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Samstag, 27 Juni 2015 09:47

Der Imam-Reza-Schrein in Maschhad

Der Imam-Reza-Schrein in Maschhad
Das Imam Reza (Ridha) -a.s.- - Mausoleum  ist ein großer Gebäudekomplex in Maschhad, in dessen Zentrum das Grab von Imam Ali Reza -aleihe salam -, dem 8. Imam der Schiiten liegt.

 

Zu dem Gebäudekomplex gehören die Gouharschad-Moschee, ein Museum, eine Bibliothek, vier Seminare, ein Friedhof, die Razawi-Universität für islamische Wissenschaften, einen Speisesaal für Pilger und Arme, mehrere große Gebetshallen, Infrastrukturgebäude sowie weitere Gebäude.

Das eigentliche Mausoleum umfasst eine Fläche von 267.079 Quadratmetern. Hinzu kommen sieben Innenhöfe die den Schrein umgeben mit einer Fläche von 331.578 Quadratmetern, so dass der gesamte Gebäudekomplex 598.657 Quadratmeter umfasst. Imam Ali Reza -aleihe salam- soll nach seiner Ermordung neben Harun al-Raschid beigesetzt worden sein. Seither heißt die damals unbekannt Ortschaft Maschhad ar-Reza (Ortschaft des Reza). Gegen Ende des 9. Jh. n.Chr. wurde der damals kleine Schrein mit einer Kuppel ausgestattet. Ringsherum entstanden viele Einkaufsstätten für die zunehmende Zahl der einströmenden Pilger.


Im Jahre 993 wurde der Schrein von dem Ghaznawidenherrscher Abu Mansur Sebük Tigin zerstört. Sein Sohn, Mahmud von Ghazna ließ im Jahr 1009 n.Chr. den Schrein wieder aufbauen und zu einem Mausoleum erweitern. Um 1150 n.Chr. erfolgte die nächste Ausbaustufe mit weiteren Gebäuden durch den seldschukischen Sultan Ahmad Sandschar. 
Muhammad Chudabande (Öljeitu), der sich um 1310 n.Chr. offiziell zur Schia bekannt hat, ließ unmittelbar darauf das Mausoleum erweitern. Ibn Battuta besuchte Maschhad im Jahr 1333 und berichtete von einer großen durch Pilger geprägten Stadt mit zahlreichen Obstbäumen, Flüssen und Mühlen. Unter dem Timuriden Schah Ruch wurde die Stadt und das Mausoleum zur wichtigsten Stätde der Dynastie. 1418 wurde neben dem Mausoleum die Gowharschad-Moschee gebaut, die von Schah Ruchs Ehefrau Gowhar-Schad finanziert und daher nach ihr benannt worden ist.

Nach dem Sieg der Islamische Revolution wurde der Schrein von der Stiftung Astane Qudse Radhawi verwaltet, die auch aufgrund der immer weiter steigenden Pilgerzahlen den Komplex umfassend erweitert hat. Am 20. Juni 1994 gab es einen terroristischen Bombenanschlag im Mausoleum, von damals in der westlichen Welt unterstützen Terrororganisationen, bei dem 26 Menschen getötet wurden.

Der Schrein ist auf der seit 2004 ausgegebenen 100-Rial-Münze der Islamischen Republik Iran sowie auf zahlreichen Briefmarken abgebildet.



Die Innenhöfe verfügen über insgesamt 14 
Minarette und drei größere Brunnen. Von den Innenhöfen (Sahn) führen nach Gelehrten [faqih] benannte Gänge (Bast) zu den inneren Bereichen der Moschee bzw. des Mausoleums.

Quellen: eslam.de/ IRIB/ Wikipedia.de

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