Diese Webseite wurde abgebrochen. Wir wechseln auf Pars Today German.
Samstag, 27 Juni 2015 09:49

Die Zitadelle von Bam

Die Zitadelle von Bam
Die Zitadelle von Bam  ist weltweit das größte Bauwerk aus Rohziegeln und Lehm. Circa 1000 km von Teheran entfernt liegt Bam im Südosten des Landes, in der Provinz Kerman.

In der Nähe von ihr wurde der prächtige Arg-e-Bam errichtet. Die Stadt Bam mit dieser alten Zitadelle und ihren Dattelpalmen liegt in der Nähe von Kerman.  Nördlich des heutigen Bams liegen noch die historischen Reste der Stadt Daarzin, die über 3000 Jahre alt ist.

 

Überall in Bam stehen noch Gebäude aus den Anfangsjahrhunderten der Islamischen Ära. Aber der Bau  der Zitadelle von Bam wird dem Sohn des Esfandyar zugeschrieben. Er hieß Bahman und sein Vater war einer der Achämenidenherrscher.  Wie die Archäologen bestätigten, ist der Arg-e Bam schon sehr alt und wurde mehrmals ausgebessert und neu aufgebaut. Das Baujahr fällt in das 5. Jahrhundert vor Christus. Noch bis zur Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde diese Zitadelle  bewohnt. Leider wurden große Teile von ihr im Dezember 2003 von einem schweren Erdbeben zerstört.

 

Der Arg-e Bam mit seinen 200 Tausend Quadratmetern gliedert sich in zwei Abschnitte – das Wohngebiet der Bevölkerung und den Regierungssitz.  Im nördlichen Teil der Zitadelle fällt ein großer Gewölbebau auf. Unter diesem Gewölbe wurde Eis und kühles Wasser gelagert. Zu den wichtigen Teilen des Arg-e Bam gehört der Hauptturm, der Sitz des Gouverneurs, die Brunnenanlage, das öffentliche Bad, die Kaserne und ein Torgewölbe namens „Sassanidentor“. Der Regierungssitz war auf einer großen Festungsmauer in Höhe von 7 m errichtet worden. Die Mauern wurden mit dem so genannten "Kaahgel", d.h. Lehm (gel) mit Stroh (kaah) verputzt.

 

Der gesamte Arg war von einer festen fensterlosen  Mauer mit 38 großen und kleinen Türmen umgeben.  Der einzige große Eingang befand sich an der Südseite bei dem Wohnviertel der Bürger.  In diesem Teil lagen außer dem Toreingang auch die Bazarstraße, die Freitagsmoschee, ein Zurchaneh (ein Haus der Kraft/traditioneller iranischer Sport), der Friedhof, das öffentliche Bad, die Lehrstätte, Wirtschaftsgebäude und Ställe.  Das Wohnviertel umfasste circa 400 Häuser und alle gewundenen Gässchen und Sträßchen standen miteinander in Verbindung.  Dieses Wohnviertel war mit einer hohen Mauer von dem Nordteil getrennt. Beide Teile waren über ein Tor verbunden.

Im Wohnviertel der Bürger fehlte  es an nichts. Einige Häuser waren größer, hatten mehrere Innenhöfe und Windtürme, Terrassen und Zimmer für die Sommer- und Winterzeit sowie einen eigenen Brunnen im Hof.  In einigen Häusern gab es einen extra Baderaum. In Bam gab es ein öffentliches Bad , Bäckerläden und Weberwerkstätten und Werkstätten, in denen Öl gewonnen wurde.

  

Vor längerem wurde der Arg-e Bam in die  UNESCO-Liste für das kulturelle Erbe eingetragen und viele Touristen aus dem In- und Ausland haben sich diese berühmte Zitadelle in Südostiran schon angeschaut. Das schwere Erdbeben im Dezember 2003 fügte diesem architektonischen Meisterwerk große Schäden zu. Nur wenige Tage nach dem Erdebeben hat die Islamische Republik Iran angekündigt, die Zitadelle wieder aufzubauen.

Quellen: eslam.de/ IRIB

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren