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Samstag, 12 September 2015 18:37

Das Mausoleum von Imam Khomeini

Das Mausoleum von Imam Khomeini
Das Mausoleum des Gründers der Islamischen Republik Iran, Imam Khomeini, liegt ca. 8 km südlich von Teheran und 25 km vom Internationalen Imam-Khomeini-Flughafen entfernt.

Der Standort für dieses Mausoleum wurde in der Nachbarschaft zu den Grabstätten der Märtyrer der Islamischen Revolution gewählt. Wichtige Verbindungswege des Landes führen durch dieses Gebiet. 

Der Baukomplex besteht aus der Grabmoschee und den umliegenden Plätzen und Anlagen. Demnächst wird die gesamte Anlage Bestandteil eines noch viel größeren Komplexes namens „Schahr-e Aftab", - "Stadt der Sonne" sein. Die "Stadt der Sonne" schließt auf einer Fläche von 10 Tausend Hektar Universitäts- und Forschungsgelände, Handels- Kultur- und Dienstleistungsbereiche für die Pilgergäste an die Grabstätte an.

Die Imam-Khomeini-Grabstätte steht auf einer Fläche von 16 Tausend Quadratmetern.
Das jetzige Gitter um den Schrein misst 8 mal 10 m und ist 5 m hoch. Es besteht aus Aluminium. An dem neuen Schreingitter arbeiten Isfahaner Künstler, es soll 10 mal 10 m groß sein. Die Höhe bleibt die gleiche. Es ist aus Stahl und wird unter Verwendung von anderen Metallen verziert.

Architektonisch interessant ist, dass die insgesamt 16 tausend Quadratmeter große Decke dieser heiligen Grabstätte von nur 4 Säulen getragen wird.

Die Höhe der Hauptkuppel ist dreifach gestuft. Die ersten 42 m Höhe der Kuppel erinnern an das Jahr 1342 (1963) und den offenen Beginn der Protestbewegung Imam Khomeinis gegen das gewaltsame Schah-Regime. Der nächsthöhere Kuppelabschnitt liegt bei 57 m und erinnert an das Jahr 1357 (1978), das Jahr in dem die Revolution siegte. Die höchste Wölbung von 68 m Höhe entspricht dem Jahr 1368 (1989). In diesem Jahr kehrte Imam Khomeini zu Seinem Herrn zurück.

Es sind immer Pilger in der Grabstätte Imam Khomeinis und an nationalen und religiösen Festen, oder zum Jahrestag seines Dahinscheidens, sowie im Fastenmonat und seinen Nächten des Schicksals, ist die Grabstätte überfüllt. 
Im östlichen und im westlichen Teil wurden für die Pilger zwei große Moscheenhöfe eingerichtet, einer wurde nach dem ältesten Sohn Imam Khomeinis „Agha Mostafa Khomeini benannt. Jeder dieser Innenhöfe umfasst 22 Tausend Quadratmeter. Über einen dieser Innenhöfe betritt der Pilger die eigentliche Heilige Stätte.

Jeden dieser beiden Moscheenhöfe schmücken 4 große schön verzierte Torbögen, die so genannten „Sardar". Die beiden Torbögen im Norden und Süden der Moscheenhöfe überragt jeweils eine türkisfarben gehaltene Kuppel. Die Pfeiler sind aus Beton und das Gewölbe aus Zink. Die Torbögen schmücken traditionelle Kachelmosaike. Somit hat die Gesamtanlage also 5 Kuppelgewölbe. Die Zahl 5 erinnert an die fünf Auserwählten, die sich auf Geheiß des Propheten unter seinem Umhang versammelt haben, nämlich er selber Prophet Mohammad (s.a.a.s.), sein Schwiegersohn Imam Ali (a.s.) und seine Tochter Hasrate Fatemeh (a.s.), sowie die beiden Enkelkinder Imam Hassan und Imam Hussein (a.s.). Diese 5 nannte der Prophet „Ale Aba". Damit sind also er selber und die Reinen aus seinem Hause gemeint.

Minarette und Kuppel sind schon von weitem zu sehen. 
Die Architektur der Ruhestätte Imam Khomeinis vereint traditionelle iranische und religiös geprägte Architektur sowie moderne Baukunst. Es handelt sich um einen Betonbau, der einem Erdbeben von einer Stärke von 8 auf der Richter-Skala standhält und für dessen weitere Gestaltung anderes Gesteinsmaterial herangezogen wurde.
Eine Fläche von etwa 85 Tausend Quadratmetern ist mit mindestens 230 verschiedenen Gesteinssorten Irans in weiß, blassrosa, rot, gelblich, grau, schwarz und grün ausgeschmückt. Viele Künstler waren am Werk: Mosaikleger, Kalligraphen, Maler. Die schönsten Resultate ihres Wirkens finden wir an den Torbögen der Moscheenhöfe vor. Einen von diesen Torbögen schmücken Koranverse in Sols-Schrift. Steinmetze haben sie kunstvoll als Einlegearbeit in schwarz auf grünem Marmoruntergrund dargestellt. Den Entwurf zu dieser Kalligraphie in Stein fertigte eine iranische Künstlerin an. An den Mauerwänden der Moscheenhöfe stehen die Namen Gottes und der Propheten unter Verwendung von buntem Gesteinsmaterial und der Einlagetechnik geschrieben.

Für die Versorgung der Pilger sind Dienstleistungsbereiche vorgesehen - wie neben hygienischen Anlagen und Duschmöglichkeiten, eine Zentralküche, Restaurants, Pilgerwohnstätten und ein klinisches Zentrum. 
Zum Imam-Khomeini-Mausoleum gehören aber auch eine Bibliothek, ein Filmarchiv, das Imam- und das Revolutionsmuseum, Sicherheits-, Verwaltungs- und Instandhaltungsabteilungen, aber auch Geschäfts- und Handelseinheiten.

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