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Montag, 10 November 2014 05:39

Für eine bessere Lebensqualität

Für eine bessere Lebensqualität
  Einige verbringen Stunden im Fitnessstudio und trainieren ihre Muskeln mit schweren Übungen. Sport und Bewegung sind  gut für die  körperliche Gesundheit und helfen dem Menschen nachhaltig  im Alter, fit zu bleiben. Sport vermindert  das Risiko für Herzleiden und Gefäßerkrankungen. Wie aber ist es mit dem Gehirn? 
Kann man das Gehirn auch trainieren?  Gibt es Übungen für den Geist, die dem Menschen auch im Alter noch etwas nützen?

 

Nach Ausagen von Experten gibt es Methoden für geistigen Sport und um das Gehirn für das Alter fit zuhalten. Genauso wie man zu Hause Sportübungen machen kann, um sich körperlich fitzuhalten und deshalb nicht in den Sportverein gehen muss, ist es auch für den Geistessport nicht nötig, viel Geld auszugeben oder schwierige Übungen zu machen.  Es genügt schon regelmäßig  ein Buch in die Hand zu nehmen und darin zu lesen, damit man geistig fit und beweglich bleibt. Ältere Menschen können zum Beispiel durch Kriminalromane und spannende Geschichten,   ihre geistigen Kräfte verstärkt beanspruchen, um Alzheimer vorzubeugen.

 

Vor kurzem wurde in der Zeitschrift Neurology ein Untersuchungssergebnis veröffentlicht, welches zeigt , dass durch Bücherlesen, Schreiben oder geistige Beschäftigung der Rückgang der geistigen Fähigkeiten im höheren Alter verlangsamt werden.  Solche  Übungen nützen auch  im mittleren Alter oder im Alter etwas.  Wichtig ist, dass durch sie  das Erinnerungsvermögen  und andere geistige Fähigkeiten  bewahrt bleiben.

 

294 Personen nahmen 6 Jahre lang an diesem Untersuchungsprojekt teil. Jedes Jahr wurden bei einer  Reihe von Testen  ihre geistigen Kräfte bewertet. Außerdem wurde das Gehirn von Testteilnehmern, die innerhalb dieser Zeit verstarben, untersucht. Anhand der gewonnenen Daten , der Fragebögen und weiterer Informationen über die Hirntätigkeit, stellten die Forscher fest, dass das Gehirn bei jedem, der  irgendeiner Lese- und Schreibbeschäftigung nachgeht, dank dieser Tätigkeiten gesünder ist.  Wenn jemand aus professionellen Gründen Bücher liest  wird er im Vergleich zu denjenigen, die überhaupt keine Bücher lesen, 32 Prozent weniger  einem Rückgang der geistigen Fähigkeiten begegnen.  Aber jemand der nicht liest oder schreibt, wird 48 mal schneller als jemand, der diesen Beschäftigungen nachgeht, einen Rückgang seiner Hirnleistungen hinnehmen müssen. Interessant ist, dass viele meinen, sie bräuchten nicht zu lesen und es vorziehen,   sich am Feierabend vor dem Fernsehen zu erholen.  In gewissem Sinne mag das eine Erholung sein, aber wir sollten nicht vergessen, dass gewohnte geistige  Beschäftigungen oder das Anschauen einer Fernsehserien niemals in dem Umfang unser Gehirn aktivieren können wie das Lesen und Schreiben.

Vor kurzem fand in Kanada  eine nationale Lese-Kampagne statt. Sie brachte interessante und erstaunliche Erkenntnisse hinsichtlich der Wirkung des Lesens auf die körperliche Gesundheit.  Und zwar hat das Lesen eine direkte Wirkung auf die körperliche Gesundheit und schon bei 6 Minuten Lesen geht Stress bis zu 60 Prozent zurück.  Das Herz eines Lesers schlägt regelmäßiger. Lesen  führt zur Muskelentspannung.  Forscher sind noch auf weitere interessante Ergebnisse gestoßen und zwar haben sie die Wirkung des Lesens auf die Stressverminderung im Vergleich zu der diesbezüglichen Wirkung anderer Tätigkeiten betrachtet.  Zum Beispiel ist das Lesen im Vergleich zum Musikhören 68 prozentig wirksamer. Und es ist 100 prozentig wirksamer als der Genuss einer Tasse Tee. Wer das Lesen einem Video- oder Computerspiel vorzieht, der wird sogar  600 prozentig besser seinen Stress kontrollieren können. 

Diese Untersuchungen an Bücherlesern zeigten, dass diese nicht nur körperlich sondern auch seelisch gesünder  als andere  und verständnisvoller sind als diese.  Die Daten zeugen auch für einen besseren Gesundheitszustand bei Personen, die regelmäßig an einer kulturellen Veranstaltung teilnehmen,  im Vergleich zu denen, die niemals solche Veranstaltungen besuchen.  Die Schaffung eines kulturellen Werkes wie ein Buch oder ein Kunstwerk oder auch der Besuch eines Museums oder einer  Bibliothek  trägt zu einer 20 bis 40-prozentiger Verbesserung der Gesundheit des Menschen bei.                                

Gemäß dieser Untersuchung ist der Gesundheitszsutand von denjenigen, die am Bücherlesen Freude haben,  bis zu 33 Prozent besser als bei den anderen.  

 

In unserem Zeitalter der Informationsexplosion, empfangen alle ein großes Volumen an Informationen, wobei sie meistens passiv bleiben. Für die Kinder und Jugendlichen ist das noch problematischer, weil sie sensibler sind. Dem Kind wird nicht mehr  genug Raum für ein freies Denken gelassen. Früher bewegte sich ein Kind viel mehr als heute in der Natur, es lernte beim Spielen mit anderen Anpassung,  Entscheidungen treffen und Beziehungen zu meistern. Heute aber lässt das Kind  rasch die kindliche Welt hinter sich, wenn es  mit Medien und Computer Bekanntschaft schließt. Weil es glaubt alles bereits zu wissen, sind Neugier und Begeisterung, die es in Richtung Wissen und Kreativität lenken würde, erlöscht.  Diese Geichgültigkeit gegenüber dem Wissen ist nicht nur für seine Zukunft gefährlich  sondern hält es auch vom Bücherlesen ab. 

So kommt es, dass   das Buch heute nicht mehr für das Kind und den heranwachsenden Menschen als  vertrauter Kamerad gilt. Kinder und Jugendliche korrespondieren im virtuellen Raum mit anderen wobei sie höchstens deren Bilder sehen oder sie sind in dem Computerspielen damit beschäftigt,  in einem ständigen Kampf  mehr Punkte zu gewinnen und einen imaginären Feind zu schlagen. Wie bringen wir unsere Kinder wieder zum Lesen?

 

Das Bücherlesen ist etwas was den Kindern beigebracht werden muss, wie die Essenssitten, die Art sich zu Kleiden und die Art mit anderen eine Beziehung herzustellen oder Wissen zu erwerben.   Das Bücherlesen muss Spaß machen und ein Buch muss den Leser mitreißen können. Bücherlesen ist eine Kultur und erfordert kulturaufbauende Maßnahmen.  Die Kultur des Bücherlesens kommt nicht von selber im Menschen zustanden.

Das Bücherlesen selber ist wiederum der kulturfördernd und steigert das Wissen. Es verändert die Einstellung zum Leben und lässt  die Forderungen und Wünsche des Menschen logischer werden.

Wer Bücher liest, kann seine Probleme besser bewältigen und daher kann er ein gesünderes und besseres Leben erzielen.   Niemand das allgemeine  Kulturniveau  einer Gesellschaft  zu,  begünstigt  dies auch die kontinuierliche Entwicklung dieser Gesellschaft und trägt zu einer heilen und sicheren Geselslchaft bei.  Viele Psychologen sind der Ansicht, dass Lesen Nahrung für Seele und Geist ist.  Mit anderen Worten müssen wir also darauf achten, dass unsere Seele nicht unterernährt ist. Natürlich  ist zu beachten, dass nicht jedes Buch für jeden geignet ist.

Wenn jemand möchte, dass sein Kind intelligent und ein Bücherleser wird,  sollte die Mutter das Ungeborene  bereits mit Büchern  vertraut machen und in einem stillen Winkel aus einem Buch vorlesen. Das Ungeborene kann ab der 25. Woche hören. Wie Forschungsergebnisse zeigen,  fördert  das Vorlesen aus einem Buch während  der Schwangerschaft  die Entfaltung der  Intelligenz und positiven  Emotionen des Kindes.

 

Mit einem Buch können wir unser Kind vermehrt zu Fragen anregen. Außerdem ist oftmals eine passende Geschichte in einem Buch viel hilfreicher bei der Erziehung unseres Kindes als die direkte Mahnung. Eltern sollten natürlich  darauf achten, dass ihre Kinder geeignete Bücher auswählen.

 

Die Liebe zum Lesen muss also bereits im Kind hervorgerufen werden und das Lesen zu einem geistigen Bedürfnis werden.  Darüber müssen sich als erstes die Eltern und Lehrer bewusst werden und ihre Pfichten für den Aufbau der Zukunft ihrer Kinder kennen.

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