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Samstag, 22 November 2014 05:43

Nationales Juwelenmuseum in Teheran

Nationales Juwelenmuseum in Teheran
Das Nationale Juwelenmuseum in der Nationalbank in Teheran gehört zu den bedeutenden Museen in Teheran und gibt einen Überblick über die Geschichte der iranischen Juwelensammlungen.

Die ältesten im Museum gezeigten Juwelen stammen aus der Zeit der Safawiden. Berichten ausländischer Reisender zufolge sammelten die Safawiden mehr als zwei Jahrhunderte lang Juwelen. Sie waren Experten dafür und kauften in Indien, bei den Osmanen, in Frankreich und Italien ein. Beim Angriff der Afghanen Anfang des 18. Jh. n.Chr. wurden viele dieser Juwelen geraubt. Erst unter der Regierung von Nader Schah (1688-1747) wurden wieder Edelsteine gesammelt und bei Kriegen erbeutet, wie der berühmte Diamant Kuh-i Nur (Berg des Lichts). Nach dem Tod des Herrschers raubte einer seiner afghanischen Generäle die Schatzkammer aus und der Edelstein gelangte über Afghanistan und Indien 1850 in den Besitz der englischen Königin Victoria.

Die Juwelensammlung in diesem Museum ist wahrscheinlich die bedeutendste der Welt und von unschätzbarem Wert. Sie umfasst viele Edelsteine, Schmuckstücke, verzierte Möbeln, Waffen und andere Gerätschaften. Der blassrosa-farbene Diamant Daria-i-Nur (Meer des Lichts) ist mit 182 Karat einer der größten der Welt.


Daria-e Nur- Diamant 


Der Tacht-e Naderi (Naderi-Thron) ist ein mit Blattgold überzogener Thron mit 26.733 Edelsteinen, der mit Nader Schah allerdings nichts zu tun hat, sondern in der Zeit des Qadscharen Herrschers Fath Ali gebaut und für Reisen in der Umgebung von Teheran benutzt wurde.





Der Tacht-e Tawus (Pfauenthron), der auch Tacht-e Chorschid (Sonnenthron) genannt wird, wurde im Jahre 1801 n.Chr. durch Meister Sadre Isfahani zu Ehren von Tawus, der Gattin von Fath Ali Schah, so benannt.




Ein Globus in diesem Museum, der aus dem 19. Jh. stammt, wurde aus 34 kg Gold gefertigt und darauf sind 51.366 Edelsteine mit einem Gewicht von ca. 4 kg eingebettet.




Weitere bekannte Exponate der Sammlung sind die federbuschförmige Brosche Dscheqqeh Nader Schah, die Kiani-Krone aus der Zeit der Qadscharen, die erste nach der Sassanidenzeit, und die über 2 kg schwere Pahlawi-Krone.



Dscheqqeh Nader Schah-Brosche





 Kiani-Krone





 Pahlawi-Krone


Im Jahr 1937 wurde ein Großteil der Juwelen in die iranische Nationalbank gebracht und als Deckung für die Banknoten verwendet. Im Jahre 1955 wurde das jetzige Gebäude der iranischen Nationalbank (Bank-e Melli) errichtet, in dessen Tiefgeschoß sich heute die Juwelensammlung befindet. 

Quellen:http://eslam.de/IRIB

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