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Samstag, 18 Dezember 2010 14:35

Historische Ursprünge moderner Unwissenheit

Historische Ursprünge moderner Unwissenheit
Der iranische Historiker Ata Malek Dschawini berichtet in seinem Buch  Tariche Dschehangoscha  „Geschichte der  Expansion“  über historische Ereignisse, unter anderem über den Mongoleneinfall in die Islamischen Gebiete.

Er schildert die Verbrechen, die  Tschingis Chan und seine Heereshorden im Iran  begingen und die zahlreichen Verwüstungen die sie anrichteten. In diesem Buch lesen wir auch über den Angriff Tschingis Chan auf  Buchara und wie er die Moschee in dieser Stadt besetzte. Es heißt an der betreffenden Stelle: Als Tschingis Chan diese Moschee erblickte, fragte er: „Ist dies der Sitz des Königs?“ Man antwortete ihm mit: „Dies ist das Haus Gottes.“  Tschingis befahl die Koranexemplare in dieser Moschee zu verbrennen.                               

Unterdrücker wie die Mongolen konnten den Islam nicht vernichten. Im  Gegenteil: Der Islam konnte ihr rohes Wesen  mit seinen auf dem Koran beruhenden Lehren  ändern und sie zivilisieren. 

Die Anfeindung von Moral und Kultur ist nicht Neues. In  den verschiedenen Zeitepochen haben Einzelne oder größere Gruppen  versucht, das Licht der Wahrheit auszulöschen, doch sie  unterschrieben damit ihre eigene Vernichtung, während die echten, verwurzelten Kulturen blieben.  Die Schändung des Korans und Schmähung von edlen Persönlichkeiten des Islams in den USA und einigen europäischen Ländern  ist ein Zeichen von solche Ignoranz und diese Ignoranz  hat historische  Wurzeln.  Unwissenheit hat es schon immer gegeben und die Koranschändung in den USA ist  Unwissenheit in moderner Form.    

Wir möchten einige Beispiele über die Verbrennung von Büchern in der Geschichte betrachten und sehen wer auf diese Weise vorging.

Der christliche Historiker Dschordschi Zeydan schreibt in seinem Buch “Zivilisation des Islams“, dass nach dem tragischen Massenmord an den Muslimen in Andalusien durch die Europäer im 12. Jahrhundert nach Christus  80 Tausend Buchbände in Brand gesteckt wurden. Diese Bücher hatten muslimische Gelehrte über Naturwissenschaften, Mathematik Philosophie und Logik geschrieben und es waren viele literarische Werke darunter.  Die Europäer haben ebenso  bei ihrem Angriff auf Palästina und Schaam (Syrien) 3 Millionen Bücher verbrannt.

Dschordschi Zeydan schreibt, dass diese Schande der Buchverbrennung immer am Westen haften bleiben wird und verweist dann auf die Mongolen, die diese üble Sitte fortsetzten.

Eine weitere Person, die hinsichtlich ihrer Verbrechernatur mit Tschingis Chan verglichen wird, ist Adolf Hitler. Auch er ließ Bücher verbrennen.

Für den  10. Mai 1933 kündigten die Nationalsozialisten ein Fest für alle an. An diesem Tag wurden in den Städten   Feuer angezündet.  Fanatiker  stürmten die Buchläden, schleppten   circa 30 Tausend Buchbände herbei und verbrannten sie  unter Musikklängen und Freudejubel.  Sie dachten, wenn sie Bücher wie die von Bertold Brecht verbrennen, können sie auch das Andersdenken vernichten und die rassistische Denkweise der Nazis könne sich behaupten.

Fernando بایز  Baez verweist in seinem Buch An Universal History of the Destruction of Books auf die Geschichte der Buchverbrennung in den USA und schreibt: „Wegen der fürchterlichen Verbrechen gegen die Menschheit, welche die USA in Hiroshima und Nakazaki begingen, werden die Luftangriffe der USA auf die bekannten Bibliotheken in Tokio, welche vollständig nach den US-Bombardierungen abbrannten, seltener erwähnt.“ Er fährt fort: Die Nazis in Deutschland haben außer der Bücherverbrennung 1933 auch in Frankreich 723 Bibliotheken abgebrannt. Aber auch die US-Geschichte ist Zeuge einer langen Periode der Bücherverbrennung. Alleine schon in den Jahren 1940 und 1941  sind Tausende von Buchbänden auf öffentlichen Plätzen in den USA verbrannt worden, und zwar nur deswegen, weil ihr Inhalt nicht den Ansichten des US-Kongresses entsprach.“

Auch jetzt führen die USA diese Methode weiter. Vor kurzem hieß es in den Nachrichten, dass Pentagon 9500 Exemplare eines Buches, welches seiner Meinung nach  die  nationale Sicherheit der USA gefährdet, verbrannt hat. Es handelt sich hierbei um das Buch „Operation dunkles Herz“, welches US-Geheimdienstmann Anthony  Shafer   schrieb. In diesem Buch geht es um Spionageoperationen an den vorderen Frontlinien  im Afghanistankrieg. 

Auch Künstler haben sich mit dem Thema der Bücherverbrennung befasst. Zum Beispiel drehte der französische Regisseur  Francois Truffaut  dazu den Film „451 Grad Fahrenheit“ . Der Film ist eine Zukunftsvision und handelt von einem Feuerwehrmann, der Feuer anzündet anstatt sie zu löschen.  Er und seine Kumpel leben in einer Gesellschaft, in der Bücherverbrennung üblich ist. Sie reden den Leuten ein, dass alle Bücher schädlich sind und die Bücherverbrennung der  Gesellschaft Heil bringt. Eines Tages kommt aber jemand auf den Gedanken, ein Buch nicht gleich zu verbrennen sondern es erst zu lesen. Danach steht die Welt kopf. 
Der Film „451 Grad Fahrenheit“ ist voller erschütternder Szenen und voller Menschen, die ein sinnloses Leben verbringen . Aber was ist der wahre Grund für die ganze Bücherverbrennung? Der Chef der Feuerwehr sagt es selber: „Wenn du diese Bücher liest wirst du mehr verstehen als die anderen!“

Heute ist allen bewusst,  wie wichtig das Buch als Mittel für den Gedankenaustausch ist, und dass es das Wissen steigert und Einstellungen verändert.  Gerade dieser Gedanke  versetzt die Mächtigen in Furcht, denn ihre Weiterexistenz beruht ja darauf, dass die Menschen unwissend bleiben.

Die Diskussion wird noch ernster, wenn es um eine Heilige Schrift der Gottesreligionen geht.  Einerseits steckt der Westen in einer Krise, die daraus hervorgeht, dass er sich in der Geschichte von Gott abwandte, und andererseits sind einigen Gruppen im Westen hinsichtlich des Widererwachens und der Ausbreitung des Islams unter ihrer Bevölkerung besorgt. Dies  äußert sich in ignorantem Vorgehen wie der Koranverbrennung oder Unterstützung für die Islamfeinde. Ein Beispiel liefert die bedingungslose Unterstützung der englischen Regierung für den Autor des beleidigenden Buches „Satanische Verse“, Salman Roschdi.

Im Westen gehen vor allen Dingen Politiker und einflussreiche Leute oder die Medien  beleidigend mit den Heiligkeiten der Muslime um, aber die Normalbürger befürworten dies gar nicht und einige auf der Kunst- und Kulturszene zeigen sogar Reaktionen gegenüber diesen Respektlosigkeiten. Davon zeugt die Reaktion des US-Autors John Grishman. Auf seiner jüngsten Reise nach Deutschland verurteilte er bei seiner Ankunft die Koranverbrennung in den USA scharf. Er sagte in Hamburg, dass nur ein Fanatiker und Radikaler so vorgeht und verurteilte  den Geistlichen Terry Johnes  als fanatisch, weil er statt seine Pflichten zu erfüllen, Hass verbreitet.   

 Abschließend möchten wir nur um Aufmerksamkeit für den Inhalt der Verse 32 und 33 der Sure 9 bitten. Dort spricht Gott:

Sie wollen das Licht Gottes mit ihrem Mund auslöschen. Aber Gott will sein Licht unbedingt in seiner ganzen Helligkeit erstrahlen lassen – auch wenn es den Ungläubigen zuwider ist.

Er ist es, der Seinen Gesandten mit der Rechtleitung und der wahren Religion geschickt hat, um ihr zum Sieg zu verhelfen über alles, was es an Religion gibt – auch wenn es den Götzenanbetern zuwider ist!

 

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