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Sonntag, 22 März 2015 03:31

Iranisches Kunst-und Kulturleben im vergangenen Sonnenjahr 1393

Iranisches Kunst-und Kulturleben im vergangenen Sonnenjahr 1393
Revolutionsoberhaupt Ajatollah Khamenei  stellte  das vergangene Jahr 1393 in seiner Neujahrsbotschaft unter das Motto „Wirtschaft und Kultur dank nationalem Willen und dschihadhaftem Management“.

Als die  drei wichtigsten Faktoren für die Erstarkung eines Volkes führte er  Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft an und dankte Gott für dafür, dass der Iran  in den vergangenen 12 Jahren glänzende Fortschritte in Wissenschaft und Wissen erzielen konnte. Ajatollah Khamenei begründete die Bedeutung der Kultur wie folgt: „ Die Kultur ist wie die Luft, die wir ob wir wollen oder nicht einatmen.  Wenn sie rein ist, hat sie eine andere Wirkung auf  Gesellschaft und  Land, als wenn sie verschmutzt ist. Das tägliche Verhalten, die Gewohnheiten und die wirtschaftliche, soziale und politische Sichtweise der Bevölkerung werden von ihrer Kultur beeinflusst. Also haben die kulturellen Überzeugungen einen Einfluss auf  alle anderen Fragen und Bereiche und sind noch wichtiger als sie.

Nachdem er die große Verantwortung der Amtsträger in Kulturbehörden beschrieben hatte wandte Ajatollah Khamenei  sich an die Jugend und sage: Den jungen gläubigen und revolutionären Menschen, die in Eigeninitiative landesweit kulturellen Tätigkeiten nachgehen und sehr viel Positives erreicht  haben, möchte ich sagen: Meine Lieben: Macht genauso ernsthaft weiter, denn eure kulturellen Tätigkeiten haben seit Beginn der Revolution eine wichtige Rolle bei der Standhaftigkeit und dem Fortschritt des Landes gespielt.“

Es sei erwähnt, dass Revolutionsoberhaupt  Ajatollah Khamenei bei den meisten Treffen im letzten iranischen Sonnenjahr den wissenschaftlichen Fortschritt hervorgehoben hat.  Er hat häufig in seinen Ansprachen und Treffen mit der jungen Generation über die Produktion von Wissenschaft und die wachsende wissenschaftliche Weiterentwicklung, die Neuerungen und Entfaltungen und den wissenschaftlichen und kulturellen Fortschritt gesprochen.    Ein wichtiges Kunstereignis der letzten 12 Monate war die feierliche Vorstellung des ersten Teiles von „Muhammad Rassulullah. Es ist ein Filmwerk  das Leben und Wirken des Propheten des Islams von dem bekannten iranischen Regisseur Madschid Madschidi. Die Produktion und Dreharbeiten dieses Filmes haben 8 Jahre gedauert.  Der Film wurde  im Februar auf dem 33. Fadschr-Filmfestival  in engerem Kreis gezeigt  und soll bald in den Kinos in Iran und auf der Welt dem allgemeinen Publikum vorgeführt werden.

Die Filmgeschichte beginnt in der Zeit der Unwissenheit ,Dschaheliat, und verbildlicht die Zustände in der Gesellschaft zur Zeit der Geburt des Propheten. Die erste Folge endet beim  12. Lebensjahr des Propheten.  In zwei weiteren  Filmfolgen sollen die darauffolgenden Abschnitte im Leben des Propheten verfilmt werden.  Bei der Produktion dieses historischen und religiösen Filmes  wurden auch ausländische Profis eingestellt.Der   italienischen Kameramann Vittorio Storaro hat an der Seite von Madschidi gewirkt und der Inder  A.R. Rahman hat die Filmmusik komponiert. Für diesen Film wurden Filmkulissen von dem Mekka und Medina vor 1400 Jahren in Originalgröße in einer Kinostadt nahe bei Teheran gebaut.

Madschid Madschidi ist Schauspieler, Regiebuchautor und Regisseur. Er ist 55 Jahr alt und seit circa 40 Jahren im Theater und Film künstlerisch tätig. Anfangs hat er Kurzfilme gedreht und dann mit Spielfilmen begonnen. Bis Ende 2006 ist er der einzige iranische Regisseur gewesen, der mit einem Film für den Oscar nominierte.  Sein Film „Die Kinder des Himmels“ war 1988 einer der fünf Kandidaten für den Oscar des besten Filmes in ausländischer Sprache.  Er gewann zweimal den Preis für den besten Film und den Weltkirchenpreis auf dem internationalen Filmfestival von Montreal. Madschidi hat 8 Kinofilme gedreht, die alle zu den erfolgreichen Werken des iranischen Kinos in den Jahren nach dem Sieg der Revolution zählen.

Im vergangenen iranischen Jahr 1393, das am 20. März 2015 zu Ende ging, hat die iranische Rundfunk- und Fernsehanstalt in den Schlagzeilen der Medien gestanden und zwar wegen dem Wechsel in der Direktion. Am 6. November wurde gemäß Entscheidung von Ajatollah Khamenei, dem Oberhaupt der Islamischen Revolution , Dr.Mohammad Sarafras zum neuen Chefintendanten der Rundfunk und Fernsehanstalt bestimmt und löste den verdienstreichen Intendanten Zarkhami nach Ablauf dessen achtjährigen Amtszeit ab. Über zwanzig Jahre lang  hat Dr. Sarafras die Leitung des Außendienstes der IRIB innegehabt.

In dieses Amt wurde er 1992 berufen. Zu seinen Aufgaben gehörte auch die Leitung des englischsprachigen Fernsehsenders press.tv und des spanischsprachigen Fernsehsenders Hispan Tv  sowie des arabischsprachigen Fernsehens Al Alam. Er hat wesentlich zur Eröffnung dieser Fernsehsender beigetragen. Unter seiner Leitung wurde auch das Fernsehnetz I-Film , welches rund um die Uhr Filme und Fernsehserien in  farsi und arabisch ausstrahlt, eröffnet.

 Der neue Chefintendant der IRIB  hat seinen Doktor an der Beiruter Universität in Politwissenschaften erworben. Er ist nun der 5. Chefintendant der Rundfunk- und Fernsehanstalt seit Beginn der islamischen Revolutionsära. Diese Anstalt gilt mit mehreren Dutzend Radiosendern und Fernsehnetzen in verschiedenen Inlands- und Fremdsprachen als das größte Medium Irans..

Auf dem Buchsektor ist ebenso ein wichtiges Ereignis zu nennen nämlich die Preisverleihung der Islamischen Republik Iran für das Buch des Jahres. Diese Preisverleihung findet   jedes Jahres anlässlich des Siegesjubiläums der Islamischen Revolution im Bahman, dem vorletzten Monat des iranischen Jahres (Februar) statt. In den Themenbereichen Allgemeines, Islamische Philosophie, westliche Philosophie, Religion, Soziologie, Sprachen, Angewandte Wissenschaften, Kunst, Literatur und Geschichte wird jeweils das beste Buch preisgekrönt.  Eine ähnliche Preisverleihung erfolgte zum ersten Mal im Jahre 1956 an 11 Buchtitel. Die Verleihung dieses Preises wurde nach einer längeren Pause nach der Islamischen Revolution weitergeführt.  Die 32 . Verleihung des Jahres-Buchpreises der Islamischen Republik Iran fand auf Initiative des Institutes „Haus des Buches“ statt. Zu den preisgekrönten Büchern gehörten: „Großes Teheran-Lexikon“ von einem Autorenteam unter  Leitung von Kazem Mussawi Bodschnurdi

„Wellsite Geologie“ von Humayun Motii,

 Gesamtwerk  „Heilpflanzen“, eine  Zusammenstellung und Übersetzung von Ahmad Imami und Mitarbeitern,

„Kulturschatz iranischer Architekturwerke“ von Frau Leyla Pahlawanzadeh  und  „Scharh-e Schuq“ Kommentar und Anlayse der Hafiz-Dichtung von Said Hamidiyan.

Weitere preisgekrönte Bücher des diesjährigen iranischen Buchpreises waren:

„Übersetzungskunde des Heiligen Korans“ von Ahmad Paketschi,

„ Islamisches Modell für Glück aufgrund der positiven Psychologie“ von Abbas Pasandideh, sowie „Lexikon der Moralphilosophie“ von  der Inschallah Rahmati-Übersetzer- und Autorengruppe

                                   

Das Sekretariat für den internationalen Jahresbuchpreis der Islamischen Republik  zeichnet außerdem Bücher im Bereich Islam- und Iranstudien aus um die diesbezügliche  Verfassung, Übersetzung und Überarbeitung von Büchern in verschiedenen Sprachen zu fördern. In dieser Sparte der Buchverleihung wurden mehrere ausländische Autoren gewürdigt darunter

  Prof. Tatsuichi Sawada , Prof. Anne-Sylvie Boisliveau,  
Prof. Jocelyne Cesari, Prof. Asma Afsaruddin, Prof. William C. Chittick, Prof. Dimitri Gutas, sowie
Prof. Hemming Jorgensen, Prof. Damien Janos
Dr. Saadoun Hamade und   Prof. Josef Van Ess.

Nadschib Mayel Herawi aus Afghanistan wurde ebenso für seine Verdienste in der  Islam- und Iranforschung gelobt.

 

Laut dem Leiter der Nationalstiftung für Computerspiele kommt Iran inzwischen unter den asiatischen Ländern auf den 5. Platz und in der Islamischen Welt auf den ersten Platz hinsichtlich der Herstellung von Computerspielen zu stehen. Behrus Minai gab 1393 bekannt, dass die  Computerspiele nicht nur eine kulturelle Botschaft  vermitteln sondern eine gute Einkommensquelle für Studenten und für Künstler ist somit auch wirtschaftlich zum Tragen kommt. Gemäß Angaben von Behrus Minai sind bislang 200 iranische Computerspiele in andere Länder verkauft worden.  Das Institut für die Produktion von Computerspielen gelangte in der Islamischen Welt auf den ersten Platz für Hersteller von Computerspielen zum Thema Islamischer Widerstand und für Spielregiebücher mit koranischem Inhalt und wurde auf dem Computerspiel-Festival Iran von den Besuchern als bestes Institut in diesem Bereich gewählt.   

                              

 

Letztes Jahr glänzte das iranische Kino wieder auf der internationalen Bühne. Fast 400 Dokumentationen, Erzähl-und Kinofilme sowie Animations  wurden an 265 internationale Festivals entsandt und 51 von ihnen fanden Zugang zu den Wettbewerben, Sonder- und Nebenprogrammen und dem Filmmarkt dieser Festivals.  Auf dem Open City Docs  - Fest von London, dem Festival „Menschenrechte“ in der Ukraine, den russischen Filmfestspielen  „Botschaft an die Menschheit“ und  dem siebten Festival für iranische Filme in San Franzisco  gewannen iranische Dokumentationsfilme im vergangenen Jahr 1393 insgesamt 18 internationale Preise.

Iranische Kinofilme wurden ebenso auf renommierten Festivals im Ausland,  wie das Asia Pacific-Filmfestival in Australien, das Shanghai-Filmfestival und das  Filmfestival von Erbil,  Irak,  sowie bei den indischen Filmfestspielen in Bombay und der Berlinale in Deutschland preisgekrönt.

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