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Samstag, 10 Januar 2015 06:23

Freitagsmoschee von Isfahan

Freitagsmoschee von Isfahan
Die Freitagmoschee von Isfahan wurde 138 n.d.H. (755 n.Chr.) von den Seldschuken erbaut.

Diese heutige Zentral-Moschee ist das Ergebnis unzähliger Bau- und Restaurierungsarbeiten über die Epochen hinweg. Sie liegt auf einem großen Platz in der Daschte-Isfahan nahe bei einem bekannten Stadtplatz namens Sabze-Meydan am Ende des weitläufigen Bazars und gilt als eine der ältesten noch bestehenden Moscheen des Landes sowie als die größte Moschee.




Das Bauwerk war anfangs ganz schlicht gestaltet. Mit der Zeit wurden Veränderungen vorgenommen und einige Bautrakte der Moschee hinzugefügt, wobei jeder Teil eine besondere architektonische Epoche repräsentiert. Der ursprüngliche Bau aus dem 8. Jh. n.Chr. fiel einem Brand zum Opfer und vom ursprünglichen Bau ist nur wenig erhalten. Der Südliche Teil der Moschee wurde 1086-87 n.Chr. von Nizam al-Mulk ergänzt.
Heute ist der Baukomplex im klassischen Stil mit vier Iwanen (Vorterassen) ausgestattet, wohin vier Eingangtore führen. Die Fassadengestaltung aus Marmor und Kachelmosaiken ist später, ins 11. und 12. Jh. n.Chr. einzuordnen. Auch im 20. Jh. n.Chr. wurde wieder mit weitgehenden Restaurationen an der Freitagsmoschee begonnen. Nach einem Brand in der 
Moschee 1121 n.Chr. wurden beim Wiederaufbau erneut vier Iwane angelegt. Bei diesem Brand blieb von der Bibliothek der Moschee, die wegen ihrer wertvollen handschriftlichen Manuskripte in Naturwissenschaften und Literatur einmalig war, nur noch ein Aschehaufen übrig. 

Die Moschee wird als Museum der 1300-jährigen Entwicklung iranischer Architektur bezeichnet. Aufgrund von Ausgrabungen wurde deutlich, dass die Moschee auf älteren Bauten der früheren vorislamischen Zeit erbaut worden ist. 







Der Historiker und Geograph Moghaddassi, der zu Beginn der islamischen Ära gelebt hat, berichtet von den Rundsäulen und dem hohen Minarett der Freitagsmoschee in Isfahan. Und Nasser Khosrou Ghobadiyani und Yaghut Homawi haben in ihren Reiseberichten die Freitagsmoschee in Isfahan in den Jahren 443 und 444 nach der Hidschra, circa um 1050 nach Christus, beschrieben und es scheint, dass diese Moschee um diese Zeit von besonderer Bedeutung war.




Die Freitagsmoschee kann durch 8 Tore betreten werden, am meisten wird das Südost-Tor benutzt. Das Torgewölbe wurde unter den Kadscharenherrschern verziert. 

Der Moscheenhof ist ein großes Gelände von circa 70m Länge und 60m Breite. An seinen vier Seiten befinden sich die Vorterassen. An der nördlichen Seite einer der Vorterrassen liegt eine kleine Moschee namens Al Dschaitu-Moschee. Al Dschaitu war ein Herrscher der Ilkhane. Die Gebetsnische dieser Moschee -Mihrab- ist kunstvoll gestaltet und der prächtigste Teil der Freitagsmoschee von Isfahan. So ist diese tausendjährige Moschee in Isfahan nicht nur ein Museum für verschiedene architektonische Stile sondern auch für die Ziegelstein-, Stuckwerk- und Kachelverzierungen verschiedener Epochen. Professor Arthur Upham Pope, der bekannte Irankenner hat dieses große historische Bauwerk in Isfahan als eines der schönsten architektonischen Bauwerke der Welt bezeichnet.

Im Friedhof im westlichen Teil der Freitagsmoschee von Isfahan ruhen zwei sehr bekannte Gelehrte und Hadithologen aus der Zeit der Safawiden. Es sind Mohammad Taqi Madschlissi und sein Sohn Mohammad Baqer. 

Quelle: eslam.de/IRIB

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