in den westlichen Medien vorgestellt wird. Darin waren sich alle Reiseteilnehmer einig. Und weder herrscht irgendeine Knappheit (die 450 km Autobahn von Isfahan nach Teheran war durchgehend beleuchtet), noch befürchtet irgendjemand ernsthaft, dass das Land angegriffen werden könnte. Und sollte es doch geschehen, fühlen sich alle hinreichend gerüstet, um das Land zu verteidigen, auch die Vertreter der jüdischen und christlichen Minderheiten im Land; ja selbst Leute, die das "Islamische" am System weniger mögen. Für fast alle Teilnehmer der Reisegruppe war es ihre erste Reise in die Islamische Republik, und sie waren beeindruckt." 

Diesen ganz authentischen Reisebereicht von Dr. Yavuz Özoguz wollten wir Ihnen liebe Hörerfreunde nicht vorenthalten und wir hoffen, Sie konnten daraus auch einiges mitnehmen heute Abend von unserem Hörerstammtisch und Herr Heinz-Günther Hessenbruch konnte vielleicht auch wieder ein paar Mosaiksteinchen zu seinem Iran-Bild hinzufügen.

Sollen wir jetzt noch weiter machen mit dem Thema Reisen Frau Tschupankari?

Ja, sicher ich habe hier noch drei E-Mails, die sich mit Reise und Urlaub beschäftigen. Aber erst einmal soll Herr Mahbod unser Musikstück einspielen, damit sich alle Hörerfreunde von den vielen Berichten erholen können.

Nun aber zu den e-Mails, ich lese gleich mal die erste vor:

"Liebes Team von IRIB!

Allerhöchste Zeit, mich nach Monaten der Abstinenz wieder einmal bei Ihnen zu melden! Durch berufliche und gesundheitliche Gründe ist das Kurzwellenhobby in den letzten Monaten bei mir etwas zu kurz gekommen. Derzeit befinde ich mich aber in meinem Urlaub an der Cote d'Azur in Frankreich, erhole mich sehr gut,und ich nutze natürlich auch mal wieder die Gelegenheit Ihr Programm fast täglich zu hören! Der Empfang ist hier nicht ganz so gut wie in Deutschland, aber trotzdem ordentlich. Mich interessieren derzeit v.a. Ihre Nachrichtenprogramme, da ich gerne alle Seiten zu wichtigen, aktuellen Themen höre – nicht nur die eine Seite aus den hiesigen Medien!

Ich finde es daher wichtig, dass es deutsche Programme von anderen Staaten auf Kurzwelle gibt, helfen sie doch, sich eine eigene und vielfältige Meinung zu den jeweiligen Ländern zu bilden. Ich hoffe daher, dass es nicht zuletzt auch aus kulturellen Gründen noch lange ihre Programme auf Kurzwelle geben wird!

Bis zum nächsten Mal sende ich Ihnen die herzlichsten Grüße aus Südfrankreich!

Thorsten Brandenburg" 

Auch Herr Erik Oeffinger nutzt seinen Urlaub um unsere Sendungen zu hören, lesen Sie mal Herr Radschabi, was er am 24. Mai geschrieben hat:

"Liebe deutsche Redaktion,

nun bin ich mal wieder für 5 Wochen in der Türkei,

von wo aus ich euch täglich in guter Qualität empfangen kann. Mit einer W-Lan Verbindung sitze ich jetzt am Meer in einem Restaurant und verfasse euren Empfangsbericht.

Mit feundlichen Grüßen Erik Offinger" 

Wenn wir Herrn Oeffinger jetzt um seinen Türkeiurlaub beneiden, die Zeit, die er am Meer verbringen kann und auch noch unsere Sendungen hört, und das 5 Wochen lang – seufz -  dafür hat wohl jeder Verständnis.

Frau Tschupunkari was steht denn in der 3. Mail von der Sie sprachen? Soll ich es vorlesen?

Nein, nein, das mache ich schon selbst, die Mail ist nämlich von Frau Martina Pohl aus Überlingen am Bodensee.

"Liebe Redaktion von IRIB,

heute möchte ich Euch noch 3 Empfangsberichte zusenden, bevor wir im Juni an die Nordsee fahren. Der Computer bleibt zu Hause, nur der Weltempfänger kommt mit ins Gepäck. Ich freue mich schon wieder auf frische Krabben vom Kutter.

Dieses Mal wohnen wir ganz friesisch in einem reetgedeckten Haus. Ich werde nicht vergessen, Euch eine Ansichtskarte zu schicken.

Viele Grüße sendet Euch Martina"

Ob uns Frau Pohl jetzt wohl an der Nordsee hört: Wir grüßen Sie und alle Stammtischler im Urlaub an dieser Stelle. 

Unser Hörerfreund Rolf Winkler hat uns am 10. Juni eine Mail geschrieben in der steht

"Sehr geehrte Redaktion,

mit der Bitte um Beachtung schicke ich Ihnen (per Anlage im pdf-Format) meinen Reisebericht und etwas mehr von der 11-tägigen Exkursion auf dem Fahrrad durch das uns so unbekannte schöne Weißrußland.

Mit freundlichen Grüßen
Rolf Winkler"

Gerne hätten wir an dieser Stelle etwas vorgelesen von den Eindrücken Herrn Winklers aber beim Herunterladen der pdf-Datei zeigte der Computer eine Warnung an, dass es möglicherweise zu Schäden am Computer kommen könnte, vielleicht kann uns Herr Winkler ja seinen Reisebericht noch in einem anderen Format oder mehreren kleineren Dateien zusenden, damit er über uns seine persönlichen Erlebnisse aus diesem relativ unbekannten Land mit vielen anderen teilen kann.

Ob Weißrussland, die Nordsee, die Cote d'Azur, die Türkei oder Iran, alles sind sicher lohnende Reiseziele, aber nicht jedem ist es vergönnt eine größere Reise zu machen. Dies weiß auch unser lieber Hörerfreund Paul Gager aus Deutschkreuz in Österreich. Deshalb kam ihm der Gedanke, einen Tipp aus seiner Zeitung "Der Standard" in seiner Mail vom 7. Juni 2012 anzubringen in der es heißt:

"Werte Redaktion!

Herzlichen Dank für die wunderschöne QSL-Karte mit der Sie mir meine Empfangsberichte bis zur unglaublichen Zahl "1953" bestätigen. Ob ich die Schallmauer von "2000" wohl auch noch schaffen werde?

Danke auch für die englische Zeitschrift."

Und nun kommt der Tipp von Herrn Gager aus der Zeitung, wo es heißt:

Ein Restaurant in Wien-Neubau, das die Vorzüge der persischen Küche mit jenen der österreichischen verbinden will.

Im Restaurant "Hirsch & Kamel" – einem iranisch-österreichischen Freundschaftsprojekt – versucht der Austro-Perser Alireza Starkel sich mit gewagten Kombinationen aus den Küchen seiner beiden Heimaten. Ob Safran-Reistorte, faschiertes Lamm, gefüllte Weinblätter, Melanzani - zu Deutsch Auberginen - Vogerlsalat, rote Linsensuppe, Kaiserspritzer und Kamelspritzer, alles sicher überraschende Gerichtkombinationen.

Vielleicht versucht unser Herr Gager ja mal das eine oder andere Gericht, um uns dann persönlich vom Geschmack und insgesamt auch vom Erfolg oder Nicht-Erfolg dieses neuen Restaurants zu berichten.

Danke für diese kulinarische Bereicherung der Hörerpostsendung Herr Gager.

Am vergangenen Freitag war beim "Funk in Deutsch" von IRIB in Teheran ein historischer Tag, denn an diesem Tag konnten wir das 45jährige Jubiläum der deutschsprachigen Sendungen aus der iranischen Hauptstadt begehen. Die eigentliche Feier wurde aber um ein paar Tage verschoben, da ja freitags bei uns hier der "Sonntag" ist nur einige Kollegen sich dann in der Redaktion befinden.

Kein geringerer als der 1. Vorsitzende des Ottenauer Hörerklubs, nämlich Herr Bernd Seiser, nahm dieses Ereignis zum Anlass, um uns zu gratulieren und schrieb:

"Ich wollte der gesamten deutschen IRIB Redaktion natürlich auch noch ganz freundlich zum heutigen Jahrestag der ersten Deutschsendung auf Kurzwelle aus dem Iran vom 22. Juni 1967 gratulieren. Ich hoffe, wir hören auch die nächsten 45 Jahre noch IRIB in deutsch mit unserem Kurzwellenradio."

Herzlichen Dank Herr Seiser für diese ganz und gar pünktlichen Glückwünsche!

Ob unsere neue Hörerin Katja aus dem Allgäu, deren erste Post an die deutsche Redaktion von IRIB wir in der letzten Hörerpostsendung vorgelesen haben, uns heute wohl hört? Auf jeden Fall sollen wir sie herzlich grüßen von Bernd Seiser!

Wie es scheint Herr Seiser haben auch alle Ottenauer Klubmitglieder gestern Abend die Daumen gedrückt für das Fußballspiel. Herzlichen Glückwunsch. Mal sehen was es dazu in der nächsten Hörerpostsendung zu berichten gibt.

Vor einer Woche liebe Hörerfreunde haben wir zum Abschluß unserer Hörerpostsendung über das Ereignis der Berufung des geehrten Propheten des Islams –s.a- berichtet.

In dieser Woche trifft unsere Hörerpostsendung mit dem Geburtstag des 4. Imams der Schiiten zusammen, dem ältesten Sohn von Imam Hussain –a.s. – Sein Name ist Ali ibn Hussain Zain-ul-Abidin. Er war ein Urenkel des geehrten Propheten des Islams und wurde am 5. Tag des Monats Schaban im Jahr 38 nach der Hidschra, d.h. im Jahr 658 n.Chr. geboren. 26 Jahre waren zu diesem Zeitpunkt seit dem Verscheiden des geehrten Popheten des Islams vergangen.

Heute wollen wir Ihnen ein wenig von diesem edlen Menschen berichten.

Zain-ul-Abidin bedeutet "Zierde der Gottesdiener", und wegen seiner häufigen Niederwerfung vor Gott wurde der älteste Sohn von Imam Hussain –a.s.- auch Imam Sadschad genannt, was "der sich Niederwerfende" bedeutet. Er übernahm im Alter von 23 Jahren nach der Schlacht von Kerbala, an der er aus Gründen einer schweren Krankheit nicht teilnehmen konnte, das Imamat, d.h. die Führung über die Schiiten, da sein Vater Imam Hussain –a.s.- ja in der Schlacht von Kerbala getötet worden war. Zeit seines Lebens machte es sich Imam Sadschad zur Aufgabe, die Muslime über die Geschehnisse in Kerbala und die Verbrechen Yazids und der Umayyaden aufzuklären. In seinen Reden und Ansprachen klärte er die Öffentlichkeit über die gottgegebene Aufgabe und Mission jener aus dem Hause des Gesandten Gottes, des Propheten Mohammad und seiner Familie, der Ahl-ul-Bayt, auf und ebenfalls über ihren rechtmäßigen Anspruch auf Führung und Rechtleitung der Muslime.

Den Umayyaden-Kalifen waren die Imame in der Nachfolge von Imam Ali –a.s.-, immer ein Dorn im Auge und sie bekämpften sie mit allen Mitteln. Auch Imam Zain-ul-Abidin wurden Zeit seines Lebens viele Qualen durch den Umayyaden-Herrscher zugefügt und im Alter von nur 55 Jahren wurde er vergiftet.

Von Zain-ul-Abidin oder Imam Sadschad sind sehr viele schöne und inhaltsreiche Gebete überliefert worden, die eine vollständige Aufklärung über den Islam und dessen Lehre beinhalten. In dem Buch Sahifa-e-Kamila" sind sehr viele seiner Gebete zusammengefaßt. Seine Gebete spiegeln sein hohes Bewußtsein wieder.

An einer Stelle heißt es: „O Gott, gibt mir Kraft damit ich ‎jene überwinde, die mir Unrecht getan haben und ‎schenke mir eine Sprache mit der ich durch Argumente ‎siege und ein Denken, mit dem ich die List des Feindes ‎untauglich mache und die Unterdrücker an ihren ‎Angriffen hindere."‎

Unsere Hörerpostsendung möchten wir nun mit einer Begebenheit aus dem Leben von Imam Sadschad beschließen:

Es heißt, dass der Umayyidenkalif Hescham Ibn Abdul Malek zur Kaaba gepilgert war. Wegen der großen Menschenmenge, die das Haus Gottes umkreiste, gelang es ihm nicht, bis zum Schwarzen Stein an der Kaaba vorzudringen. Nach der Umkreisung setzte er sich in einem Winkel der Heiligen Moschee auf einen Felsblock. Da sah er Imam Sadschad -aleihe salam- die heilige Moschee betreten und mit der Umkreisung der Kaaba beginnen. Als der Imam auf der Höhe des Schwarzen Steines in der Mauer der Kaaba angelangt war, machten ihm die Menschen sofort den Weg frei, damit er diesen Heiligen Stein berühren kann. Einer aus Scham (Damaskus), der Hescham Ibn Abdul Malek begleitete, fragte diesen: Wer ist dieser Mann, den die Menschen so schätzen? Abdul Malek tat so als ob er Imam Sadschad nicht kenne.

Da aber stand der bekannte Dichter Farsdaq auf und sagte: Aber ich kenne ihn!
Und dann begann er mit schönen Reimen Imam Sadschad -aleihe salam- wie folgt vorzustellen:

Die Kieselsteinchen in Mekka kennen alle seine Fußspuren,
vor seiner Größe senken sich die Blicke.
Er ist voller Milde und freundlich -
Geduld und Großmut ihn schmücken.
Niemals bricht er ein Versprechen.
Für alle ist er ein Segen.
Wollte man die Gottesfürchtigen aufzählen,
ist er als Führer ihrer aller zu erwähnen.
Wenn gefragt wird: wer ist der beste Mensch auf Erden, so wird er genannt.
Ich stelle ihn dir vor, wenn er dir nicht bekannt:
Dies ist Fatemehs Nachkomme - ihr gelte der Friedensgruß
Und der Nachkomme des Letzten der Propheten, ihm gelte Gottes Friedensgruß und Segen!

Nun möchten wir noch allen Muslimen und Anhängern der geehrten Prophetenfamilie anläßlich des Geburtstages von Imam Sadschad –a.s.- gratulieren.

Eine gute Zeit und bis bald!

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