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Donnerstag, 05 Dezember 2013 10:55

Aids lauert besonders der Jugend auf

Aids lauert besonders der Jugend auf
  Der erste Dezember wurde von der UNO zum Welt-Aidstag ernannt um die Weltöffentlichkeit laufend auf diese tödliche Krankheit aufmerksam zu machen. 

An diesem Tag wird über die aktuelle Situation der HIV-Erkrankten   und über die Vorbeugungsmaßnahmen gegen Aids und die Behandlung von HIV-Infizierten auf der Welt berichtet.

  Die Weltgesundheitsorganisation WHO konzentrierte sich im Jahre 2013 auf einen besseren Zugang zu den Dienstleistungen im Bereich, Aids-Vorbeugung, Behandlung und Schutz von Heranwachensenden (insbesondere der Altersgruppe 10 bis 19 Jahre).  Im Iran findet vom 30. November bis zum 6. Dezember die Woche zur Aidsinformation statt.  In dieser Woche wird  ein besonderer Blick auf das Thema : Gesundheit der Gesellschaft und Rolle des gesunden Menschen für die kontinuierliche Weiterentwicklung  geworfen. 

Jedes Jahr legt die UNO für den Welt-Aidstag ein Motto  fest, damit alle Länder etwas für die Durchführung dieses Leitspruches tun. Wegen der Bedeutung der Aids-Behandlung  wurde für den diesjährigen Welt-Aidstag folgender Leitspruch ausgewählt: „Rechtzeitige Durchführung des HIV-Testes – je früher die Diagnose desto wirksamer die Behandlung!“

Die Umsetzung dieses Mottos würde dazu beitragen, dass wir den strategischen 5-Jahreszielen der UNO bei der Bekämpfung von Aids näherkommen, nämlich dass die 15 Millionen HIV-Träger Behandlung erhalten,  und die  Zahl der Neugeborenen die mit HIV infiziert sind ebenso wie die Zahl der Personen die an Aids- sterben bis 2015 gleich Null wird.

Aids beeinträchtigt das Immunsystem des Körpers, so dass der Körper keine Viren und Bakterien mehr töten kann und der HIV-Erkrankte mit der Zeit immer schwächer wird und schließlich schwer von einer bestimmten Krankheit betroffen wird.  In dieser letzten Phase offenbart sich seine Aids-Erkränkung und verschlechtert sich seinen Zustand immer mehr, bis er stirbt.  Das Krankheitsbild stellt sich erst mit der Zeit ein, und es kann sein dass ein  HIV-Träger,   ohne von seiner Infizierung zu wissen,  den Krankheitserreger an andere überträgt .

In der akuten Phase nach der Ansteckung ähneln die Symptome einer Erkältung . Erst 2 bis 12 Wochen später und manchmal auch erst nach 6 Monaten  kann dann bei einem Labortest festgestellt werden, dass die betreffende Person HIV-infiziert ist.

 Die zweite Phase kann 3 bis 20 Jahre dauern und in dieser Zeit verspürt der Aids-Kranke nichts von der Krankheit . Zumeist wird gerade in dieser Zeit der Virus auf andere übertragen, denn der Betroffene selber und die anderen ahnen nichts davon, dass er Träger des Viruses ist.   

In der dritten Phase  beginnt das Immunsystem zu versagen und die Symptome verschiedener Krankheiten, gegenüber denen sich der Körper nicht mehr wehren kann, erreichen ein derartiges Ausmaß, dass es zum Tod des Aids-Kranken führt.

 

Die Vereinten Nationen haben in einem neuen Bericht bestätigt, dass im Zeitraum 2001 bis 2012 die Zahl der neuen Fälle der HIV-Infizierung weltweit um ein Drittel gesunken ist.  Dieser Bericht zeugt von einem Erfolg der Bemühungen zur Verhinderung des Ausbreitungsprozesses der tödlichsten Infektionskrankheit  der Welt. Laut Bericht des UN- Büros für gemeinsame Planung zur Bekämpfung von Aids  haben sich im Jahre 2012 weltweit 3.2 Millionen Menschen mit dem Virus infiziert. 2001 waren es 4.3 Millionen Menschen gewesen. Auch hat die Zahl der Aids-Toten im laufenden Jahr 2013 um 30 Prozent abgenommen  und betrug 6,1 Millionen.

In dem Bericht der UNO wurden auch auf die zunehmenden Investitionen im Bereich von Arzneimitteln zur Verhinderung der Rückkehr des Aids-Erregers hingewiesen. Und zwar betrugen 2002 diese Investionen  3,8 Milliarden Dollar und sind inzwischen auf 9.18 Milliarden Dollar  angestiegen.

Michel Sidibe, Exekutivleiter des Büros für das UN-Aidsprogramm  sagte: „Wir haben heute die notwendigen Mittel für den Stop der Verbreitung von Aids in der Hand!“ Doch warnte er:  „In den Ländern, in denen die Zahl neuer HIV-Infizierter deutlich abgenommen hat, gibt es besorgniserregende Anzeichen dafür, dass risikoreiches Sexualverhalten unter den Jugendlichen zugenommen hat.“

Gerade hier haben wir es mit einem wichtigen Punkt zu tun, der beachtet werden muss.

Aufgrund der jüngsten Angaben, die veröffentlicht wurden,  sind 2 Millionen der 35 Millionen 300 Tausend  Aids-Kranken auf der Welt Heranwachsende und Jugendliche zwischen 10 und 19 Jahren.  Die Zahl der Todesfälle unter Kindern und Heranwachsenden aufgrund von Aids hat in den letzten 8 Jahren bis zu 50 Prozent  zugenommen.  Als wichtigste Ursache für diesen Missstand wurden  der Mangel an Information und der notwendigen Tests zur Feststellung der Aids-Erkrankung unter Jugendlichen genannt. 

Unterdessen konnte die Medizinwissenschaft durch Einsatz von neuen Methoden die Todesziffer unter den erwachsenen Aids-kranken auf ein Drittel reduzieren.  Leider gibt es aber heute noch kein organisiertes Programm zur Verhütung von Aids unter Kindern und Heranwachsenden.

Aids ist heute eines der größten Probleme  und eine Gefahr für alle, insbesondere für die junge Generation.  Daher zählt es zu den  wichtigsten Wegen zur Bekämpfung der Verbreitung einer gefährlichen Krankheit wie dieser, dass die heranwachsende Jugend  richtig informiert wird. Je eher Aids festgestellt und je eher ein Aids-Erkrankter behandelt wird, desto mehr wächst die Lebenserwartung für ihn und desto mehr kann die Wahrscheinlichkeit gesenkt werden, dass er  andere in seiner Umgebung  ansteckt.

Die wichtigsten Strategien zur Kontrolle und zur Bekämpfung dieser Krankheit sind die Unterweisung der Allgemeinheit und ihre Aufklärung und Information.  Heranwachsende und Jugendliche achten wegen erhöhter Emotionalität und weil sie sich in der Reifezeit befinden, nicht genug auf sich und sind wegen risikoreichem Verhalten mehr als andere hinsichtlich der HIV-Ansteckung gefährdet.    Deshalb ist es von besonders großer Wichtigkeit diese Altersgruppen zu informieren. Das ist Aufgabe der  Ausbildungszentren, Schulen  und die Familien.

 

Junge Menschen müssen die Wege kennen, um sich vor einer HIV-Infizierung zu schützen, nämlich durch Beachtung der moralischen Regeln, Enthaltung von Drogenkonsum insbesondere in Form von Injektionen und Vermeidung gemeinschaftlicher Benutzung von Gegenständen wie Rasiermesser oder Tätowierungsnadeln und ähnliches.

Indem wir allen Aids-Kranken eine völlige Genesung wünschen, hoffen wir,  dass allseitige Maßnahmen zur  Beseitigung von Aids   auf der Welt ergriffen werden und einmal niemand mehr dieser Krankheit zum Opfer fallen wird.

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