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Samstag, 13 Januar 2007 00:00

13. Januar 2007

Hallo! Salaam!
Da sind wir wieder, pünktlich wie die Maurer, ein bißchen erkältet, ein wenig verschnupft und vergrippt - aber sonst doch in ganz erträglichem Zustand und dem Treff am Hörerpoststammtisch zumutbar. Wer hüstelt in dieser Jahreszeit schon nicht! Also: Lassen wir uns nicht beirren und machen wir es uns nur gleich bequem. Das Unwichtige schieben wir vorerst beiseite und konzentrieren uns auf das hier: die Hörerpost! ...Wie? Wer der Mann da draußen vor der Glasscheibe ist? Ja, das ist der Sendeleiter von Radio Teheran, Mehran Mahbod. Er sorgt immer für eine schöne musikalische Atmosphäre, wenn die Sprecher an ihre Plätze gehen; und wenn bei „Wir und unsere Hörer" auch die Musikfreunde auf ihre Kosten kommen und Jung und Alt am Hörerpostprogramm seine Freude hat, dann ist das zu einem großen Teil sein Verdienst. Alles andere besorgen die Hörerbriefschreiber selbst, und daß die die wahren Meister in ihrem Element sind, wird sich auch heute wieder bestätigen.

Frank Bresonik stellt zum Auftakt eine neue Sinnspruchkarte aus der Grafikwerkstatt Bielefeld auf den Tisch, und selten hat wohl jemand so schöne Sinnspruchkarten wie die auf unserem IRIB-Hörerstammtisch gesehen, alle aus dem unerschöpflichen Vorrat des Kartenlädchens an der Straßenecke, wo Frank seit Menschengedenken treuer Kunde ist.
„Manchmal kann schon ein kleiner Gruß, der von Herzen kommt, einen schlechten Tag etwas besser machen. Und einen schönen noch schöner!"

„Daun, am 1.Januar
Sehr geehrtes Team!
Mit dieser E-Mail möchte ich Ihnen einen freundlichen Gruß aus Daun in Deutschland senden" (also genau solch einen kleinen Gruß, der von Herzen kommt...) „und einen kurzen technischen Empfangsbericht zukommen lassen. Ich erfuhr vor einiger Zeit, daß Sie Ihre Sendung nunmehr auch auf 6255 kHz über einen Kurzwellensender in Litauen ausstrahlen lassen. Vorgestern schaltete ich mit meinem KW-Empfänger diese Frequenz ein und verfolgte Ihr interessantes Programm eine gute halbe Stunde. Ich werde versuchen, in Zukunft häufiger Ihre Programme zu hören. Über eine QSL-Karte würde ich mich freuen. Vielen Dank für die Mühe im voraus, Ihr Thomas Völkner."

„Radebeul, am 1.Januar
Hallo, liebe Freunde!
Schön, daß auch im neuen Jahr 2007 das deutsche Programm aus Teheran zu hören ist. Bitte spielen Sie noch mehr nationale Musik aus dem Iran! Der Empfang heute am Neujahrstag war auf 7380 und 6205 kHz technisch einwandfrei. Auf 6255 kHz konnte ich aber kein Signal Ihrer Station aufnehmen. Ich hoffe, diese Mitteilung ist nützlich für die Kontrolle der Ausbreitungsbedingungen. Über eine QSL-Bestätigung würde ich mich sehr freuen und bedanke mich schon jetzt für Ihre Bemühungen. Mit freundlichen Grüßen", (ganz bestimmt von der Sorte, die ‚von Herzen kommen') „Klaus Führlich".
Es folgt der nächste „kleine Gruß, der von Herzen kommt": nämlich „55 und 73" von Christoph Preutenborbeck aus Odenthal.
„Vielen Dank für Ihre wundervolle QSL-Karte. Bitte senden Sie mir auch für diesen Empfangsbericht wieder eine zu! Ich wünsche Ihnen Frieden und Wohlstand."
Vy 55 und vy 73 hat auch Heinz Bräuer in Emsdetten auf eine Postkarte geschrieben; er hat das Team in Teheran zum Weiterinformieren ermuntert, Infos und QSL bestellt und sich seinen „kleinen Gruß, der aber ohne Zweifel von Herzen kommt", 65 Eurocent kosten lassen.
Maik Köhler in Neugattersleben hat noch eine Ansichtskarte von Bernburg an der Saale ins Kouvert gesteckt, so daß auch sein Gruß einem von unseren Teheraner Alltagen einen schöneren Anstrich verlieh.

Ja, Maik Köhler - diesen Namen haben viele Hörerkollegen vielleicht noch nicht gehört. Dabei ist Maik kein Neuer! Seit Jahren betreibt er das DX-Hobby und schreibt über seine Aktivitäten:
„Seit 1982 bin ich Dxer und kenne viele Hörer, die im Briefkasten vorkamen. Seit 1988 bin ich durch einen Unfall im Rollstuhl, fühle mich aber ziemlich topfit. Sechs Jahre hörte ich keine Kurzwelle und legte eine Pause ein. Nach einiger Zeit heute nun wieder ein Empfangsbericht von mir. Für Dezember sende ich noch einen. Über den Wimpel, den Sticker, die Infos und die Oktoberausgabe der „Brieftaube" habe ich mich sehr gefreut, nun warte ich auf QSL Nr.2 als Bestätigung für diesen Novemberbericht. Herzliche Grüße aus Neugattersleben, Ihr Maik Köhler."

Bei seinem Berliner Hörerkollegen Manfred Soukup gab es auch eine kleinere Schreibpause, doch zur allgemeinen Erleichterung hat sich der Anlaß dazu beheben lassen, und Manfred ist nun wieder hergestellt und kann seinem Steckenpferd frönen wie bisher.
„Liebe iranische Freunde," schreibt er heute in alter Frische, „leider konnte ich nicht früher schreiben, da ich in der ersten Oktoberwoche eine starke Erkältung bekam, und im linken Gehörgang eine Ablagerung von Blutblasen eines seltenen Bakteriums entstand, die zum völligen Gehörausfall führte. Auch die Ärzte standen vor einem Rätsel. Glücklicherweise konnte es gelöst werden, und ich kann wieder hören. Deshalb möchte ich heute den Kollegen in der Hörerrunde von Radio Teheran, die durch Krankheiten und Gebrechen ständig leiden müssen, wie Herrn Wedemeyer in Wiesbaden, Frau Opalinska in Hirschberg, Herrn Kastner in Salzburg und allen anderen gute Besserung und schnelle Genesung wünschen. Auch den Kollegen, die wegen ihrer Arbeitslosigkeit verzweifelt sind wie Hörer Bresonik, Schubert, Walbröl und andere, wünsche ich eine baldige Änderung ihrer prekören Lage und eine Wende zum Guten."
Mit diesem besonderen Gruß an die kranken und notleidenden Kollegen, die er aus der Hörerpostsendung kennt, hat Manfred auch uns aus dem Herzen gesprochen. Hoffen wir, daß die „besseren Zeiten" nicht ewig auf sich warten lassen! Bei uns sind sie schon angebrochen, dank eines 5-Euroscheins aus Manfred Soukups Ersparnissen, einer noblen Spende für den unentbehrlichen Samowar und die Gebäckdose, die jetzt nicht mehr leer daneben zu stehen braucht.

Ganz neu aus der Versenkung aufgetaucht ist Sascha Bohnet. Einen solchen Hörer gab es bisher unter den Absendern nicht; umso mehr freut es „uns und unsere Hörer", ihn heute zu den Anwesenden zählen zu dürfen.
„Schopfloch, am 23.November
Sehr geehrte Damen und Herren!
Mit Freude höre ich seit kurzer Zeit Ihr über Kurzwelle ausgestrahltes Radioprogramm in Deutschland. Positiv beeindruckt bin ich von Ihrem Engagement, den deutschen Hörern die iranische Betrachtungsweise des internationalen politischen Geschehens zu vermitteln. Besonders gefällt mir Ihr abwechslungsreiches Angebot, welches weit über die Nachrichten hinausgeht. Die Interviews sind sehr interessant, und daß Sie beispielsweise am heutigen Tag auf den Amoklauf des 18jährigen Bastian B. In Emsdetten eingegangen sind, finde ich sehr gut. Ein Programm, das einerseits die Belange seines Heimatlandes vertritt, gleichzeitig aber auch auf seine Hörer und die Themen, die diese gerade beschäftigen, eingeht. Weiter so! Ich freue mich, auch in Zukunft viele weitere Berichte aus dem Iran zu hören und verbleibe mit freundlichen Grüßen Ihr Hörer Sascha Bohnet."
Sascha Bohnet wohnt im Schwarzwald. Seine Hörerkollegen in Gaggenau, Pforzheim und Schwäbisch Gmünd freuen sich sicher, mit dem neuen aus Schopfloch heute Bekanntschaft geschlossen zu haben. Mit den Kollegen in Gaggenau sind natürlich OM Josef Rieger und Bernhard Seiser gemeint, für deren liebe Grüße zur Weihnacht wir uns an dieser Stelle gleich auch bedanken wollen!, und bei dem Kollegen in Pforzheim handelt es sich um keinen anderen als Stammhörer Michael Schätzle.

Der Schwäbisch Gmünder, der sicherlich bestens weiß, wo Schopfloch liegt, ist, wie Sie wissen, Martin Brosche. Und daß auch er mit einer Weihnachts- und Neujahrsgrußkarte an uns und mir einem besonderen „Glück auf und Kopf hoch!" an die Adresse von Werner Schubert in Grafing gedacht hat, muß anbei auch erwähnt werden. Denn das zählt alles zu den „kleinen Grüßen, die von Herzen kommen", und auch in Grafing macht es sich positiv bemerkbar, wenn an einem schlechten Tag so ein kleiner Gruß über den Äther kommt:
„Ja, der Werner Schubert; das ist traurig, aber wahr! Er ist mir vom Radio-Tirana-Hörerklubvorstand persönlich bekannt. Als er 40 Jahre wurde, feierte er seinen Geburtstag nur für sich selbst ... Manche von unseren Christdemokraten-Politikern wie Kanzler&Co sagen sogar in TV-Talkshows, daß die Arbeitslosen faul seien ... Eine schöne Demokratie, was?"

Mir den Wihnachtsgrüßen, die über E-Mail in Form von virteullen karten und Fotos angekommen sind, haben Volker Willschrey (Dillingen), Georg Stawski (Recklinghausen), Peter Heise (Passau) und Rudolf Walbröl (Kamen) den Mitarbeitern beim deutschsprachigen Dienst von IRIB eine nette Freude gemacht, und besonders die Photos mit Mutter, Tochter und Frau Willschrey und dem Kater Max sowie das lächelnde Konterfei von Rudi mit seinem unverwüstlichen Westfalenhumor werden uns stets im Gedächtnis bleiben und - wie alle Hörergesichter und -namen - auch während des neuen Jahres 2007 die Phantasie von „uns und unseren Hörern" beleben.

Wieder einmal haben sich die Hörermeinungen zum iranischen Atomprogramm und dem Streit darüber gesammelt. Verschieden wie die Menschen sind auch ihre Ansichten zu diesem Thema. Hören Sie heute Andreas Mieth, Heinz Przybylla, Markus Kretz und Reiner Mayer dazu.

„Berlin, am 28.Oktober
Liebe Freunde!
Zuerst einmal vielen herzlichen Dank für die Bestätigung meiner Empfangsberichte mit zwei sehr schönen QSL-Motiven (Teheran: „Demawend" und Schiraz: „Darwazeh-ye Qur'an"). Des weiteren bestätige ich dankend den Erhalt der beiden „Brieftaube"-Ausgaben (Nr.9 und Nr.10) , Ihres Sendeplans sowie des tollen Aufklebers und der „Mahdjubah" Nr.8.
Mit großem Interesse habe ich natürlich auch wieder Ihr Programm verfolgt. In den „Aktuellen Pressethemen" hieß es unter anderem, den US-Republikanern drohe bei den bevorstehenden Wahlen im November ein verheerender Absturz. Das sehe und hoffe ich eigentlich genauso. Aber warten wir es ab, es wird schon klappen."
Inzwischen weiß Andreas, daß es genauso gekommen is, und er wird nun spekulieren, wie es in den USA zukünftig weiter geht. „Immer wieder im Gespräch ist eine so genannte „iranische Atomfrage". Hier sollte der Iran (und das sage ich trotz meiner Ihnen zu einem früheren Zeitpunkt bereits klar dargelegten Ablehnung jedweder Nutzung von Atomenergie) auf keinen Fall nachgeben, sondern ganz von allein irgendwann und ohne Druck von außen damit aufhören. Nämlich dann, wenn man auch bei Ihnen erkannt hat, daß dieser ganze Nuklearmist nichts anderes ist als Teufelszeug."
„Nichts anderes als Teufelszeug" - an dieser Einstellung hält auch Bernd Bickelhaupt in Seeheim weiter fest. Die wissenschaftlichen Ausführungen des Dresdner Chemiestudenten Ronald Fickert, der dem „Nuklearmist" - wie Andreas Mieth die Kernenergietechnik bezeichnet hat - nicht dasselbe Mißtrauen entgegenbringt, konnten Bernds Zweifel de facto nicht zerstreuen, und er bleibt nach wie vor bei seinem Motto: „Hände weg."

„Ich persönlich finde, daß der Iran ruhig zwei bis fünf Atombomben haben sollte; nicht zum Angriff, aber zur Abschreckung wegen der permanenten Bedrohung von USA und Israel", schreibt Markus Kretz in Merzig. Seine Gründe dafür sind einleuchtend: „George W. Bush hat einige Staaten in die ‚Achse des Bösen' eingereiht, darunter Irak und Iran. Was Amerika im Irak angerichtet hat, ist ja bekannt."

„Limbach-Oberfrohna, liebe Mitarbeiter der ‚Stimme der Islamischen Republik Iran'!
Vielen Dank für den Brief von euch mit QSL-Karte, Sendeplan und Zeitschrift „Zam-Zam". Heute einmal meine Ansicht über den Atomstreit mit dem Iran:
Unbestreitbar hat der Iran das Recht, Forschung zur friedlichen Nutzung der Kernenergie durchzuführen. In einer unglaublich selbstgefälligen Art unterstellen die westlichen Länder jedoch dem Iran, diese Forschungen dienten hauptsächlich dem Zweck, Atomwaffen zu entwickeln. Was soll man auch von einem Staat, der nach dem 11.September von einem Schurken als „Schurkenstaat" stigmatisiert worden ist, anderes erwarten! Wieso sollte man denn der iranischen Führung, die Gegenteiliges behauptet, Glauben schenken! Leider läßt sich auch Deutschland vor diesen Karren spannen. Euer Hörer im Erzgebirge, Heinz Przybylla".

Reiner Mayer in Magdeburg macht sich schon längst keine Illusionen mehr: Deutschland gehört zu den westlichen imperialistischen Staaten; kein Wunder also, wenn es sich von USA und Israel „vor den Karren spannen läßt". Aber von China und Rußland war er das bisher nicht gewohnt!
„Von inzwischen kapitalistisch gewordenen Ländern wie China und Rußland kann man im Sicherheitsrat inzwischen auch keine Gleichbehandlung von Ländern in der Atomfrage mehr erwarten. Gegen Israel, das 200 bis 300 Atomsprengköpfe besitzt, verhalten auch sie sich still. Ich habe jedenfalls noch nichts von Strafmaßnahmen gegen Israel aus dem Sicherheitsrat der UNO gehört. Israel ist neben den USA der aggressivste und skrupelloseste Staat auf dem Erdball."

Soweit die Beiträge aus dem Kreis der Hobbypolitiker von IRIB. Der Streit wird durch „uns und unsere Hörer" jedoch keineswegs zu schlichten sein, und auch am Verhandlungstisch hört keiner auf uns. Es geht ja schließlich um die Prinzipien - sowohl hüb' wie drüb' - wenn es um die Sache ginge, wäre das Problem halb so groß.
Für heute genug philosophiert... Bleiben Sie in Reichweite! Wir brauchen Sie noch. Ade

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