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Sonntag, 08 Februar 2009 05:18

Drei Jahrzehnte Islamische Revolution- Teil 20

Die Rolle der Bevölkerung bei der Verwaltung der Gesellschaft ist in einem auf den islamischen Werten beruhenden System von besonders großer Bedeutung.

Eine religiöse Regierung kann ohne den Willen der Bevölkerung nicht verwirklicht werden. Die Stimme der Bevölkerung bestimmt über das Schicksal einer Gesellschaftsordnung.

Auch wenn die Demokratie westlicher Modellen auf der politischen Beteiligung des Volkes und ihrer Meinung aufzubauen scheint, ist bei näherem Hinsehen festzustellen, dass in diesen Modellen die Demokratie nicht ihrem wahrem Sinn gerecht wird, weil kulturelle und spirituelle Werte und Überzeugungen in ihr nicht beachtet werden. Was aber allgemein als Demokratie oder demokratische Wahl den Gesellschaften vorgestellt wird, ist das Modell das der Westen im Auge hat und allen Staatsordnungen auf der Welt aufzwingen will. Zum Beispiel beruht das Vorschlagsmodell Francis Fukuyamas für den kapitalistischen Liberalismus geistig und begrifflich auf den Lehren des Säkularismus, Humanismus und materiellen Denkschulen, während diese Lehren der Immaterialität und den religiösen Überzeugungen keinen Platz einräumen. Wenn jemand aber diesen Mangel beanstandet, so wird dies unter dem Vorwand, dass Religion und Politik auseinander zuhalten zu seien, streng unterdrückt. Daher entwickelten sich bei den Umwälzungen im 20. Jahrhundert zunächst nur zwei politische Herrschschaftstendenzen, die entweder den Lehren der politischen Ordnung des Westens oder dem Modell der kommunistischen Systeme folgten. International galten nur diese beiden Alternativen.

Auch wenn in der westlichen Demokratie die Grenzen der Befugnisse der Regierung und des Volkes gesteckt werden, weist sie Mängel auf. Aus diesem Grunde bleiben bei den Methoden, die die Regierungen zur Institutionalisierung ihrer Macht einsetzen, in der Praxis die Rechte der Bevölkerung als die eigentlichen Hervorbringer dieser Regierungen unbeachtet. Die Bevölkerung wird nicht in dem Maße wie behauptet wird an der Bestimmung ihres Schicksals mitbeteiligt.
Bei einer religiösen Volksregierung kommen - wie das Islamische Oberhaupt der iranischen Revolution unterstreicht -, Maßstäbe in Frage, die über die Abhaltung von Wahlen hinausgehen und die wahren Forderungen der Bevölkerung enthalten.

Mit anderen Worten stützt sich die religiöse Volksregierung auf zwei Dinge: erstens die Mitbeteiligung der Bevölkerung und ihre Teilnahme an den Wahlen, bei denen sie die Verantwortungsträger in der politischen Ordnung bestimmen, und wodurch sie an der Gestaltung der exekutiven Fragen des Landes teilnehmen.

Der zweite Eckpfeiler der religiösen Volksregierung besteht in der Verwirklichung eines Prozesses, bei dem zwischen der gegründeten politischen Ordnung und der Bevölkerung eine Art spirituelle Beziehung entsteht und zwar in einer Form, dass die Bevölkerung die herrschende Staatsordnung als Institution sieht, welche ihre höheren Ziele und Forderungen verwirklicht. Aus diesem Grund fühlt sich die Regierung verpflichtet den religiösen Grundsätzen und der religiösen Ethik treu zu bleiben.

Wegen dieses einmaligen Merkmals bezeichnet das Oberhaupt dieser Regierungsordnung, Ayatollah Chamenei, die religiöse Volksregierung als die am meisten geeignete und leistungsfähige Regierungsweise im Islam und hat betont, dass die religiöse Volksregierung das beste Modell für die Herstellung des Pflichtbewusstseins unter den Verantwortungsträger einer islamischen Ordnung ist.

Die Befragung der Bevölkerung nach ihrer Meinung und die Bemühung, ihre rechtmäßigen Forderungen zu erfüllen, sind also die beiden wichtigsten Aspekte der religiösen Volksregierung und deshalb nötig, weil der Islam aufgrund seiner sozialen und politischen Lehren, die Bevölkerung in beiden Bereichen als berechtigte Anspruchssteller betrachtet. In der islamischen Staatsordnung werden die Regierungsmaßstäbe durch Rechte bestimmt. Ausschlaggebend ist dabei, dass die Bevölkerung Rechte besitzt und diese Rechte durch die Stimmen des Volkes und durch entsprechende Erwiderung der Regierung, die zur Beachtung der religiösen, moralischen und spirituellen Werte des Islams verpflichtet ist, zur Verwirklichung gelangen. Die Staatsordnung der islamischen Republik Iran wurde aufgrund der Entscheidung der iranischen Bevölkerung bei der Volksbefragung im März 1979, kurz nach dem Sieg der islamischen Revolution gegründet. Sie basiert auf dem beschriebenen Modell.

Aufgrund des Artikel eins der Verfassung ist die iranische Republik eine islamische. Der islamische Charakter der Staatsordnung wird in Artikel 177 des Grundgesetzes als unabänderlicher Grundsatz bezeichnet.

Aus der Sicht des Führenden, besitzt die islamische Regierung ihre eigene spezifische Methode zur Verwaltung der Gesellschaft und kann nicht durch Anwendung von westlichen Methoden an ihre Ziele gelangen. Die islamische Republik hat eigene Moralwerte und ist das Gegenstück zur Diktatur.

Die Vorzüge des Modells der religiösen Volksregierung in der islamischen Republik Iran haben inzwischen viele politische Theoretiker und Analytiker auf sich aufmerksam gemacht.

In Wahrheit besteht eines der Ziele der islamischen Revolution in der Umsetzung der Forderungen der Bevölkerung aufgrund des richtigen islamischen Denkens und dessen Verankerung in der Gesellschaft.

Eine solche Regierung zeichnet sich von selbst durch ihre Ablehnung jeglicher Unterdrückung aus.

Die Islamische Republik Iran hat in den vergangenen drei Jahrzehnten ihre Fähigkeiten bei der Regierungsverwaltung mit demokratischen Methoden und unter Beachtung der Wertmaßstäbe der Religion und Kultur der islamischen Gesellschaft unter Beweis gestellt und in der Praxis ihre hohe Kompetenz im internationalen Austausch bewiesen.

Die Staatsordnung der islamischen Republik hat durch ihre Treue zur Ethik in der Politik, viele Völker auf sich aufmerksam gemacht und verursacht, dass ihr System der religiösen Volksregierung als leistungsstarkes Modell in der internationalen Politik zu einer Herausforderung für die westlichen Systeme, die behaupten demokratisch zu sein, wurde.

Das Interesse vieler freiheits- und unabhängigkeitssuchender Völker und der wachsende Widerstand gegenüber den Hegemonialsystemen sowie der Sturz vieler von der US-Scheindemokratie abhängigen Regierungen wie z.B. in einigen lateinamerikanischen Ländern gehen auf die Wirkung dieses islamischen Modells zurück. Die Beachtung der Moral ist zunehmend zu einer Forderung geworden, die die Völker an ihre Regierungen stellen.

Dieser Wandel zeigt, dass die Völkergemeinschaft hohe spirituelle Werte verfolgt, und diese Bestrebung war auch ein Grund für den Zerfall kommunistischer Systeme vor zwanzig Jahren. Auch das kapitalistische System im Westen verliert an Glanz und gerät immer mehr in die Sackgasse weil es mit seinem Vorherrschaftsdenken nicht nur internationale Wirtschaftsprobleme hervorruft, sondern nicht bereit ist die Forderung ihrer Bevölkerungen nach Vorherrschaft der Moral und Spiritualität in der Gesellschaft erfüllt.

In Wahrheit ist der Westen wegen dieser Mängel und Misserfolge besorgt, tritt daher mit offener Feindseligkeit gegen den progressiven Islam an und bekämpft vor allem die religiöse Volksregierung in der I.R.I.

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