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Montag, 06 April 2015 02:48

Bürgerorganisationen iranischer Frauen auf der Sitzung in Genf

Bürgerorganisationen iranischer Frauen auf der Sitzung in Genf
  Die Nichtregierungsorganisationen der Iranerinnen sind heutzutage auf vielen internationalen Sitzungen zugegen und tragen zu internationalen Beschlüssen bei. 

In der Zeit nach dem Sieg der Revolution sind  ihre Zahl und ihr Einfluss im Iran gewachsen.Mehrere dieser Organisationen nahmen an der diesjährigen 28. Sitzung des UNO-Menschenrechtsrates, die vom 2. bis 27. März in Genf stattfand teil. Zu ihnen gehörten: Die Weltunion der Anhängerinnen  monotheistischer Himmelsreligionen, das Zentrum für die Stärkung von Frau und Familie, die Vereinigung Farichtegan, die Vereinigung der Freunde erfolgreicher Familien,  die jüdische Reuben Sherwin - Wohltätigkeitsgemeinschaft, die Vereinigung assyrischer Frauen, und mehrere Aktivistinnen  in Frauen- und Familienfragen und Juristinnen.

                              

Auf der Sitzung in Genf legte der UN-Sonderberichterstatter, der mit Hilfe der USA auf diesen Posten gelangte, einen tendenziösen Bericht über die Menschenrechtslage im Iran vor, in dem die feindseligen Standpunkte des Westens gegenüber der Islamischen Republik zur Geltung kamen. Die Vertreterinnen  der Nichtregierungsorganisationen iranischer Frauen trafen am 18. März am Rande der Sitzung des Menschenrechtsrates mit Ahmad Schahid zusammen. Sie kritisierten die unwahren  Angaben von Ahmad Schahid in seinem Bericht.

             

Frau Dr. Mariam Ardebili, eine Medizinerin , die im Bereich Frauen und Familie tätig ist und der Weltunion der Anhängerinnen monotheistischer Himmelsreligionen angehört, hat auf dieser Sitzung eine wahrheitsgemäßen Darstellung der Iranerinnen gefordert und Ahmad Schahid die Besorgnis und Enttäuschung vieler Nichtregierungsgruppen iranischer Frauen über seinen Bericht mitgeteilt. Sie kritisierte, dass die gesellschaftliche Realität von ihm ignoriert wird und im Bericht die Verletzung der Menschenrechte von Frauen und Kindern durch die Sanktionen ungenannt bleiben. Sie sagte, dass aber gerade diesen Bevölkerungsteilen  durch Sanktionen eine größere Verarmung droht.

Auch sprach Somayeh Bayyat, die im Bereich Kinderrecht aktiv ist, über den Wandel bei gesetzlichen Bestimmungen und insbesondere die Strafbestimmungen für Minderjährige und  nannte einige Neuregelungen, unter anderem die, dass nicht mehr wie zuvor das Gericht für Jugendliche unter 15 ein Urteil verhängt sondern andere Entscheidungen getroffen werden, wie  die Übergabe an die Eltern oder den gesetzlichen Fürsorger, oder die Entsendung in ein Lehrinstitut für Fortsetzung der Schul- oder Berufsausbildung usw.

Auch Elena Lawiyan, Anhängerin des jüdischen Glaubens, Universitätsdozentin und Aktivistin in Menschenrechtsfragen stellte eine Forderung an Ahmad Schahid, nachdem sie die Lage der jüdischen Minderheit im Iran beschrieb. Sie sagten alle Iraner, so auch die jüdische Gemeinde, fänden es schmerzlich,  dass göttliche Religionen geschmäht werden und er, Ahmad Schahid  müsse zu diesen Schmähungen  klar Stellung nehmen.

Frau Mohtaram Dschamali die Leiterin der Zentrale für die Stärkung von Frau und Familie verwies darauf, dass oft die Frauen, die von dieser Zentrale unterstützt werden und Alleinversorger ihrer Familien sind, wegen den Verbrechen der Drogenschmuggler ihren Ehemann verloren haben. Unterdessen würde Ahmad Schahid  das Todesurteil für Drogenschmuggler anprangern, obwohl es sich im Grunde um die Mörder der Ehemänner dieser Frauen handelt.

 Die Leiterin der Vereinigung der Freunde erfolgreicher Familien sagte zu dem UN-Sonderberichterstatter, einer der Möglichkeiten zum Schutz der Familie bestehe darin, den Mitglieder der Familien  Anleitung für die Verhinderung einer Sucht zu geben, die Süchtigen zu behandeln und außerdem die Drogenschmuggler zu bestrafen.

 

               

Die Nichtregierungsorganisationen der Iranerinnen haben auf der 28. Sitzung des UN-Menschenrechtsrates am 18. März eine Sitzung zu dem Thema: Frauen, Minderheiten und Menschenrechte veranstaltet. Damit bezweckten sie, ein realitätsnahes  Bild von der Position der iranischen Frauen und der Situation der Kinder  und relevante Gesetzesbestimmungen, sowie die Situation der religiösen Minderheiten insbesondere der Juden und Assyrer und ihre Handlungsfreiheit hinsichtlich Ausübung ihrer Religion und Volksbräuche vorzustellen.

 

Auf dieser Sitzung hat Dr.Maryam Ardebili über die Situation der Frauen in der Islamischen Republik Iran Bericht erstattet und dabei auch darauf hingewiesen, dass die internationalen Parameter in Frauenfragen nicht ausreichen und einer Revision bedürfen.

Sie forderte  unter anderem eine neue Definition der wahren weiblichen Identität, die von Extremen frei ist, und eine Korrektur der Einstellung zu den Frauen. Sie plädierte für eine  ausgeglichene, umfassende und reelle Einstellung  bei Männern und Frauen sowie die Würdigung der wahren Stellung der Frau in der Familie und Gesellschaft unter Beachtung der Werte aller Himmelsreligionen.

 

Frau Dr. Elena Lawiyan verwies in ihrem Bericht über die Lage der Juden in Iran auf die Handlungsfreiheit der Minderheiten namentlich der Juden bei der Ausübung ihrer ethnischen und religiösen Bräuche. Sie schlug vor, dass zur Achtung der Himmelsreligionen von den internationalen Gremien ein Gesetz zur Bekämpfung der Schmähung von Gottesreligionen herausgegeben wird.

Sie unterstrich, dass  internationale Organisation durch Herausgabe von Erklärungen und Verurteilung solcher Maßnahmen, die gegen Anstand und Moral verstoßen,  die Aufstellung eines solches Gesetzes durchsetzen sollten.  Sie bezeichnete die Anwendung von Sanktionen als  eine der hässlichsten Verstöße gegen das Recht auf Leben eines Volkes und sagte die Aufhebung der Sanktionen könne als Schritt für die Verwirklichung der Menschenrechte und Achtung der Anhänger der monotheistischen Himmelsreligionen gesehen werden.

                                

Frau Marie Yunani sprach über die Situation der iranischen Assyrer und ihre Fortschritte im Iran auf verschiedenen Gebieten. Sie bedauerte, dass Menschenrechtsorganisationen durch Täuschungen versuchen, den Iran schlecht zu machen und bestrebt sind, die Assyrer im Iran für eine Auswanderung in die westlichen Länder zu animieren.

Frau Mohtaram Dschamali, die Leiterin des Zentrums für die Stärkung der Frau und Familie  sprach außerdem über die Angstmache vor dem Islam und forderte den Menschenrechtsrat auf, seine wichtige Aufgabe in Bezug auf die Wahrung  der Rechte aller Völker, unabhängig von ihrer Religion und Ethnie, ernst zu nehmen . Man sollte die Islamophobie verurteilen und dagegen vorgehen und keine Fehlentwicklung des Menschenrechtsrates durch doppelwertige Politik zulassen.

Außerdem hat Frau Sepahri, die Leiterin der Vereinigung der Freunde erfolgreicher Familien die Lage der Frauen auf der Welt erörtert und ihre Besorgnis über die Anwendung von Gewalt gegen Frauen unter dem Deckmantel der sexuellen Freiheiten im Westen und in der Nahostregion unter falschen Vorwänden seitens Extremistengruppen, zum Ausdruck gebracht.  Sie machte mehrere Vorschläge zur nachhaltigen Lösung der Probleme der Frauen auf der Welt  und Beseitigung dieser Probleme an den Wurzeln.

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Es sollte auch erwähnt werden, dass diese Nichtregierungsorganisationen iranischer Frauen zwei schriftliche Erklärungen an die UNO gesendet haben und zwar zu den Themen: Gewalt gegen Kinder, Islamophobie, Verletzung der Frauenrechte in westlichen Gesellschaft, und Kritik am Bericht von Ahmad Schahid. Die Nichtregierungsorganisationen iranischer Frauen haben außerdem vier mündliche Berichte dem Menschenrechtsrat vorgelegt, nämlich zum Thema UPR Iran, Lage der religiösen Minderheiten im Iran, UPR Syrien und Islamophobie. Hierbei wurde die Instrumentalisierung der Frau in westlichen Gesellschaften und durch die Takfiri-Gruppen in Irak , gesprochen ebenso wie über die Lage der jesidischen Flüchtlinge und die Lagein  Nigeria ,Gaza und Libanon .

Außerdem wurde auf der  Sitzung eine Kopie der Botschaft  des Revolutionsführer Ajatollah Khamenei an die europäische und westliche Jugend  verteilt, ebenso wie zwei Filme. Der eine Film trägt den Titel: Was war ihre Schuld? Er handelt von dem Tod der amerikanischen Menschenrechtlerin  Rachel Corrie in Palästina, von  der in einem Dresdener Gericht ermordeten  Hidschab-Trägerin  Marwa El-Scherbini und dem Tod von Atiqa Sadiq . In dem anderen Film werden unter dem Titel: „Menschenrechtsverletzung“  die Sanktionen verurteilt.

 

Zum  Schluss der 28. Sitzung des Menschenrechtsrates in Wien hat diese Gruppe von Nichtregierungsorganisationen iranischer Frauen ihre Hoffnung geäußert, dass sie ausgehend von dem islamischen Grundmodell die Fähigkeiten der Frauen zur Verbesserung ihrer Lage in allen Teilen der Welt nutzen können.

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