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Donnerstag, 26 November 2015 07:49

Potsdamer Exkursion im Iran/ Elburs-Gebirge und Masuleh

Potsdamer Exkursion im Iran/ Elburs-Gebirge und Masuleh
Rasht/Teheran (uni-potsdam.de ) - Eine Studiengruppe der Universität Potsdam und der Universität Frankfurt am Main hat vom 10. bis 25. September eine Studienreise nach Iran gemacht. 

In diesem Bericht geht es um einen Reiseabschnitt auf der Fahrt durchs Elbursgebirge von Ardabil nach Qazvin:

Für heute sind etwa 300 Buskilometer angesagt, die auf iranischen Straßen gewöhnlich viel mehr Zeit in Anspruch nehmen als anderswo. Es gilt, wenigstens einen Teil der Mammutstrecke von Ardabil bis nach Qazvin, der nächsten ehemaligen Hauptstadt des safawidischen Reiches zu bewältigen. Das wesentliche Hindernis ist das Elburs-Gebirge, das an seinen höchsten Stellen über 5600 Kilometer hoch ist und in der iranischen Mythologie – vor allem in Firdausis (Ferdowsis) berühmtem Heldenepos „Schahnameh“ (Buch der Könige) – eine wichtige Rolle spielt. Die lange Reise führt uns durch mehrere Klimazonen, von denen die feuchtwarme Nordseite des Gebirges mit ihren mystisch-nebelverhangenen Urwäldern eine irritierende Abwechslung zur bislang gewohnten trockenen Höhenluft darstellt.

Abends erreichen wir Masuleh, ein kleines, über 1000 Meter hoch gelegenes Bergdorf, das sich – in Terrassen angelegt – an den Nordhang des Elburs-Gebirges schmiegt. Statt Straßen schlängeln sich enge Gassen mit zahlreichen Treppen zwischen den mit Holzschnitzereien verzierten Häusern bergaufwärts. Auffällig ist, dass die Flachdächer der unteren Hauspartien die Gehwege und Vorplätze für die darüberliegenden Hauspartien bilden. So verwundert es nicht, dass der Ort bei iranischen Touristen überaus beliebt ist. Neben zahlreichen schmucken Teestuben und Grillrestaurants reihen sich unzählige Geschäftsräume aneinander, die mehr oder weniger alle den gleichen Nippes zum Kauf anbieten. So heterogen und divergent sich uns die iranische Gesellschaft präsentiert, scheint sie sich in Hinblick auf den Konsum und die Ausgehkultur auf einen Minimalkonsens geeinigt zu haben. Ein bergabziehendes Starkgewitter veranschaulicht an diesem Abend den Grund für die üppige Vegetation mit zum Teil riesigen Buchen und treibt uns zur Abwechslung recht frühzeitig ins Hotel.

 

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