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Sonntag, 14 Dezember 2014 16:26

Sklaverei der Moderne

Moderne Sklaverei in China Moderne Sklaverei in China
  Die Geschichte belegt, dass es immer Unterdrückte und Arme gegeben hat, die von einigen Mächtigen und Reichen ausgenutzt und ausgebeutet wurden.

Doch es kam der Zeitpunkt, da die Menschheit dies nicht mehr dulden wollte und  die Versklavung nacheinander in allen Länder abgeschafft  und verboten wurde.

Es gibt  fast kaum noch  Sklaverei in ihrer früheren Form, aber bei einigen ist der Geist der Maßlosigkeit und der Ausbeutung bestehen geblieben und deshalb sind neue Formen der Sklavenhaltung aufgetreten. Für sie gelten ähnliche  Regeln und Verhältnisse wie in der Vergangenheit, auch wenn denn heutigen Sklaven nicht die Füße  zusammengekettet und wenn ihnen kein Brandzeichen mehr auf die Haut gedrückt wird.  Es gibt Sklaven und zu ihnen  gehören  zum Beispiel Menschen, die an einer schicken Straße in einer europäischen Stadt oder mitten in den USA in einer großen Luxusvilla zu Sklavendiensten gezwungen werden.

                          

Vor mehr als 200 Jahren wurde offiziell die Sklaverei abgeschafft, dennoch gehört sie in Wirklichkeit noch nicht der Vergangenheit an, sondern ist aktuelle Realität.  Die Verklavung von Menschen nimmt besonders in den letzten 10 Jahren in verschiedenen Teilen der Welt in unterschiedlichen  Formen  zu.  

 

Die Sklavenhaltung ist nicht öffentlich wie früher, aber die Zahl der Sklaven ist doppelt so hoch wie zur Zeit des Sklavenhandels. Modernes Sklaventum erfolgt auf anderen Wegen: durch Menschenhandel, sexuellen Missbrauch und Ausnutzung, Zwangsarbeit für Kinder, Zwangsheirat und Nötigung von Kindern zu Einsätzen in bewaffneten Konflikten.

 

Die hohe Menschenrechtskommissarin der UNO, Navi Pillay, sieht in der Versklavung ein Verbrechen gegen die Menschheit, welches das Leben der Menschen und die  Gesellschaften zerstört. Sie bestätigt,  dass  - obwohl die Abschaffung dieses Phänomen international gilt, -  dennoch Millionen von Menschen in unserem heutigen Zeitalter darunter leiden müssen. Navi Pillay warnt, dass die aktuelle Weltwirtschaftskrise zu einem Anstieg der Zahl der versklavten Menschen auf der Welt führen kann.

Die UNO und die Weltarbeitsorganisation (IAO) haben in ihrem diesjährigen gemeinsamen Bericht bekannt gegeben ,  dass zurzeit mehr als 21 Millionen Menschen, Männer, Frauen und Kinder, jeden Tag unter Bedingungen der Versklavung zubringen  und ihre Versklavung in traditioneller oder moderner Form entsprechend der Marktnachfrage zunimmt.  Die Zwangsarbeit ist eine der wichtigsten Arten von moderner Versklavung. Laut der IAO  sind zurzeit circa 12 Millionen 300 Tausend Menschen Opfer dieser Form des Sklaventums. Immer werden die besonders Armen von diesem Phänomen betroffen. Zu diesen Menschen gehören eingewanderte Arbeiter, die ihre Schulden bei den Schmugglerbanden abzahlen müssen ebenso wie Frauen und  Mädchen, die zur Prostitution gezwungen werden.  Im UN-Bericht wird unterstrichen, dass die Sklaverei der Moderne auf Armut, soziale Absonderung und  Verdrängung an den Rand der Gesellschaft, das Fehlen von Bildungsmöglichkeiten und die Korruption zurückgeht.

                    

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat  in seiner Botschaft anlässlich des Welttages der Abschaffung der Sklaverei am 2. Dezember darauf hingewiesen, dass die heutigen Sklaven nicht in den Genuss ihres  Rechtes auf Leben, freie Berufswahl, Würde und Gleichheit kommen.  Der UN-Generalsekretär forderte anlässlich dieses Internationalen Tages  alle Staatsführer der Welt auf,  sich für den Stopp von Menschenhandel, Kinderarbeit, Zwangsheirat, Prostitution und Nötigung von Kindern zur Teilnahme an bewaffneten Konflikten ein Ende zu setzen.

Er sagte auch: „Es werden täglich viele Frauen geschmuggelt , verkauft und in Bordellen eingesperrt.  Tausende Mädchen werden unter Zwang verheiratet und sexuell misshandelt oder müssen als Hausmädchen dienen....Es gibt Männer, die von ihren Familien getrennt leben und für einen geringfügigen Lohn arbeiten müssen.“

   

  Der Frauenhandel hat internationale Dimensionen angenommen. Er ist nach dem Schmuggel mit Waffen und Drogen das einträglichste Geschäft und ein organisiertes Verbrechen. Dieses illegale Geschäft bringt jährlich einen Profit von 12 Milliarden Dollar ein. Laut Bericht der IAO (ILO)  wird durch Verdingung der Opfer in den Zielländern jährlich 32 Milliarden Dollar Gewinn eingestrichen. Die Hälfte dieses Betrages bezieht sich auf die Industriestaaten.

 

1102 war Britannien eines der ersten Länder, die die Sklaverei abschafften. Aber in diesem Staat wird heute moderne Sklaverei praktiziert. Laut Bericht zahlreicher Nachrichtenagentur und zuverlässiger internationaler Urkunden von Menschenrechtsorganisationen haben der sexuelle Missbrauch von Menschen und die modernen Formen von Sklaventum in England besorgniserregend zugenommen. Das Innenministerium dieses Landes gab vorige Woche im Gefolge einer Untersuchung über die Zahl der Opfer moderner Sklaverei bekannt, dass 2013 circa 13 Tausend Menschen landesweit Opfer dieses Phänomens wurden. Diese Ziffer hat sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als vervierfacht , denn   die Abteilung für Menschenschmuggel des National-Kriminalamtes hat 2012  die Zahl der Opfer von Sklaverei mit 2 tausend 744 angegeben. 

Aber zu den Sklaven in England gehören nicht nur Frauen, die zur Prostitution gezwungen oder  auf andere Weise aus Profitgründen sexuell ausgenutzt  oder als Hausmädchen eingesperrt werdent. Unter das Phänomen der Sklaverei fallen auch Arbeiter in der Landwirtschaft, in Fabriken und auf Fischereischiffen.  Die Schmugglermafia bringt viele Menschen   aus Osteuropa, insbesondere aus Polen, Rumänien, Albanien aber auch aus Nigeria nach England.  Theresa May, die  Innenministerin Englands bezeichnete es als  eine besorgniserregende Tatsache, dass die Versklavung noch immer  überall auf der Welt und darunter in England verbreitet ist.  

                                 

Der Afrikanische Kontinent mit seinen Millionen von hungernden, armen und mittellosen Menschen ist ein günstiger Ort für jegliche Ausbeutung.  Ausbeuterländer wie die USA führen an den afrikanischen Einwohnern unerlaubte medizinischen Versuche durch.  Einige US-Forscher meinen, die Afrikaner würden sich gut für diese gefährlichen Versuchen eignen und daher sehen wir, dass unbekannte Krankheiten als erstes auf diesem Kontinent in Erscheinung treten.

Ist ein solcher  Missbrauch von Leben und Gesundheit eines Menschen etwas anderes als Sklaverei?

                   

Sklaverei beschränkt sich nicht nur auf die Ausnutzung des Lebens und der Kräfte  eines Menschen, sondern die moderne Versklavung nimmt in dem kapitalistischen System noch eine andere Bedeutung an.  Die Banken und Kreditinstitute füllen durch Vergabe von zahlreichen Krediten an die Bürger täglich immer mehr ihre Taschen, und nutzen die Schuldner wie Sklaven aus.  Zurzeit gibt es viele Menschen überall auf der Welt, die wegen der Finanz- und Writschaftsgesetze der kapitalistischen Ordnung , zu Sklaven geworden sind. In dieser Geld- und Kreditordnung, sind  Produktion und Dienstleistungsmarkt auf einen Rückhalt in Form von großen Bankkrediten angewiesen.  Die Bankkredite mit hohen Zinsen lässt zusehends die Zahl der Schuldner steigen und oft sind die Kreditnehmer gezwungen neue Kredite zu nehmen um die vorherigen tilgen zu können und verschulden sich auf diese Weise immer weiter.

Die Schuldner werden immer ärmer und die Banken und Kreditinstitute immer reicher.  Auf diese Weise werden die Kreditnehmer zusehends zu Sklaven des kapitalistischen Systems und müssen ihren Arbeitsverdienst an die Banken zahlen.  In Wahrheit raubt diese neue Form der Sklaverei vollständig den Menschen  Denken, Energie, und Möglichkeiten zu einem guten Leben.

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