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Sonntag, 08 Februar 2009 04:50

Drei Jahrzehnte Islamische Revolution- Teil 16

Die Bezeichnung internationales Erdbeben, die Analytiker im Westen für den Sieg der islamischen Revolution benutzt haben, trifft insofern zu, dass die Revolution der Ausgangspunkt für weitgehende Veränderungen im Nahen Osten und sogar in der islamischen Welt war.

Während die russische Oktoberrevolution mit Hilfe der roten Armee in einen Teil Europas verbreitet wurde und einige kommunistische Systeme in Asien und Afrika durch Militärputsche an die Macht gelangten, verdankt die iranische Revolution ihre Verbreitung den islamischen Grundlagen. Anfangs haben die westlichen Staatsmänner den Anführern der I.R.I. vorgeworfen, sie wollten die Revolution ins Ausland ausführen. Aber das war nicht der Fall. Die Botschaft der islamischen Revolution bahnte sich selber einen Weg u den Menschen in den islamischen Ländern. Die Revolution der iranischen Bevölkerung wurde innerhalb bestimmter geographischen Grenzen geboren, aber sie blieb nicht auf diesen Rahmen beschränkt, weil sie Lösungen vorstellt, die jenseits nationaler, religiöser und ethnischer Unterschiede stehen. Die islamische Revolution war eine Bewegung zur Praktizierung der islamischen Lehren. Deshalb enthält sie Botschaften die übernational sind und sich an alle muslimischen Nationen und an die freiheitssuchenden und unterdrückten Völker richtet. Sie belebte von alleine die islamischen und politischen Bewegungen der Gegenwart aus.

Der Sieg der islamischen Revolution im Iran wirkte sich in den Staaten am Persischen Golf und im Nahen Osten aus. Er hat insbesondere Wirkung auf Irak, Afghanistan und Libanon gehabt. Auch der in den 80iger Jahren in der Türkei herrschende Säkularismus konnte nicht verhindern, dass die muslimische Bevölkerung die Botschaft der islamischen Revolution aufnahm und dort islamisch orientierte Parteien entstanden, die starke Unterstützung von der Bevölkerung erhielten. Als die islamische Revolution siegte, wurde das muslimische Land Afghanistan von der roten Armee der Sowjetunion besetzt. Aber die Revolution der iranischen Bevölkerung hatte wegen der gemeinsamen Sprache, Kultur und Geschichte eine tiefe Wirkung auf die Afghanen und gab ihnen verstärkt spirituelle Impulse für den Kampf gegen die Besatzer. Die Muslime in Afghanistan fassten Mut, weil die iranische Bevölkerung das Schahregime trotz seiner Militär- und Geheimdienstmacht und Unterstützung durch den Westen gestürzt hatte.

Die Sowjetführer haben in den 80iger Jahren alles versucht, die islamische Kultur der afghanischen Bevölkerung in die materialistisch orientierte Einstellung des Kommunismus umzuwandeln. Aber wegen der muslimischen Natur der Bevölkerung und wegen der islamischen Republik in der Nachbarschaft, hatten sie mit dieser Politik keinen Erfolg.

Große Mudschaheddin wie Ahmad Schah Massoud, der später einem Anschlag zum Opfer fiel, haben sich zweifelsohne bei ihrem wichtigen Beitrag zur Niederlage und Vertreibung der Roten Armee an den Kämpfen der iranischen Bevölkerung ein Beispiel genommen.

Im Februar 1993 hat Ayatollah Khamenei bei dem 10-Jahres-Feiern zum Revolutionssieg zu den ausländischen Gästen gesagt, dass die islamische Revolution den muslimischen Völkern und Kämpfern auf der Welt neue Hoffnung eingeflößt hat. Die islamische Revolution hat die kämpfenden Nationen von der anti-islamischen und anti-religiösen Propaganda freigemacht.

Es gibt viele Beispiele von muslimischen Bewegungen und Ländern, auf die sich die islamische Revolution im Iran ausgewirkt hat. Das deutlichste Beispiel sind der Libanon und die Hisbollah-Bewegung in diesem Land.

Zwischen Iran und Libanon bestehen seit langer Zeit enge Verbindungen. Die Gelehrten und Einwohner des bekannten Dschabal Amol in Libanon standen während der Saffawidenzeit im Bereich von Politik, Kultur und Handel in enger Verbindung miteinander. Der große Geistliche Imam Mussa Sadr ist zeitgenössischer Anführer der Libanesen gewesen. Er kam aus dem Iran. Die Iraner und Libanesen haben einen gemeinsamen Feind nämlich das zionistische Regime vor sich. Die Hilfen der islamischen Republik an die Bevölkerung des Libanons während der Invasion der zionistischen Armee in den Libanon in den 80iger Jahren hat den Einfluss der islamischen Revolution auf Libanon verstärkt.. Die Hisbollah-Bewegung hat sich mehr als jede andere islamische Gruppe von der Botschaft der islamischen Revolution und dem Anti-Unterdrückungskampf der iranischen Bevölkerung inspirieren lassen. Die meisten libanesischen Gruppen und die palästinensischen Gruppen in diesem Land waren vor dem Sieg der islamischen Revolution im Iran linksorientiert gewesen und ihre Losungen entsprangen der marxistischen Lehre.

Aber die islamische Revolution bewirkte, dass die islamische Sichtweise anstelle der Linksorientierung trat. Ayatollah Khamenei, heutiges Oberhaupt der Revolution weist daraufhin, dass vor dem Sieg der islamischen Republik, sich alle Revolutionäre von den Linken inspirieren ließen. Er sagte weiter:

Überwiegend galt die Anschauung, dass sich zum Beispiel ohne die marxistische Denkschule, kein Kampf erfolgreich organisieren lasse. Aber nachdem die islamische Revolution gesiegt hatte, hat jede revolutionäre Bewegung, die sich in der Islamischen Welt zur Bekämpfung von Unterdrückung anbahnte, einen religiösen Charakter angenommen.

Der Sieg der islamischen Revolution im Iran hat sich auch auf den Irak augewirkt. Ein Grund dafür, dass das Saddamregime den islamischen Iran angriff war, dass er und seine Unterstützer Angst hatten, die gegen das Unrecht gerichtete Botschaft der islamischen Revolution könne sich ausbreiten. Saddam griff die I.R.I. an, um sie zu vernichten oder zumindest zu schwächen. Sowohl der Ost- also auch der Westblock unterstützten ihn dabei bekanntlich finanziell und politisch. Der ehemalige irakische Diktator zerschlug jede islamische Tendenz im eigenen Land. Aber er erlitt sowohl ihm Krieg gegen die I.R.I. eine Niederlage als auch bei dem Versuch, die muslimische Wesensart der Iraker zu vernichten.

Das hohe Gremium der islamischen Revolution im Irak hat noch zurzeit als Saddam herrschte im Artikel 6 seiner Proklamation die muslimische Einheit unterstrichen. Und nach dem Sturz des irakischen Regimes war die Welt Zeuge, dass das islamische Denken in der irakischen Gesellschaft vorherrscht. Die meisten Iraker haben nach dem Sturz des Diktators ethnische und nicht-religiöse Parolen beiseite gestellt und sie vertreten islamische Devisen.

Aber nicht nur im Nahen Osten und am Persischen Golf gab es nach der islamischen Revolution im Iran islamische Tendenzen. Zum Beispiel wurde zur Zeit des Apartheid-Regimes in Südafrika bei Demonstrationen in Captown die Losung Allah Akbar - Gott ist größer ausgegeben.

Die islamische Revolution hat in Wahrheit den rettenden Weg aus der Fremdbeherrschung und inländischer Tyrannei und die Erreichung von wahrer Freiheit und Unabhängigkeit gezeigt. Ob nun die Muslime insbesondere die islamischen Bewegungen durch Befolgung der Botschaft der islamischen Revolution die Freiheit ihres Landes erreichen, hängt von zahlreichen Faktoren ab. Das wichtigste für einen Kampf aufgrund der Lehren des Islams sind ein fester Wille und der Glaube.

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