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Sonntag, 08 Februar 2009 04:52

Drei Jahrzehnte Islamische Revolution- Teil 17

Islamisches Denken ist ein Denken aufgrund der göttlichen Werte. Und die Wiederbelebung des religiösen Denkens bedeutet das Denken und Handeln nach den festen Grundsätzen der Religion auszurichten.
Dieses Phänomen hat in den letzten 3 Jahrzehnten viele Soziologen auch im Westen beschäftigt. Das religiöse Denken, welches inzwischen Gegenstand von zahlreichen Konferenzen und Forschungsarbeiten und Berichten in den Medien gewesen sind, wurde von einer Personnamens Imam Khomeini wieder belebt. Ausgangspunkt dieser Belebung war der islamische Iran.

Gegen ende der 70iger Jahre begann sich im Iran eine Kultur aufzurichten die zur Moral und Wissenschaft, zum materiellem und nichtmaterielle sowie, zum Zusammenleben statt des Zusammenpralls aufrief. Dieses Gedankengut der Revolution, welches aus der islamischen Lehre entsprang hauchte der Religion neues Leben ein und verbreitete wieder den Gedanken auf der Welt, dass sich der Mensch nach dem willen Gottes richten soll.

Die islamische Republik verscheuchte atheistische Gedanken. Sie legte eine neue Interpretation des Menschen vor, die davon ausgeht, dass der Mensch kein Werkzeug ist sondern ein hohes würdiges Wesen. Die islamische Revolution leugnete nicht die Bedeutung materieller Möglichkeiten für die Regulierung der Angelegenheiten des Menschen, aber sie verbreitete die Botschaft dass die Würde des Menschen in der Religion und den hohen nicht materiellen Werten liegt. Sie verkündigte, dass nur durch Fortsetzung des Weges der großen Propheten wie Moses, Jesus gegrüßt seien sie und Mohammads (der Friede Gottes sei mit ihm und seinem Hause) der Geist der Gerechtigkeit und Menschlichkeit auf der Welt verbreitet werden kann.

Der französischen Soziologe Michel Foucault ist der Ansicht, dass das Streben nach Spiritualität Tragachse der islamischen Revolution Irans ist. Er sagt weiter: Diese Revolution wist keine Rückkehr zu alten Werten, sondern versucht eine neue Interpretation der Rationalität vorzulegen. Einer Rationalität in der die Spiritualität einen besonderen Platz einnimmt.

Fokeau ist der Ansicht dass sich die islamische Republik durch diesen besonderen Aspekt von den anderen Revolutionen unterscheidet und durch diesen Aspekt zu einem neuen Modell geworden ist. Er bezeichnet diese Revolution als erste postmoderne Revolution oder die modernste Form des Aufstandes.

Der englische Soziologe Anthony Giddens: „Die geistigen Riesen der Soziologie wie Marx, Durkhem und Max Weber haben mehr oder weniger alle davon von einer allgemeinen Entwicklung der Welt in Richtung Säkularisierung und Verdrängung der Religion an den Rand gesprochen. Aber seit den 80iger Jahren sind wir wegen der islamischen Revolution im Iran Zeuge, dass das Gegenteil passiert. Giddens ist der Ansicht, dass die allgemeine Entwicklung der Welt nun auf Religiosität und Spiritualität zugeht."

Der in Österreich ansässige muslimische Denker Mohammad Hussein Hoda sagt: "Wenn wir ein Datum für die Rückkehr des Menschen zu seiner religiösen Identität festlegen wollte, so wäre es das Jahr 1979. d.h. das Jahr, in dem die islamische Revolution siegte und eine gewaltige Widerauferstehung im religiösen Denken in allen Religionen hervorrief.

Er fügte hinzu: Die Statistiken über die Wiederbelebung des religiösen Denkens zeigen, dass circa 70 Prozent der Menschen in Europa religiöse Gefühle hegen. Bei allen Religionen und sogar in den verschiedenen christlichen Sekten ist eine Art Rückkehr zum religiösen Denken zu beobachten. Diese Wiederbelebung des religiösen Denkens ist durch die islamische Revolution im Iran hervorgerufen worden.

Die westlichen Medien brachten nach der islamischen Revolution das Wort islamische Fundamentalisten auf, wobei sie feindselige Ziele verfolgten und die islamische Revolution schlecht machen wollten, sowie eine Islamwelle verhindern wollten. Die wiederholte Anwendung dieses Begriffes in den Medien deutete daraufhin, dass das Interesse am Islam überall auf der Welt wächst. Das Interesse an der Religion allgemein nahm darüber hinaus auch zu. In vielen lateinamerikanischen ändern forderte Dutzende von Priestern, von Imam Khomeini inspiriert, eine Revision in der Vatikanischen Kirche um eine theologische Befreiungslehre zu verbreiten. Auch in anderen Ländern waren neue Entwicklungen zu beobachten. Plötzlich kamen zahlreiche neue Bücher zum Thema Rolle der Religion in der Gesellschaft und Politik auf den Büchermarkt und an Universitäten wurde über die Religion geforscht.

Die westlichen Forschungsinstitute bestätigten dass in den Jahren nach der islamischen Revolution, das religiöse Denken zu wachsen begonnen hat. In der islamischen Welt stieg das islamische Bewusstsein und die Muslime begannen sich ernsthafter an ihre Werte zu halten. Der Islam wurde für die Muslime wie zum Beispiel die Muslime in Osteuropa zum wichtigsten Moment ihrer Nationalidentität. Die Zahl der unabhängig muslimischen Länder stieg von 46 im Jahre 1979 auf 56 im Jahre 1997. Die religiösen und moralischen Werte bahnen sich immer mehr auch außerhalb der islamischen Welt ihren Weg. Die nicht-religiöse Denkweise ist nicht mehr gefragt und es verbreitet sich immer mehr die Überzeugung, dass die Religion die richtige Lebensweise vorschlägt. In diesem Zusammenhang hat die Zahl der organisierten religiösen Bewegungen zugenommen.

Mohammad Lanzl, der Leiter des Kulturzentrums für die Wiederbelebung des Islams in Österreich schreib über die Wirkung der islamischen Revolution auf Europa, dass diese Revolution nicht nur ein neues Islambild in Europa vorstellte sondern sogar das Leben der Nicht-Muslime veränderte, so dass heute in Europa das Religiössein eine neue Bedeutung fand. Lanzl sagt weiter: dies hat der ehemalige österreichische Staatspräsident in einer Ansprache dadurch zum Ausdruck gebracht, dass er sagte die islamische Revolution habe allen religiösen Menschen Ansehen und neues Selbstvertrauen verliehen:

„Heute ist das nicht-religiöse Denken in die Sackgasse geraten und die schlimmen Folgen des Materialismus hat die Menschheit enttäusch und sie zum religiösen Denken als wahren Rettungsweg zurückkehren lassen.

Der Leiter des Institut für philosophische Forschungen in Hannover Reinhard Lohe schreibt in einem Buch, dass die Ansichten von 30 Fachleuten, Gelehrten und Philosophen auf dem Seminar Islam und Christentum in Europa enthält:

Die Rolle des Islams in den letzten 20 Jahren unseres Jahrhunderts hat eine wichtige und zugleich überraschend fortschritt gemacht. Er empfiehlt den Christen, den Islam besser kennen zu lernen und den Dialog mit den Muslimen zu führen.

Daniel Pipes, ist ein Aktivist der Gemeinschaft für US-Außenpolitik und hat sich mit der Religion auseinandergesetzt. Er ist der Ansicht:

Wir müssen akzeptieren, dass es für uns Amerikaner nach dem Sieg der islamischen Revolution erforderlich ist, die Voraussetzungen zu Forschungen über die Religion zu schaffen.

Wir sehen also, dass die islamische Revolution sehr rasch die Menschen, die sich nach Spiritualität sehnen, anziehen konnte und ihnen einen neuen Weg der Werte und menschlichen Tugenden zeigten konnte.

Dies zeigt, was die islamische Revolution weltweit vollbracht hat. Mit den Worten Ayatollah Khameneis, des islamischen Revolutionsoberhauptes: Auch wenn wir nicht die islamischen und revolutionären Begriffe und Werte verbreitet hätten, so liegt es in ihrer Natur, dass sie sich wie ein Wind oder der Duft von Frühlingsblüten im Raum des Denkens der Welt ausbreiten.

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