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Sonntag, 20 Mai 2007 00:00

20. Mai 07

Bismillah-ir-rahman-ir-rahim

 

Begegnungen:

Begegnungen beim Maienspaziergang -

Begegnungen beim Warten auf ein Ende des Wolkenbruchs unterm Schirm -

Begegnungen im Sprechzimmer,

                   beim Gang über den Friedhof,

                   beim Rasten auf einer Bank mitten im Wald

                   oder im Schatten direkt vor der Tür ...

 

Begegnungen:

Begegnungen, die es wert sind, in Stein gemeißelt zu werden für alle Zeit,

oder solche, die es kaum wert sind, daß man sie in den Sand schreibt -

Begegnungen, die man besser vergißt.

 

f„Schreibe es in den Sand, wenn dich jemand verletzt.

Meißle es in Stein, wenn jemand gut zu dir ist."

(aus der Grafikwerkstatt Bielefeld)

 

 

Salaam!

 

Zu welcher Kategorie von Begegnungen wird nun die von „Uns und unseren Hörern" heute gehören? Diese Frage steht jetzt im Raum. In einer halben Stunde werden wir schlauer sein... Sicher ist aber jetzt schon, daß die Begegnung am Hörerstammtisch für unseren Teil wieder von bleibender Erinnerung sein wird, und damit ist schon einmal 50% davon auf dem Trockenen.

Wem „Wir und unsere Hörer" dieses Mal begegnen, und welche neuen Briefe es gibt, darüber sprechen wir zuerst. Es ist nämlich wieder Post aus dem Berliner IRIB-Büro gekommen, und wenn wir uns nur ein kleines bißchen mehr beeilt hätten, dann wären wir dem Kurier vielleicht gerade noch zwischen Tür und Angel begegnet, bevor er wie ein „Fliegender Holländer" gleich wieder über die Berge war. Die Hörerpost hat er jedenfalls dagelassen. Klar, auch uns interessiert nun brennend, wer denn die werten Absender sind!

 

Aus Österreich sind es undere beiden Stammhörer Günter Kastner aus Salzburg und Paul Gager aus Deutschkreutz; aus Dietlikon in der Schweiz ist es unser langjähriger Hörerfreund Helmut Dieterle.

Aus Saarbrücken haben Gisela Herrmann und Bernd Riga geschrieben.

Zwei Briefe vom 5. und vom 23. April haben den Weg von Hildesheim zu uns gefunden - damit Engelbert Borkner beruhigt ist.

Aus dem Schwarzwald ist der Brief von Michael Schätzle.

Aus Thüringen haben Michael Lindner (Triptis) und Manfred Audretsch (Thermalbad-Wiesenbad) Briefe geschickt, aus dem Erzgebirge die beiden treuen IRIB-Fans Heinz Przybylla (Limbach-Oberfrohna) und Christoph Schmidt (Schneeberg).

Im Freistaat Sachsen hat sich der Leipziger Reiner Weichardt geregt, und im Freistaat Bayern der Grafinger Werner Schubert. Aber auch aus Burgthann-Mimberg ist ein Brief gekommen, und zwar von Helene Pölloth.

Aus Berlin liegt ein Brief von Günter Kleinke vor.

Bleiben noch Reiner Peuthert aus Stendal, Stefan Schliephacke aus Frankfurt am Main, Heinz-Günter Hessenbruch aus Remscheid, Frank Bresonik mit einem Brief aus Galdbeck und zwei Postkarten aus Bad Laasphe, und Bernhard Westhölter mit einem extragroßen Brief voller Lesestoff für die Damen und Herren vom Dienst aus Wermsdorf.

Nicht zu vergessen: die beiden Zeitschriften „Der Funke" und „Die Aula", zwei Magazine mit ihren Aprilausgaben aus Hamburg bzw. Graz, für die die Deutsche Redaktion von Radio Teheran ebenfalls recht herzlich dankt.

 

Wenn alte DX-Freunde sich einmal wiedersehen, dann ist es mit der Ruhe und der Beschaulichkeit bei „Wir und unsere Hörer" aus und vorbei. Alle haben zu berichten, und jeder will und muß der erste sein!

Stefan kommt gerade aus Dänemark zurück, wo er im „Antennenpark DX-183" seine DX-Träume Wirklichkeit werden ließ, und ist begeistert: „Leute, da oben in Fjerritslev, da kommen Stationen rein - sagenhaft!" - So etwas würde Heinz-Günter auch einmal guttun ... zuhause in Remscheid hat er dafür nämlich den ganzen März und April über keinen einzigen brauchbaren Ton aus seinem Empfänger gebracht!

Von Kalendern wird erzählt, die man aus Teheran bekommen hat, und Christoph aus Schneeberg berichtet von der Überraschung, die es bei seinem Freund Manfred, dem „Sachsendreier" gab, als ein solcher auch bei ihm auf dem Brünlasberg plötzlich im Briefkasten steckte.

„Der Manfred kann nunmehr überhaupt nicht mehr laufen, das Krankenhaus hat ihn vor drei Wochen nach Hause geschickt, weil die Ärzte nicht mehr helfen können. Dann war wieder eine Zeitlang Funkstille. Ich habe später mitgekriegt, daß er wieder im Krankenhaus lag - allerdings mit einem Herzinfarkt.

Als er wieder zu Hause angekommen war, lag Ihr Brief da. Er ist wieder einmal zum richtigsten Zeitpunkt angekommen: unversehrte Kalenderpost aus Teheran! Jetzt wackeln beim Sachsendreier erneut die Feldstärkemesser: Er ist wieder auf Ihrer Station. Ein Wunder muß geschehen sein! Mit der 6255 kHz hat auch er in seinem Stahlbetonbau nur mit der eingebauten Empfängerantenne sehr guten Empfang. Diese Frequenz muß unbedingt bleiben! Da darf keiner Geld sperren, wenn es um die neue Vertragsverlängerung geht."

Der Empfang von Radio Teheran und das Gespräch über die derzeit beste Frequenz zum Hören dieser Station, das ist immer Thema Nummer Eins beim Hörertreff. Jeder legt dazu seine Empfangsbeobachtungen vor, und bald ist man sich einig, daß morgens 15085 und abends 6255 kHz die jeweils beste Wahl ist. Einstimmig wird die Interferenz eines chinesischsprachigen Senders auf der 9905 kHz beklagt, die das Signal aus Teheran bis 18:00 UTC völlig überlagert und unhörbar macht. Auch gibt es gemeinsame Erfahrungen mit einem sehr unangenehm störenden Pfeifton auf der Morgenfrequenz 15085 kHz, der, wie Heinz aus Limbach-Oberfrohna das Phänomen fachmännisch beschreibt, „so klingt, als ob ein Lager trocken läuft." Helmut aus Herbolzheim, Ralf aus Eisleben und Joachim aus Wuppertal nicken bestätigend; aber Ralf hat inzwischen auch schon Tage erlebt, an denen das Gepfeife nicht mehr drauf war.

Aber Heinz-Günter in Remscheid bleibt dabei: „Es muß einen kräftigen Ruck zur Verbesserung geben! Den Wert einer Sache erkennt man erst dann richtig, wenn man sie nicht mehr besitzt und nicht mehr nutzen kann: z.B. der gute Empfang im Winterhalbjahr!!! Ich höre seit Wochen nur noch IRIB-Wortfragmente. Geplant oder gezielt eine IRIB-Sendung zu hören, ist leider nicht möglich. Es ist mehr ein Ausprobieren und Hoffen, mehr ein Raten als Verstehen."

„So ist es bei mir in Pyrbaum derzeit auch," pflichtet Dieter dem Remscheider mitfühlend bei. „Leider ist es mit dem Empfang der Sendungen so eine Sache. Glücksspiel. Die Frühprogramme bekomme ich überhaupt nicht in meinen Empfänger hinein. Die Abendsendungen sind dann auch nur auf 6255 kHz zu empfangen. Es bleibt zu hoffen, daß sich das bessert."

„Vor dem Wechsel von der Winter- zur Sommersendeperiode wurden die neuen Frequenzen durchgegeben, und da wurde die 6255 kHz nicht erwähnt," erinnert sich Engelbert aus Hildesheim. „Darüber war ich ganz traurig, denn auf dieser Frequenz war immer der beste Empfang. Die 6255 kHz ist ja das Relais in Sitkunai in Litauen. Also folglich versuchte ich das Beste daraus zu machen und probierte den Empfang auf den neuen Frequenzen. Auf 15430 und 9905 kHz war der Empfang von Anfang an unmöglich. Also kam nur noch die 15085 kHz in Betracht. Dort versuchte ich recht und schlecht etwas Brauchbares daraus zu machen, aber auch da war mal guter, meist aber nur sehr schlechter Empfang möglich.

In der vergangenen Woche - der Empfang war wieder sehr schlecht - stellte ich, als hätte ich eine göttliche Eingabe, meinen Empfänger auf 6255 kHz, und siehe da, ich konnte IRIB wieder wunderbar mit Signalwert 4/5 hören. Jetzt bin ich wieder zufrieden."

 

In einer Ecke wird noch über gute oder schlechte Erfahrungen mit dem Briefaustausch mit Teheran getuschelt. Manche sagen: „Komisch, Kalender werden geschickt, aber Empfangsbestätigungen nicht."-

Engelbert in Hildesheim sagt: „Ich habe das Gefühl, daß in Berlin die Post über einen längeren Zeitraum gesammelt und erst dann nach Teheran weitergeschickt wird. Deshalb habe ich für meine Briefe vom 11., 19. und 26. März sowie vom 23. April die direkte Luftpost nach Teheran benutzt."-

Andreas in Haßfurt sagt: „Die heiß ersehnte Post aus dem Orient mit den netten Zeilen und Gaben (Poststempel Teheran 27. Januar, schon am 1. Februar erhalten) muß mit einem ‚Fliegenden Teppich‘ unterwegs gewesen sein!"-

Und Hans in Lübeck stößt seinen Tischnachbarn aus Kiel mit dem Ellenbogen an und sagt: „Ich bekomme Post aus aller Welt. Die Lauf- bzw. Bearbeitungszeiten von IRIB, Radio ‚Stimme der Islamischen Republik Iran‘, bewegen sich durchaus im normalen Bereich. Also Dieter, bitte keine Spitzeltheorien!"

 

Zu jedem Hörertreff dürfen wir auch in der Regel eine ganze Reihe Gäste begrüßen, die die Stunden am Empfänger stets geduldig an der Seite ihrer Herrchen sind: gefiederte, pelzige nd lang- oder kurzhaarige Vertreter aus der Tierwelt. Alles feste Mitglieder der bunten Runde um die Hörerpost:

Helmuts rabenschwarze Katze „Schnurrli" aus Gebesee,

Ulrichs Riesenhund aus Krefeld,

der Kater „Max" von Volker asu Dillingen,

die schneeweiße Katze von Helmut aus Herbolzheim,

Michaels brauner „Joey", der auf seinen vier Beinen mit dem Chef durch den Schwarzwald rennt,

der Stoffbär „Andy" von Norbert aus Weilmünster,

und „Leo und Sandy", die beiden verwöhnten Meerschweinchen von Werner in Grafing.

Wie Sie sicher noch wissen, gab es vor einigen Jahren aus dem Erzgebirge manchmal Briefe mit einer Unterschrift in Form einer schönen Feder, und das war dann immer der Gruß vom mittlerweile verstorbenen Wellensittich „Hexe". Sein Nachfolger, der den treuen freifliegenden Vogel ersetzen sollte, wurde später Christophs einziger Gesprächspartner. Doch trotz bester Pflege segnete auch „Jako" das Zeitliche, und dem vereinsamten Waldmeister blieb nichts anderes übrig, als ihn auf einer Wiese in Lindenau gut zu begraben. So rauh geht das Leben manchmal mit unseren Hörern um.

„Schreibe es in den Sand, wenn dich jemand verletzt.

Meißle es in Stein, wenn jemand gut zu dir ist.

Ein Stück Papier genügt, und du kommst darüber hinweg."

„Es ist der 9. April. Leider habe ich heute erstmals Ihre Sendung alleine hören müssen. Mein treuer Hund hat mich nach 13 wunderbaren Jahren für immer verlassen. Sie hat stets tapfer an meiner Seite ausgeharrt, ist sicher gerne mit mir über die ‚Wellen' geritten und hat auch Ihren Stimmen aus dem fernen Teheran mit aufmerksam gespitzten Ohren gelauscht.

Bis bald. Ihr Hörer in Bad Laasphe, Joachim Schaumann."

 

Natürlich kommt dann, wenn IRIB-Hörer unter sich sind, über kurz oder lang die Rede auch auf die IRIB-Internetseiten, und das Wort führt dann fast immer Helmut Matt. Gern nutzt er unser Weltnetzangebot zusätzlich zum Rundfunk und läßt es sich auch in Zeiten, wo die Arbeit im Beruf und im großen Garten ihm beinahe über den Kopf wächst, nicht nehmen, einen Blick auf german.irib.ir zu werfen.

„Herbolzheim, am 6. Mai.

Liebe Freunde!

Der Winter ist hier im Breisgau praktisch ganz ausgefallen. Und auch der Frühling war so wunderbar sonnig und warm, daß hier bereits die ersten Rosen blühen; sogar meine schöne iranische Rose, die mein Freund Reza mir vor zwei Jahren aus Teheran mitgebracht hat, bildet schon die ersten Knospen heraus. Ich liebe diese Jahreszeit über alles, wenn die Welt wieder in allen Farben erstrahlt.

Die letzten Wochen waren sehr anstrengend. Zur normalen Tagesarbeit kam noch die Arbeit im Garten hinzu, die in den Frühlingswochen immer aufs Neue anstehen. In diesem Jahr habe ich zusätzlich die Gartenwege neu gestaltet, so daß ich in den letzten zwei bis drei Wochen mehr als genug zu tun hatte. Oft fiel ich abens einfach todmüde ins Bett. Trotzdem habe ich natürlich nicht auf mein Radio verzichtet. Bei der Gartenarbeit macht es besonders viel Spaß, Kurzwelle zu hören. IRIB war auch im Garten gut zu empfangen, und bei Euren interessanten Sendungen geht die Gartenarbeit noch leichter von der Hand. Das schwerste ist nun getan, und ich freue mich sehr über die schöne grüne Pracht. Dazwischen die neuen Gartenwege mit rotem Marmorkies aus Verona, der so weich ist, daß man darauf bequem barfuß gehen kann.

Wegen der vielen Arbeit ist seit meinem letzten Brief einige Zeit vergangen. Leider ist es nach wie vor nicht möglich, eine versäumte Nachricht über Ihre Internetseite anzuhören. Im Archiv sind weiterhin die Sendungen vom November 2006 zu hören. Schade, ich habe diesen Service früher oft und gerne benutzt, auch wenn die Audioqualität mit 8 kbp nicht besonders gut war. Ich bin aber optimistisch und denke, daß Ihr Internetverantwortlicher das Problem lösen kann. In Bezug auf Ihre Internetseiten möchte ich aber auch sagen: Was dort alles zum Nachlesen, Herunterladen, Schauen und Staunen bereit steht, ist schon großartig. Daß ich die Persischsprachkurs-Dateien auf meinen MP3-Spieler kopiert habe, sagt ich Ihnen ja schon. Besonders begeistern mich auch immer wieder aufs Neue die sogenannten „Fotostrecken", ein farbenfrohes, vielseitiges, informatives und wirklich schönes Bilderkaleidoskop aus dem Iran. Man kommt aus dem Staunen gar nicht mehr heraus ob der Schönheit Ihres Landes. Das ‚Mohnblumental in Lorestan‘ klicke ich immer wieder an, allein schon wegen der schönen Landschaft, den herrlichen Blüten und der stimmungsvollen Szenen .

Die ‚Fotostrecke Sa'adi‘ ist ebenfalls herrlich und läßt die geistreichen und liebevoll erzählten ‚Geschichten aus dem Rosengarten‘, die ja ebenfalls auf Ihren Internetseiten zu finden sind, in einem realen nd plastischen Licht lebendig werden. Es ist für mich immer ein wirklicher Gewinn, Zeit auf den Seiten von IRIB zu verbringen."

 

Auf dem Dach seines schönen Hauses im Breisgau steht eine drehbare Satellitenanlage, mit der Herr Matt IRIB auch über Hotbird III, 13 Grad Ost hören kann. Diese Möglichkeit wird auch gern von Dietrich Hommel genutzt. Beim geringsten Aussetzer kommen von ihm Proteste und die flehentliche Bitte, das Signal über Satellit doch umgehend wieder aufzuschalten! Wenn dann aber alles wieder nach Wunsch läuft, kommen anstatt der Proteste die alten versöhnlichen E-Mails.

Eine davon darf unser Hörerpostprogramm heute beschließen.

„Sehr geehrte Damen und Herren! Dienstag , am 17. April:

Es freut mich, daß Ihr deutsches Programm seit heute wieder über den Satelliten Eutelsat Hotbird III, 13 Grad Ost zu hören ist. Auch in Zukunft werde ich Ihre Programme mit Interesse verfolgen, sowohl über Satellit wie auch über die Kurzwelle. Seit den 70er Jahren höre ich nun schon Ihre deutschsprachigen Programme über Kurzwelle, und seit einigen Jahren, wie bereits mehrfach geschrieben, zusätzlich über Eutelsat.

Mit freundlichen Grüßen, Dietrich Hommel."

 

So, zu welchem Ergebnis sind Sie gekommen, meine Herrschaften: Welcher Kategorie ordnen Sie unsere Begegnung heute nun zu - derSorte, die man in den Sand schreiben sollte, oder der, die in Stein gemeißelt werden muß? Ich überlasse es Ihnen. Ade.

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