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Mittwoch, 01 April 2015 03:15

Tag der Islamischen Republik

Tag der Islamischen Republik
Der 1. April ist ein historischer Tag im iranischen Kalender. Er entspricht dem 12.  Farwardin im neuen iranischen Jahr.  

An diesem Feiertag jährt sich wieder einer der wichtigsten politischen Ereignisse im Iran nach dem Sieg der Revolution Februar 1979. 49 Tage nach dem Revolutionssieg wurde am 1.4.1979 auf Anweisung von Imam Chomeini, dem Vater der Islamischen Revolution ein Referendum über die Art der politischen Ordnung im Lande nach dem Sturz der 2500-jährigen monarchistischen Staatsordnung veranstaltet.

 

Bei keiner anderen Revolution ist es vorgekommen, dass der Revolutionsführer ein solches Referendum abhalten lässt. Bei allen Revolutionen haben die Revolutionsführer selber die Regierungsordnung gewählt und bekannt gegeben. Dr. Sadeq Tabatabai, der Vertreter des damaligen Innenministers für Politik und Gesellschaft und Verantwortungsträger für das Referendum schreibt in seinen Memoiren, dass er  zu Imam Chomeini sagte: „Die Welt hat doch Sie und Ihre Führung und diese große Revolution akzeptiert und anerkannt, wieso brauchen wir noch ein Referendum? Ich bin sicher , wenn Sie   die Islamische Republik als politische Staatsordnung des Landes ausrufen, werden sowohl die  Menschen in unserem Land als auch auf der  Welt dies akzeptieren.“ Der Imam antwortete Dr. Tabatabai wie folgt: „Ihr könnt das jetzt nicht verstehen, aber in 50 Jahren wird es heißen, sie haben die Gefühle der Bevölkerung ausgenutzt und ihr die von ihnen beabsichtigte Staatsordnung aufgezwungen. Nein, es muss  unbedingt eine Abstimmung erfolgen und die Nein- und Ja-Stimmen müssen genau ausgezählt werden.“    

In den Memoiren des Sprechers der damaligen Interimregierung, Dr. Tabatabai steht auch noch an einer anderen Stelle über die beharrliche Forderung eines Referendums seitens Imam Chomeinis geschrieben, und zwar wie folgt:

Er sagte: „Sie müssen nicht nur an jetzt denken. Was in der Geschichte verbleibt sind historische Tatsachen. Seien sie bestrebt, dass die Regierung dieses Referendum so bald wie möglich durchführt.“      

Dieses Verhalten Imam Chomeinis zeugt für seine Größe und Weitsicht. Er fasste bei seinen Entscheidungen also auch die kommenden 50 Jahren ins Auge.    Dass Imam Chomeini auf diese Weise an einer Volksbefragung über die politische Ordnung des Landes festhält, zeugt  auch davon, welchen Wert er auf die Stimme des Volkes legte und wie sehr er dem Volk vertraute. Imam Chomeini vertraute auf die religiöse Überzeugung der iranischen Bevölkerung und ihr Vertrauen in ihren Revolutionsführer. Ohne diese hätte die Islamische  Revolution gar nicht siegen können.

Die Iraner haben das Vertrauen des Revolutionsführers gewürdigt und am 1.4.1979 mit 98,2 Prozent  für die islamisch-republikanische Staatsordnung gestimmt. 

 

                    

Imam Chomeini sagte anlässlich der Bekanntgabe des Ergebnisses der Volksbefragung:… Ich proklamiere  an diesem gesegneten Tag, dem Tag des Imamats der Ummat (der Verwaltung durch das Volk)  und dem Siegestag  des Volkes  die Islamische Republik Iran. Ich gebe der Welt bekannt, dass es in der Geschichte Irans noch niemals ein solches Referendum gegeben hat, bei dem alle im  Land freudig und begeistert  zu den Urnen eilen und ihre  Ja-Stimmen einwerfen und das Abgottregime (der Monarchie)  für immer im Abfalleimer der Geschichte begraben…“

In einem anderen Teil seiner Botschaft sagte Imam Chomeini: „.. Ich lobe diese große Einmütigkeit, dass ihr alle dem himmlischen Ruf (aus dem Koran) „so haltet alle an dem Haltetau Gottes fest und geht nicht auseinander“ gefolgt seid und einstimmig für die Islamische Republik gestimmt  und eure politische und soziale Reife dem Osten und Westen bewiesen habt….“

 

 

Vielleicht findet man deshalb in der Geschichte des Irans keine Unabhängigkeitserklärung wie in den USA, weil der Iran immer ein freies Land  war. Aber die Erklärung von Imam Chomeini am 1.  April 1979  über die Gründung der Islamischen Republik Iran war in Wahrheit nichts anderes als eine Unabhängigkeits– und Freiheitserklärung. Imam Chomeini hat in dieser Boschaft Begriffe  Wörter benutzt wie Imamat-e Ummat – Die Lenkung durch das Volk.  Die Worte die er verwendet, zeigen , wie sehr er von der Bedeutung des Volkes für die Regierung überzeugt war. Der Vater der islamischen Revolution im Iran erklärt  den 12.Farwardin, den 1.April, zum Tag der Führung der Bevölkerung -  dem Tag an dem das Volk die iranische Gesellschaft ihrem Wohl zuführt. Das  Imamat-e Ummat ist zweifelsohne einer der Grundsteine für die Demokratie  im Rahmen der religiösen Regierungssystem, die der Imam angestrebt hat.   

 

  In seiner Botschaft wird nicht nur die einmalige Rolle der Bevölkerung hervorgehoben sondern es wird auch  auf die Gerechtigkeit hingewiesen, welche die Bevölkerung von einer religiösen Regierung erwartet. In  wenigen Zeilen  hat er die Bedeutung, welche die Islamische Republik der Gerechtigkeit beimisst,  beschrieben, nämlich:

 

„Ihr sollt beglückwünscht sein zu diesem Tag, weil  ihr nach dem Märtyrertod eurer mutigen Kinder  und dem Schmerz der Mütter und Väter und den unerträglichen Mühsalen den riesenhaften Feind und Pharao der Zeit gestürzt habt

und mit fester Stimme  die Islamische Republik Iran, die Regierung der göttlichen Gerechtigkeit kundgegeben habt.

Es ist eine Regierung in der alle Bevölkerungsschichten gleich gestellt werden und die göttliche Gerechtigkeit auf alle auf gleiche Weise herabscheint und der Segen des Korans und der Sunna auf alle in gleichem Maße  herabregnet.

Beglückwünscht sollt ihr sein zu einer solchen Regierung, unter der die Unterschiede in der Rasse und Abstammung,  zwischen Schwarz und Weiß, Türkisch und Persisch, Lore, Kurde und Balutsche keine Rolle spielen.  Alle sind Brüder und gleichgestellt.  Größe liegt nur in der Gottesfürchtigkeit und Überlegenheit entsteht nur durch tugendhafte  Moral und dem rechtschaffenen Handeln.

Beglückwünscht sollt ihr sein zu dem Tag, an dem alle Bevölkerungsschichten an ihr Recht gelangen und kein Unterschied zwischen Mann und Frau und den religiösen Minderheiten und den anderen bei der Durchführung der Gerechtigkeit besteht.“

                                  

Imam Chomeini gründete eine religiös-demokratische Staatsordnung  und stellte ein Modell für eine religiöse Regierung vor. Der Gründer der Islamischen Republik  hat die Bevölkerung über seinen Wunsch der Gründung einer Regierung aufgrund der islamischen Himmelslehre entscheiden lassen.

 Die Welt war damals  in zwei große Blöcke Ost und West aufgeteilt war und jedes Land gehörte zu einem dieser Blöcke. Während der Marxismus, der den Ostblock beherrschte, die Religion als Opium der Völker betrachtete  und der Liberalismus und Säkularismus im Westblock die Religion in das Privatleben zurückgedrängt hatte,  gründete Imam Chomeini die erste zeitgenössische Regierung aufgrund der Lehre des Korans und der Vorgehensweise (Sunna) des Propheten und der Edlen aus seinem Hause.

 

Imam Chomeini war ein kluger und mutiger Revolutionsführer, ein Denker, der die internationalen Fragen kannte und auf neuen Wegen  diese große Revolution lenkte.  Er gilt als eine außergewöhnliche Persönlichkeit, die die Geschichte verändert. Der Leiter des Deutschen Institutes für Orientalistik Udo Steinbach  beschreibt ihn als den politischsten geistlichen Führer der Welt, mit einer beeindruckenden Persönlichkeit  und sagt: „Alle Ideale auf der die  Islamischen Republik  aufbaut entspringen seinem Denken.“

                                

Der iranische Denker Schahid Ajatollah Motahhari hat in seinem Buch: „Über die Islamische Revolution“ geschrieben:

„Ich sehe im Wesen von Imam Chomeini drei zuverlässige Elemente verankert,  die meinen Glauben an ihn vergrößert haben, nämlich die  Überzeugung vom Ziel, d.h. auch wenn die ganze Welt sich vereint kann sie ihn nicht von seinem Ziel abbringen; dann den Glauben an das Volk, d.h. Glauben an die Moral  des Volkes  und schließlich vor allen Dingen den Glauben an Gott und das Vertrauen in ihn.

 

Daher konnte Imam Chomeini als der Theoretiker der Islamischen Bewegung und der Begründer der islamisch-republikanischen Staatsordnung auf beste Weise der Rolle eines Führers gerecht werden.“

 

                     

Die Islamische Revolution  hat die Fähigkeit der Religion im politischen und gesellschaftlichen Bereich unter Beweis gestellt. Sie  war eine spürbare und praktische Erfahrung  von der Regelung des Lebens aufgrund der Gerechtigkeit und Spiritualität.

Imam Chomeini  hatte ein Programm für die Zeit nach dem Revolutionssieg bereitliegen. Er betrachtete im Gegensatz zu den Säkularisten  die Religion nicht als Privatangelegenheit und war vielmehr der Überzeugung, dass der Islam nicht nur für die Details im privaten Leben  sondern auch für die Verwaltung einer Gesellschaft Gebote besitzt. Seine Theorie von der Velayat-e Faqih – der Verwaltung durch den Rechtsgelehrten, stellte sein Programm für die Zeit nach dem Sieg der Islamischen Revolution und der Herstellung der religiösen Volksregierung statt der korrupten gewaltsamen Monarchie dar.

 

Der erste April 1979 ist der Tag der Entstehung der Islamischen Republik Iran.  Die westlichen Staaten und ihre Verbündeten in der Region mit ihren Stammesregimen sahen darin eine Gefahr für ihre illegalen Interessen  und begannen diese Republik sofort anzufeinden . Auch heute – 36 Jahre nach Gründung der Islamischen Republik  wollen sie durch den Aufmarsch  der takfiristischen (exkommunizierenden) Terrorgruppen versuchen, in den Muslimländern  den wahren Islam Mohammads, der in Iran wieder ins Leben zurückgerufen wurden, schlecht zu machen und die Wirkung der islamischen Revolution im Iran auf diese Ländern auszulöschen. 

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