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Dienstag, 19 August 2014 07:45

Pentagon hat bei Hollywood-Kriegsfilmen die Hand im Spiel

Pentagon hat bei Hollywood-Kriegsfilmen die Hand im Spiel
Es gibt allerlei Anhaltspunkte dafür, dass die amerikanische Filmindustrie in Hollywood von  staatlichen Einrichtungen und Organen der USA insbesondere von CIA und Pentagon beeinflusst wird. 

Im Laufe der vergangenen Jahrzehnte haben zahlreiche Experten im In- und Ausland die Hollywoodfilme kritisch untersucht. Sie haben die langjährigen offenen  Verbindungen  zwischen Hollywood und Pentagon bestätigt. Ebenso bestätigen sie die Einmischung der amerikanischen Militärs in die Produktion von US-Filmen.

David Robb, der  viele Jahre als Journalist für die New York Times und Washington Post und Los Angelos Daily news gearbeitet hat, veröffentlichte 2004 in Kanada ein Buch unter dem Titel „Operation Hollywood“. In diesem  dokumentiert er wie Pentagon Hollywood kontrolliert und beeinflusst, Filme zensiert oder ändert und die endgültige Genehmigung für die Freigabe von Filmen herausgibt. David Robb kritisiert diese Einmischung Pentogans in Regiebücher und Filme und bezeichnet sie als verfassungswidrig.

Er  enthüllt seit mehreren Jahren, was sich bei den Filmproduktionen im Hollywood im Hintergrund abspielt. Neben der Veröffentlichung seines Buches und von Artikeln hat er auch Interviews zu diesem Thema  gegeben. Vor kurzem bestätigte dieser Journalist in einem Interview,  dass Pentagon nur  ganz bestimmte Filmproduzenten und Regisseure in Hollywood unterstützt. Er sagte: „Pentagon unterstützt nur diejenigen, die zulassen, dass es etwas an ihrem Regiebuch ändert, d.h.  falls an einer Stelle die US-Armee negativ dargestellt wird, darf Pentagon die Stelle streichen oder das Regiebuch umschreiben.  Nur in diesem Fall ermöglicht Pentagon den Zugang zu Kampflugzeugen und Kriegsschiffen, U-Booten und Kriegsausrüstung  und stellt einem Regisseur Waffen zur Verfügung.“

David Robb  berichtet in seinem Buch Operation Hollywood“, über ein Büro  in Los Angelos, bei dem die Regisseure ihr Drehbuch an Militärbeamten Pentagons abliefern. Letztere überprüfen die Filmgeschichte und erklären den Regisseuren, welche Stelle gestrichen , welcher Teil zensiert und welcher Teil hinzugefügt werden muss. Konnten sich beide Parteien einigen, wird ein Vertrag abgeschlossen. Robb schreibt weiter, dass ein Film nach  Abschluss der Produktion erst von hohen Militärs begutachtet wird. Diese müssen die Freigabe zur öffentlichen Vorführung bewilligen.“

Robb verweist auf einen weiteren wichtigen Punkt und  schreibt wie folgt: „Pentagon hat die Kinder im Augen,  denn diese werden einmal in Zukunft US-Soldaten sein. In den Hollywoodfilmen und Animations ist man bestrebt, die US-Armee positiv und als heldenhaft darzustellen, damit Kinder und Bürger der USA für die Armee gewonnen werden und den Krieg befürworten.“

In Robbs Buch „Operation Hollywood“ heißt es weiter, dass es seit langer Zeit zwischen Hollywood und Pentagon Verbindungen gibt, und dies nach Ende des Ersten Weltkrieges begann.

Robb beschreibt in seinem Buch wie die Zusammenarbeit zwischen Pentagon und Hollywood im Zweiten Weltkrieg erweitert wurde. Jeder, der diese Zeit erlebt hat, wird sich gut an die damalige Darstellung des Krieges seitens Hollywoods erinnern. Robb  kommentiert: „Die Mächtigen in der Filmproduktion forcierten damals die Produktion von Kriegsfilmen. Diese Filmgattung wurde von den  meisten bevorzugt. Hollywood behauptete, das zu zeigen, was die Bevölkerung sich wünscht. Aber in Wirklichkeit war es etwas anderes, was die Produzenten machten: Sie konstruierten künstlich die Geschichte. Damals haben die Vertreter von Pentagon intensiv  eine Institution  in der Filmproduktion unterstützt, welche die Propaganda in den Filmen beaufsichtigte. Dieses Institut hieß  `Top Gun`und konzentrierte sich auf Filme, die im Zusammenhang mit dem Krieg gedreht wurden. Das Institut   bestimmte über deren Inhalt und die Filmcharaktere.“

Die Einmischung Pentagons in die Filmindustrie gehört auch heute nicht der Vergangenheit an. Zur Zeit besitzen die USA an zahlreichen Orten auf der Welt Militärstützpunkte oder dieser Staat ist mit seinen Truppen in anderen Ländern präsent. Bei jedem Konflikt mischen sich die USA ein und  ergreifen für eine der Konfliktseiten Partei.  Außerdem ist der Markt für den US-Film größer  geworden. US-Filme erreichen  über neue Medien wie Satelittenfernsehen und Internet noch mehr Zuschauer. Daher hat Pentagon auch seine Herrschaft über das Kino verstärkt und  werden  Hollywoodfilme noch  mehr vom Pentagon beeinflusst. Zum Beispiel geht es in dem Film „Zero Dark Thirty“ (30 Minuten nach Mitternacht) von Kathryn Bingelow darum, wie der Ex-Führer der Al Qaida, Osama Bin Laden, bei US-Operationen aufgespürt und getötet wurde.  Hollywood hat in Wahrheit mit diesem Film Obamas Behauptungen und eine gefälschte Geschichte als wahr hinstellen wollen, ohne sich im geringsten deswegen zu schämen.

Der Film ist eher ein Werbezug für das US-Imperium und soll Aussagen des US-Präsidenten bestätigen. Zero Dark Thirty (2012)  propagiert Gewalt und Krieg und will sie verharmlosen. Zero Dark Thirty macht die CIA-Agenten zu Helden.

Die Filmgeschichte zieht sich in die Länge und enstpricht nicht der Realität. Vieles in diesem Film hat ohnehin überhaupt nichts mit Bin Laden zu tun. Der  Film scheint in Wirklichkeit beweisen zu wollen, dass Foltern etwas nützt und dabei behilflich ist, Terroristen schneller in die Falle zu locken.

Die Produzenten dieses Filmes wollten zusammen mit den Leuten von Pentagon, die die Produkion direkt beaufsichtigten, die Zuschauer glauben machen, dass Kriegsverbrechen zum Vorteil der Menschheit sind und man sich deshalb nicht scheuen darf, solche zu begehen. 

Philip Strub, welcher für die Beziehungen Pentagons zur Filmproduktion verantwortlich ist, sagt offen, dass jeder Film , der die Armee negativ darstellt, aus der Sicht Pentagons irrealistisch ist. Strub behauptet,  die Regisseure und Armeekräfte seien um ein realistisches Bild bemüht und dass gemeinsamen Bestrebungen würde sie miteinander vereinen.

Hinsichtlich dieser angeblichen Zusammenarbeit hat

Ridley Scott bezüglich seines Filmes  Black Hawk Down (2001), in dem der  Absturz des amerikanischen Kriegshubschraubers Black Hawk vorkommt, gesagt: „Wir hätten den Film auch ohne Hilfe der Armee drehen können, aber denn hätte er anders heißen müssen, nämlich „Sturz des schwarzen Spatzen“ und nicht „Sturz des schwarzen Falken“.“

Der amerikanische  Regisseure Oliver Stone kennt die andere Seite der Medaille.  Er erklärt, dass er nie von der US-Armee militärische Hilfen erhalten konnte und begründet dies damit, dass die Leute in der Regierung nicht wollen, dass die negativen Aspekte des Krieges gezeigt werden. Oliver Stone sagt: „Sie unterstützen keine Filme, die die Wahrheit sagen wollen!“                                         

„Die meisten Kriegsfilme sind also in Wahrheit  wie Propagandaposter und sollen freiwillige Kräfte für die Armee anwerben,“ sagt Oliver Stone weiter. Er bestätigt, dass es Hollywood vor allen Dingen darum geht, dass  ein Film einen guten Gewinn einbringt.  Er verweist  in diesem Zusammenhang darauf, dass die Hollywood- Filmproduzenten bei Nutzung des Kriegsgerätes, das ihnen Pentagon zur Verfügung stellt, Millionen Dollar einsparen können, und dadurch  ein größeres Geschäft machen.

Hollywood scheint also in Wirklichkeit  eine große Propagandamaschine zu sein,  die weltweit besonderen Zielen dient. Diese Propagandamaschine verschönert in der Regel die Ziele und Maßnahmen der US-Armee  vor einem realen geschichtlichen Hintergrund. Pentagon belohnt die Regisseure, und Regiebuchautoren, die sich ihren Wünschen nach Beeinflussung der Weltöffentlichkeit beugen.  Gemäß Untersuchungen wurden einige der bekanntesten Filme aus Hollywood nicht gemäß der historischen Tatsachen produziert, sondern aufgrund von Zwang, Drohungen oder Anreizen , die seitens Pentagons und der US-Sicherheitsdienste erfolgten.

Viele Kinoanhänger  sind angesichts der Tatsachen in der amerikanischen Filmindustrie enttäuscht und auch in den USA selber protestieren Bürger dagegen. Auch hat der US-Kongress niemals der Armee erlaubt, die öffentlichen Mittel für Meinungsmanipulation auszunutzen. Pentagon und die US-Armee missbrauchen jedoch diese Mittel. Sie  müssen sich für die Verfälschung der Geschichte und ihre Einmischung in die Kino-Industrie verantworten.

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