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Montag, 24 November 2014 16:44

Opfer männlicher Gewalt in Ost und West

Opfer männlicher Gewalt in Ost und West
1999 hat die UN-Vollversammungen den 25. November als  Internationalen Tag der Beseitigung von Gewalt gegen Frauen anerkannt.

Schon seit 1981 hatte es einen Aktionstag gegen dieses Phänomen gegeben. Anlass dazu war die Verschleppung  und Ermordung von zwei  Schwestern die der revolutionären Bewegung gegen den Diktator der Dominikanischen Republik  angehörten. 

Genügt jedoch die Ernennung eines Tages zum Tag der Bekämpfung von  Gewalt gegen Frauen, um diese zu beenden? Wir sehen ja das es alle mögliche Gewalt von vokaler bis zu sexueller Gewalt gegen Frauen gibt. Es gibt immer noch Frauenhandel und Frauenversklavung. Frauen  sind Opfer von Kriegen und Konflikten.

                                  

 Trotzdem es zahlreiche internationale Organisationen und Resolutionen und Verträge über die Beachtung der Stellung der Frau und ihrer Rechte gibt, zeugen die Nachrichten in den Medien von einer erschütternden Realität.  

Im Gegensatz zu dem was der Westen  behauptet, hat sich die Lage der Frauen  in westlichen Ländern eher verschlechtert als verbessert und Modernismus und Feminismus konnten der Frau keine sonderlich bessere Position bescheren.  Die Frauen sind vokalen und körperlichen Angriffen und sexueller Gewalt ausgesetzt und laut amnesty international liegt die Zahl der Todesfälle oder Entstehung  körperlicher Behinderungen aufgrund häuslicher Gewalt  höher als die Zahl der  Krebserkrankungen und Verkehrsunfälle unter Frauen. Die Angaben von amnesty international  betreffen europäische Frauen im Alter von 16 bis 44.   Auch in dem Bericht, der auf der  57. Sitzung des UN-Jahreskommission in New York verlesen wurde, hieß es, dass nicht Krieg, Krebs oder Unfälle sondern Gewaltanwendung die  häufigste Todesursache bei Frauen  im Alter von 15 bis 44 ist.

In  den USA wird jede 3 Sekunden eine Frau vergewaltigt. Zwischen 30 und 35 Prozent der Amerikanerinnen  werden körperlich von ihren Ehemännern misshandelt.  15 bis 20 Prozent westlicher Frauen werden sogar bei der Schwangerschaft geschlagen! Besorgniserregend viele  Frauen in europäischen Famiilen sind Opfer  physischer oder psychischer Aggressionen. Gemäß Bericht der EU hat die Gewalt gegen Frauen auf allen Ebenen der europäischen Gesellschaft  trotz der strengen Famliengesetze zugenommen. Zum Beispiel sind in England 7 von 10 Frauen während ihres Berufslebens sexuell belästigt worden.

 

Eine weitere Form der Gewalt gegen Frauen beobachten wir in unserer Region,  insbesonders seitens der Zionisten, aber auch seitens der Wahhabiten und der takfiristischen Gruppen wie Al Qaida, Taliban, und IS (Daisch)und Boko Haram in Nigeria.

 

Das zionistische Regime hat bei seinem schrecklichen Angriff auf den Gazastreifen, Anfang des vergangenen Sommers, hunderte von Frauen und Kinder getötet oder verwundet.  Das Besatzerregime hält auch in seinen Gefängnissen eine größere Anzahl von Palästinenserinnen fest und scheut sich nicht sie zu foltern.

  Außerdem verletzen  Wahhabiten unter Ausgabe anscheinend islamischer Sprüche weitgehend Verletzungen der Frauenrechte insbesondere in Afghanistan, aber auch in Saudi-Arabien und Nigeria, in Syrien und im Irak. Die takfiristischen Terrorgruppen, die auf wahhabitisches Denken zurückgehen und schon viele Muslime als „Abtrünnige“ massakriert haben,  sind mithilfe der westlichen Regierungen zustandegekommen und werden von ihnen unterstützt. Diese Staaten behaupten allerdings nach außen hin, diese Gruppen zu bekämpfen. Insbesondere die IS-Terrorgruppe  hat mit westlicher Hilfe viele muslimische (sunnitische und schiitische) sowie nicht-muslimische Frauen in die Flucht getrieben 

Der Dschihad-e Nikah (der Heirats-Dschihad), welchen die IS-Terroristen betreiben,  ist eine weitere Form der Sexual-Gewalt gegen Frauen. Für diese  Extremisten sind die Frauen wie eine Ware  und ein Mittel zur Befriedigung ihrer Wünsche. Sie nehmen  Frauen und Mädchen bei ihren Angriffen gefangen und zwingen sie zur Heirat. Wenn sie sich weigern, werden sie gefoltert und umgebracht. Bei den Angriffen der takfiristischen IS-Gruppe auf Irak und insbesondere beim Angriff auf Mosul wurden auf diese Weise die Rechte der Frauen der Jesiden- Minderheit massiv verletzt.  Tausende jesidische Mädchen sind verschleppt und misshandelt worden. Sie wurden wie Sklaven versteigert. Die IS haben 5 bis 7 tausend Jesiden-Frauen entführt. Aus Angst vor der IS haben ungefähr 150 jesidische Mädchen Selbstmord begangen.

 

Die Organisation  Human Rights Watch hat vor kurzem bekannt gegeben, das die Verschleppung von Jesiden und ihre Misshandlung an ein Verbrechen gegen die Menschheit grenzen.

 

 Die Massaker der IS-Terroristen und die anhaltende Verschleppung von Fauen und ihre Versklavung machen das hässliche und unmenschliche Wesen dieser Takfiri-Gruppen deutlich.

                                

Die Boko Haram in Nigeria ist ebenso eine  takfiristische Gruppe, die nur sich selber als „Muslime“ betrachtet und  die Frauenrechte schwer verletzt. Sie begeht  in Anlehnung an die Terrororganisation Al Qaida mit ihrem fossilen takfiristischen Denken  Gewalttätigkeiten gegen Frauen, insbesondere in Form von Entführungen.  In den Gebieten die in ihrer Gewalt sind werden die Frauen wie Sklaven gehandelt.  Boko Haram hat im April dieses Jahres, angeführt von Abu Bakar Schekau, über 200 Schülerinnen verschleppt.  In einer Videobotschaft gab Schekau daraufhin bekannt, dass er diese Mädchen als Sklaven verkaufen oder sie zur Heirat mit seinen „Kämpfern“ zwingen wird. Dieser Takfiri-Terrorist verstößt damit  offen und mit seltener Schamlosigkeit gegen die allgemeinen menschlichen und islamischen Grundsätze.

Vor kurzem haben die Boko Haram wieder 60 junge Frauen und Mädchen in Nordost-Nigeria entführt.

Wo die Takfiris und Wahhabiten die Kontrolle in der Hand haben, verletzten sie aufgrund ihrer starren abwegigen Ansichten  die Rechte der Frauen auf schlimmste Weise . 

In Saudiarabien, welches vom Westen unterstützt wird, befinden sich die Frauen in einer erniedrigenden Lage. Sie gelten in diesem Land als zweitrangiges Geschlecht und ihnen werden elementare Rechte vorenthalten.  Von Geburt bis zum Tod sind sie der Männerherrschaft untergeordnet.  Ihnen wird das Gefühl eingeflösst, dass Frauen Urheber von Sünde und Übel sind. Im Gegensatz zu den Versprechungen der saudischen Regierung, dürfen die Frauen in diesem Land immer noch nicht an Wahlen teilnehmen und sie haben gesetzmäßig nicht das Recht zur Teilnahme auf Gebieten der Politik und Wissenschaft, der Kultur und Gesellschaft. Sie dürfen zum Beispiel kein Auto steuern oder haben keine Fürsorgerecht für ihre Kinder usw. Ohne Erlaubnis eines nahen männlichen Verwandten haben sie nicht das Recht  zu verreisen oder an bestimmten gesellschaftlichen Tätigkeiten teilzunehmen.  Es gibt kein Gesetz in Saudi Arabien, welches die Frauen gegenüber männlicher Misshandlung schützt.   Einige saudische Frauen dürfen ohne Anwesenheit  ihres männlichen Fürsorgers noch nicht einmal das Telefon zuhause benutzen.  Frauen dürfen auch nicht das Polizeibüro betreten sondern ihnen ist das nur in Begleitung ihres gesetzlichen Fürsorgers möglich.

 

Zweifelsohne verstößt die Gewalt gegen Frauen gegen das Islamische Gebot der Güte.  Die Frauen nehmen einen sehr hohen Platz im Islam ein. Der Prophet (s)  brachte den Frauen große Achtung entgegen,  und empfahl und mahnte, sie freundlich und milde zu behandeln.  Er ging dabei als Beispiel voraus, damit die arabischen Beduinen, die Frauen als wertlose Wesen betrachteten, erkennen, welchen hohen Wert weibliche Wesen in Wirklichkeit besitzen.

Die takfiristischen Terroristen verhalten sich genauso wie die Wüstenbewohner der vorislamischen Zeit und betrachten Frauen als wertlos. Sie scheinen mit ihren Verbrechen gegen Frauen  den Islam in schlechten Ruf bringen zu wollen.

 

Der Islam mahnt die Rechte aller Menschen zu achten   und fordert ausdrücklich  die  Wahrung der Würde und Rechte der Frauen. Gemäß islamischer Lehre genügt es nicht nur vokal die Rechte der Frauen zu verteidigen. Durch Ernennung eines internationalen Tages und Parolen ist  es noch nicht mit der Verteidigung der Frauenrechte getan. Vielmehr müssen die kulturellen Grundlagen für eine wahre Achtung der Menschenwürde der Frauen geschaffen werden, damit ihre Rechte tatsächlich verwirklicht werden.

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