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Dienstag, 19 Mai 2015 07:22

Zum Internationalen Museumstag 2015

Zum Internationalen Museumstag 2015
Gemäß Resolution der 12. UN-Vollversammlung wurde 1977 der 18. Mai vom ICOM – dem internationalen Museumsrat - zum Internationalen Tag des Museums und Kulturerbes ernannt.

 

An diesem Tag geben  der ICOM  und die Museen der UNESCO und renommierte Museen der Welt Bekanntmachungen und Prospekte heraus. In diesen werden die praktischen und kulturellen Ziele von  Museen  für die Weltbevölkerung genannt und es wird versucht, die Kenntnis der Öffentlichkeit über die Bedeutung der Museen für die Weiterentwicklung einer Gesellschaft zu erhöhen. Jedes Jahr wird ein Motto zum Internationalen Museumstag ausgesucht. Das diesjährige Motto lautet: Museum, Gesellschaft und Zukunft.

 

In unserer Zeit gilt die kulturelle Vielfalt als Antriebsmotor für Fortschritte  und die Museen können als Schatzkammer der kulturellen Vielfalt zu deren Verbreitung eine wichtige Rolle spielen. Die Museen sind  wichtigste  Orte für Informationen über die Geschichte.  Museen sollen möglichst vielen Mitgliedern der Gesellschaft Wissen vermitteln und dadurch zur Weiterentwicklung beitragen.

 

Durch Steigerung ihrer  Kreativität und Innovationen können  Museen  größeres Interesse erwecken und mehr Besucher gewinnen.  Für eine allgemeine und beständige Verbreitung von Wissen, muss also  der Museumsbesuch gefördert werden.

 

Museen sind nicht nur Orte, an denen ausgestellt wird, sondern auch Stätten, an denen  neue Methoden im Denken und Handeln erprobt und gefördert werden können.

 

                                                  

Das diesjährige Motto der ICOM  - Museum, Gesellschaft und Zukunft -  hebt die Rolle des Museums als Vermittler von Wissen für die beständige Entwicklung hervor. Es erinnert daran, dass Museum kulturelle Impulse geben.

 

Die historischen Gegenstände, die in Museen aufbewahrt werden geben Auskunft über den Wandel der Geschichte im Laufe von mehreren Jahrtausenden. Die Zahl der Museen in einer Gesellschaft ist auch ein Indikator für den Entwicklungsstand.

Wie die Vergangenheit zeigt war nur in einer Gesellschaft, in der Stabilität herrschte, eine Entfaltung der Kultur möglich. Aber in unruhigen Zeiten geriet die Kultur an den Rand und konnte sich höchstens erhalten.

Die Entfaltung der Kultur geschieht in Wahrheit in Zeiten der Stabilität.   In Wirklichkeit sind Museen  sowohl Förderer  als auch  Folge der Festigkeit von Gesellschaften. Es ist ein wechselseitiges Verhältnis: Je besser Museen ihre Funktion erfüllen, desto mehr verhilft dies der Gesellschaft zur Stabilität. Im umgekehrten Fall gerät die Stabilität der Gesellschaft ins Schwanken.  Dies sieht man bei Weltkrisen und  an der Zerstörung von wertvollen historischen Gegenständen in den Museen während des Krieges in Ländern wie  Syrien und Irak.

                         

Syrien ist eines der weltweit ältesten Gebiete aus der Antike. Dieses Gebiet  ist als der nördlichste Teil des Zweistromlandes zu betrachten.  Halab (Aleppo) und Damaskus wurden von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes eingetragen.  Gemäß Bericht der UNO sind aber im Krieg der letzten Jahre in Syrien 290 Stätten des syrischen Kulturerbes zerstört oder beschädigt worden. 

Die kostbaren Schätze der syrischen Geschichte, von den Festungen der Kreuzritter bis zu den antiken Moscheen und Kirchen, Mosaiken aus der Römerzeit und Museen voller Antiquitäten fielen in die Hände von Plünderern. Zahlreiche historische Bauwerke  sind bei den Gefechten zwischen den Terroristen und der syrischen Armee beschädigt worden.

 

Historische Gegenstände, die mehrere Tausend Jahre alt sind, wurden von den bewaffneten Regierungsgegnern  aus dem Land geschmuggelt und auf dem Schwarzmarkt von Libanon billig verkauft.  Die türkischen und jordanischen Märkte sind überladen mit Antiquitäten aus Syrien.

Die syrischen Nachrichtenagenturen haben gewarnt, dass die antiken Gegenstände,  von denen viele mehr als 6 Tausend Jahre alt sind, illegal von organisierten Mafiabanden aus dem Land gebracht werden.

 

 

Der Wert der Gegenstände die in den letzten Jahren illegal in die Museen von London, USA, Tel Aviv und andere Länder gelangten, wird auf über 2 Milliarden Dollar geschätzt.

                                 

 

Archäologen und Sachverständige betrachten das Ninive-Museum im irakischen Mosul als eines der wichtigsten der Welt. In diesen Museum werden  tausende antike Stücke und Statuten  aufbewahrt von denen die meisten in die Zeit der Assyrer und das Reich von Akkad  gehören. Beide Kulturen haben im ersten und zweiten Jahrtausend vor Christus im Zweistromland (Mesopotamien) bestanden.

Leider wurden viele dieser Gegenstände wegen der unsicheren Lage, die durch den Angriff der USA auf Irak im Jahre 2003 entstand, aus diesem Museum entwendet.

 

Vor einigen Monaten hat die IS-Terrorgruppe ihr Unwesen in im Mosul-Museum Museum getrieben. Sie publizierte Bilder von der Zerstörung wertvoller historischer Gegenstände durch ihre Mitglieder. Die zerstörten Statuten stammten aus dem 9. Jahrhundert vor Christus.  Die IS-Terrorgruppe verdient sich übrigens mit dem Verkauf von den Resten historischer Gegenstände  Geld auf dem Schwarzmarkt. 

                             

Das Vorgehen dieser Terrorgruppe rief den Protest der  Institutionen für den Schutz des Weltkulturerbes hervor. Sie forderten von der UNESCO, dass die Sache in einer Sondersitzung vor dem Weltsicherheitsrat behandelt wird.

 

Aber die kostbaren Spuren der Geschichte sind weiterhin bedroht.

Wenn die Zerstörung und Plünderung in den historischen Städten dieser Länder anhält, werden die kommenden Generationen, d.h. Millionen von Menschen auf  wichtige Spuren ihrer Geschichte, alten Kultur und Identität verzichten müssen.

                                  

Der Iran ist ein Land mit einer sehr alten Vergangenheit und gehört zu den 5 Ländern mit einer sehr alten Zivilisation und fast überall in unsrem Land blieb altes Kulturerbe aus früheren Zeiten erhalten.

 

Ein beachtlicher Teil  dieser kostbaren historischen Spuren ist früher entwendet und  ins Ausland gebracht worden und befindet sich  heute in ausländischen Museen wie die Moskauer Arbitrage, der Pariser Louvre,  das Britische Museum und andere weitere bekannte Museen der Welt.

Dennoch gibt es noch wichtige Schätze der alten iranischen Zivilisation in den Museen von Teheran und anderen iranischen Städten zu sehen.

Jedes Jahr  finden  im Iran am Internationalen Museumstag eine Woche lang  Sonderveranstaltungen zur Erinnerung an das Kulturerbe und die Geschichte  statt.

Es werden neue Ausstellungen eröffnet  und die Besichtigung von historischen Stätten ist für die Öffentlichkeit kostenlos.  Außerdem werden die besten Museen ausgezeichnet.

Die Institution für das Kulturerbe und der Nationale Museumsrat sieht verschiedene Veranstaltungen für den Internationalen Museumstag vor.

                             

Ein einziger  Tag im Jahr genügt natürlich nicht um zu erreichen, dass die Museen ihre Rolle bei der kontinuierlichen Entwicklung der Gesellschaft erfüllen können.  Die internationalen Organisationen und die Völkergemeinschaften  müssen sich für die Verbreitung von Frieden auf der Welt einsetzen. Wenn irgendein kostbarer historischer Gegenstand, an einem Ort der Welt während kriegerischer Auseinandersetzungen vernichtet wird, geht nämlich ein Stück des menschlichen Kulturerbes verloren.

Wir hoffen die Veranstaltungen am Weltmuseumstag werden alle Menschen auf der Welt dazu inspirieren sich mit den kostbaren Spuren der Geschichte vertrauter zu machen und sich für deren Schutz einzusetzen.

 

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