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Montag, 25 Juni 2012 05:08

Drogen - Fessel der Menschheit

Drogen - Fessel der Menschheit
Der 26. Juni ist Internationaler Tag der Drogenbekämpfung.  An diesem Tag wird an die Probleme im Zusammenhang mit Drogen und an die Maßnahmen der  verschiedenen Länder für die Drogenbekämpfung erinnert. Dieser Tag ist ein weltweites Symbol und warnt vor den Folgen des Anbaus, Schmuggels und Konsums von Rauschgiften.
Der 26. Juni enthält durch diesen Anlass ebenso die  Mahnung, dass alle Länder sich gemeinsam von dieser Fessel für die Menschheit befreien müssen.

 

In den vergangenen 25 Jahren sind wir jährlich Zeuge von internationalen Konferenzen zur Bekämpfung der Drogensucht und des Drogenschmuggels  im Sitz des  Büros zur Drogenkontrolle und  Verbrechensbekämpfung der UNO, UNODC, in Wien und in anderen Ländern. Dies zeigt den politischen Willen der Völker im Kampf gegen das verheerende Phänomen des Drogenkonsums. Den Ländern, in denen das Problem der Drogensucht und des Drogenhandels besonders an der Tagesordnung steht, wurden Konzepte empfohlen. Sie betreffen die Suchtvorbeugung durch Lehre und Erziehung, die Medienunterstützung für die Resozialisierung von ehemaligen Drogensüchtigen, die Vernichtung von illegalen Anbauflächen von   Schlafmohn und Zerschlagung der großen Drogenschmugglernetze, die Zusammenarbeit der Justizbehörden der Ländern im Drogenbereich usw.

Aber die Welt ist Zeuge, dass trotz alledem in den verschiedenen Gesellschaften die Zahl der Menschen weiter ansteigt, die in die Falle der Drogenabhängigkeit laufen. Dabei führt die  Drogenabhängigkeit zum schweren Werteverlust und zu kulturellen und moralischen Missständen und Zunahme der Kriminalität in der Gesellschaft.

Gemäß Schätzungen der UNO leben zurzeit mehr als 200 Millionen Süchtige auf der Welt. Sie konsumieren Opium, Heroin, Marihuana,  Kokain usw. Sehr besorgniserregend ist außerdem, dass das Durchschnittsalter für den Drogenkonsum sinkt und immer mehr synthetische Drogen konsumiert werden.

Die Drogenmafia interessiert sich daher auch zunehmend für neue künstliche Drogen. Psychodrogen sind noch gefährlicher als die traditionellen Drogen und die Abhängigkeit von diesen ist noch schwieriger zu behandeln, aber die Drogenmafia propagiert, dass diese Rauschgifte harmlos sind und nicht süchtig machen würden.

 

Gemäß Statistiken verursachen Drogen jährlich den Tod von 250 000 Menschen.

Dieses Phänomen hat schwere Folgen für die Wirtschaft und gefährdet die psychische Gesundheit der menschlichen Gesellschaften. Natürlich bedeutet eine Zunahme der Drogensüchtigen auf der anderen Seite eine Gewinnsteigerung für die Mafia, welche Drogenerzeugung und Drogenhandel betreibt.

Solange dieser Handel so profitabel ist, werden wir uns dem Angebot aller möglichen Drogensorten und der Bestrebung,  die Zahl der Konsumenten zu steigern, gegenüber sehen.

Nach Ansicht von Experten beläuft sich der Profit aus dem internationalen Drogengeschäft auf jährlich 500 bis 700 Milliarden Dollar. Das meiste dieses schmutzigen Geldes gelangt durch Geldwäsche an die Börsen und dient dort der Drogenmafia weiter.

Analysten sagen, das Drogenphänomen sei darüber hinaus auch ein effektives Werkzeug zur Ausdehnung der Hegemonieordnung auf die Entwicklungsländer. Dies sieht man in Afghanistan.

 

Der jahrelange Krieg im Inland und die Anwesenheit der ausländischen Kräfte, die Wirtschaftsprobleme und die Tätigkeiten der Drogenmafia in Afghanistan haben dieses Land leider zu einem der größten Zentren für die Erzeugung von Drogen auf der Welt gemacht.

In den letzten 10 Jahren ist nach Invasion der ausländischen Truppen der Anbau von Drogen auf das Vierzigfache gestiegen. Laut Berichten der UNO werden heute 90 Prozent des Opiums auf der Welt in Afghanistan erzeugt.

Jährlich werden circa 700 Tonnen Heroin in diesem Land produziert, und Afghanistan ist der größte Erzeuger von Haschisch weltweit.

Die Drogenerzeugung hat auf diese Weise in den letzten Jahren enorm zugenommen und zwar  obwohl sich dort Tausende ausländische Kräfte befinden und bekannt gegeben wurde, dass eine ihrer wichtigsten Aufträge darin besteht,  ein Großprojekt  zur Drogenausrottung in diesem Land durchzuführen.

Aber es gibt Beweise dafür, dass die Drogenschmuggler und Mafia in der Region von Afghanistan bis zu den Konsummärkten in Europa völlig organisiert tätig sein kann.

Das Einkommen aus dem Opium in Afghanistan beträgt nach Ansicht von Sachkundigen mehr als 200 Milliarden Dollar  und diese Summe ist gemäß den Ziffern der Weltbank höher als das jährliche Einkommen der Nachbarländer Afghanistan mit Ausnahme Chinas und Irans.

Der Iran hat eine 945 km lange Grenze mit  Afghanistan. 709 km dieser Grenze liegen auf dem Festland und 236 km verlaufen im Wasser.  Wegen dieser langen gemeinsamen Grenze mit Afghanistan ist Iran besonders den Gefahren, die von der hohen Produktion und dem Transit von Drogen ausgehen, ausgesetzt.  In den vergangenen 30 Jahren hat die Islamische Republik Iran stets auf  einem der neuen Transitstrecken  für  Drogen gelegen und musste sich gegen den Drogenschmuggel wehren. Iran  hat nicht nur das Eintreffen der Drogen im Inland bekämpft sondern sich auch zum Ziel gesetzt, den Transit in europäische Länder an den östlichen Grenzen zu verhindern. Auf dem Weg zu diesem Ziel haben schon zahllose iranische Ordnungskräfte ihr Leben geopfert.

Der Iran hat tatkräftig bewiesen, dass er sehr ernsthaft gegen Drogen vorgeht. Er ist auf diesem Gebiet den anderen Ländern voraus und wurde wiederholt von Amtsträgern der UNO darunter dem Generalsekretär dieser internationalen Organisation gelobt.

Yuri Fedotov, der Generalsekretär der UNODC hat vor kurzem auf der Konferenz in Wien gesagt, Teheran sei Partner Nr. Eins der UNO bei der Drogenbekämpfung.

Yuri Fedotov sagte, dass Iran zahlreiche Tätigkeiten zur Verhinderung des Drogenhandels durchführt. Er betonte, Iran stehe hinsichtlich der Entdeckung von Drogen weltweit in der Reihe der führenden Staaten.

 

Abschließend möchten wir einen Teil des umfassenden Programms Irans anlässlich des Jahrestages 2012 der Bekämpfung von Drogen vorstellen:

Durch Seminare und Kongresse im Zusammenhang mit Drogen und ihren schädlichen Folgen wird an der Förderung der Kultur zur Verhütung von Drogensucht gearbeitet. Es werden ausführliche Berichte über die gesamten Maßnahmen vorgelegt und die Iran auf dem Gebiet der Drogenbekämpfung seitens der Verantwortlichen und auf diesem Gebiet Tätigen  werden gewürdigt werden.

Außerdem wird am Welttag der Drogenbekämpfung eine Ausstellung zu diesem Thema stattfinden. Sie dauert 10 Tage und an ihr nehmen alle Behörden und Organisationen, die auf diesem Gebiet wirksam tätig sind, teil: das Ministerium für Gesundheitswesen, medizinische Behandlung und Lehre, das Ministerium für Bildung und Erziehung, das Wohlfahrtsamt, die Ordnungskräfte und weitere nicht-staatliche Organisationen und andere Einrichtungen. Sie werden auf dieser Ausstellung einen Eindruck von ihrer Tätigkeit an Hand geben.

Es sei erwähnt, dass jedes Jahr am Welttag für die Drogenbekämpfung eine große Menge von entdeckten Drogen als Symbol für die direkte und ernsthafte Drogenbekämpfung und als Symbol für die vollständige Vernichtung von Drogen auf der Welt in hoffentlich baldiger Zukunft in Brand gesteckt.

Zweifelsohne ist der Kampf gegen das üble Phänomen der Drogen und Drogensucht auf einen weltweiten echten Willen angewiesen. Der Erfolg steht fest, wenn alle Länder gemeinsam zum diesem Kampf antreten.

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