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Samstag, 20 Januar 2007 00:00

20. Januar 2007

Da sind wir nun so weit und können uns mit dem Hörerpostkasten ein weiteres Mal zu Wort melden. Seien Sie alle herzlich begrüßt und lassen Sie sich nun nicht zweimal zur Teilnahme am Hörertreff auffordern! Wer könnte schon sagen, wie oft er noch die Gelegenheit dazu findet! Setzten Sie sich rasch und überlegen Sie nicht lange hin und her! Wollen Sie vielleicht warten, bis der nächste Windstoß auffährt und „Uns und unsere Hörer" auseinander treibt? So lange das Wetter so still ist, kein Wölkchen am blauen Himmel über dem Teheraner Funkhaus ist und die kalte Januarluft sich kaum regt, wird der gemeinsame Blick in die Hörerpost ein rechtes Vergnügen sein. Muß es sich über dem Elbursrücken erst wieder schwarz zusammen brauen und der erste Donner grollen, bevor Sie sich besinnen? Na, also.

Am 5.Januar wären „Wir und unsere Hörer", wenn wir das Hörertreff in Berlin hätten abhalten wollen, wahrscheinlich naß geworden. Andreas Mücklich berichtet jedenfalls von Sturm und Regen,und davon, daß man in Deutschland vom Winter noch weit entfernt sei. „Es ist eher herbstlich als winterlich. Vielleicht kommt ja der Winter wieder im Februar wie im vorigen Jahr und dauert dann bis in den April hinein."
Das ganz unspektakuläre Wetter zum Jahresende hat natürlich auch manchen Vorteil mit sich gebracht. Viele Hörer kamen zum Hörerbriefschreiben, eine ganze Reihe fand die Muse zum Aufsatzschreiben und Dichten zwecks Teilnahme an unserem Wettbewerb über Prophet Mohammad, umd zum Radiohören blieb auch genügend Zeit, weil kein Schnee zu schieben war und „Ski und Rodel gut" erst einmal vertagt worden war. Zu den Einsendern der Aufsätze, die über „Mohammad, den Verkünder von Frieden und Brüderlichkeit" entstanden sind, gehören Klaus Führlich in Radebeul, Helmut Lesser in Gebesee und Frank Bresonik in Gladbeck. Martina Pohl in Überlingen hat ihren Beitrag in Form eines 14-strophigen Gedichtes vorgelegt. Dabei hat sie erstaunliche sprachliche Fähigkeiten an den Tag gelegt. Aber auch jedes der drei Essays ist ein kleines Meisterwerk für sich, und ich bin gespannt, wie die Sache weitergeht, wo alles so gut angefangen hat.

Unspektakulär wie das Wetter ist Andreas Mücklich auch im neuen Jahr 2007 angekommen. Die Weihnachtsfeiertage hat er in Ruhe zugebracht, so wie er es sich vorgenommen hatte. Dabei hat er auch einen Blick in seine E-Mailbox geworfen und den IRIB-Weihnachtsgruß über yahoo entdeckt.
„Ich habe mich sehr darüber gefreut, vor allem, weil Sie auch an mich gedacht haben," gibt Andreas in seiner bescheidenen Art dankbar zu verstehen, obwohl es eine Selbstverständlichkeit ist, daß eine Radioredaktion einen Hörer mit einer Empfangsberichte-Kartei von 195 RRs nicht vergißt.
„Die letzten Tage des alten Jahres habe ich auch dazu genutzt, um Radio zu hören. Einen Teil meines Erfolgs finden Sie in den beigefügten Empfangsberichten. Die Morgensendungen kommen teilweise besser hier in Berlin an wie die Sendungen am Abend. Bei der Abendsendung hab ich auf der 6255 kHz oft den größeren Erfolg, um Ihrem Programm zu lauschen.
Am Freitag kommt ja seit kurzer Zeit ein Sprachlehrgang, das finde ich sehr gut. Doch leider fehlt mir entsprechendes Lehrmaterial, wo ich bestimmte Sätze noch einmal nachlesen kann. Gibt es denn überhaupt Lehrmaterial, und wenn ja: wäre es möglich, mir dieses zukommen zu lassen?
Sehr gut gefällt mir auch die Reihe „Mohammad, der letzte Gesandte Gottes". Denn dort wird die Geschichte der Entwicklung des Islam in einfachen Worten erzählt. Es ist für mich besser verständlich, als wenn ich Rezitationen aus dem Koran höre, da mir diese manchmal zu kompliziert umschrieben sind. Ich hoffe, daß diese Serie noch etwas länger ausgestrahlt wird.
Leider gibt es noch keine Entspannung bei den Verhandlungen zum iranischen Atomprogramm. Irgendwie kann ich es noch nicht nachvollziehen, daß ein Land wie zum Beispiel Israel mit der Atomenergie hantieren darf, und einem anderen Land wie dem Iran eine Nutzung der Aromenergie untersagt wird, und das sogar unter Androhung von verschiedenen Repressalien. Wenn es nach mir ginge, dann würde es diese Art von Energie in keinem Land geben, da ich die Atomenergie ablehne. Aber das wissen Sie ja bereits. Ich frage mich nur, was Länder wie Japan, die mit dem Iran einen regen Handel betreiben, nach der letzten UN-Resolution machen? Sanktionen treffen doch nicht nur den Iran, sondern auch Länder, die mit dem Iran Handel betreiben - und das sind viele! Das ist alles keine Lösung." Mit diesem Seufzer verabschiedet sich Andreas Mücklich, bis bald - setzt er hinzu und hat damit einen guten Vorsatz gefaßt.

Wie Andreas mit dem neuen Sprachlehrgang „Farsi für Interessenten" vielleicht besser zurecht kommen könnte, zeigt ihm sein Eislebener Hörerkollege Ralf. Schon bei der Einleitungssendung am 25.November, in der auf die geplante Beitragsreihe aufmerksam gemacht wurde, war sein Interesse voll erwacht, und er schrieb:
„Die Sprache ist das wichtigste Instrument in der Kultur eines Volkes und gehört meines Erachtens immer in ein gutes, informatives Auslandsprogramm. Ohne wenigstens die Grundbegrifffe der Sprache zu beherrschen, bleibt man immer nur ein außenstehender Betrachter. Die Kenntnis einiger Worte einer fremden Sprache öffnet viele Türen. Sicher kann man durch einen Grundkurs niemals die Sprache perfekt lernen, doch ein Anfang ist gemacht. Vielleicht können Sie die Teile des Sprachkurses auch als Sounddateien ins Internet stellen, damit sie bei Interesse heruntergeladen und mehrmals angehört werden können. Ich wäre gleich mit dabei."
Nach fast drei Wochen Schreibpause kam am Neujahrstag wieder ein Brief von Ralf, in dem er sich zuerst für die elektronische Postkarte über yahoo bedankte und dann gleich zum Thema kam:
„Ich habe mich gefreut, daß der Persischsprachkurs ‚Farsi für Interessenten' nun auf Ihren Internetseiten als mp3-Datei bereit steht. Die Übertragung auf den heimischen Computer klappt sehr gut, so daß ich mir jetzt nach und nach die Übungen auf eine Kassette für das Autoradio übertrage. Dann kann ich während des täglichen Arbeitsweges fleißig Persisch lernen."
Vielleicht ist die auditive Methode zum Erlernen einer fremden Sprache nicht jedermann Sache so daß der Wunsch nach Lehrmaterial zum Nachlesen und zum virtuellen Einprägen der neuen Wörter und Sätze weiterhin besteht. Leider kann IRIB seinen Sprachschülern jedoch vorerst in dieser Hinsicht nicht dienen. Ohne einen vorbereitenden Phonetiklehrgang taugt dem Laien die Umschrift von persischen Wörtern ins Lateinische nur wenig, und die persische Konsonantenschrift mit den vielen phonetischen Sprachbesonderheiten ist über das Medium Kurzwellle nicht zu vermitteln. So ist das systematische Einhören in die Sprache fürs Erste vielleicht doch die unkomplizierteste Art und Weise des Einstiegs. Die Untermauerung mit schriftlichem Lehrmaterial zur Laut- und Schriftlehre sollte später vorgenommen werden, wenn sich das Fundament durchs Hören und Nachahmen erst einmal gefestigr hat.

Den Streit um das iranische Atomprogramm hat Andreas Mücklich bereits zur Sprache gebracht. Doch das Thema ist damit nicht erschöpsft. Als sich die Nachricht von der Aufdeckung des israelischen Atomprogramms durch das Eingeständnis Olmerts bei seinem Deutschlandbesuch nach Pforzheim durchsprach, konnte auch Michael Schätzle nur noch verärgert den Kopf schütteln. In seinem Brief vom 19.Dezember nahm er dann schriftlich Stellung dazu und schrieb:
„Interessant war die westliche Reaktion auf die Äußerungen Olmerts in Deutschland über das israelische Atomprogramm. Es war überraschend - oder eigentlich war es das auch nicht - zu erfahren, daß das indirekte Eingeständnis des Atomwaffenbesitzes kritisiert wurde, nicht aber der illegale Besitz von Atomwaffen, der natürlich für den Westen kein Geheimnis mehr war. Meines Erachtens ist die Kritik am iranischen Atomprogramm hiermit hinfällig. Zumal man sieht, daß die USA nun ein Atomabkommen mit Indien geschlossen haben, welches ebenfalls illegal Atomwaffen besitzt! Das zeigt die zweideutige Haltung des Westens in Hinsicht auf Atomwaffen: die indischen werden gebilligt, obwohl Indien nicht mit der Internationalen Atomenergieagentur kooperiert; das friedliche Atomprogramm des Iran, der mit der IAEA zusammenargeitet, wird kritisiert."
Von einem Ausflug in den Kraichgau, ins Nagoldtal und nach Kloster Maulbronn hat der Wander- und Naturfreund Michael, dem die Energie aus der Kernspaltung schon immer zuwider gewesen ist, einige schöne Erinnerungsfotos mitgebracht. Während er vom Turm der Burg Wildberg aus seinen Blick über die Heimat schweifen ließ, mag er bei sich gedacht haben: „...Wie können die Politiker nur so leichtsinnig und gewissenlos sein und Natur und Frieden aufs Spiel setzen, wo immer es ihren Interessen nur zuträglich ist!...".
Joey wedelte dabei stumm mit dem Schwanz.

Am Ende des Jahres 2006 haben manche IRIB-Hörer mit dem Versenden ihrer E-Post Probleme gehabt. So bekam Joachim Thiel in Wuppertal bei Empfangsbericht 320 wiederholt ein Fehlermeldung, und Stephan Lipsius in Kassel verlegte sich nach mehreren Mißerfolgen über E-Mail aufs traditionelle Fax und brachte auf diesem Weg schließlich glücklich seine Neujahrsgrüße und Glückwünsche zum Opferfest an den Mann. Bernd Seiser in Ottenau gab es nach zahlreichen Fehlversuchen über den elektronischen Postweg bei Bericht 1025 endgültig auf und schickte die gesammelten Empfangprotokolle zu guter Letzt per Briefpost. Bei Andreas Marschall in Haßfurt verlor die Post einen März-, einen Juli- und einen Oktoberbrief, so daß erst sein vierter Anlauf von Erfolg gekrönt war und an die richtige Adresse kam. Paul Gager in Deutschkreutz bekam seinen Novemberbrief mit der Postkarte von den „Wiener Sängerknaben" retour und kam nicht umhin, für das Porto noch einmal in die Tasche zu greifen und den Brief erneut auf die Post zu bringen.
Daß bei solchen Mißlichkeiten selbst dem Geduldigsten endlich der Geduldsfaden reißt, ist verständlich, und ich kann mir gut vorstellen, wie groß die Enttäuschung in Ottenau und in Haßfurt über all die erfolglosen Anläufe bei IRIB ist, die sich ohne jegliche Reaktion von seiten der Redakton in Teheran in Wohlgefallen aufgelöst zu haben scheinen.
„Schon im März 2006 habe ich mich in einem Schreiben für die zwei Sprachkassetten und das hochinteressante Buch von Ali Schariati (Fatima ist Fatima) bedankt, zusammen mit einem kleinen Dankesgedicht meines Vaters an Euch. Geschrieben habe ich Euch dann auch am 20.Juli und nochmals am 29.Oktober. Doch leider habe ich bis heute keine Antwort aus der Stadt so mancher Träume von uns erhalten. Falls ich niemanden verärgert habe, ist wohl die Post - wie das Päckchen mit den Leinentaschen im Dezember 2005 - zwischen Franken und dem ‚Land der Minarette' wieder verloren gegangen! Wie und wo ist egal, dumm ist es schom. Denn nach wie vor, ja mehr denn ehedem, sind wir in unserer Familie am Orient, seiner Religion, seiner Kultur, seinen Menschen, seiner Flora und Fauna interessiert. Deshalb schicke ich Euch heute den beigelgten Blumengruß, den Naturführer ‚Alpenblumen' aus dem größtenteils noch nicht verschneiten Land Bayern.
Meine 15 internationalen Postantwortsacheine sind ja wohl auch als verloren anzusehen. Aber gut - nicht jammern, sondern hoffen, daß es dieses Mal mit dem Umweg über Berlin klappt. Vielleicht darf ich ja nochmal mit der Bitte um Überlassung einer Koranausgabe an Sie herantreten, sie war als Geschenk an meinen orientsüchtigen Vater gedacht, und ich hätte gern ein Bild oder gar Autogramm Ihres geschätzten Präsidenten Herrn Ahmadinejad ... falls nich unmöglich, vielen, vielen Dank!! Er sollte nämlich ein Ehrenplätzchen in meinem Zimmer neben Ihrer Staatsflagge und meinen QSL-Karten bekommen, und in der Berufsschule und bei meinen Freunden könnte ich auch meine orientalische Wertschätzung dokumentieren.
Mit den besten Wünschen für ein gesundes, erfolgreiches, glückliches und friedvolles 2007 verbleibe ich in der Hoffnung auf gelegentliche Post: Andreas Marschall, Haßfurt".

So sehr wir es auch bedauern, wenn Hörerpost an das Deutsche Programm von IRIB unterwegs auf der Strecke bleibt - sei es nun auf dem Landweg, dem Luftweg oder dem elektronischen Weg - und so ärgerlich das auch für beide Seiten ist... solche Mißgeschicke sind nie hundertprozentig auszuschalten, und deshalb bitte ich alle, denen so etwas passiert ist: jetzt lassen Sie die Fünf einmal gerade sein und helfen Sie lieber mit, daß Hobby und Hörer-Sender-Freundschaft nicht mehr als nötig davon in Mitleidenschaft gezogen werden. Was uns betrifft, so werden wir retten, was zu retten ist und die Falten mit Sorgfalt wieder ausbügeln. Das verspreche ich auch OM Bernd Seiser, und nun hoffe ich, daß der Ärger bald verraucht ist und zwischen uns und allen unseren Hörern die alte Freudnmschlft neu erblüht.
„Gute Freunde, gemeinsame Stunden und alte Lieder bleiben für immer."
....aus Frank Bresoniks Hörerbrief vom Dezember.

Vielleicht beruhigt es Klaus Führlich in Radebeul zu hören, daß seine Empfangsberichte vom 6. und 7. Januar angekommen sind. Auch die Weihnachtskarte und der grüne Kugelschreiber von Gereon Fuhs aus Wien, die beiden Grußkarten und der Dezemberbericht von unserem Augsburger Hörer Anton Scheibenbogen, die Weihnachtskarte und der Empfagsbericht von Bernd Riga in Saarbrücken, die beiden Karten aus dem Postkartenbuch „Impressionisten", der Weihnachtskartengruß und die Berichte 366 und 367 von Hörerfreund und Dxer Günter Kleinke in Berlin, das Kärtchen aus Nürnberg von Rainer Lederer, der Empfangsbericht mit der beigelegten Glückwunschkarte von Bernd Pätzold aus Stolpen, der Empfangbericht und die Diskette mit einer Aufnahme unserer Sendung als mp3-Datei, die wir von Carl Andreas Stumpf aus Fribourg in der Schweiz erhalten haben, und der Empfangsbericht von Martin Kabuth aus Hessisch-Lichtenau mit dem beigefügten IRC fürs Rückporto haben die Mitarbeiter bei der Redaktion von IRIB Deutsches Programm, P.O.Box 19395-6767 Teheran/Iran
pünktlich und problemlos und ohne Einbußen erreicht. Ganz zu schweigen von Helmut Lessers Post, der nicht nur Empfangsberichte und Briefe beilagen, sondern auch ein Kunstkalender, ein Bethel- und ein weiterer kleiner Kalender, viele Fotos in einem getrennten Umschlag, ein Sagenbuch über den Inselberg im Thüringer Wald und ein prachtvoller Wimpel von dort sowie ein Päckchen getrocknete und gepreßte Herbstblätter, die in bestem Zustand angekommen sind und von denen auf dem weiten Weg vom Werra-Unstrut-Zweistromland bis Teheran kein Stöckchen, kein Ästchen und kein Blattrandstückchen abgebröckelt ist! In dem kleinen Sagenbüchlein über den Inselberg stehen 44 Inselbergsagen von Ludwig Bechstein zu lesen, der ein Sammler von deutschen Sagen und Märchen sowie Autor historischer Romane und Novellen gewesen ist und - 1801 in Weimar geboren - im Mai 1860 in Meiningen starb. Soviel noch dazu.

Die beiden großen Umschläge, die der Postzusteller aus Wermsdorf gebracht hat, sind ebenfalls unversehrt und in bestem Zustand angekommen. Über den Inhalt - einen großen Wandkalender von der örtlichen Apotheke, einen kleineren Wandkalender vom EDEKA-Händler, eine Zeitung, Broschüren, Reiseprospekte, Atlas-Karteikarten, Rezepte, zwei Dr. Oetker.Büchlein, drei Empfangsberichte und eine schöne Weihnachtskarte - könnte man sich stundenlang unterhalten, und das werden die glücklichen Empfänger in der Redaktion, die von Bernhard Westhölter mit all diesen Dingen so freundlich bedacht worden sind, auch tun. Nur müssen wir Sie, liebe Hörerinnen und Hörer, vorher nach Hause schicken, die Sendezeit geht zu Ende, und es wird auch schon kalt. Lassen Sie sich von uns nicht aufhalten, gehen Sie nur. Den Rest besorgen wir schon selber.
Ade.

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