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Samstag, 16 Juni 2012 08:20

27. Mai 2012

27. Mai 2012
Herzlich willkommen zu "Wir und unsere Hörer"  Die Hörerpostsendung von IRIB – Funk in Deutsch – ist ein Forum für Menschen, die nicht mit dem Medienstrom der heutigen Zeit schwimmen und sich auch gerne Mal gegenteilige Meinungen wie die von IRIB – Der Stimme der Islamischen Republik Iran anhören und in diesem Forum ihre Meinung auch gerne anderen Menschen zu Gehör bringen möchten.

 

Wenn auch der eine oder die andere vielleicht der Ansicht sein sollten, das es ein Treffpunkt der älteren Generation ist, die in nostalgischen Erinnerungen an ihre Radio-Jugendzeit schwelgen, so sehen wir das doch ganz anders.

Sicher ist es nicht von der Hand zu weisen, dass die über Kurzwelle ausgestrahlten Sendungen von IRIB mit samt dem Hörerstammtisch an den Sonntagabenden einen nostalgischen Anstrich haben, denn in der heutigen Zeit mit den allerneuesten Übertragungstechniken für Bild und Ton, hinken die Kurzwellenübertragung und ihre oft archaischen Empfangsmethoden schon etwas hinterher.

Wer von der jungen und modernen Generation gerne mal in der Geschichte der Tonübertragung schnuppern und sich informieren möchte, der kann dies u.a. mitten in Deutschland tun, und zwar im Hessenpark, einem Freilichtmuseum in Neu-Anspach im Taunus.

Den ganzen Sommer über ist diese Funktechnische Ausstellung während der Öffnungszeiten des Museums kostenfrei zugänglich. So steht es zumindest im Prospekt, dass uns freundlicherweise von unserem Hörerfreund Lutz Winkler aus dem Taunus zugesendet wurde, wofür wir herzlich danken!

Wenn die alten Hasen des Amateurfunks und Kurzwellenempfangs ihre Kinder und Enkelkinder mit dieser Technik vertraut machen wollen, dann finden sie hier Unterstützung, denn im Prospekt heißt es:

Was bedeuten Begriffe wie "Dampfradio" oder "magisches Auge"?

Wie entstand der Amateurfunk? oder: Wie funktioniert ein Transistor? Die Antwort auf diese und viele weitere Fragen finden Sie in der Funktechnischen Ausstellung im Hessenpark.

Sie zeigt auf zwei Etagen die Entwicklung der drahtlosen Kommunikation von den Anfängen bis heute, vom ersten Nachweis der Funkwellen durch Hertz im Jahre 1887 bis zum PC-gestützten Amateurfunk der Gegenwart.

Zu sehen sind neben vielen funktionstüchtigen Geräten auch Versuchsaufbauten und Experimente, eine Amateurfunk- und eine Ausbildungsstation sowie eine Radio- und Fernsehwerkstatt aus den 1950er Jahren.

Mit einem Besuch in diesem Freilichtmuseum im Taunus ist dann ganz besitmmt ein sinnvoll genutzer Sommerferien- oder Urlaubstag gesichert.

Wer von Ihnen Internetzugang hat findet unter www.hessenpark.de mehr Informationen! 

Leider ist es uns nicht möglich festzustellen, wie groß unsere Kurzwellen-Hörerschaft ist, aber solange der Briefstrom der uns verbundenen Hörer und Hörerrinnen nicht abreist, wollen wir doch versuchen zu erhalten was noch zu erhalten ist. Denn Briefe wie folgender bezeugen, dass die Situation der Kurzwellenausstrahlungen bei den internationalen Radiostationen mehr als gefährdet ist.

Im Brief von Michael Lindner aus Thüringen steht am 24. 1.2012 unter anderem:

"Erst diese Woche traf es wieder einen sehr beliebten Auslandsdienst, der ab 1. Februar 2012 von der Kurzwelle verschwindet. Es ist Radion Bulgarien, ein Sender, der seit 75 Jahren Kurzwellenprogramme in alle Kontinente abstrahlte. So werden auch die deutschsprachigen Programme verstummen, zum Leid der riesigen Hörerschaft in Deutschland und anderen europäischen Staaten. Es ist ein echter Verlust am Medienhimmel der deutschsprachigen Anbieter, aber leider auch ein deutliches Zeichen der stürmischen technischen Entwicklung im Bereich der Medien, für die Kurzwellenausbreitungen einfach nicht mehr zeitgemäß sind. So langsam muss man sich als Kurzwellenfreak doch von den alten Traditionen verabschieden, denn eines Tages werden auf Kurzwelle nur noch lokale Sender aus Brasilien, Asien oder Afrika zu hören sein.

Bleibt also noch eine große Hoffnung, dass die Stimme der Islamischen Republik Iran noch ganz viele Jahre den Hörern auf Kurzwelle erhalten bleibt. Bitte pflegt die alten Traditionen trotz Internet und anderen modernen Übertragungsmöglichkeiten! Bei uns sagt man immer im Scherz: "Im Orient ticken die Uhren langsamer als bei uns!"

Ja, hoffen wir also, dass es in Bezug auf das Thema Kurzwellenfunk tatsächlich so ist!"

Soweit also die gut gemeinten Wünsche von unserem lieben Michael Linder, der uns als Freund mit Herz gerne einmal in seiner Heimatstadt Gera empfangen würde. Umgekehrt ist es auch so, lieber Herr Lindner!

Was der Verlust von internationalen Kurzwellenausstrahlungen bedeutet, dass können vor allem diejenigen bestätigen, die seit Jahrzehnten mit diesem Hobby ein Herz und eine Seele sind. Wer QSL-Karten aus 180 Ländern dieser Welt besitzt, der kann da sicher mitreden. Wie viele dieser QSL-Karten-Quellen mögen in der Zwischenzeit schon versiegt sein? Das wird der stolze Besitzer dieser wertvollen Sammlung sicher auch nicht wissen. Wir grüßen ihn an dieser Stelle ganz herzlich. Es ist Oskar Schmitt aus Hamburg der Hansestadt.

Hern Schmitt gefallen bei unseren Sendungen aus Teheran u.a. die Nationalhymne und die Koranrezitation zu Beginn unseres Programms. Aber auch andere Sendungen und vor allem die Hörperpostsendung mag er sehr gerne. Wir hoffen er hört uns heute und noch viele weitere Male bei bester Gesundheit! Denn der Jüngste ist er nicht mehr mit seinen 79 Lenzen, aber sicher jung geblieben in seinem Herzen, was seine regen Hobbyaktivitäten zeigen. Wir wünschen ihm, dass er auch mit 97 noch sein Hobby geniesen kann. Denn man tau !

Ihr besonderes Hobby liebe Freunde von IRIB und unser Forum der Hörerpostsendung sind die Basis für einen Gedankenaustausch und die Mitteilung nicht nur für SINPO-Werte und Empfangsbedingungen gehörter Sendungen, sondern auch über die weltweiten Geschehnisse und Ereignisse. Da sich doch eine ganze Reihe unserer Hörerfreunde in ihren Zuschriften mit ihren Sorgen über einen drohenden Krieg gemeldet haben, möchten wir diese in unserer heutigen Hörerpostsendung auch den anderen zu Gehör bringen.

Im Januar schrieb Herr Lutz Winkler, dem wir auch den Tipp mit dem Hessenpark und der funktechnischen Ausstellung dort zu verdanken haben:

"Was wird wohl das Jahr 2012 bringen? Hoffentlich weniger Krieg und Konflikte und hoffentlich auch mehr Vernunft auf allen Seiten. Besorgniserregend finde ich die Drohungen der westlichen Länder gegen den Iran. Bei allen unterschiedlichen Ansichten: Drohungen gegen Staaten sind imer das falsche Mittel." 

Kommen wir nochmal zurück zum Januar-Brief von Oskar Schmitt!

Seine Abschiedsworte lauten dort:

"Ich wünsche der Islamischen Republik Iran alles erdenklich Gute und hoffe, das Sie die Anfeindungen aus der westlichen Welt mit BRAVOUR überstehen."

Ja, Danke Herr Schmitt, derartige gute Wünsche können wir hier gut gebrauchen, sie sind, auch wenn sie schon ein paar Monate zurückliegen, weiterhin zeitgemäß.

Michael Lindner zeigte sich ebenfalls Anfang des Jahres diesbezüglich besorgt. In seinem Brief vom 6. Januar heißt es:

"Die aggressive Politk der USA und Israels sind für die gespannte Lage im Nahen Osten verantwortlich. Das Säbelrasseln gegen den Iran bezüglich des friedlichen iranischen Atomprogramms ist ein schäbiger Vorwand, um die Islamische Republik Iran international zu denunzieren. Das alles hatten wir schon einmal, wenn ich an den feigen Überfall der USA und anderer Staaten auf den Irak denke. Auch damals wurde die Welt mit der Existenz angeblicher irakischer Atomwaffen belogen. Diese gigantische Lüge wure vom irakischen Volk mit Elend, Verderben und Tod bitter bezahlt. Soll sich das alles wiederholen, etwa in der Islamischen Republik Iran? Bestimmt haben die kriegshungrigen Generäle der USA und Israels die Schlachtpläne für einen Angriff auf den Iran schon griffbereit liegen. Die Lage ist mehr als ernst und ich bete zu Gott, dass letztendlich doch noch die Vernunft siegen wird. Einen neuen Krieg im Nahen Osten braucht niemand, denn er könnte sich wie ein Flächenbrand zu einer internationalen Katastrophe entwickeln. Bleibt also nur zu hoffen, dass sich das iranische Volk nicht von den Aggressoren beeinflussen bzw. einschüchtern lässt und beharrlich an der iranischen Friedenspolitik festhält. Dazu wünsche ich von ganzem Herzen gutes Gelingen!" 

Auch unsere treue Hörerfreundin aus dem polnischen Jelenia Gora, ehemals Hirschberg im Riesengebirge, Frau Opalinska, hat mit ihrem 16 DIN A4 –Seiten umfassenden persönlichen Überblick über alle Mißstände in Afghanistan, Syrien, Irak, Jemen, Ägypten, u.a. Ländern, sowie über die Tötung Bin Ladens und die Ermordung der iranischen Atomwissenschaftler oder die Unbeliebtheit der USA, die neuen Vasallenstaaten u.a. Themen mehr, ein Zeitdoument geschaffen, dass eigentlich zu schade ist, um bei IRIB in den Archiven zu verstauben.

Alles wurde von ihr fein säuberlich mit der Hand geschrieben. Und dafür sagen wir an dieser Stelle das in Iran häufig im alltäglichen Umgang miteinander verwendete "Daste schoma dart nakone" – oder zu Deutsch "Mögen Ihre Hände nicht schmerzen!"

Leider ist die Zeit der Hörerpostsendung zu knapp um dieses gigantische  schriftliche Dokument von Frau Opalinska allen zu Gehör zu bringen, sicher werden wir aber bei Gelegenheit daraus zitieren. Heute im Zusammenhang mit den Besorgnissen unserer Hörerfreunde über einen Krieg, daraus nun zwei Sätze:

"Ich weiß, dass das zionistische Regime mit dem Plan eines eigenständigen Bombardements der iranischen Nuklearanlagen "liebäugelt." Könnte ein solcher Alleingang Israels nicht einen Flächenbrand zur Folge haben?" 

Einer, der derartige Sorgen auch wahrgenommen hat und sozusagen gleich "in medias res" gegangen ist, ist Carsten Heine aus Dresden, in seiner E-Mail vom 2.Mai ließ er uns wissen:

" Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Name ist Carsten Heine. Ich bin Sächsischer Landesvorsitzender der Humanwirtschaftspartei. Unsere Partei hat am 1. Mai einen Informationsmarsch durch Dresden veranstaltet, der unter dem Motto "Kein Angriffskrieg gegen den Iran" stand.

Wir haben mit dieser Aktion klar machen wollen, dass im deutschen Volk sowohl Besorgnis um den Frieden im Nahen Osten, aber auch Unterstützung für die Position des Iran vorhanden ist. Unsere Partei lehnt deutsche Waffenexporte ab und ist deshalb entschieden gegend die Haltung der deutschen Regierung, welche hochmoderne U-Boote nach Israel exportiert.

Bei unserem Marsch haben wir überwiegend wohlwollende Reaktionen erlebt." 

An dieser Stelle bedanken wir uns im Namen aller Iraner für diese Initiative, die zeigt das wir hier in Iran anderen Menschen in der Welt nicht gleichgültig sind. Deshalb wollen wir auch noch die Stellungnahme der Humanwirtschaftspartei Sachsen zum Konflikt Israel-Iran zu Gehör bringen, die Herr Heine nebst einem fotografischen Dokument über den Aktionstag seiner E-Mail beigefügt hat:

"Kriege sind leider wieder ein reguläres Mittel der Durchsetzung politischer und wirtschaftlicher Interessen geworden. Die Angriffskriege gegen Afghanistan, Irak und Libyen haben das deutlich gezeigt. Sicherer und friedvoller sind die betroffenen Länder dadurch nicht geworden. Deshalb sehen wir das anwachsende Kriegsgedröhn gegen den Iran mit großer Sorge. Da werfen zwei Staaten, die Atomwaffen besitzen (USA und Israel), wovon einer sie schon eingesetzt hat, einem anderen vor, sich solche verschaffen zu wollen. Und das, obwohl über 2000 Inspektionen der Weltatombehörde keine Anhaltspunkte dafür geliefert haben! Außerdem stellt sich die Frage, ob dem einen nicht recht sein darf, was dem anderen billig ist. Schließlich hat Israel in der Vergangenheit kein Problem damit gehabt, die Atomwaffentechnologie mit den Rassisten aus Südafrika zu teilen! Wie hemmungslos die dortigen Kriegstreiber inzwischen geworden sind, zeigt die Tatsache, dass selbst vor der Instrumentalisierung der eigenen Opfer aus der Vergangenheit nicht zurückgeschreckt wird. Die Warnung vor einem "neuen Holocaust" führt vor Augen, dass militanten Israelis jedes Mittel recht ist, um ihre Interessen auf Kosten der restlichen Welt durchzusetzen.

Deshalb haben besonders die friedliebenden Kräfte in Israel unsere volle Unterstützung bei ihrem Kampf gegen die eigenen Kriegstreiber." 

Dank Herrn Heine und allen, die mit dieser Demonstration die Völkerfreundschaft und den Ruf nach Frieden in der Welt gestärkt haben.

Die Islamische Republik Iran hat mit ihren ganz anderen Standpunkten in der Weltpolitik viele Freunde und es gibt viele Menschen, die sich auch nicht von der Täuschungspolitik imperialistischer Staaten in die Irre führen lassen, und für diese Freunde und Menschen bemüht sich IRIB eine Nachrichtenquelle zu sein, die den imperialistischen Großmächten nicht das Wort  redet.

Auch der Spanier Luis Llantada hat dies erkannt. Er schrieb am 23. März in einer E-Mail:

"Meine Damen und Herren,

seit ich vor drei oder vier Tagen Ihre Seite entdeckt habe, ist sie meine Lieblingsnachrichtenquelle geworden, denn Sie informieren sehr sachlich.

Ich kann die Lügen, die dauernd gegen Iran wiederholt werden nicht mehr ertragen. Man muß sehr blöd sein um in Iran einen Feind von Europa oder der Welt zu sehen. Iran soll allein entscheiden, wie es leben will. Sie haben tausendmal mehr Kultur und Niveau als Amerika und viele europäische Länder.

Ich bin Spanier und ein sehr kritischer Mensch. Ich hoffe, daß die Welt bald die großen Werte Ihres Landes erkennt. Meine Sympathie und Respekt stehen für Iran ohne Einmischung, Lügen und Bedrohungen von Lügnern und Imperialisten, die immer bereit sind, eine Ausrede zu suchen um Kriege zu führen, damit sie andere Länder ausbeuten können.

Mit freundlichen Grüßen Luis Llantada" 

In der Runde der über einen Krieg besorgten Hörerfreunde findet sich auch Frau Fiona Ernst. Sie brachte Ihre besorgten Gedanken am 29. April folgendermaßen zu Ausdruck:

"Liebe Frau Zangeneh,

die Beitragsreihe "Zukunftshoffnung im Koran" ist sehr interessant und die Gedanken sind sehr schön  formuliert. Wenn man die jetzige Weltlage beobachtet, siehe die Wahlen in Frankreich: Sarkozy und sein Machtkampf, die Auseinandersetzungen im Nahen Osten oder die Kriegshetze gegen den Iran. Leider sind alle mit der Kriegsplanung beschäftigt, man rüstet auf und zeigt Zähne. Anscheinend schreibt die Politik vor, einander um jeden Preis aus dem Weg zu schaffen, weil es nur um eines, nämlich das Erdöl geht. Manchmal fragt man sich, wozu nutzt es all das Erdöl, wenn ich kein reines Wasser oder saubere Luft zum Atmen habe.

Mit der Hoffnung, dass die Menschheit zur Besinnung kommt, wünsche ich Ihnen und der Redaktion alles Gute und viele gute Ideen für die weiteren Sendungen.

Mit freundlichen Grüßen

Fiona Ernst.

Liebe Frau Ernst im Namen von Frau Zangeneh bedanken wir uns für Ihre Zeilen, und sind uns sicher, dass auch Frau Zangeneh ihren besorgten Beitrag in der Hörerpostsendung den anderen hätte zu Ohren kommen lassen. 

Durch all diese Zuschriften unserer Hörerfreunde und Solidaritätsbeweise können wir sehen – es gibt sie noch, die Menschen, denen nicht nur persönliches Glück, Wohlstand, Vergnügungen und der eigene Kram von Bedeutung sind!

Und darauf sind wir hier in der Redaktion von IRIB und in der Hörerpostrunde besonders stolz !

Diese tiefgehende Freundschaft und Anteilnahme am Schicksal anderer hat die liebe Ursula Zangeneh in jahrelanger Arbeit am Hörerstammtisch von IRIB aufgebaut und wird sie sicher auch in naher Zukunft nach einer wohlverdienten "Auszeit" weiter hegen und pflegen.

In diesem Sinne verabschieden wir uns auch heute wieder mit – bis bald

und eine gute Zeit!

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